Nur Mut, kleiner Frosch

 

 

 

 

Richard Smythe, Nur Mut, kleiner Frosch, Orell Füssli 2018, ISBN 978-3-280-03584-9

 

Die Tiere, die in der Umgebung des Mondscheinweihers im Wald leben, haben eine lange Tradition. In der ersten Vollmondnacht im Winter, dann wenn der Mond besonders hell und groß und die Nacht besonders kalt und der Weiher zugefroren ist, treffen sie sich alle.

Sie treffen sich zum großen Mondscheintalentwettbewerb, für den sie alle schon lange trainiert und geübt haben, das ganze Jahr hindurch. Nur der Frosch, eines der kleinsten unter den versammelten Tieren, möchte dabei nicht mitmachen. Er glaubt kein Talent für so was zu haben. Und so versteckt er sich, dass ihn  niemand sieht: „Sie finden mich bestimmt blöd.“

 

So war das all die Jahre immer. Die Tiere führen ihre Kunststücke auf und der Frosch denkt in seinem Versteck traurig darüber nach, warum er das alles nicht kann. Als in diesem Jahr spät in der Nacht alle dran gewesen sind, und der Wettbewerb zu Ende ist, da ruft die kleine Schnecke: „Es sind noch nicht alle aufgetreten! Frosch hat noch kein Kunststück gezeigt!“

Als ihn jemand von der Jury fragt, was er denn könne, zappelt der Frosch aufgeregt auf dem Eis herum und verliert dabei das Gleichgewicht. Und was er dann an Bewegungen macht, rutschend, strampelnd, rudernd, hampelnd, stolpernd, wirbelnd, holpernd und zwirbelnd, beeindruckt die anderen Tiere sehr. Und als er, wieder auf dem Eis landend, noch ein Rad schlägt und der Jury vor die Füße fällt, da steht schnell fest, wer in diesem Jahr den Wettbewerb gewonnen hat.

 

Und dann bringt er den anderen Tieren das Eislaufen bei und hat auch eine Botschaft für sie und die das Buch betrachtenden Kinder:
„Du weißt nicht, ob du etwas kannst oder nicht, wenn du es nicht probierst!“

 

Ein schönes Mut machendes Bilderbuch für alle schüchternen, zögerlichen Kinder. Für alle, die glauben, nichts richtig zu können. Ein Buch für die stillen in der Gruppe, für die, die sich nie melden.