Ich und meine Angst

 

 

 

 

Francesca Sanna, Ich und meine Angst, NordSüd Verlag 2019, ISBN 978-3-314-10471-8

 

Die in der Schweiz lebende Sardinierin Francesca Sanna hat 2016 mit ihrem ebenfalls bei NordSüd verlegten Bilderbuch „Die Flucht“ ihr überzeugendes Debüt gegeben und war damit  2017 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

 

Nachdem sie in der Zwischenzeit für den Atlantis Verlag zwei Bilderbücher geliefert hat, ist sie mit ihrem neuen Buch wieder bei NordSüd gelandet, wohl auch weil sie mit ihrer Geschichte „Ich und meine Angst“ direkt an die Erzählung des kleinen Mädchens aus „Die Flucht“ anschließt.

 

Schon immer hatte das kleine Mädchen eine winzige Freundin namens Angst. Doch seit sie in das neue Land gekommen sind, ist aus der kleinen Angst eine große geworden, die immer noch weiter wächst. Besonders in der Schule wird das deutlich, wie die Angst das kleine Mädchen in seinen Klauen hat. Tagsüber kann sie sich nicht konzentrieren und nachts lässt die große Angst nicht schlafen.

 

Als sich eines Tages ein Junge ihr nähert, sie zusammen zeichnen und er dann, nachdem sie auf den Spielplatz gegangen sind, einem bellenden Hund mit lauter Stimme ausweicht, da spürt das Mädchen, dass auch er so wie sie selbst eine geheime Angst hat.

 

Francesca Sanna zeigt in ihren Bildern sehr ausdrucksstark, wie mit wachsendem Kontakt zu anderen die als weißes Gespenst gezeichnete Angst immer kleiner wird.

„Es ist immer noch nicht leicht, alles zu verstehen. Aber mir ist aufgefallen, dass auch alle anderen Kinder Ängste haben…“

 

In einem persönlich Nachwort erzählt Francesca Sanna davon, wie ihre eigene Angst sie fast hinderte, das Buch fertigzustellen und wie ihr die vielen Kinder aus fremden Ländern, mit denen sie in Schule und Bibliotheken gesprochen hat, dabei geholfen haben, sie zu überwinde