Nilpferde unter dem Haus

 

 

 

 

Hansjörg Schneider, Nilpferde unter dem Haus, Diogenes 2017, ISBN 978-3-257-24405-2

 

„Sie hat mir ungemein geholfen. Sie hat mir gezeigt, wie man lebt, wie man liebt. Sie war wie eine Katze zu mir, lieb und ohne Herrschsucht. Irgendetwas an mir muss sie überzeugt haben, an irgendetwas in mir hat sie geglaubt. Meine Verse fand sie gut. Meine Biersauferei fand sie blöd, hat aber nicht protestiert. Sie hat mich mit ihrer Liebe normalisiert, soweit das ging, sie hat mich auf den Weg zu mir selber gebracht.“

 

So liebevoll beschrieb der Baseler Schriftsteller Hansjörg Schneider im Jahr 2000, zwei Jahre nach deren Tod, seine Beziehung zu seiner geliebten Frau Astrid. Im Frühjahr dieses Jahres erschien von „Nachtbuch für Astrid“ eine Neuauflage. Etwa zeitgleich mit dem hier vorliegenden zweiten Band von Tagebuchaufzeichnungen, die Hansjörg Schneider 2002 begann und über einen Zeitraum von zehn Jahren fortsetzte.

 

Auch in diesem sehr persönlichen Zeugnis schreibt sich Schneider, immer wieder zwischen seiner Basler Wohnung und einem kleinen Hotel in Todtnauberg im Schwarzwald pendelnd, in dem er sich schon in „Nachtbuch für Astrid“ von dem großen Schock zu erholen suchte, den der Tod seiner Frau für ihn bedeutete, den nach wie vor schwärenden Schmerz darüber von der Seele.

 

Wir erfahren aber auch sehr viel über seine schriftstellerische Arbeit an seinen Hunkelerromanen, immer wieder geht sein Blick zurück in die fünfziger und sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts und er versucht sich sein Leben zu deuten, auch seinen Weg als Schriftsteller und Dichter.

 

Und er beginnt zu träumen. Und er zeichnet diese Träume auf, auch den von den „Nilpferden unter dem Haus“, weil er sich von ihnen einen späten Aufschluss über sein Leben erhofft.

 

Es ist das ehrliche und berührende Werk eines Menschen, der sich auch im Alter das Staunen über seine Welt und Umwelt bewahrt hat und der uns hoffentlich noch etliche seiner wunderbaren Romane schenken wird.

 

 

Loks und Züge

 

 

 

Stephen Biesty, Loks und Züge, Gerstenberg 2017, ISBN 978-3-8369-5959-9

 

Dieses auch im Format ungewöhnliche Bilderbuch lässt die Herzen aller technikbegeisterten Kinder (hauptsächlich wohl aber die der Buben) höher schlagen.

 

Mit beeindruckenden Illustrationen und einer Menge an technischen Details und weiterer wichtiger Informationenwerden auf je einer Doppelseite gezeigt und beschrieben:

  • Die Dampfeisenbahn
  • Amerikanische Züge
  • Züge aus dem Dampfzeitalter
  • Diesel statt Dampf
  • Elektroloks
  • Schwerlastzüge
  • Hochgeschwindigkeitszüge
  • Züge der Zukunft

 

 

 

Über 30 Klappen laden die kleinen Technikfreaks ein zum Weiterfragen und zum Entdecken vieler erstaunlicher Dinge.

 

 

Herr Schmidt ist Koch

 

 

 

 

Thomas Müller, Herr Schmidt ist Koch, Moritz Verlag 2017, ISBN 978-3-89565-336-0

 

Kinder befassen sich schon sehr früh mit dem, was sie einmal werden wollen. Schon mit drei oder vier Jahren hatte mein Sohn vor einem Jahrzehnt, den Beruf des Bauers, des Bäckers oder des Lokführers gedanklich durchgespielt, einfach, weil er sie vor Ort erleben konnte. Später kamen dann andere Ideen dazu, und ich vermute, sie sind noch lange nicht zu Ende.

 

Thomas Müller hat in diesem robusten Pappbilderbuch auf jeder Seite einen Beruf dargestellt. Tiere wurden vermenschlicht dargestellt und zeigen den Kindern Einblicke ins Berufsleben der Erwachsenen. Kurze Sätze erklären den Kindern das Berufsbild und zeigen dazu typische Handlungsweisen im Beruf. Dabei finden sich fremdländische Namen und eine Menge hintergründiger Humor, der wohl für die vorlesenden Erwachsenen gedacht ist. Das ist ein Herr Bock Gärtner, ein Herr Bummel Postbote und ein Herr Klein arbeitet als Erbsenzähler.

 

Zum Schluss sitzen sie alle an einer großen Tafel im Freien und essen miteinander.

 

Ein schön gemachtes Bilderbuch mit lustigen Illustrationen.

Warum immer mehr nicht immer richtig ist

 

 

 

 

Ilona Bürgel, Warum immer mehr nicht immer richtig ist, Kösel 2017, ISBN 978-3-466-34653-0

 

Es gibt vielen Menschen in diesen Zeiten, die gerne sie beruflich und privat mit Engagement für etwas einsetzen, Spaß haben am Erfolg und auch stolz darauf sind was sie leisten und erreichen. Dennoch leiden vielen von ihnen auch darunter, sich häufig gestresst zu fühlen und unausgeglichen. Oft bleibt ihre Suche danach, wie sie sich trotz Stress und vielfältigen Anforderungen auch gut fühlen könne, erfolglos.

 

Die Psychologin Ilona Bürgel möchte mit ihrem hier vorliegenden Buch einen Weg zeigen, wie man Erfolg und die Freude daran verbinden kann  mit Wohlbefinden und Entspannung.

 

Sie beschreibt darin insgesamt zehn Anstrengungsfallen und wie man ihnen entgeht, wie man zwischen guter und falscher Anstrengung unterscheiden lernt, wie man seine eigenen Ressourcen richtig einsetzt und Überforderung vermeidet und schlussendlich, was man alltäglich tun  kann, um sein eigene Wohlbefinden zu stärken und zu erhalten.

 

Ein guter Reiseführer zu einem  Leben im Gleichgewicht.

Über Gott und die Welt. Philosophicum Lech 20

 

 

 

 

Konrad Paul Liessmann (Hg.) Über Gott und die Welt. Philosophicum Lech 20, Zsolnay 2017, ISBN 978-3-552-05825-5

 

 

Nun schon zum 20. Mal hat der  Philosoph Konrad Paul Liessmann Kollegen und Kolleginnen nach Lech am Arlberg eingeladen, um in einer öffentlichen Veranstaltung namens „Philosophicum Lech“ über philosophisch-aktuelle Themen zu reden und zu diskutieren.

 

Über „Gott und die Welt“ zu sprechen, klingt auf den ersten Blick beliebig. Was meint, wer über Gott und die Welt redet? Drückt die Redensart fröhliche Unbekümmertheit aus, signalisiert sie unverbindliche Beliebigkeit? Wer über Gott und die Welt redet, löst ja keine Probleme, entschärft keine Konflikte und nutzt eine anarchisch klingende Gesprächsform

 

Doch auf den zweiten Blick verbergen sich dahinter entscheidende Fragen der Gesellschaft. Fragen, denen sich auch die Philosophie seit mehr als zwei Jahrtausenden widmet. In einer Zeit voller Widersprüche und Differenzen, in einer Zeit des technologischen Fortschritts, in einer Zeit, in der wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer Wiederkehr von Religion Hand in Hand gehen, lohnt es sich, wieder einmal grundsätzlich über Gott und die Welt nachzudenken.

Für Liessmann verbirgt sich dahinter eine der präzisesten Formeln der europäischen Geistesgeschichte. Die Welt war lange ein Synonym für die Verlockungen des Bösen und des Schmutzigen. Der in die Welt eingewanderte Gott schafft dazu einen echten Kontrast. Und eben den wollen alle abschaffen, die einen Gottesstaat gründen wollen: Dort würde nämlich gerade die wichtige Differenz von Gott und der Welt zum Verschwinden gebracht.

 

Durchweg lesenswerte philosophische Essays, die in ihrer Gesamtheit etwas abbilden davon, wie die Philosophie Krisen und Probleme sieht und beschreibt, die die Kraft jedes Einzelnen zu überstiegen scheinen.

Illustrierte Geschichte der Antike

 

 

 

 

 

Holger Sonnabend, Illustrierte Geschichte der Antike, J.B. Metzler 217, ISBN 978-3-476-04337-5

 

Der J.B. Metzler Verlag möchte mit seiner neuen Buchreihe „Illustrierte Geschichte“ einen kompakten, verständlichen, aber doch inhaltlich mit hohen Ansprüchen verbundenen Überblick über die einzelnen Themengebiete geben. Besonders die Werke zur Antike und zum Islam sind  sehr zu empfehlen.

 

Der durch viele Publikationen und Monographien als Kenner der Antike ausgewiesene Holger Sonnabend erfüllt mit dem vorliegenden Band über die Antike diesen Anspruch auf das Beste

 

Ein beinahe uferloses Themengebiet begrenzt Sonnabend auf die wichtigsten Schwerpunkte: Die griechische Hochkultur, die Entwicklung des römischen Imperiums, Byzanz und die außereuropäischen Hochkulturen.

Die gängigen Standardwerke zur Antike, insbesondere zum Römischen Reich füllen ganze Bücherwände. Da Sonnabend gerade aus dieser Fülle an Informationen die wichtigsten Geschehnisse filtert, kann dieses Buch jedem empfohlen werden, der sich in diese spannende Epoche einlesen will – ein umfangreiches Vorwissen wird gerade nicht vorausgesetzt.

 

Ein besonderer Akzent liegt auf prominenten, gestaltenden Persönlichkeiten und auf wichtigen, auch für die weitere Geschichte relevanten Phänomenen und Institutionen (Demokratie, Christentum, Kaiser). Neben den informativen Daten und Fakten der Ereignisgeschichte werden auch die kulturellen und sozialen Hintergründe und Zusammenhänge verdeutlicht.

Gott hilf dem Kind

 

 

 

 

 

Toni Morrison, Gott, hilf dem Kind, Rowohlt 2017, ISBN 978-3-498-04531-9

 

In ihrem neuen, knapp 200 Seiten umfassenden Roman, erzählt die Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison, mittlerweile 86 Jahre alt, in wechselnden Perspektiven die Geschichte von Menschen, die alle unter einem dunklen Geheimnis leiden, eine alte Schuld mit sich herumtragen und erst wieder heil werden, als sie spüren, dass ihrem inneren Kind geholfen werden muss, wollen sie wieder heil werden. Dass diese Heilung eine auch spirituelle Dimension hat, daran lässt Toni Morrison schon bei der Wahl des Buchtitels (im Original „God help the Child“) keinen Zweifel.

 

Zunächst erzählt eine Frau namens Sweetness, wie sie damals, als ihre Tochter Lula Ann auf die Welt kam, fast zu Tode erschrak, als sie sah, wie tiefschwarz dieses Baby war. Der Mann und Vater des Mädchens verlässt beide sofort, weil er nicht glauben kann, dass er wirklich der Vater ist. Aus Angst vor rassistischen Angriffen erzieht sie ihre Tochter zu Gehorsam, Unterwürfigkeit und Anpassung.

 

Doch die heranwachsende Tochter wehrt sich gegen diese verordnete Angepasstheit. Sie nennt sich Bride, kleidet sich provokativ ganz in Weiß und macht eine steile Karriere bei einer Kosmetikfirma  mit einem eigenen von ihr entwickelten Produkt.

 

Bride lernt einen Mann kennen, ein Mann der sie wirklich liebt. Doch die Beziehung scheitert, zum einen an der Last der Schuld, die Bride mit sich herumträgt, zum anderen an dem tiefen in seiner eigenen Kindheit wurzelnden Schmerz.

 

Als Bride jene Frau besuchen will, die sie durch ihre Aussage als Kind ins Gefängnis brachte, fällt jene über sie her und verletzt sie schwer. Von ihrer Kolegin Booker unterstützt, beschließt Bride während ihrer Rekonvaleszenz sich nicht nur auf die Suche nach sich selbst zu machen, sondern auch nah jenem Mann, den sie immer noch liebt.

 

Als sie sich schlussendlich in ihren Schmerzräumen und – geschichten treffen deutet sich eine Chance auf Heilung an. Doch auch ihr Kind wird es nicht schaffen ohne Gottes Hilfe.

 

„Gott hilf dem Kind“ ist ein Buch voller Altersweisheit, in dem es neben den nach wie vor wirksamen Folgen des Rassismus in den USA um Verantwortung geht und um menschliche Fehlbarkeit und Schuld. Es geht um die Dimensionen afroamerikanischen Selbsthasses und um die Schatten einer schwarzen Kindheit. Vier verschiedene Ich-Erzählerinnen verteilen zunächst lose Fäden, die sich dem Leser aber später zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügen.

 

Es erzählt eine Geschichte voller Kraft, leidenschaftlich, eine Geschichte, die im Leser lange nachklingt.

 

 

 

 

Stille Wasser

 

 

 

 

Donna Leon, Stille Wasser. Commissario Brunettis sechsundzwanzigster Fall, Diogenes 2017, ISBN 978-3-257-06988-4

 

In ihren neuen, dem mittlerweile sechsundzwanzigsten Fall ihres venezianischen Commissarios Guido Brunetti, findet Donna Leon nach dem schon viel besseren letzten Fall wieder zu alter literarischer Stärke zurück. Zwar wird wieder, wie das in Italien eher die Regel zu sein scheint, der Schuldige nicht gefunden und verurteilt, aber daran hat man sich mittlerweile auch bei anderen Autoren wie etwa bei Camilleris Montalbano, schon gewöhnt.

 

„Stille Wasser“ zeigt Donna Leon, ihren Brunetti und auch die Lagune von Venedig von einer anderen, sehr nachdenklichen und philosophischen Seite.

 

Nachdem Brunetti bei einem Verhör eines hochrangigen Bürgers, der natürlich am Ende nicht für das Verantwortung übernehmen muss, was er offensichtlich getan hat, seinem Kollegen zur Hilfe kommt, der aus Wut kurz davor ist, dem Verdächtigen, dem Anwalt Antonio Ruggieri an den Kragen zu gehen, indem er einen Schwächeanfall vortäuscht. Das Verhör wird abgebrochen, Brunetti mit Verdacht auf Herzinfarkt in die Klinik gebracht und von dort mit dem dringenden Rat für eine berufliche Auszeit wieder entlassen.

 

Da es seinem schon lange gespürten Bedürfnis entgegenkommt, nimmt Brunetti diesen Rat an, und verbringt unter Vermittlung seiner Frau Paola zwei Wochen in einem Haus von Paola Verwandten auf der Insel Sant`Erasmo in der Lagune von Venedig.

 

Dort wohnt auch der alte Davide Casati, ein Mann, mit den Brunettis Vater schon ruderte und ein legendäres rennen gewann. Brunetti und Casati kommen sich bei zahlreichen Rudertouren durch die Lagune näher. Auf diesen Touren erfährt er viel über das bedrohte und  schon stellenweise zerstörte Ökosystem der Lagune  und das rätselhafte Sterben von vielen von Casati Bienenvölkern, die er auf vielen verschiedenen Inseln der Lagune aufgebaut hat.

 

Man ahnt als jemand, der vor Jahrzehnten genau die Nachrichten verfolgt hat, schon etwas davon, dass es wahrscheinlich um irgendeinen Umweltskandal gehen wird.

 

Und als Casati, dessen Frau vor einigen Jahren an Krebs gestorben ist, wofür er sich die Schuld gibt, eines Tages nicht mehr auftaucht und verschwindet, überredet Brunetti seinen Kollegen Vianello, sich kran k schrieben zu lassen und sozusagen undercover mit ihm nach Casati zu suchen.

 

Und sie kommen auf ganz alte Spuren und einen unglaublichen Skandal.

 

Donna Leon betont schon in ihren letzten Romanen immer wieder, in welch schrecklichem Zustand Venedig und seine Umgebung durch immer mehr Touristen und Umweltsünden sich befinden. Man spürt ihrem Buch ab, wie sehr sie unter dieser immer negativeren Entwicklung leidet und sie lässt auch ihren Commissario an ihrer Skepsis teilhaben.

 

„Stille Wasser“ ist trotz seiner klug aufgebauten Spannung ein nachdenkliches Buch.

 

 

 

 

Ich lebe mit meiner Trauer

 

 

 

 

 

Chris Paul, Ich lebe mit meiner Trauer, Gütersloher Verlagshaus 2017, ISBN 978-3-579-07308-8

 

Ein ganz besonderes Buch hat die Psychotherapeutin und Trauerbegleiterin Chris Paul  hier vorgelegt. Sie hat ein Modell entwickelt, mit dem sie den Trauerprozess vom Eintritt des Todes bis in die Zeit Jahre nach dem Tod erklären.

Sie nennt es „das Kaleidoskop des Trauerns“ und definiert darin sechs Elemente, die von Anfang an immer gleich präsent sind:

  • Überleben
  • Wirklichkeit
  • Gefühle
  • Sich anpassen
  • Verbunden bleiben
  • Einordnen

 

Nachdem sie zu Beginn des Buches diese Elemente kurz erläutert, erklär sie ihre Bedeutung und ihr Wirken in jeder der folgenden Phasen des Trauerns:

  • Die ersten Stunden. Der Trauerweg beginnt
  • Die ersten Wochen. Eine besondere Zeit
  • Das erste Trauerjahr. Der Trauermarathon hat begonnen
  • Der erste Todestag
  • Die weiteren Trauerjahre. Trauerwege und Trauerentwicklungen

 

Mit ihrem Modell des Kaleidoskops bietet Chris Paul Trauernden in den unterschiedlichen Phasen ein lebensnahes, leicht verständliches Bild, in dem sie sich wiedererkennen und durch das sie Kraft und Hoffnung für ihr eigenes Leben schöpfen können.

 

Ein hilfreiches Buch, das durch seine Systematik und durch die immer wiederkehrenden Elemente wirken kann wie eine Stütze, wie ein Korsett und Lebensanker, der einen durch die Zeit der Trauer begleiten kann. Aber auch für die Unterstützung von Freunden und Bekannten, die vom Tod betroffen sind, kann es wichtige Impulse und Hinweise geben.

Und es ist eine wichtige Unterstützung für alle, die professionell mit Tod, Trauer und Seelsorge zu tun haben.

Weißt du noch

 

 

 

 

 

 

 

Zoran Drvenkar, Jutta Bauer, Weißt du noch, Hanser 2017, ISBN 978-3-446-25478-7

 

Diese wunderschöne Bilderbuch, eine gelungene Zusammenarbeit des Schriftstellers Zoran Drvenkar und der Bilder- und Kinderbuchautorin Jutta Bauer lädt Kinder und Erwachsene ein, den beiden Kindern, die darin von ihren Kindheitserlebnissen erzählen, nachzueifern und sich selbst bei verschiedenen Gelegenheiten zu erinnern und sich davon zu erzählen.  Kleine Bleistiftzeichnungen an den Rändern der farbenfrohen Bilder deuten an, dass auch die Großeltern in diese Erzählung mit eigebunden werden können.

 

Erzählen von den einzigartigen magischen Augenblicken der Kindheit und des Kindseins, sich erinnern an jene wunderbaren Momente der Menschwerdung, an denen man zum ersten Mal etwas bewusst sieht, riecht, fühlt, tut und versteht – dazu kann dieses Buch für Kinder und Erwachsene anregen.

 

Ein schönes Bilderbuch über das Wunder des Lebens und die Wunder der Welt, die nur jemand erleben kann, wer wie ein Kind staunend in die Welt blickt.

Und diesen Blick sollte man nie verlernen.