Wir

 

 

 

 

 

 

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Dietrich Grönemeyer, Wir. Vom Mut zum Miteinander. Ein Manifest, Ecowin 2016, ISBN 978-3-7110-0109-2

 

Armut, Kriege, Hungersnöte und Terror- man hat den Eindruck, diese Themen beherrschen die Medien in der letzten Zeit mehr als jemals zuvor. Und die Umfragen zeigen, dass auch immer mehr Menschen diese Entwicklungen als eine Bedrohung ansehen für sich und ihre Kinder und Enkel.

 

Der bekannte Arzt und Autor Dietrich Grönemeyer plädiert in dem vorliegenden kleinen Manifest mit dem Titel „Wir. Vom Mut zum Miteinander“ dafür, sich in schwieriger werdenden Zeiten wieder auf das zu besinnen, was alle Menschen verbindet und dabei Herkunft , Hautfarbe, ihre religiösen, philosophischen und kulturellen Vorstellungen außen vor zu lassen.

 

Er fordert das Recht eines jeden Menschen, als einmalige Persönlichkeit respektiert und mit Würde behandelt zu werden. War lange die Zeit die Gesundheit der Menschen sein Hauptthema, geht es ihm nun um das Zusammenleben verschiedener Kulturen, dem Respekt vor der Natur und vor allen Dingen um eine neue Lebenshaltung, mit der jeder Einzelne Eigenverantwortung übernimmt für sein Leben und seine Umgebung. Er schreibt: „Wenn sieben Milliarden Menschen gleichberechtigt und in Würde auf diesem Planeten leben wollen, geht das nur mit Achtung und Respekt voreinander.“

 

Für eine Kultur des Herzens und der Herzlichkeit untereinander wirbt er in einem flammenden Appell, den er mit den Worten schließt:
„Ganz oben auf der Agenda der Menschheit muss stehen: WIR wollen diese EINE WELT, JETZT!“

 

Die Forderung und Aufforderung, den Verstand mit dem Herzen und den wissenschaftlich-technischen Fortschritt mit dem fühlenden Geist zu verbinden, hat mir eingeleuchtet. Ich habe das Buch kurz vor Weihnachten, mitten in Gedanken über die Aktualität der Botschaft der Krippe, gelesen und habe viel Jesuanisches und Neutestamentliches darin gefunden. Ja, es mag naiv sein, aber die Christen aller Zeiten haben dem herrschenden Wahnsinn schon immer nur die Liebe Gottes zu allen Menschen entgegengehalten. Dass so wenige die Botschaft hören wollen, spricht nicht gegen ihre Wahrheit.