Der Wind in den Weiden

 

 

Kenneth Grahame, Sebastian Menschenmoser, Der Wind in den Weiden, NordSüd Verlag 2017, ISBN 978-3-314-10403-9

 

Etwa einhundert Jahre als ist dieses Kinderbuch aus England.
Nachdem es Elke Heidenreich vor vielen Jahren in ihrer leider dann abgesetzten Sendung „Lesen!“ empfohlen hatte, war es auch bei uns wieder zu einiger Bekanntheit gelangt. Auch Doris Lessing hat in ihrem autobiographischen Buch „Alfred und Emily“ in begeisterten Worten über die Prägung berichtet, die sie durch dieses Buch erfahren habe.

„Der Wind in den Weiden“ ist so wie etwa „Pu der Bär“ ein Klassiker der englischen Kinderliteratur. Seine Hauptpersonen, vier liebenswerte vierfüßige Gentlemen, haben schon Generationen von jungen und älteren Leserinnen und Lesern zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken gebracht – denn das, was Ratte, Maulwurf, Kröterich und Dachs so alles widerfährt, trägt oft sehr menschliche Züge. Und dennoch, auch wenn Dachs und Maulwurf in Höhlen hausen, die mit Mini-Menschenmöbeln ausgestattet sind, entspricht ihr Leben der Natur der Tiere. Sie leben in Freiheit, folgen dem Lauf des Jahres, vernehmen den Ruf der Heimat und sind glücklich, wenn sie beides haben: die Sicherheit des angestammten Baus und die unerschütterliche Treue ihrer Freunde.
Es ist ein Buch über die tragende Kraft der Freundschaft, die vieles aushalten kann und schwierige Charaktere, hier ist es der autonarrische und selbstverliebte Kröterich, mit Geduld und Ausdauer zum Guten verändern kann.

 

Die hier bei NordSüd in Zürich verlegte Ausgabe besticht nicht nur ihr schönes Schriftbild, sondern auch durch die klassische Übersetzung von Sybil Gräfin Schönfeldt und sehr ansprechenden und erfrischenden Illustrationen von Sebastian Meschenmoser.

 

Für die erwachsene Lektüre ebenso geeignet wie zum Vorlesen für Kinder ab etwa 5 Jahren.