Das Supermolekül. Wie wir mit Wasserstoff die Zukunft erobern

 

 

 

Timm Koch, Das Supermolekül. Wie wir mit Wasserstoff die Zukunft erobern, Westend Verlag 2019, ISBN 978-3-86489-240-0

 

Immer wieder hört man als Laie in der Debatte um Energiewende, Klimawandel und CO 2 Problem davon, dass der Antriebsstoff der Zukunft nicht der von seiner Energiebilanz sehr ungünstige Elektromotor sein wird, sondern Wasserstoff, ein absolut klimaneutraler Energieträger.

Ich wusste nicht, dass schon heute Ariane-Raketen mit diesem Antriebsstoff ins All geschossen werden, und hatte auch keine Ahnung davon, dass Wasserstoff mehrfach günstigere Eigenschaften als Speichermedium besitzt als andere Energieträger, auch alternative.

 

Für solche interessierten Zeitgenossen wie mich hat Timm Koch das vorliegende Buch geschrieben. Er führt nicht nur in den neuesten Stand der Technik ein und analysiert verständlich die Wasserstofftechnologie, sondern räsoniert auch darüber, wieso die enormen und zukunftsfähigen Potentiale des Wasserstoffs quasi totgeschwiegen werden. Stattdessen werden neue riesige Gaspipelines gelegt, durch Fracking in den USA gewonnenes Flüssiggas über den Atlantik geschafft und dafür neue Häfen an der Nordseeküste gebaut und selbst von Umweltschützern und Grünen die E-Mobilität hochgejubelt, als gäbe es keine noch besseren Alternativen.

 

In die Wasserstofftechnologie hingegen wird kaum investiert. Sie ist Timm Koch seit Jahren ein Herzensanliegen und auch mit diesem Buch versucht er eine Bresche zu schlagen in die Phalanx der herkömmlichen Energieträger. Ich verstehe nun mehr davon und kann nachvollziehen, warum immer mehr Wissenschaftler und auch der eine oder andere Politiker vom Wasserstoff als dem Zukunftsretter spricht.

 

Wasserstoff ist eine Schlüsseltechnologie und die Chancen für ihren Durchbruch werden in den nächsten Jahren immer besser werden. Davon bin ich überzeugt, nachdem es sich gezeigt hat, dass das Klimathema jedenfalls bei uns die Europawahl nicht unwesentlich beeinflusst hat. Das Thema wird das Thema der nächsten Jahre bleiben.