Autopsie des Vaters

 

 

 

 

Pascale Kramer, Autopsie des Vaters, Rotpunktverlag 2017, ISBNN 978-3-85869-759-2

 

Die in Paris lebende und 2017 mit dem Schweizer Grand Prix Literatur 2017 ausgezeichnete Schweizer Autorin Pascale Kramer erzählt in ihrem neuen Roman „Autopsie des Vaters“ von einer schwierigen Beziehung zwischen einer Tochter und ihrem Vater aus der Perspektive der Tochter. Mit einem wunderbaren Gespür für feine „Zwischentöne, des beredeten Schweigens, der non-dits“ (aus der Preisbegründung) erzählt Ania von ihrer Beziehung zu ihrem Vater, den sie kurz vor dessen Selbstmord noch einmal trifft.

 

Der Vater, Gabriel, der früher ein engagierter linker Radiojournalist und Intellektueller war, hat seien Tochter allein großgezogen, nachdem seine Frau gestorben war. Überfordert von dieser Aufgabe, wollte Gabriel lange Zeit keine weitere Beziehung eingehen. Seine Tochter wird ihm immer fremder, je erwachsener sie wird. Sie hat sich anders entwickelt, als er hoffte. Sie ist keine Intellektuelle geworden wie er, was ihn enttäuscht.

 

Als sie sich dann in einen Muslim verliebt und Mutter wird, wird die Distanz zwischen beiden riesengroß. Zumal Gabriel in seinem kleinen Dorf den Mörder eines Migranten verteidigt hat und auch sonst viel rechtes Gedankengut von sich gibt.

 

Pascal Kramers Roman „Autopsie des Vaters“ beginnt mit einem Besuch beim Vater. Die Tochter und der inzwischen 6jährige  Enkel besuchen ihn  nach einer langen Zeit der Distanz  in seinem Haus. Sofort brechen bei Ania alte, schon vergessen geglaubte Verletzungen wieder schmerzhaft auf. Sensibel und ehrlich erinnert sie sich und beschreibt eine eigentlich schon immer misslungene Beziehung

Es soll die letzte Begegnung sein: Am Abend begeht Gabriel Selbstmord. Wohl das Eingeständnis des eigenen Scheiterns. Ob das der Tochter und ihrem Kind weiterhilft, bleibt offen.

 

 

 

 

Der Zerfall der Demokratie

 

 

 

 

 

Yascha Mounk, Der Zerfall der Demokratie, Droemer 2018, ISBN 978-3-426-27735-5

 

Die Demokratie steckt weltweit in einer tiefen Krise und das eigentlich schon seit vielen Jahren. Hatten sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs besonders in Europa und den USA viele Hoffnungen auf einen endgültigen Sieg der Demokratie gerichtet, war schon bald klar, dass neue Kriege und der entsprechende Terror als Antwort dieses alles gefährden würden. Und gibt es seit Jahren folgendes Phänomen zu beobachten: Die Zahl der Protestwähler steigt, Populisten erstarken, traditionelle Parteiensysteme kollabieren. Ein alarmierender Zustand, den der in Harvard lehrende Politologe Yascha Mounk (er schreibt regelmäßig für die ZEIT, und ist so vielen deutschen Lesern bekannt) in seinem vorliegenden Buch analysiert. Er erkennt zwei Muster:

Entweder werden wie in den USA, Ungarn, Polen und der Türkei Demagogen ins Amt gewählt, die die Rechte von Minderheiten mit Füßen treten, oder eine Regierung verschanzt sich, freiheitliche Rechte garantierend, hinter technokratischen Entscheidungen – und verliert wie in Deutschland, Großbritannien und Frankreich zunehmend an Volksnähe.

 

Mounk erläutert die komplexen Gründe für diese beängstigende Entwicklung und beschreibt die Mechanismen, die unsere Demokratie tatsächlich zu Fall bringen können. Als Gegenmittel und Maßnahmen, um bedrohte soziale und politische Werte für die Zukunft zu retten, nennt er:

  • Nationalismus zähmen
  • Die Wirtschaft sanieren
  • Den Glauben an die Demokratie erneuern

 

Abschließend schreibt er: „Noch können wir nicht wissen, auf welches Schicksal unser politisches System zusteuert. Vielleich erweist sich der Aufstieg der Populisten als kurzlebige Phase, an die Historiker sich in hundert Jahren mit einer Mischung aus Neugierde und Verwunderung erinnern werden. Vielleicht erwiest sie sich aber auch als epochaler Wandel, der eine neue Weltordnung einleitet, in der die Selbstregierung von der Erdoberfläche verschwindet und die Rechte der Menschen überall mit Füßen getreten werden.“

Es wird darauf ankommen, ob genug Menschen sich den bedrohten Werten verbunden fühlen und angstfrei für sie eintreten und kämpfen.

 

 

Ragdoll

 

 

 

 

Daniel Cole, Ragdoll, Ullstein 2017, ISBN 978-3-548-28919-9

 

„Ragdoll“ ist der fulminante Auftakt einer neuer Thriller-Reihe des britischen Schriftstellers Daniel Cole, der mittlerweile schon in drei Dutzend Ländern verkauft worden ist und für dessen Verfilmung die Vorbereitungen laufen.

 

Eine der schillernden und absolut ungewöhnlichen Hauptpersonen des Ermittlerteams bei der Londoner Scotland Yard ist Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf. Die letzten Jahre waren hart für ihn. Er verbrachte eine lange Zeit in einer psychiatrischen Klinik, bevor er wieder in den Dienst zurückkehrt. Das kam so: Vor vier Jahren hat Wolf einen Serienkiller festnehmen, den man damals den „Feuerkiller“ nannte, weil er insgesamt siebenundzwanzig Prostituierte auf schauerliche Weise anzündete und tötete. Während des wochenlangen Prozesses ist Wolf jeden Tag anwesend, denn er ist von der Schuld des Pakistaners Naguib Khalid überzeugt. Die Geschworenen plädieren auf nicht schuldig, was Wolf noch im Gerichtssaal dazu bringt, auf den Täter loszugehen und ihn fast zu töten. Er wird festgenommen und kommt in eine Klinik.  Als später Khalid eine weitere Frau tötet, ist Wolf sozusagen rehabilitiert und wird unter harten Therapieauflagen nach Jahren wieder in das Team aufgenommen. Zu diesem Team zählen noch Emily Baxter, deren Beziehung zu Wolf kompliziert ist, und die erhebliche Alkoholproblem hat, ansonsten aber eine mutige und unerschrockene Polizistin ist und der aus dem Betrugsdezernat gekommene  Alex Edmunds, der durch seine Ermittlungen den neuen Fall wesentlich voranbringen wird.

 

Der Fall beginnt  damit, dass Wolf, der glaubt eigentlich schon alles gesehen zu haben, zu einem grausigen Fund gerufen wird.  Sechs Körperteile von sechs verschiedenen Menschen sind von einem Täter zu einer Art Flickenpuppe zusammengenäht worden, die von Anfang an von  der Presse „Ragdoll“ genannt wird. Gleichzeitig erhält die Ex-Frau von Wolf, die Journalistin Andrea, die sich nach seinem Ausraster vor Gericht von ihm trennte, eine Liste zugespielt, auf der sechs weitere Morde angekündigt werden, mit jeweils genaues Todesdatum. Der letzte auf der Liste ist Detective William Oliver Layton-Fawkes selbst.

 

Nun beginnt einen gnadenloser Wettlauf mit der Zeit. Die Ermittler stehen unter eine erheblichen öffentlichen Druck, den Andreas skrupellose Chef noch befeuert. Immer mehr Körperteile der Ragdoll können konkreten Menschen zugeordnet werden und es deuten sich Zusammenhänge an zum Fall des „Feuerbestatters“. Gleichzeitig scheitern die Versuche, die Personen auf der Todesliste zu schützen, denn der Täter ist den Ermittlern unverständlicherweise immer einen Schritt voraus. Das bringt vor allem Edmunds ins Nachdenken und er stürzt sich in nächtelanges Aktenstudium, die ihn irgendwann zu einem furchtbaren Verdacht bringen….

 

Daniel Cole ist ein absolut überzeugendes und extrem spannendes Debüt gelungen mit drei Hauptfiguren, die er stark und menschlich eindrucksvoll zeichnet.

Wolf ist ein innerlich zerrissener Mensch, ein Fanatiker, ein genialer Ermittler, der aber gleichwohl  nicht immer mit legalen Mitteln kämpft. Detective Sergeant Emily Baxter ist eine junge Frau, die ebenfalls kämpft mit Dämonen aus ihrer Vergangenheit, die sie nicht loslassen. Furchtlos und klug behauptet sie sich in einem Dezernat, in dem es nicht gerade kollegial zugeht.

 

Die Geschichte nimmt viele überraschende und brutale Wendungen bis zum unerwarteten Ende. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen, bis man an das Ende der 450 Seiten gekommen ist. Ich habe danach sofort den Folgeband „Hangman“ angefangen, der  so viel sei schon verraten, dem ersten Band in nichts nachsteht.

 

 

 

 

 

Das konservative Manifest. Zehn Gebote der neuen Bürgerlichkeit

 

 

 

 

Wolfram Weimer, Das konservative Manifest. Zehn Gebote der neuen Bürgerlichkeit, Plassen 2018, ISBN 978-3-86470-567-0

 

Wolfram Weimer ist derzeit einer der bekanntesten und meistgelesenen wertkonservativen Publizisten im Land. In seinem hier vorliegenden kleinen Buch, das er „konbservatives Manifest“ nennt, hat er seine Überzeugungen in „zehn Geboten der neuen Bürgerlichkeit“ niedergelegt:

  1. Person würdigen
  2. Familie lieben
  3. Heimat leben
  4. Nation ehren
  5. Kulturkreis kennen
  6. Tradition hegen
  7. Recht und Ordnung respektieren
  8. Eigentum und Wohlfahrt stärken
  9. Tugend pflegen
  10. Gott achten

 

 

Jedes Kapitel besteht aus zunächst einer Erklärung, was nach Ansicht des Autors einen Konservativen bei dem jeweiligen Thema ausmacht, dem sich eine überzeugende Kritik an dem herrschenden Zeitgeist und seinen Verirrungen anschließt. Hier formuliert er treffend und hat mich durchgängig überzeugt.

 

Überhaupt ist das Buch eine wahrer Graus für alle Linke und eine ungeheure Zumutung für Rechte, die sich gerne damit brüsten, die alten Werte hochzuhalten, sie aber letztlich verraten.

 

Das Buch atmet die tiefen Kraftquellen des Konservativen und formuliert einen politischen und ethischen Atlas einer neuen Bürgerlichkeit. Mich hat es überzeugt und sehr angesprochen. Ich wünsche dem Buch nicht nur eine weite Verbreitung, sondern auch eine faire Rezeption in den Medien, die ich bislang vermisst habe.

 

 

Niemals

 

 

 

 

Andreas Pflüger, Niemals, Suhrkamp 2017, ISBN 978-3-518-42756-9

 

Normalerweise bin ich kein Liebhaber von Thrillern. Doch seit dem ersten Band der Trilogie von Andreas Pflüger über Jenny Aaron, eine blinde BKA-Beamtin „Endgültig“, der 2016 erschien, bin ich angefixt. Dieses über 450 Seitenüberaus spannende Buch Pflügers, der als Drehbuchschreiber schon für über dreißig Filme, darunter viele Tatorte verantwortlich zeichnete, hat mich im vergangenen Jahr sofort angesprochen, auch deshalb, weil er bei Suhrkamp erschienen ist, dessen Lektorat für Qualität und literarischen Anspruch steht.

 

Auch den hier vorliegenden ebenfalls 470 Seiten starken weiten Bandes mit dem Titel „Niemals“ habe fast ohne Unterbrechung gelesen. Genial konstruiert, arbeitet Pflüger mit zahlreichen Rückblenden, die dem Leser nach und nach die zunächst noch sehr rätselhaften Zusammenhänge erklären. Vor allen werden etliche im ersten Band noch im Dunkel gebliebene Vorgänge aus der Vergangenheit von Jenny Aaron und etlichen ihrer Kollegen geklärt, neue kommen aber dazu, die sicher im abschließenden dritten Band in diesem oder im nächsten Jahr aufgeklärt und zu einem Ende geführt werden.

 

Seine Hauptfigur heißt Jenny Aaron. Sie ist die Tochter eines ehemaligen GSG 9 Beamten, der bei dem Einsatz in Mogadischu 1977 sich große Verdiente erwarb, und der seine Tochter ein Leben lang unterstützte und aufbaute. Jenny Aaron wurde schon in jungen Jahren nicht nur, aber auch wegen ihres Namens, das erste weibliche Mitglied einer Eliteeinheit der Polizei, die auch außerhalb Deutschlands undercover operierte.

 

Ein solcher Einsatz vor 5 Jahren in Barcelona geht schief und sie erblindet durch einen Schuss. Ihren Kollegen lässt sie in einer Tiefgarage schwer verletzt zurück, eine Hypothek, die sie seitdem belastet. Sie ruht im neuen band nicht, bis sie denjenigen stellen kann, der ihr damals das Augenlicht nahm und auch jenen mysteriösen „Broker“ den sie für den Tod ihres geliebten Vaters verantwortlich macht. Jenny Aaron ist tough. Sie erlernt nicht nur die Blindensprache, sondern bald schon bewegt sie sich durch ihr Leben wie eine Sehende. Sie benutzt dafür unterschiedliche Laute und kann aus deren Echo genau ermessen, was da vor ihr liegt und in welcher Entfernung. Bald schon ist sie wieder im Dienst, nun als gefragte Vernehmungsspezialistin beim BKA in Wiesbaden, wo sie auch wohnt.

 

Zu Beginn  des zweiten Bandes hält sich Jenny Aaron in Schweden auf, wo sie darüber nachdenkt, ob sie Angebot annehmen soll, zu jenem Berliner Spezialkommando des BKA zurückzukehren, dem sie als Sehende sechs Jahre angehörte. Der Leser erfährt in etlichen Rückblenden viel Aufhellendes über jene Zeit.

 

Sie zögert lange, doch dann holt sie ihre Vergangenheit wieder ein. Sie wird nach Marrakesch fahren, wo der gefährlichsten Mann der Welt, den viele nur für einen Mythos hakten, auf sie wartet. Und Jenny Aaron erfährt, was er ihr angetan hat. Und sie beschließt, alles zu opfern, was ihr je etwas bedeutete, um diesen Mann zu töten. Sie ist sogar zunächst dazu bereit, deutliche Anzeichen einer geringen Wiederkehr ihres Hell/Dunkel – Empfindens zu ignorieren, die ihr möglicherweise, bei entsprechenden Adrenalinarmen Verhaltens das Augenblicht wiederschenken könnte.

 

Insbesondere die Blindenthematik ist exzellent recherchiert (Andreas Pflüger gibt darüber in einem Nachwort Auskunft) .Die gleich zu Beginn implementierte Spannung wird bis zur letzten Seite aufrechterhalten und lässt dem Leser keine andere Wahl, als atemlos immer weiter zu lesen.

 

Ein auch literarisch sehr gelungenes Buch. Den Abschluss der Trilogie werde ich auf jeden Fall lesen.

 

 

 

Acht Berge

 

 

 

 

Paolo Cognetti, Acht Berge, DVA 2017, ISBN  978-3-421-047878-6

 

„Es war eine düstere, raue Schönheit, die Kraft statt Frieden spendete“
Dieses Zitat aus dem in Italien sehr erfolgreichen Roman „Acht Berge“ von Paolo Cognetti, dessen Auslandsrechte in mehr als dreißig Länder verkauft wurden ist eine treffende Zusammenfassung der Wlrkung, die die Bergwelt der Alpen nicht nur auf die Bewohner der Bergwelt , sondern auf ihre vielen Besucher ausübt.

 

In seinen autobiographisch geprägten Roman lässt Cognetti einen Pietro erzählen, der in Mailand aufwächst, dessen Eltern aber aus den Bergen stammen. Immer wieder kehren sie in den Ferien zu den Bergen zurück, allerdings nicht in die der Kindheit, sondern in die Gegend des Aostatals.

Denn es ist so, „dass es mitunter (…) unmöglich ist, zu den Bergen zurück zu kehren, die im Mittelpunkt aller anderen und am Anfang der eigenen Lebensgeschichte stehen“. Auch Pietro wird später nicht mehr zu den Bergen der Kindheit zurückkehren, sondern viele andere kennenlernen bis hin zu den Achttausendern des Himalaya.

Aber dennoch wird er nie die Sommer seiner Kindheit in den Bergen vergessen. Die Erkundungen mit seinem besten Freund, der aus einer armen Bergbauernfamilie stammt. Die Wanderungen mit seinem Vater, die immer über die Baumgrenze hinaus auf die Gipfel führten. Die Geborgenheit in der einfachen Ferienhütte, die seine Mutter liebevoll ausstattet. Pietro wird mit der Zeit alte Familiengeheimnisse seiner Eltern enthüllen, die Rastlosigkeit seines Vaters und das liebevolle Wesen seiner Mutter besser verstehen. Und er wird versuchen, selbst eine Heimat in den Bergen zu finden.

 
In diesem Buch geht es um die Suche nach Wurzeln und Heimat. Um das Gefühl, angekommen zu sein. Und um das Scheitern bei dieser Suche. Und von der Kraft, die es kostet, das Leben zu bewältigen, das Gebirge des eigenen Lebens zu erklimmen.
Dies alles wird in einer kraftvollen und poetischen Sprache erzählt und macht „Acht Berge“ zu einem kraftvollen und schönen Buch. Es wird alle Menschen berühren, die einen persönlichen Bezug zu Bergen und ihrer geheimnisvollen Anziehungskraft und Ausstrahlung haben.

Meine zwei Zuhause

 

 

 

 

Ben Furman, Mathias Weber, Meine zwei Zuhause, Carl Auer Verlag 2016, ISBN 978-3-8497-0186-4

 

Immer mehr Kinder leben nach der Trennung oder Scheidung ihrer Eltern in zwei verschiedenen Wohnungen. Da ist die Wohnung, meistens der Mutter, und das ist die Wohnung des Vaters (manchmal mit neuer Familie), wo die Kinder regelmäßig Wochenenden oder Ferienwochen verbringen. Manchmal ist es auch umgekehrt. Für die Kinder nicht immer eine einfache Situation, doch dieses Ausmalbuch des Therapeuten Ben Furman mit humorvollen und überraschenden Illustrationen von Mathias Weber ein, die den Texten einen guten Rahmenbieten und dennoch genügend Freiraum lassen, zeigt auch die Vorteile von „,meinen zwei Zuhause“.

 

Ob nun die Spielsachen, Freunde, Lieblingsplätze, Haustiere, Schlafplätze oder auch Regeln: die Kinder werden eingeladen, dies bei beiden Zuhause anzuerkennen und zugleich wird den Eltern verdeutlicht, dass sie ihr Kind hierbei unterstützen können.
 

 

 

Leben mit tausend Sternen

 

 

 

 

Beate und Olaf Hofmann, Leben mit tausend Sternen, Adeo 2017, ISBN 978-3-86334-168-8

 

Vor vier Jahren haben die beiden Autoren des vorliegenden Buches in einem Buch bei Patmos über ihr einjähriges „Sabbatical“ in Kanada geschrieben und damit sehr viele Menschen angesprochen.

 

Über eine lange Zeit war die befristete Auszeit aus dem beruflichen Alltag als „sabbatical“ nur im englischsprachigen Raum bekannt. Seit einigen Jahrzehnten hat es sich auch bei uns eingebürgert und viele Menschen haben sich in der Vergangenheit eine solche Auszeit gegönnt. Entweder haben sie es selbst finanziert, entsprechenden Urlaub angespart oder sie haben es auch in einzelnen Fällen von ihrem Arbeitgeber bezahlt bekommen, von solchen jedenfalls, die wissen, dass man in jeder Arbeit einmal eine reflektierende längere Pause braucht.

 

Viele Menschen haben ihr „sabbatical“  verbunden mit einer spirituellen Neuentdeckung ihres Lebens und nicht wenige haben danach entscheidende Dinge in ihrem Leben verändern und bisher verdrängte Probleme besser bearbeiten können.

 

Beate und Olaf Hofmann, beide leitend in kirchlichen Einrichtungen und nebenher als geistliche Berater und Coaches tätig in ihrer eigenen Organisation “hope and soul company“, berichteten von einem einjährigen Familiensabbatical, das sie zusammen mit ihrer zehnjährigen Tochter in Kanada verbracht haben. „Wir haben Werte entdeckt, die durch Krisen hindurch Bestand haben. Davon wollen wir in diesem Buch erzählen.“

 

 

Dass für diese Erfahrung nicht jeder ein ganzes Jahr zur Verfügung hat, und dass es dennoch möglich ist, sie zu machen, das zeigen die beiden in ihrem neuen bei adeo erschienenen Buch „Leben mit tausend Sternen“.

 

Einmal in jedem Monat eines Jahres haben sie eine Tour geplant und durchgeführt, in der freien Natur übernachtet und alle Sinne darauf ausgerichtete, sich das Glück zurückzuholen und aufzutanken für den Alltag.

 

Das Buch ist eine freundliche Einladung, selbst im eigenen Leben solche Orte zu finden, an denen man auftanken kann, um das Leben mit tausend Sternen anzureichern.

Die Schlank-Formel

 

 

 

 

Jason Fung, Die Schlank-Formel, Riva 2018, ISBN 978-3-7423-0098-0

 

Jedes Jahr neu werden die Nachrichten drängender, dass nicht nur im Fastfood Land USA, sondern zunehmend auch in Europa und früher von diesem Problem freien asiatischen Ländern die Fettleibigkeit von Menschen zunimmt, und dies vor allen Dingen bei Kindern und Jugendlichen beängstigende Ausmasse angenommen hast.

In Deutschland gilt mittlerweile über die Hälfte der Bevölkerung als übergewichtig – es betrifft  sowohl Frauen als auch Männer. Die Folgen sind eine Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie ein gesteigertes Risiko für Diabetes, Alzheimer und Krebs. Die zukünftigen Kosten für die Behandlung und Pflege dieser dann chronisch kranken Menschen mag man sich gar nicht vorstellen.
Der in Toronto in Kanada praktizierenden Arzt Dr. Jason Fung präsentiert in diesem Buch einen innovativen Ansatz für die erfolgreiche Behandlung von Übergewicht, jenseits aller bisherigen Methoden, das Körpergewicht in der Balance zu halten. Dabei erwähnt und beschreibt er sie alle mit Respekt und kommt doch zu einem eigenen Schluss:

Das Hormon Insulin ist der Schlüssel zur langfristigen und gesunden Gewichtsreduktion und zur Steuerung des Energiehaushalts. In fünf Schritten führt Dr. Fung den Leser durch sein praxiserprobtes und von Erfolgen gekröntes Programm. Er erläutert, wie der Insulinhaushalt durch die Ernährung verändert und dauerhaft reguliert werden kann. Dabei spielt das intermittierende Fasten eine besondere Rolle, denn es trägt wesentlich zur dauerhaften Gewichtsreduktion bei: Auf einen Fastentag pro Woche sollte idealerweise ein Tag mit einer normalen Kalorienmenge folgen. So wird der Insulinspiegel dauerhaft ausgeglichen.
Ohne die oft schlimmen Nebenwirkungen (Jo-Jo) anderer kalorienreduzierter Diäten scheint  mit diesem Ansatz ein Weg vorzuliegen, der es Menschen mit Gewichtsproblemen auf einfache Weise ermöglicht, die Basis für ihre Gesundheit zu schaffen. Vgl. auch das zeitgleich ebenfalls bei Riva in München erschienene Handbuch von Jason Fung „Fasten“

Kleiner Eisbär. Das große Buch vom kleinen Eisbären

 

 

 

 

Hans de Beer, Kleiner Eisbär. Das große Buch vom kleinen Eisbären, NordSüd Verlag 2017, ISBN 978-3-314-10414-5

 

Seit im Jahr 1987 das erste Buch vom kleinen Eisbär erschienen ist, haben in den darauf folgenden 30 Jahren unzählige Kinder mit diesem sympathischen  Wesen vom Nordpol Bekanntschaft gemacht, es liebgewonnen. Viele von ihnen haben diese Bücher später ihren eigenen Kindern gekauft und vorgelesen und so die Freude aus der eigenen Kindheit fortgesetzt.

 

Nun hat der NordSüd Verlag, in dem alle Bücher von Hans de Beer erschienen sind, alle bisher erschienenen Bände über den Kleinen Eisbär in einem repräsentativen und absolut preiswerten band zusammengefasst.

 

Auf den Innendeckeln des wunderbaren Buches könne die Kinder nachvollziehen an Illustrationsskizzen von Hans de Beer, die er zu seinen Figuren gekommen ist.

 

Hoffentlich bleibt dieser Band lange lieferbar,