Sohn des Himmels

 

 

 

 

Chen Jianghong, Sohn des Himmels, Moritz Verlag 2019, ISBN 978-.3-89565-382-7

 

Chen Jianghong ist ein 1963 in Tianjin in China geborener Künstler. Er hat in seiner Heimatstadt und später in Peking Kunst studiert und lebt seit 1987 als freischaffender Künstler in Paris. Als Autor und Illustrator wirkte er an 33 Bilderbüchern mit, von denen sieben in deutschsprachiger Übersetzung erschienen sind. Für seine Bücher wurde Chen mit wichtigen internationalen Preisen im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet, darunter dem Prix Sorcières (2004) und dem Deutschen Jugendliteraturpreis (2005).

 

Seine neue Geschichte vom „Sohn des Himmels“ wurde von alten chinesischen Legenden angeregt, die den Ursprung des Mondfestes beschrieben und erklären sollen. Zu diesem Mondfest treffen sich jedes Jahr im Herbst in China die Familien und essen Mondküchlein, um damit ihrer Freude Ausdruck zu verleihen, das sie alle beieinander sind.

Sie erzählt von einem Sohn, der gegen seinen und ihren Willen von seiner Mutter getrennt wird und nicht aufgibt,  bis er sie wieder in seine Arme schließen kann.

 

Prinzessin Xian-Zi, so beginnt die Geschichte, ist die Tochter des Jade-Kaiser und lebt im Palast des Himmels. Weil sie ihrem unbändigen Wunsch nicht widerstehen kann, macht sie sich eines Tages ohne das Wissen ihres strengen Vaters auf zur Erde, wo sie sich in einen jungen Mann verliebt, bei ihm und seiner Mutter bleibt, die sie geheilt hat, und einen kleinen  Sohn zur Welt bringt, den sie Tian-Zi nennt.

 

Doch der zornige Kaiser lässt seine Tochter von Soldaten wieder zurück in dem Palast des Himmels bringen. Als Tian-Zi herangewachsen ist und sich fragt, wo seine Mutter ist, lässt ihn die Antwort, sie im  Palast des Himmels und er werde deshalb „Sohn des Himmels „ genannt, nicht in Ruhe. Er macht sich auf den Weg, sie zu suchen. Er durchquert die halbe Welt bis ans Meer, von wo ihn ein Kranich zu seiner Mutter bringt.

Sie umarmen sich vor Freude und sie bereitet ihm Mondküchlein zu.

„Wenn du sie isst, werden sie immer eine Erinnerung an mich und alle Mütter sein!“

 

Der zornige König erfährt alles, und lässt Tian-Zi zurück auf die Erde schaffen. Seine Tochter wird so krank, dass der König ihr erlaubt, einmal im Jahr zur Erde zurückzukehren und ihren Sohn zu sehen. Und jedes Mal bringt sie ihm ein Mondküchlein mit.

 

Chen Jianghong verbindet seine Geschichte mit der Legende um die Mondküchlein, die in China alljährlich im Herbst Anlass großer Familientreffen sind.