Burnout und dann

 

 

 

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Carola Kleinschmidt, Burnout und dann, Kösel 2016, ISBN 978-3-466-34636-3

 

„Wie das Leben nach der Krise weitergeht“ ist der Untertitel des vorliegenden Buches und die wichtigste Frage für all diejenigen Menschen, die oft nach langer Leidenszeit und mit hoffentlich guter professioneller Betreuung wieder ins Leben und ihren meist veränderten Alltag zurückgefunden haben. Denn darum geht es hauptsächlich: nicht die gleichen Fehler wieder zu machen, nicht wieder in die Erschöpfungsfalle zu tappen.

 

Carola Kleinschmidt, die Autorin dieses verständlichen Buches hat viele Menschen während und nach einem Burnout als Trainerin und Coach begleitet. Mit vielen Fallbeispielen und deshalb sehr aufschlussreich geht sie in ihrem Buch immer wieder folgenden Fragen nach:

  • Wie komme ich ins Leben zurück?
  • Was muss ich wirklich ändern?
  • Wie gestalte ich mein Leben, damit Energie und Lebensfreude dauerhaft Platz haben?

Doch nicht nur für Menschen, die einen Burnout gerade hinter sich haben (und deren Angehörige) ist dieses Buch von großem praktischen Wert, sondern auch für Menschen, die vielleicht schon seit langem spüren, dass ihr Lebensakku langsam zur Neige geht, die sich ernsthaft Sorgen um ihre seelische Gesundheit machen.

 

Die können im ersten Teil des Buches erfahren, ob sie sie zu den Gruppen von Menschen gehören, die von  einem Burnout bedroht sind aufgrund ihres Charakters und ihrer Lebenseinstellung. Sie können selbstkritisch fragen, ob sie zu einer der folgenden Gruppen gehören und sich nach kritischer Selbstdiagnose ggf. professionelle Hilfe holen, bevor der Zusammenbruch kommt:

  • Die Aktionistischen: von Menschen, die immer dachten ihr Akku lade sich von allein auf
  • Die Multitasker: von der Mühsal der Doppelbelastung als Eltern
  • Burnout-Falle alleinerziehend: Wenn plötzlich einer alles allein stemmen muss
  • Die Helfenden: von Menschen, die viel für andere und wenig für sich selbst taten
  • Die Perfektionisten: von Menschen, die „halbe Sachen“ strikt ablehnen
  • So jung – und schon ausgebrannt? Von überzogenen Leistungsidealen bei Schülern und Studenten
  • Die Erfolgsgetriebenen: wenn das Lebensmotto „Ich leiste, also bin ich!“ lautete
  • Die Körperfremden: Von Menschen, die sich wenig spürten und deshalb ständig über ihre Grenzen gingen

 

Von allen diesen Gruppen bringt sie Beispiele von Menschen, die sie betreut hat, erklärt die spezifischen Burnout-Fallen und beschreibt den oft schweren Weg aus dem Tal heraus  und gibt viele hilfreiche Anregungen und Hinweise, was diese Menschen bei ihrem Wiedereinstieg ins Leben beachten bzw. lassen sollten.

 

Sehr eindrucksvoll beschreibt sie, wie der Alltag nach der Krise aussehen kann und was wirklich hilft, nicht wieder von neuem auszubrennen.

 

Ein hilfreiches, ermutigendes Buch, das ein anhaltend positives Lebensgefühl vermitteln möchte.