Wir schaffen es nicht

 

 

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Katja Schneidt, Wir schaffen es nicht, Riva 2016, ISBN 978-3-86883-998-2

 

Dieses Buch der schon durch andere Publikationen einer größeren Öffentlichkeit bekannten Flüchtlingshelferin Katja Schneidt,  erklärt in einer differenzierten Offenheit und Ehrlichkeit, die man so detailliert bisher nicht zu lesen bekam, „warum die Flüchtlingskrise Deutschland überfordert“.

 

Es ist nicht nur eine völlig undurchdachte und unorganisierte Flüchtlingspolitik, die sie dafür verantwortlich macht.  Sie beschreibt auch die Überforderung der Politik, der Verwaltung und der Behörden, mit einer derart großen Zahl von Menschen, ihrer Versorgung, Unterbringung und Integration.

 

Und sie benennt, das in weiten Teilen der Öffentlichkeit herrschende Denkverbot missachtend, weitere Gründe. Sie beschreibt, wie wehrlos der deutsche Staat und seine Institutionen denjenigen gegenüber sind, die unsere Gastfreundschaft verwechseln mit einem Selbstbedienungsladen. Sie benennt den Islam und seine Kultur als die Ursache für das große Unverständnis, das viele Flüchtlinge unserer Kultur gegenüber zeigen.

 

Doch sie benennt nicht nur die Probleme (Kritiker werden ihr natürlich vorwerfen, sie spiele damit der AfD in die Hände), sondern sie macht auch Vorschläge, was sich ändern muss, dass all diese Menschen bei uns wirklich ankommen und unsere Gesellschaft auch von den neuen Mitbürgern profitiert.

 

Dennoch hinterlässt das Buch bei mir eine tiefe Skepsis, vor allen Dingen durch Katja Schneidts von persönlicher Erfahrung geprägte Beschreibungen des Islams und seiner Regeln.

 

In der Vergangenheit dachte ich oft, ein reformierter Islam könne in unserer Gesellschaft ankommen und einen wichtigen Beitrag leisten. In letzter Zeit aber zweifele ich daran immer mehr. Will er sich nicht selbst verraten, wird der Islam immer danach streben, seine Herrschaft auszudehnen und er wird keine wie auch immer geartete Ökumene der Religionen dulden und letztlich auch keine andere Rechte als seine.

 

Wir werden deswegen noch große Probleme bekommen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten.