Namibia

 

 

 

 

Michael Poliza, Namibia, teNeues 2018, ISBN 978-3-96171-128-4

180 Länder hat er nach eigenen Angaben mittlerweile bereist, der international bekannte und erfolgreiche Fotograf Michael Poliza. Auf allen Kontinenten ist er gewesen und dabei ist Afrika nach wie vor sein Favorit. Und auf dem afrikanischen Kontinent selbst bleibt Namibia einer seiner Favoriten.

 

Schon in dem schwergewichtigen Fotoband „Eyes over Africa“ hatte er seine persönliche Liebeserklärung an einen Kontinent, seine Natur und seine Menschen dokumentiert. Eine große Mehrzahl der Bilder war aus der Luft aufgenommen, was ihren besonderen Reiz ausmachte und eine ganz ungewöhnliche Perspektive warf auf eine Natur voller Gegensätze und Extreme.

 

Auch der hier vorliegende Band „Namibia“ ist ein absolutes Schmuckstück und ein Beispiel dafür, wie ein Fotograf mit seinen Bildern dem Betrachter viel mehr vermitteln kann  als ein bloßes Abbild dessen, was er durch sein Objektiv gesehen hat.

Atemberaubende Landschaften und natürliche Denkmäler wie die höchsten Sterndünen der Welt um das Sossusvlei, das NamibRand-Naturreservat, die Kalahari-Wüste und die Spitzkoppe, um nur einige zu nennen, reihen sich hier aneinander . Spektakuläre Aufnahmen aus der Luft und vom Boden präsentieren die namibische Natur- und Tierwelt, ergänzt durch Porträts der Ureinwohner, die dort ein traditionelles Leben als Viehzüchter und Kleinbauern führen. Dass auch die Wüste lebt, wird hier eindrucksvoll vor Augen geführt: Insbesondere nach den selten auftretenden Regenfällen. Oryxantilopen, Schakale und Erdmännchen, Strauße und Springböcke sind da, wo die Pflanzen dann sprießen und locken wiederum ihre Feinde an. Die im Jägerjargon betitelten Big Five Löwen, Leoparden, Elefanten, Büffel und Nashörner sind in diesem Gebiet ebenfalls heimisch und teilen sich das Wenige, was vorhanden ist, stets im ökologischen Gleichgewicht.

 

Dieses wertvolle Buch, das seinen teuren Preis aber wert ist, eignet sich als repräsentatives Geschenk für Freude der Fotografie einerseits und für Liebhaber des afrikanischen Kontinents andererseits.

 

Vielleicht ist es aber auch für den Betrachter Anlass einmal über einen Urlaubsaufenthalt in diesem touristisch gut erschlossenen Land nachzudenken.