Weltweiter ziviler Ungehorsam. Die Geschichte einer gewaltfreien Revolution

 

 

Jürgen Bruhn, Weltweiter ziviler Ungehorsam. Die Geschichte einer gewaltfreien Revolution, Tectum Verlag 2019, ISBN 978-3-8288-4118-5

 

Es ist eingroßer Verdienst, dass der Politikwissenschaftler und ehemalige Spiegeljournalist Jürgen Bruhn mit diesem Buch an eine Protest-und Widerstandsform erinnert, die eine lange Tradition von Thoreau, über Gandhi und Martin Luther King und die Friedensbewegung der 870 er Jahre hat, und in den letzten Jahren in den Protestformen gegen den Klimawandel, die weltweite Armut und andere Auswirkungen des von ihm so genannten „Raubtierkapitalismus“ von vielen gerade auch jungen Menschen überall in der Welt wiederentdeckt worden ist.

 

Jürgen Bruhn beschreibt die lange historische Tradition dieses zivilen und gewaltfreien Widerstandes, und zeigt überzeugend, wie er mit der Entstehung der Demokratie verbunden ist.  Diese lange Tradition möchte er aufschließen für die neuen angesichts der großen Konflikte in der Welt entstandenen Bewegungen und Protestformen.

 

Ich halte dieses Wiederbesinnung auf einen Protest, der sich nicht gleich macht mit dem Gegner und seiner strukturellen Gewalt mit eigener Gewalt antwortet (es gibt auch in den im Buch genannten Gruppen wie zum Beispiel blockupy durchaus Tendenzen hierzu) für eine not-wenige und sinnvolle Intervention.

 

Möge deshalb dieses Buch von vielen Aktivisten gelesen und seine hilfreichen Vorschläge diskutiert und umgesetzt werden.