Trennungskinder

 

Claus Koch, Trennungskinder, Patmos 2019, ISBN 978-3-8436-1108-4

 

Ehe werden geschieden, Paare trennen sich, oft nach vielen gemeinsamen und glücklichen  Jahren. Oft sind aus diesen Verbindungen, Kinder hervorgegangen, die sich nach der Trennung der Eltern vor völlig neue Herausforderungen gestellt sehen. Was geht in ihnen vor in einer solchen Situation? Und weil meist der öffentliche Fokus auf den Trennungskindern liegt, und was die elterliche Trennung oder Scheidung mit ihnen oft über eine lange Zeit macht, wird nicht selten vergessen, dass auch die Erwachsenen, die aus unterschiedlichen Gründen ihre Ehe oder Beziehung nicht mehr weiterführen wollen oder können, mit ihren schwierigen Gefühlen von Schuld und Verantwortung ihren Kindern gegenüber umgehen müssen.

 

Claus Koch, der Autor des vorliegenden als Selbsthilfebuch konzipierten Buches ist Psychologe und legt seinen Schwerpunkt seit langem auf das Phänomen der Bindung.

Er zeigt in „Trennungskinder“, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse verarbeitend, wie Eltern und ihre Kinder eine Scheidung oder Trennung am besten bewältigen können. Es zeigt mit vielen aufschlussreichen Beispielen, wie  Eltern den existenziellen Bedürfnissen ihrer Kinder nach Geborgenheit und Sicherheit, nach Anerkennung und Selbstwirksamkeit gerecht werden können, ohne sich selbst aus den Augen zu verlieren.

 

Betroffene Erwachsene können bei der Lektüre dieses Buches erfahren und lernen, wie sie zusammen mit ihrem Partner und ihren Kindern  diese krisenhafte Situation der Trennung auf Dauer bewältigen können.

 

Es ist möglich und auch kein Hexenwerk, dass mit ein wenig Bemühen und Achtsamkeit und Zeit Eltern und ihre Kinder nach einer Trennung oder Scheidung wieder glücklich werden. Das ist die überzeugende und überaus hilfreiche Botschaft dieses Buches, dem ich viele Leser wünsche, auch um der betroffenen Kinder willen. Ich habe in meiner langen Berufstätigkeit zu viele erlebt, die noch nach vielen Jahren unter der Trennung der Eltern gelitten haben und nicht wirklich frei waren sich zu entwickeln.

 

 

500 Zugreisen. Legendäre Eisenbahnfahrten weltweit

 

 

Sarah Baxter, 500 Zugreisen. Legendäre Eisenbahnfahrten weltweit, Knesebeck 2019, ISBN 978-3-95728-225-5

 

Sarah Baxter ist eine weitgereiste und welterfahrene Autorin. Unlängst hat sie bei Brandstätter in Wien  mit ihrem „Atlas der literarischen Orte“ viele Entdeckungsreisen zu den Schauplätzen der Weltliteratur präsentiert.

Bei Knesebeck in München erscheint in diesem Sommer ihr in England schon 2017 veröffentlichtes Buch „500 Zugreisen. Legendäre Eisenbahnfahrten weltweit“.

Das für alle Eisenbahnfans unverzichtbare Buch enthält sowohl lange und legendäre Bahnstrecken wie die Transsibirische Eisenbahn, den Orientexpress oder die Kap-Kairo-Linie als auch kürzere Touren und sogar innerstädtische Metrostrecken.

Sarah Baxter beschreibt die jeweilige Route kurz, es werden Angaben gemacht über die Streckenlänge, die Fahrtdauer, Haltepunkte und die durchfahrenen Länder. Bei vielen Strecken kann man anhand von Übersichtskarten sich einen ersten Eindruck über den Streckenverlauf machen und wird über historische Sehenswürdigkeiten informiert.

Das Buch beinhaltet die komplette Vielfalt des Eisenbahnfahrens, vermittelt aber leider keinerlei Informationen, wie man auf den einzelnen Strecken Kontakte zum Buchen von Fahrten finden kann,. Diese Recherche bleibt dem Leser überlassen, wenn er „Feuer gefangen“ hat.

Ein Must-Have für Reisende, Eisenbahnfans und Geschichtsfreaks gleichermaßen, das Inspiration und Informationen bietet unter anderem über folgende Strecken:

 

 

  • Pilionbahn, Griechenland
  • Eiserne Seidenstraße, Zentralasien
  • Jacobite Steam Train, Schottland
  • Brockenbahn, Deutschland
  • Darjeeling Himalayan Railway, Indien
  • Grand Canyon Railway, USA
  • Lhasa-Bahn, China
  • The Ghan, Australien
  • Metro Moskau, Russland
  • Tokaido Shinkansen, Japan
  • Orient Express
  • Cable Cars, San Francisco
  • Glacier Express, Schweiz
  • Tren Al Andalus, Spanien

 

Hänsel und Gretel. Die Kinderoper von Engelbert Humperdinck

 

 

Susa Hämmerle, Christa Unzer, Hänsel und Gretel. Die Kinderoper von Engelbert Humperdinck, Annette Betz Verlag 2019, ISBN 978-3-219-11803-2

 

Viele Eltern haben, wenn sie mit ihren Kindern in der erreichbaren Nähe eines Theaters mit einem Opernhaus wohnen, im Laufe der Jahre sicher mit ihnen eine Aufführung der Kinderoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck besucht und waren begeistert.

 

Für alle, die diese wunderschöne Musik noch einmal oder zum ersten Mal hören und dazu die Geschichte des weltbekannten Märchens lesen wollen, hat der Annette Betz Verlag in Wien in seiner erfolgreichen Reihe „Das musikalische Kinderbuch“ ein wunderschönes Buch mit eingelegter CD veröffentlicht.

 

Die bekannte Kinderbuchautorin Susa Hämmerle  erzählt das Märchen der Brüder Grimm sehr einfühlsam und spannend nach. Immer wieder gibt es am Seitenrand unter dem Symbol eines Notenschlüssels Querverweise auf die Tracknummer der CD. Das Bilderbuch, das Christa Unzer atmosphärisch stimmig illustriert hat, entführt seine Leser und Betrachter in die Welt des Komponisten Engelbert Humperdinck und seiner Schwester Adelheid Witte. Sie haben 1890 gemeinsam die wohl bekannteste Kinderoper der Welt geschaffen.

 

Die Staatkapelle Dresden unter dem Dirigenten Otmar Suitner hat alle musikalischen Höhepunkte der Oper auf dieser CD eingespielt und Dietmar Wunder erzählt die Geschichte mit vielen Erklärungen zu der Musik und den beteiligten Instrumenten.

 

Sehr empfehlenswert. Fast so schön wie ein Besuch im Theater. Auf jeden Fall weckt das Buch die Lust dazu.

Volksmusik

 

 

Lois Hechenblaikner, Volksmusik, Steidl Verlag 2019, ISBN 978-3-95829-175-1

 

Lois Hechenblaikner fotografiert seit zwanzig Jahren die Fans der volkstümlichen Musikszene Österreichs und Südtirols. Dafür hat er weit mehr als einhundert Volksmusik-Feste und Open-Air-Konzerte besucht und an Fanwanderungen teilgenommen.

 

Dabei  gilt sein Hauptaugenmerk nicht etwa den mehr oder weniger berühmten Musikern, sondern was ihn  interessiert sind die  Menschen, die sich oft auf weite Reisen begeben und keinen Aufwand scheuen, um ihren Idolen nahe zu sein.

 

Im Publikum der volkstümlichen Musikszene spiegelt sich eine soziale Flora, die der Soziologe Gerhard Schulze als »Harmoniemilieu« beschreibt: Die Sehnsucht nach einer heilen Welt wird zur stärksten und einzigen Triebkraft. Es geht um Geborgenheit und darum, zumindest für ein paar Stunden all den Problemen und Niederlagen des Lebens zu entkommen.

 

In einem langen in dem Buch abgedruckten Interview des Fotografen mit einem Hansi Hinterseer –Fan werden diese Bedürfnisse eindrücklich deutlich. Weitere kurze Essays am Anfang des Buches von Martin Hochleitner, Wolfgang Ulrich und Hans Weil ordnen das Gesamtphänomen „Volksmusik“ soziologisch und sozialpsychologisch ein.
In dem vorliegenden Bildband lässt Lois Hechenblaikner mit den Möglichkeiten der Großformatfotografie eine Typologie des Publikums der volkstümlichen Musikszene entstehen. Er dokumentiert Gesichtsausdrücke, Gestik und Kleidung der verschiedenen Protagonisten, fängt reichlich skurrile Momente ein. Niemals jedoch machen sich seine Bilder über die abgebildeten Menschen lustig oder verunglimpfen sie.

 

Im Gegenteil seine eindrucksvollen Fotografien machen Mentalitäten sichtbar und erzählen regelrecht ganze Lebensläufe von Fans der Volksmusik.

 

 

 

Vom Gehorsam zur Verantwortung

 

 

Jesper Juul, Helle Jensen, Vom Gehorsam zur Verantwortung, Beltz 2019, ISBN 978-3-407-86559-5

 

Gute Beziehungen als Basis für Freude von Lehrern und Schülern und für entsprechenden Lernerfolg, darüber schreiben Helle Jensen und Jesper Juul in dem hier vorliegenden Buch, in dem es darum geht, „wie Gleichwürdigkeit in der Schule gelingt.“

 

Das Buch wurde schon im Jahr 2005 erstmals veröffentlicht und hat seitdem schon an vielen Schulen positiv auf die Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern gewirkt. Für die hier vorliegende 8. Auflage wurde das Buch neu übersetzt und an vielen Stellen erweitert und aktualisiert.

 

Jesper Juul, der kürzlich verstorben ist, war einer der bekanntesten Familientherapeuten Skandinaviens. Zusammen mit Helle Jensen zeigt er in diesem nach wie vor empfehlenswerten Buch, warum wir ein grundlegend neues Verständnis von Erziehung brauchen und wie dieses aussehen kann.

Denn die Qualität der Beziehung zu den uns anvertrauten Kindern entscheidet maßgeblich darüber, ob Erziehung und Schule gelingen. Mit zahlreichen Beispielen belegen die Autoren, dass die alte Gehorsamskultur in Schulen und Familien längst ausgedient hat. Sie zeigen, wie wirkliche Alternativen aussehen und was Verantwortung in der Erziehung bedeutet. Anschaulich führen die Autoren aufgrund ihrer jahrzehntelangen Erfahrung alle, die mit Kindern zu tun haben, zu einem Mehr an Beziehungskompetenz – dem Grundbaustein einer neuen pädagogischen Kultur.

 

Wenn Schüler und Lehrer beide auf persönliche Verantwortung setzen statt auf Gehorsam, dann öffnet sich für beide und die ganze Schulgemeinde die Tür zu Gleichwürdigkeit und größere Lernbereitschaft.

 

An vielen Beispielen zeigen Juul und Jensen wie Schüler und ihre Lehrer gegenseitig ihre eigenen Bedürfnisse respektieren können und eine Sprache entwickeln, die ihre gegenseitigen Beziehungen stärkt.

Der Spiegel schrieb vor langer Zeit einmal in einem Porträt Juuls:

„Juul ist eine Lichtgestalt der modernen Pädagogik. Im Unterschied zu vielen Kollegen betont er nicht die Schwierigkeiten, sondern die Ressourcen der Eltern-Kind-Beziehung. Der selbstquälerischen Suche nach Schuld setzt er einen gelassenen Optimismus entgegen.“

 

Sein Werk und seine Ideen werden lange über seinen Tod hinaus wirken und bei vielen Menschen in Familien und Schulen die Beziehungen stärken zu mehr Lebensfreude und Gleichberechtigung.

Das erste Einhörnchen

 

 

Beatrice Blue, Das erste Einhörnchen, Bohem Verlag 2019, ISBN 978-3-85581-577-1

 

Das vorliegende Bilderbuch entführt vorzugsweise kleine Mädchen in die Welt der Fantasy, in der Einhörner schon immer eine große Rolle gespielt haben. Es stellt sich und seinen kleinen Leserinnen die Frage, wo denn die Einhörner herkommen und vor allem, wie sie ihre Hörner bekommen haben.

 

Alles begann damit, so erzählt Beatrice Blue in ihrer Phantasiegeschichte, dass ein kleines Mädchen namens Juni eines Tages im Zauberwald hinter dem Garten ihres Elternhauses, das aussieht wie ein kleines Hexenhäuschen, entdeckt, wie klitzekleine Zauberpferdchen versuchen fliegen zu lernen. Bei den meisten klappt das auch sehr schnell, nur eines von ihnen fliegt nicht mit und sieht sehr traurig aus.

 

Juni hat Mitleid mit ihm, und versucht alle möglichen Dinge mit dem kleinen  Wesen, um es zum Fliegen zu bringen. Allesvergeblich.

 

Zuhause erzählt sie ihren Eltern davon, und dass leider ihr Zauberstab kaputt sei und sie deshalb weiter nichts zu  können. Die Eltern versichern ihr, dass sie ihr morgen helfen würden. Am nächsten Morgen denken alle angestrengt nach, was dem Pferdchen gut tun könnte. Sie einigen sich auf Eis.

 

Juni bringt das Eis in aller Schnelle dorthin, wo das Wesen auf sie schon wartet, stolpert aber und das Eis fliegt ihr aus der Hand. Die Waffel landet auf dem Kopf des Pferdchens. Das gefällt ihm sehr und nach kurzer Zeit des Schüttelns fliegt es auf und davon. Seitdem nennt man die Zauberpferde „Einhörner“.

„Denn sie tragen alle ein Hörnchen auf dem Kopf, um sich an den wundervollen Tag zu erinnern, an dem ein kleines Mädchen ihre Freundin wurde.“

 

Ein schönes Bilderbuch für alle kleine Mädchen, die ein Einhorn zu Hause haben.

Disco!

Frauke Angel, Julia Dürr, Disco, Jungbrunnen Verlag 2019, ISBN 978-3-7026-5934-9

 

Der kleine namenlose Junge, den Frauke Angel diese schöne Geschichte über Mädchen und Jungen erzählen lässt, geht in den Kindergarten. Dort hat er Pina kennengelernt. Sie ist jetzt seine Freundin. Sie ist nicht nur das schönste, sondern auch das schlauste Mädchen dort. Und als Pina einmal sagt, es gebe keine Jungs- oder Mädchenfarben, sondern nur Lieblingsfarben,  und überhaupt darf jeder anziehen, was er will, da ist er ganz hingerissen.

 

Kurze Zeit später darf Pina bei dem Jungen  schlafen und sie spielen Disco und verkleiden sich entsprechend. Am nächsten Morgen bringt der Vater zwei wunderschöne Discotänzerinnen in den Kindergarten. Aber ein Junge in Mädchenkleidern führt zu Diskussionen, nicht nur unter den Kindern, sondern auch den anwesenden Erwachsenen.

 

Aber der Vater des Jungen hat großes Verständnis, denn er hat untere seinem grauen Büroanzug ein kleines grünes Sockengeheimnis.

Am nächsten Morgen trägt der Vater einen ganzen Sack voller Wechselsachen in den Kindergarten – so viel, dass sich alle Kinder verkleiden können. Denn die Kinder wollen es einmal richtig bunt treiben, mit Glitzer und allem Schnickschnack. Welche Farben und welche Kleider die Mädchen tragen und welche die Jungen, ist dabei wirklich völlig egal.

 

Und dann traut sich der Junge sogar seinem Freund mit wackeligem Herzen ein Geschenk zu geben. Und schließlich verstehen sich auch der Vater des Jungen mit Eddies Papa, der am meisten über die Discokleidung der Kinder aufgeregt hatte.

Und überhaupt darf jeder anziehen, was er will.

 

Ein schöne hintersinniges Buch über Geschlechterrollen in der frühen Kindheit.

Ein Nashorn namens Clara

 

 

 

Katrin Hirt, Laura Fuchs, Ein Nashorn namens Clara, NordSüd Verlag 2019, ISBN 978-3-314-10432-9

 

 

Dieses Bilderbuch erzählt die wahre historische Geschichte, die im 18. Jahrhundert in vielen Ländern Europas für großes Aufsehen sorgte. Die Geschichte handelt von einem Nashorn namens Clara, das bei einer Reise nach Indien von dem holländischen Kapitän Douwe van den Meer bei einer Kaufmannsfamilie gefunden wurde und der es dann auf seinem Schiff nach Europa mitnahm. Anfangs noch klein (Jäger hatten es mitgenommen, nachdem seine Mutter von Ihnen geschossen worden war und es der Kaufmannsfamilie geschenkt) wurde es immer größer, als der Kapitän die Schiffahrt aufgab und mit Calar durhc ganz Europa zog. Clara wurde immer mehr zu einer regelrechten Sensation. Es entstand ein regelrechter Hype um das Nashorn. Es wurde gemalt, und es gab Münzen und Porzellanfiguren von Clara. Fürsten bestaunten es, und in Paris trugen die feinen Damen Perücken à la Nashorn.

 

Schließlich nahm Douwe seine Clara dann mit in seiner Heimat, wo sie auf seinem Hof in Ruhe und Frieden alt werden durfte.

 

Ausführlich hat Katrin Hirt für ihre Nacherzählung die Geschichte von Clara recherchiert, und Laura Fuchs, die es liebt, historische Geschichten zu illustrieren hat dazu wunderbare großflächige Bilder gestaltet.

 

Spannende Einblicke in eine wahre Geschichte aus dem 18. Jahrhundert.

 

 

Nie wieder sprachlos. Mit den richtigen Worten besser durchs Leben

 

 

 

Michael Ehlers, Nie wieder sprachlos. Mit den richtigen Worten besser durchs Leben, Gütersloher Verlagshaus 2019, ISBN 978-3-579-02394-6

 

 

In seinem Buch „Rhetorik. Die Kunst der Rede im digitalen Zeitalter“, das er 2018 bei books4success veröffentlicht hat, hat Michael Ehlers die klassischen Regeln der Redekunst sozusagen in das digitale Zeitalter transferiert und überzeugend nachgewiesen, dass gerade heute Rhetorik eine Fähigkeit ist, die zu verstehen und zu beherrschen sich lohnt, für alle die ein Ziel erreichen wollen.

 

War dieses Buch im letzten Jahr vielleicht eher gedacht für Redeprofis in Wirtschaft, Politik und den Medien, richtet sich sein neues Buch auch an ganz normale Menschen, die keine öffentlichen Reden halten müssen, aber im Alltag bei bestimmten Situationen oder Konflikten nicht wissen, was sie sagen oder wie sie sich ausdrücken sollen oder können.

 

Er beschreibt insgesamt 50 Situationen, die fast jeder schon einmal erlebt hat in zwischenmenschlichen Beziehungen und gibt dann knappe aber sehr verständliche und instruktive Tipps, wie man in ihnen mit den richtigen Worten gut die jeweilige Situation meistert.

 

Wie entschuldige ich mich angemessen? Wie verteidige ich mich, wenn ich zu Unrecht angegriffen werde? Wie macht man ein Kompliment? Wie lerne ich Nein zu sagen? Wie kann ich eine Streitschlichtung unterstützen oder angemessen mein Beileid ausdrücken?    Das Buch bietet eine gelungene Mischung aus Knigge und Kommunikationstraining für alle, die gerne ein wenig wortmächtiger sein möchten um damit dann besser durchs Leben zu kommen.

Unterhaltsame und praktische Anleitung gegen die Wortnot im Alltag.
 

Ada und die Zahlen-Knack-Maschine

 

Zoe Tucker, Rachel Kastaller, Ada und die Zahlen-Knack-Maschine, NordSüd Verlag 2019, ISBN 978-3-31410472-5

 

Dieses von Elisa Martins aus dem Englische n übersetzte Bilderbuch erzählt die Geschichte von Ada Lovelace, die Mitte des 19. Jahrhunderts schon zusammen mit ihrem Freund Charles Babbage ein komplexes Rechenprogramm entwickelte.

 

Als kleines Mädchen schon sehr wissbegierig, liebte sie es früh, große und kleine, vor allen Dingen aber komplizierte und knifflige Aufgaben zu lösen. Alle Bücher in der Bibliothek waren bald schon von ihr gelesen.  Ihre Mutter Annabella Milbanks war eine ebenfalls sehr intelligente Dame der gehobenen Gesellschaft und hatte Umgang mit den gescheitesten Menschen Londons. Schon früh erkannte sie das mathematische Talent ihrer Tochter, und ließ sie von den klügsten Menschen aus aller Welt unterrichten.

 

Je älter Ada wurde, desto mehr wurden ihre Lehrer zu ihren Freunden und mit ihrem besten Freund, dem Erfinder und mathematischen Genie Charles Babbage befand sie sich in einem  andauernden spielerischen Wettbewerb um Erkenntnis. Mit ihm zusammen entwickelte Ada Lovelace ein komplexes Rechenprogramm, als Ada erkannte, dass Mathematik eine Sprache darstellt. Damit legten die beiden den Grundstein für die heutige moderne Computertechnik. Ada Lovelace wird als die erste Computerprogrammiererin der Welt betrachtet. Sie wird als Pionierin von Frauen in den Wissenschaften weltweit geachtet. Preise sind nach ihr benannt und Computersprachen tragen ihren Namen.

Das witzig illustrierte Bilderbuch erzählt nicht nur die Geschichte von Adas Entdeckungen, sondern will vor allem Mädchen dazu ermutigen, die MINT-Fächer und vor allen die Mathematik für sich selbst zu entdecken.

 

Ein ermutigendes Buch für kluge Mädchen.