Palermo von innen: Emma Dante – Mitternacht in Palermo

Da ich immer ein paar Ungelesene im Regal habe, war in diesen heißen Tagen „Palermo“ das richtige Stichwort. Schon lange wartet dieses Buch auf mich. Kurzweilige schnelle 143 Seiten später freue ich mich, dass ich mir dieses Vergnügen aufgehoben habe.

„Ein unterträglich heißer Sonntag in Palermo: In einer engen Gasse fahren zwei Frauen aufeinander zu. Die alte, vor vielen Jahren aus Albanien geflohene Samira und die junge, schöne Wahl-Mailänderin Rosa. Keine der beiden will weichen, und so bleiben sie einfach in ihren Autos sitzen – einen Tag und eine Nacht.“ (Klappentext)

Und in diesen paar Stunden, die Emma Dante dem Buch Zeit gibt, entrollt sie das gesamte Umfeld der Protagonistinnen. Beide entladen in diesen Stunden ihren beinahe Jahrzehnte alten Frust auf das Leben in dieser Stadt. Schnell, präzise, klar, intensiv spielen sich die Szenen beinahe wie im Film ab.

sehr lesenswert. gut für einen Abend.