Mikas Himmel

 

 

 

Bibi Dumon Tak, Annemarie van Haeringen, Mikas Himmel, Gerstenberg 2017, ISBN 978-3-8369-5939-1

 

Mika ist der geliebte Hund der Familie. Wie lange er schon bei der Familie lebt, wird nicht erwähnt, nur dass er eines Tages in seinem Körbchen liegt und während der Himmel grollt und der Regen rollt, er in der Gegenwart der Familie seinen letzten Atemzug macht. Offenbar hatten sie seinen Tod erwartet, vermutlich war Mika krank.

 

Die beiden großen Geschwister, ein Mädchen und ein Junge, legen Mika in ein großes Tuch und bringen ihn nach draußen, wo sie im Regen ein großes Loch im Garten ausheben. Der Kleiner Bruder hat vorher ganz sicher zum wolkenverhangenen Himmel gezeigt, um deutlich zu machen, wo er Mika jetzt geborgen weiß.

 

Er ist es auch, der, als Mika in einem Grab liegt, seine kleine Jacke über ihn ausbreitet und sich nicht davon abhalten lässt. Und weil er im Himmel etwas zum Spielen haben soll, holt er einen  Ball und legt ihn ebenfalls in das Loch.

 

Und dann löchert er seine beiden großen Geschwister mit Fragen. Fragen, die den Alltag seines geliebten Hundes betreffen und die ihm helfen, Abschied von ihm zu nehmen. Und als er am nächsten ersten Morgen ohne Mika vorgibt ein Bellen zu hören aus dem Himmel, geben die beiden Großen zunächst vor, es auch zu hören.  Und dann hören sie es wirklich …

 

„Mikas Himmel“, von Meike Blatnik gefühlvoll übersetzt aus dem Niederländischen, ist ein warmherziges, sehr tröstliches Buch über das Abschiednehmen. Durch den durchgehenden schwarzen Hintergrund der Seiten ist Schrift nicht leicht zu lesen, aber die dunkle Gestaltung entspricht der Stimmung der die Kinder, die von ihrem geliebten Hund Abschied nehmen.