Das Land, in dem wir leben wollen

 

 

 

 

 

Jutta Allmendinger, Das Land, in dem wir leben wollen, Pantheon 2017, ISBN 978-3-570-55347-3

 

„Wie die Deutschen sich ihre Zukunft vorstellen.“ Darüber mehr zu erfahren, als es in herkömmlichen Befragungen möglich ist, war das Ziel einer von der ZEIT unterstützten Befragung von insgesamt 3100 Menschen im Alter zwischen 14 und 80 Jahren in ganz Deutschland. 2015 zum ersten Mal befragt, wurden sie ein Jahr später erneut kontaktiert und interviewt.

 

Durch eine neue und ungewohnte Fragetechnik ging es nicht nur um aktuelle Einstellungen und  Befindlichkeiten wie bei vielen anderen Umfragen, sondern um Vorstellungen  und Visionen von Menschen aller Alters- und Bildungsstufen von ihrer eigenen Zukunft, der ihrer Kinder und auch der des ganzen Landes.

 

Sehr überraschende Erkenntnisse kamen so heraus, die Jutta Allmendinger in diesem Buch beschreibt, das aufgebaut ist wie ein Lesebuch, weil es auf alle demoskopisch-theoretischen Einlassungen verzichtet und nur sehr wenige Anmerkungen im Anhang listet.

 

Sie fasst zusammen: „Die Menschen in Deutschland bewegen sich. Die meisten sind optimistisch, blicken zu ersichtlich nach vorn und helfen den neu Angekommenen beim Einstieg ins neue Leben. Vielen jedoch rauben Unsicherheit und Angst vor der Zukunft die Kraft zur Veränderung. Sie brauchen Respekt, Rat, Orientierung und helfende Hände.“

 

Diese Hände, so sagt sie, müssten vor allem die austrecken, „ die in den Ressorts die Weichen stellen und die bei genügend großem Handlungsspielraum wirklich helfen.“

 

Eine große Aufgabe nicht nur für die neue Regierung nach der Wahl im September, sondern für alle nachgeordneten Stellen und Verwaltungen, und für die mit den konkreten Menschen in ihren Sorgen und Nöten befassten Menschen.