Spielen, um zu fühlen, zu lernen und zu leben

 

 

 

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Andre Stern, Spielen, um zu fühlen, zu lernen und zu leben, Elisabeth Sandmann 2016, ISBN 978-3-945543-23-8

 

Andre Stern, Sohn des berühmten Arno Stern, hat in seinem ganzen Leben keinen einzigen Tag eine Schule besucht. Er durfte sich frei und ungestört entwickeln und hat das auch in einem Bestseller „.. und ich war nie in der Schule“ beschrieben.

 

In dem vorliegenden Buch lässt er zwar immer wieder durchblicken, dass er sich eine solche Kindheit für alle Kinder wünscht –und tatsächlich sprechen seine Bücher viele Menschen an, die ähnlich denken und ihre Kinder lieber selbst unterrichten würden, gäbe es die ihnen leidige Schulpflicht nicht- aber es geht ihm schwerpunktmäßig darum, dafür zu werben, in die emotionalen, sozialen und kognitiven Potenziale der Menschen zu vertrauen und das beim Aufwachsen der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen. Ob in der Familie, im Kindergarten  oder in der Schule:

„Das Spiel ist für das Kind die direkte Art, sich mit dem Alltag, mit sich und der Welt zu verbinden. Für Kinder ist das freie Spiel ein Bedürfnis. Eine Veranlagung, ein Hang, oft ein Drang. Es ist für das Kind eine tiefe Erfüllung.“

 

Das Buch wird ergänzt durch Gastbeiträge u.a. von Gerald Hüther, Arno Stern und Katharina Saalfrank, die allerdings nicht im Inhaltsverzeichnis aufgeführt sind. Den Beitrag Frau Saalfranks über die „emotionale Entwicklung und die Bedeutung von Bindung und Beziehung“ fand ich dabei am wichtigsten.

 

Ich finde es geht darum, möglichst viel von diesen Erkenntnissen in unsere Kindergärten und Schule zu bringen, anstatt sie abzuschaffen.

Deutschland in Gefahr

 

 

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Rainer Wendt, Deutschland in Gefahr. Wie ein schwacher Staat unsere Sicherheit aufs Spiel setzt, Riva 2016, ISBN 978-3-86883-476-5

 

Rainer Wendt ist als Präsident der Deutschen Polizeigewerkschaft ein engagierter Zeitgenosse, der lange genug (25 Jahre) selbst im Polizeidienst tätig war, um genau zu wissen, wovon er redet. Manches Mal wirft man ihm vor zu übertreiben, doch er ist bei denen beliebt, die er vertritt und die wegen der zunehmenden Versäumnisse des Staates, die er in diesem Buch beschriebt, immer mehr den Buckel hinhalten müssen. Bei den Polizisten, sehr beliebt. Sie fühlen sich durch ihn vertreten. Wenn man mit einzelnen Polizisten privat spricht, lernt man, dass die Wirklichkeit vor Ort noch viel dramatischer ist, als Wendt sie hier beklagt.

 

Wendt geht es hauptsächlich darum, dass sich der Staat in den letzten Jahren und Jahrzehnten aus immer mehr früher hoheitlichen Aufgaben zurückzieht. Diese Entwicklung, dass ein Staat seine Regeln nicht nur aufstellt, sondern sie auch wirksam und für alle nachvollziehbar, ggf. auch abschreckend durchsetzt, hat schon lange eingesetzt, bevor die große Zahl von Flüchtlingen ins Land kam.

 

Die Beispiele, die Wendt in großer Zahl nennt, sind erschreckend und sie treffen das Lebens- und Sicherheitsgefühl sehr vieler Menschen im Land. Eine multikulturelle und opferorientierte Kultur hat zu dieser schlimmen Entwicklung beigetragen und das Vertrauen vieler Menschen in ihren Staat ausgehöhlt. Brutstätte für Rechtsextreme, AFD und andere.

Wendt nennt aber nicht nur Beispiele eines schwachen Staates, sondern er formuliert in wohltuender Klarheit, was sich ändern muss:

„Damit sich die Menschen wieder auf ihren Staat verlassen und ihm vertrauen können. Damit unsere Sicherheit nicht länger auf dem Spiel steht. Es gibt viele Baustellen und große Schwachpunkte. Schauen wir also gemeinsam hin.“

 

Ein wichtiges, ein ehrliches Buch, das sich nicht mehr von politischen Korrektheiten disziplinieren lässt.

Das Unglück anderer Leute

 

 

 

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Nele Pollatschek, Das Unglück anderer Leute, Galiani 2016, ISBN 978-3-86971-137-9

 

Sie liebt Kurt Vonnegut und sein chrono-synklastisches Infundibulum“ aus seinem Roman „Die Sirenen des Titan“ und sie liebt ihre Unabhängigkeit in den Leben, das sie sich eingerichtet hat, ich 25- jährige Ich-Erzählerin Thene, die in Oxford studiert und in Heidelberg ihren Zweitwohnsitz hat, von wo aus sie immer wieder mit ihrem Freund Paul in den Odenwald fährt.

 

Doch auch dort, in dieser Idylle holt sie immer wieder ihre chaotisch Patchworkfamilie  ein, eine in alle Himmelsrichtungen verstreute ostwestdeutsche Mischpoke.

 

Da ist die Mutter Astrid, Althippie, Weltretterin, Punk, die noch nur ihre Familie manipuliert, sondern der es mehr um ihre guten Taten geht, die sie zweifellos in eigennütziger Absicht begeht, als um ihre Familie. Da ist der Vater Georg, der als Thene zehn war, sie erlasen und für fünf Jahre abgetaucht ist, um dann als  Schwuler wieder aufzutauchen. Und da ist eine ganze Menge abgelegter Stiefväter (Astrid ist nebenher immer auch sexuell sehr aktiv), darunter der jüdisch-orthodox gewandelte Menachem. Nur mit dessen Sohn, ihrem 15-jährigen Halbbruder Eli kommt Thene einigermaßen klar.

 

Thene ist auf der Suche nach einer Mutter, die Astrid nicht sein will. Sie ist Teil einer Generation, die in einer Art neuen Spießigkeit und Angepasstheit revoltiert. Anpassung als eine Form der Rebellion, weil sie kein anderes Mittel der Abgrenzung zu ihren ach so engagierten und linken Eltern sehen – so geht es sicher nicht nur Thene, die man ruhig als Alter Ego von  Nele Pollatschek bezeichnen kann, denn alle biographischen Stationen von Thene sind auch die von Nele.

 

Es ist schon eine große Leistung, bei einer solchen Mischpoke von Verwandtschaft ein eigenständiges Leben zu führen.

Ich hoffe, es bleibt nicht bei diesem gelungenen und beachtenswerten Debüt und wir werden bald noch mehr von en literarischen Talent von Nele Pollatschek erleb

Stresst ihr noch oder liebt ihr schon?

 

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Alexa Hennig von Lange, Marcus Jauer, Stresst ihr noch oder liebt ihr schon, Gütersloher Verlagshaus 2016, ISBN 978-3-579-08949-2

 

Die beiden Autoren dieses Buches wissen wovon sie reden:

Alexa Hennig von Lange war alleinerziehend mit Kind, verheiratet mit zwei Kindern und Fulltimejob, bevor sie Marcus Jauer heiratete und noch drei Kinder bekam. Die Schriftstellerin wurde mit ihrem Roman „Relax“ über Nacht zur Bestsellerautorin und zur Stimme ihrer Generation.

Marcus Jauer, 41, ist Journalist. Er arbeitete als Reporter für die Süddeutsche Zeitung und im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen – bis er innerhalb von vier Jahren dreimal Vater wurde und seine Festanstellung kündigte, um als Freiberufler mehr Zeit für die Familie zu haben. (Klappentext)

 

Abwechselnd erzählen die beiden Geschichten aus ihrem aufregenden Familienalltag und davon, „warum Familie nicht das Problem ist, sondern die Lösung“.

 

Witzig, mit viel Humor und sehr warmherzig erzählen die beiden selbständigen Schriftsteller wie sie mit fünf Kindern, einer Patchworksituation, die andere nur als Problem sehen, zwei Karrieren, die ihnen Freude machen und einer Partnerschaft, die auch ihren Raum braucht, zu einer Freiheit gefunden haben, die sie vorher so nicht für möglich gehalten hätten.

 

Das Buch ist eine unterhaltsame Lektüre durchaus auch für Eltern oder Paare, die beide einer nicht-selbständigen Beschäftigung nachgehen (nicht jeder kann sich einfach so als freelancer geben, es muss ja auch das Geld stimmen).

Denn das, worum es geht, die Freude an Kindern und dem Zusammenleben mit ihnen in den verschiedenen Stadien ihres Heranwachsens und die Chancen, die Familie solcherart für die Entwicklung von Ehen und Partnerschaften in Fülle bietet, das kann in jeder Familienform und auch bei unterschiedlichen beruflichen Tätigkeiten der jeweiligen Eltern erlebt werden.

 

Endlich einmal keine Klagen über die Unmöglichkeit von Vereinbarung zwischen Beruf und Familie, endlich einmal kein „regretting motherhood“-Geschwätz.

Die italienischen Schuhe

 

 

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Henning Mankell, Die italienischen Schuhe, Zsolnay 2016, ISBN 978-3-552-05794-4

 

„Mit diesem Buch zeigt sich Henning Mankell inhaltlich und sprachlich von einer völlig neuen Seite. Nachdem nun auch der letzte Fan wohl akzeptiert hat, dass er seine Wallander-Serie nicht fortsetzen wird, auch nicht mit dessen Tochter Linda und ihrem Freund, ist es wohl an der Zeit, die anderen Bände Mankells mehr zu würdigen und endlich von den Vergleichen mit den alten Bänden Abstand zu nehmen. Sein Anfang 2007 veröffentlichter letzter Afrika-Roman „Die flüsternden Seelen“ war im Original schon 1999 in Schweden aufgelegt worden , sodass es sinnvoll ist, das hier vorliegende Buch in der Abfolge der Romane „Tiefe“ (2005) und „Kennedys Hirn“ (2006) zu lesen. Hatten die beiden letzten Romane noch viel gezeigt vom zornigen Henning Mankell, der sich einfach nicht abfinden kann mit den zum Himmel schreienden Zuständen auf der Welt, schlägt er in „Die italienischen Schuhe“ einen Ton an, der neu für ihn ist.“ (Aus meiner Rezension 2007)

 

Nun legt Zsolnay das Buch 2016 noch einmal neu in einer HC- Ausgabe, gleichzeitig mit dem Erscheinen von Mankells letztem Buch „Die schwedischen Gummistiefel“, das man als eine Art selbstständige Fortsetzung des hier neu veröffentlichten Buches lesen kann.
Such hier sind fast alle Protagonisten eher Außenseiter und Gestrandete einer immer schneller und menschenverachtender werdenden Gesellschaft, aber sie sehen sich nicht als Opfer, sondern versuchen aus ihrer Situation etwas mal mehr oder auch mal weniger Kreatives zu machen.

Es ist ein Buch der eher kleinen Töne, das sprachlich auf sanften Füßen daher kommt und den Leser mitnimmt auf eine Reise, bei der er es nicht verhindern kann, dass er sich betreffen lässt von der Thematik. Es geht um das Altwerden, um das Alleinsein im Alter. Es wird erzählt vom verpassten und verlorenen Leben, es handelt von der Frage, ob es so etwas wie Vergebung geben kann, die einem auch kurz vor dem Lebensende noch einmal neues Leben schenken kann. Es geht um die gewährte Gnade einer zweiten Chance nach großen und unwiderruflichen Lebensfehlern. Das Buch erinnert an den ebenfalls in der Hanser/Zsolnay Gruppe 2006 erschienenen Roman „Pferde stehlen“ von Per Petterson. Ähnlich wie Petterson entführt auch Mankell seine Leser in äußere und innere Landschaften, die ihn, wenn er es zulässt, verändert zurückkehren lassen. Beide Bücher klingen lange nach, stoßen im Leser Biographisches an und fordern seine existentielle Aufmerksamkeit und Präsenz. Beides übrigens Kennzeichen wirklich guter Literatur.

Fredrik Welin, mittlerweile 66 Jahre alt, war lange Jahrzehnte ein erfolgreicher Chirurg, bevor etwas, was er zunächst nur die Katastrophe“ nennt, seiner beruflichen Karriere ein selbst gewähltes Ende setzt. Er hat bei der Amputation des Armes einer jungen und sehr erfolgreichen Schwimmerin den falschen entfernt. Voller Schuldgefühle zieht er sich auf eine Insel in den Schären zurück, wo er mit seinen Großeltern schon Teile seiner Kindheit verbrachte. Er lebt dort einfach, hat nur Kontakt mit dem Postzusteller Jansson, den er auch immer wieder einmal als Arzt behandelt. Er erwartet nichts mehr, dennoch quält ihn die Schuld von damals, als eines Tages um die Wintersonnenwende eine alte Frau mit einem Rollator vor seinem Haus steht. Es ist Harriet, die einzige große Liebe seines Lebens, die er vor fast 40 Jahren unter ziemlich schändlichen Umständen verlassen hat. Harriet ist todkrank, ein unheilbarer Krebs zerfrisst sie von innen.

Neben einer Antwort auf ihre nach wie vor wütende Frage, warum er sie damals verlassen hat, verlangt sie von ihm die Einlösung eines damals gegebenen Versprechens: er soll mit ihr an einen einsamen Waldsee in Nordschweden fahren, wo er selbst in seiner Kindheit mit seinem Vater war. Sie brechen mitten im Winter dorthin auf und erleben unterwegs eine Menge von Begegnungen. Unter anderen lernt er den über 90-jährigen italienischen Schuhmacher Giancionelli kennen, der jedes Jahr nur zwei Paar Schuhe herstellt und Fredrik ein Paar verspricht, die er ganz Ende auch erhält. Fredrik erfährt, dass er eine Tochter hat, die in einem Wohnwagen wohnt und seit Jahren Briefe an die Staats- und Regierungschefs der Welt schreibt und sie auf Missstände hinweist.

Fredrik Welin begreift das Geschenk und die Gnade dieser zweiten Chance in seinem Leben, und bleibt nach seiner Rückkehr auf seine Insel sowohl mit Harriet als auch mit seiner Tochter Louise in Kontakt. Und er nimmt Kontakt auf zu Agnes, der Frau, an deren Arm er vor Jahren den verhängnisvollen Fehler beging, der seiner beruflichen Tätigkeit ein Ende setzte.
Er trifft sie und lernt eine Frau kennen, die ihr Lebensschicksal auf bewundernswerte Weise gemeistert hat, und die sich Mädchen angenommen hat, die jeder andere schon abgeschrieben hat.

Fredrik Welin, der die ganze, sich von einer Wintersonnenwende zur nächsten über ein Jahr hinziehende Geschichte selbst erzählt, stellt sich seiner Schuld und seiner Lebenslüge und am Ende kann er, eine Notiz seiner mittlerweile verstorbenen Harriet aufgreifend, in sein Logbuch notieren:
„Bis hierher sind wir gekommen. Nicht weiter. Aber bis hierher.“

Henning Mankell hat ein stilles, aber nicht minder
engagiertes und bewegendes Buch geschrieben über Erfahrungen und Auseinandersetzungen des letzten Lebensabschnittes. Ob junge Menschen, die von seinen Wallander- Romanen begeistert waren, die neue Stimme Mankells hören wollen, oder überhaupt können, sei dahin gestellt.
Aber wer bereit ist, sich ernste Fragen nach Schuld und Vergebung, Alter und Einsamkeit zu stellen, wird von diesem Roman außerordentlich für sich selbst profitieren.

 

 

Merkur , Mond und Milchstraße

 

 

 

 

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Chang-hoon Jung, Merkur, Mond und Milchstraße. Auf Entdeckungsreise im All, Gerstenberg 2016, ISBN 978-3-8369-5853-0

 

Auf eine kreative Weise nimmt der koreanische Autor Chang-hoon Jung seine jungen Leser mit auf eine Reise quer durch unser Sonnensystem auf der Suche nach einem Ort, an dem die Menschen leben können, wenn sie unsere Erde vollständig zerstört haben.

Einen Planeten nach dem anderen fliegt er ab, erklärt die Lebensbedingungen dort und die Temperaturen und kommt bei jedem Planet und auch bei drei Monden immer zu dem Ergebnis: nicht für das menschliche Leben geeignet.

 

Und mit jedem weiteren Beispiel, das ausscheidet, werden auch schon kleine Kinder etwas davon ahnen, was der Autor in einem Nachwort so beschreibt:

„Die Aufgabe besteht darin, unserer Nachwelt eine bewohnbare Erde zu hinterlassen. Denn wenn die Umwelt so stark zerstört wird, dass niemand mehr auf der Erde leben kann, bedeutet das das Ende der Menschheit auf diesem Planeten.“

 

Ein Sachbilderbuch, das auf vielfältige Weise Wissen vermittelt und Umweltbewusstsein.

Meine liebsten Bibelgeschichten

 

 

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Melanie Brockamp, Meine liebsten Bibelgeschichten, Coppenrath 2016, ISBN  978-3-649-62081-5

 

Mit zauberhaften Illustrationen erzählt Melanie Brockamp in diesem Bibelbilderbuch für Kinder ab 2 Jahren sechs der schönsten und beliebtesten Bibelgeschichten. Die Schöpfung, Noah und die Arche, Mose im Binsenkörbchen, Jona und der Wal, die Speisung der 5000 und das Gleichnis vom verlorenen Schaf erzählen von der Geschichte Gottes mit den Menschen und strahlen die Botschaft aus: Gott ist immer für uns da.

 

14 Verwandelklappen laden zum Staunen und Entdecken ein.

 

Ein schönes Bilderbuch, das kleine Kinder an die Botschaft der Bibel heranführen will.

Post für Paul und Ida

 

 

 

 

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Sharon Rentta, Post für Paul und Ida, Gerstenberg 2016, ISBN 978-3-8369-5907-0

 

Sharon Rentta hat ein unnachahmliches Talent, mit lustigen Tierfiguren und sich um sie rankende Geschichten, mit denen sich die ihre Bilderbücher betrachtenden Kinder gleich identifizieren können, etwas zu beschreiben und zu erklären, wofür sich alle Kinder interessieren, nicht nur die kleinen Jungen. So hat sie etwa in ihrem Buch „Tobis Tierklinik“ 2011 Kindern einen wunderbaren und anschaulichen Überblick über das Innenleben eines Krankenhauses verschafft und in drei anderen Büchern mit männlichen Protagonisten erklärt, wie es auf einer Baustelle, bei der Feuerwehr und in eienr Autowerkstatt zugeht.

 

In ihrem neuen Bilderbuch „Post für Paul und Ida“ lässt sie den kleinen Bär Paul Einblick gewinnen in die Arbeit seines Vaters, der als Postbote arbeitet. Die Kinder lernen eine Menge über den Weg eines Briefes und  die Arbeit der Post und haben wieder eine Menge Spaß beim Betrachten der teilweise skurrilen Bilder. Denn wie in allen anderen früheren Büchern sind alle handelnden Personen Tiere, kleine und große.

 

Erneut ist Sharon Rentta eine vorbildliche Mischung gelungen aus Sachinformationen und im Buch enthaltenen Geschichten. Dies sorgt bei den kleinen Lesern bzw. Zuhörern für genug Abwechslung und für eine Menge Spaß.

 

Willkommen im Kindergarten, Paulchen!

 

 

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David Melling, Willkommen im Kindergarten, Paulchen, Oetinger 2016, ISBNN  978-3-7891-6897-0

 

Nachdem die bisherigen alle sehr erfolgreichen und von Mirjam Pressler ins Deutsche übersetzten Bilderbücher des Engländers David Melling über seine Kinderfigur, den putzigen kleinen Bär Paulchen als Pappbilderbücher in einem kleinen Format erschienen sind, verlegt der Oetinger Verlag das neue Buch, in dem Paulchen in den Kindergarten kommt  als klassisches Bilderbuch.

 

Tapfer marschieren Paulchen und seine Freunde eines Morgens zu ihrem ersten Tag im Kindergarten. Dort empfängt sie die Erzieherin Frau Muh-Huh. Paulchen ist ganz aufgeregt, er spürt ein  Krabbeln im Bauch, das ihn ganz glücklich macht.

 

Und dann zeigt er Frau Muh-Huh und allen anderen Kindern das, was er am liebsten tut: knuffeln. Alle sind begeistert, knuffeln, was das Zeug hält und erleben an diesem ihren ersten Tag noch eine Menge lustiger Sachen, für die ihre Eltern vielleicht wenig Verständnis hätten. Doch Frau Muh-Huh behält die Geduld, auch wenn sie am Abend, als sie Paulchen und die andern nach Hause verabschiedet, sich erschöpft die Stirn wischt.

 

Alle haben sie das gleiche Gefühl im Bauch:

„Kindergarten macht so viel Spaß!“

 

 

Kleine Ente, du bist stark

 

 

 

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Marcus Pfister, Kleine Ente du bist stark, NordSüd 2016, ISBNN 978-3-314-10335-3

 

Ancilla Schmidhauser, von Beruf Beraterin in Unternehmenskommunikation, engagiert sich in der Schweiz für den Förderverein für Kinder mit seltenen Krankheiten. Selbst als Kind mit den Bilderbüchern von Marcus Pfister groß geworden, trug sie die Idee für dieses Buch an den bekannten Kinderbuchautor heran. Der war angetan und machte daraus das vorliegende Buch über eine kleine Ente, die sehr krank ist, und deshalb nicht gut schwimmen und tauchen kann.

Lina muss oft zuhause im Bett bleiben, hat aber dennoch oft gute Laune und lacht gerne. Ihr Freund Fredi ist ein Frosch, der sie oft besucht. Sie erfinden neue Spiele, zeichnen oder basteln zusammen. Und Fredi erzählt von der Schule, in die Lina nicht gehen kann, denn sie ist krank.

Gerne ginge Lina mit an den Teich, aber das geht nicht. Doch erlebt sie in ihren Träumen eine aufregende Geschichte, in  der sie Fredi aus den Fängen des Fischreihers rettet.

 

Und sie erzählt ihren Traum am nächsten Tag ihrem Freund. Der ist ganz begeistert und bald schon erzählt Lina, vielen anderen Tieren wunderbare Geschichten, die sie sich ausgedacht hat.

„Sie ist fast gar nie mehr traurig. Lina ist glücklich und auch ein bisschen stolz auf sich.“

 

Eine warmherzige Geschichte von Freundschaft und  dem Finden der eigenen Stärke.