Das Joshua Profil

 

 

 

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Sebastian Fitzek, Das Joshua – Profil, Lübbe 2015, ISBN 978-3-7857-2445-0

 

Max Rhode hat nach seinem Bestseller „Die Blutschule“ (dieses Buch hat Sebastian Fitzek fast zeitgleich mit dem vorliegenden unter dem Pseudonym Max Rhode veröffentlicht; man braucht es aber zum Verständnis dieses Thrillers nicht zu lesen) kein wirklich erfolgreiches Buch mehr zustande bekommen. Eines Tages, er kommt mit seinem neuen Roman nicht recht voran, bekommt der Vater einer jungen Pflegetochtereinen mysteriösen Anruf. Eine heisere Stimme befiehlt ihn in ein Krankenhaus in Berlin. Max kann seiner Neugierde nicht widerstehen und folgt der Anweisung. Im Krankenhaus warnt ihn ein an seinen Verbrennungen sterbender Mann mit unheilvollen Prophezeiungen. Kurze Zeit später wird seine Tochter Jola angegriffen und dann taucht auch noch sein Bruder Cosmo, ein verurteilter Pädophiler der übelsten Sorte auf. Wer verfolgt ihn da, was will sein Bruder und wer ist Joshua, vor den ihn der Mann im Krankenhaus gewarnt hat?

Sebastian Fitzek erzählt eine wahnsinnig spannende Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven von verschiedenen Personen erzählt. Kommt am Anfang allein der Schriftsteller Max Rhode zu Wort, der mehr mit Fitzek zu tun hat, als man denkt, werden sukzessive von einem auktorialen Erzähler auch die Erlebnisse von Jola, Frida, einer unbescholtenen Paketzustellerin und weiteren Personen berichtet. Trotz des permanenten Perspektiven- und Figurenwechsels kann der Leser immer in der Spur bleiben und einer Handlung folgen, die ihn cjht mehr los lässt.
Da geht es um Big Data, um Pädophilie und um Predictive Policing, also einer auf einer großen durch Computer ermittelten und kombinierten Datenfülle von einzelnen Personen gestützten Verbrechensvorhersage.

Für einen Thriller sehr ungewöhnlich, schreibt Sebastian Fitzek nach einer spannenden und auch sehr berührenden Handlung ein langes Nachwort, in dem er Aufschluss gibt über die einzelnen Themen des Buches und ober seine Motivation, darüber zu schreiben.

 

Lesen Sie aber das Nachwort bitte erst wirklich am Ende.