Traumtouren Europa

 

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Colette Coleman, Traumtouren Europa. Mit dem Motorrad unterwegs zwischen Nordkap und Kleinasien, Delius Klasing 2016, ISBN 978-3 7688-5366-8

 

Europa ist ein Kontinent, der für Motorradreisende die wunderbarsten und naturschönsten Strecken bereithält. Seien es die Pässe in den Alpen oder Dolomiten, oder verwegene Strecken entlang des Atlantiks – für jedes Gebiet und Land ist in diesem Band etwas dabei. Die einzelnen Strecken sind für Fahrten zwischen 1 und 3 Tagen gedacht. Es gibt jeweils eine Übersichtskarte, wichtige Reiseinformationen und Hinweise auf günstige Reisezeiten, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten der jeweiligen Region.

 

25 verschiedene Reiseziele hat Colette Coleman ausgewählt, manche gar nicht weit von der Haustür entfernt.

 

Vorgestellt werden unter anderem:

• Route des Grand Alpes / Route Napoleon
• Romantische Straße
• Tiroler Pässe
• Großglockner
• Rumänien und der Balkan (Slowenien und Kroatien)
• Tschechien, Polen und die Hohe Tatra
• Schwarzmeerküste
• Island (Ringstraße)
• Norwegische Fjorde bis zum Nordkap
• Lake District
• Wales

Für jeden Motorradfahrer ein interessantes Buch, das schon bald zum Planen der nächsten Tour verleitet.

Hütten. Sehnsuchtsorte in den Alpen

 

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Bernd Ritschel, Tom Dauer, Hütten. Sehnsuchtsorte in den Alpen, National Geographic 2016, ISBN 978-3-86690-461-3

 

Schon mit ihrem Buch „Wilde Alpen“, das sie 2015 veröffentlicht haben, haben Bernd Ritschel und Tom Dauer gerade auch jene Menschen begeistert, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht mehr selbst per Fuß diese wunderbare Landschaft erkunden können, die sich über die Länder Deutschland, Österreich, Italien und die Schweiz erstreckt.

Auch in diesem Buch haben es die Alpen den Autoren angetan, insbesondere eine wunderbare Auswahl ganz besonderer Hütten. Getrennt nach den vier Ländern werden jeweils die Anfahrt und der Aufstieg zu den Hütten beschrieben. Sensationelle Fotografien begeistern auch den Betrachter, der niemals in der Lage sein wird, dort hinauf zu steigen und den einzigartigen Blick in eine ganz besondere Natur zu genießen.

Zu wechselnden Tages- und Jahreszeiten fotografiert kann man die Bilder dieses Buches immer wieder anschauen und vielleicht in Gedanken Pläne schmieden, wie und wann und mit wem man eine dieser Hütten einmal „ersteigt“ bzw. „erwandert“.

Von hochmodern bis gediegen alt – alle Hüttenformen sind dabei.

 

 

Erkläre mir unseren Glauben

 

 

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Antoinette Lühmann, Erklär mir unseren Glauben, Coppenrath 2016, ISBN 978-3-649-62130-0

 

In diesem wunderbaren Buch für Kinder ab etwa drei Jahren, das Kerstin Schuld kindgerecht und bunt illustriert hat, beschreibt die Pfarrerin Antoinette Lühmann in einfacher Sprache, woran Christen glauben.  Sie beginnt mit dem Glaubensbekenntnis, das im Original abgedruckt ist und erklärt dann sehr anschaulich, welche Bedeutung die drei Artikel über Gott, Jesus und den Heiligen Geist bedeuten.

Es folgen Kapitel über die Zehn  Gebote, das Beten, das Abendmahl als Feier der Gemeinschaft und über die Taufe.

Die zentrale Aussage steht am Ende. „Du sollst Gott von ganzem Herzen lieb haben. Liebe auch dich und die anderen Menschen. Denn jeder ist einzigartig und niemand soll von einem anderen verletzt werden. Wir sind alle Gottes Kinder und werden von unserem Vater im Himmel geliebt.“

Dieses schöne Buch macht nicht nur die kleinen Kinder, denen es vorgelesen wird mit den Grundlagen des christlichen Glaubens bekannt, sondern ruft auch den Erwachsenen in Erinnerung, worauf sie sich als Christen berufen.

Von Frau zu Frau

 

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Annette Kerckhoff, Von Frau zu Frau, Elisabeth Sandmann 2016, ISBN 9783-945543-14-6

 

Während Männer in der Regel mit anderen Männern nicht gerne über sich selbst reden, schon gar nicht über Gefühle, Lebenserfahrungen oder Ängste, haben Frauen zu allen Zeiten ihre Erfahrungen miteinander geteilt und ausgetauscht.

Auch heute sprechen sie miteinander über Männer und Partnerschaft, über ihre Kinder und ihre Erfahrungen als berufstätige Mütter. Aber sie geben auch wie ihre Mütter und Großmütter vor ihnen Alltagswissen weiter.

Aus vielen Gesprächen und aus alten Büchern hat die Heilpraktikerin und Wissenschaftsjournalistin Annette Kerckhoff, die 2010 bei Elisabeth Sandmann schon das Buch „Heilende Frauen“ veröffentlichte, unzählige besondere Hausmittel ausgewählt, die sich seit Generationen bewährt haben.

Sie hat sie auf gut lesbare und überaus unterhaltsame Weise so aufbereitet für die Frauen unserer Zeit, dass sie sie nutzen können und ggf. auch wieder an ihre Töchter weitergeben können.

Ansprechend und sehr liebevoll illustriert ist das Buch nicht nur ein schönes Geschenk für Freundinnen, Töchter und Mütter, sondern es erweist sich auch für den persönlichen Gebrauch als eine wahre Schatztruhe.

 

 

Wie sich Mileva Einstein Alberts Nobelpreisgeld sicherte

 

 

 

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Anne-Kathrin Kilg-Meyer, Wie sich Mileva Einstein Alberts Nobelpreisgeld sicherte, Elisabeth Sandmann 2015, ISBN 978-3-945543-02-3

 

Die Autorin dieses kleinen Buches, das in der Reihe „Momente des Lebens“ erscheint, Anne-Kathrin Kilg-Meyer, kennt sich aus im Thema. Sie arbeitet als selbständige Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Familien- und Scheidungsrecht  in Augsburg und hat sich einen berühmten Scheidungsfall ausgesucht.

Es geht um den Fall von Mileva Einstein. Sie war Albert Einsteins Studienfreundin, Jugendliebe und erste Ehefrau. Sie hat schon früh an Einsteins Forschungen mitgewirkt und sie ahnt, dass er irgendwann dafür den Nobelpreis erhalten wird. Als Albert sich von ihr trennt, um mit seiner Cousine Elsa zu leben, strengt Mileva ein Scheidungsverfahren an, in dem sie sich das Preisgeld eines möglichen Nobelpreises für Albert sichert. Sie unternimmt diesen Einsatz nicht für sich selbst, sondern für ihre Söhne.

Die Autorin beschreibt eine Frau, die schon durch ihre Ausbildung als Physikerin für die damalige Zeit ungewöhnlich war. Erst recht ihr Einsatz für die Versorgung ihrer Söhne. Natürlich spielt auch Einsteins schlechtes Gewissen dabei eine Rolle, aber das Verfahren, wie die Autorin es schildert, ist für die damalige Zeit schon recht ungewöhnlich.

Ein unterhaltsames Porträt einer ungewöhnlichen Frau, Wissenschaftlerin und Mutter das viele Einblicke  auch in das Familienleben der Einsteins bietet.

 

 

Der Füsch

 

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Hanna Johansen, Rotraut Susanne Berner, Der Füsch, Hanser 2015, ISBN 978-3-446-24779-6

 

Dieses wunderschöne Bilderbuch, ein von Rotraut Susanne Berner genial illustriertes Loblied auf die Phantasie von Kindern, ist 1995 zum ersten Mal erschienen und wird hier vom Hanser Verlag in einer vierten Auflage als Neuausgabe einer neuen Generation von Eltern und Kindern präsentiert.

Es erzählt von dem Mädchen Dodo, die sich in diesem Jahr „fast nichts“ zum Geburtstag wünscht. Nur einen „Füsch“, wie sie das ausspricht, hätte sie gerne. Dodo hat verständnisvolle Eltern und so bekommt sie ein Aquarium mit Wasserpflanzen und einen Fisch.

Doch ihr „Füsch“ ist weit mehr als ein einfacher Fisch. In Dodos Phantasie kann er sprechen, seine Farbe verändern. Nie ist er müde und immer gut aufgelegt. Dodo spricht mit dem Füsch, zeigt ihm ihre Spielsachen und erzählt von ihrer Welt. Und der Füsch zeigt ihr, wie sich das Leben unter Wasser anfühlt.

Es ist ein zauberhaftes Bilderbuch, das die Phantasie von Kindern ernst nimmt und sie in wunderbaren Bildern ausmalt.

 

 

Ein Haufen Freunde hält zusammen

 

 

 

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Kerstin Schoene, Ein Haufen Freunde hält zusammen, Thienemann 2016, ISBN 978-3-522-45817-7

 

Mit „Ein Haufen Freunde“, einer Geschichte über einen Pinguin im Zoo, der traurig darüber ist, das er nicht fliegen kann und mit Hilfe einer genialen, von seinen Freunden, den anderen Zootieren, gebildeten vertikalen Kette schlussendlich die Erfahrung des Fliegens machen kann, hatte Kerstin Schoene 2012 großen Erfolg.

Klar, dass sie diesem erfolgreichen und von vielen Kindern geliebten Buch einen Nachfolger hinterherschickt. Wieder spielt es im Zoo und im Mittelpunkt steht dieses Mal eine kleine Schildkröte. Sie ist auch traurig, denn so sehr sie sich auch anstrengt, immer ist sie viel zu langsam.

Doch „ein Haufen Freunde hält zusammen“! In einer wiederum genialen Idee bilden die anderen Tiere mit ihren großen und kleinen (für die Lücken enorm wichtig!) Körpern eine Art schiefe Ebene, auf der die Schildkröte hinabsausen kann.

Noch nie im Leben war sie so schnell! Ein schönes Bilderbuch über das Zeithaben und dass man sich für eine Freundschaft Zeit nehmen muss.

 

 

 

 

Eskapaden

 

 

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Martin Walker, Eskapaden, Diogenes 2016, ISBN 978-3-257-06968-6

 

In seinen bisherigen Büchern mit dem sympathischen Bruno Courreges, dem Chef de Police in dem kleinen Städtchen St. Denis im Perigord ist es dem Engländer Martin Walker jedes Mal sehr gut gelungen, ein aktuelles Thema in einem konkreten Kriminalfall zu verbinden mit sehr aufschlussreichen Rückblicken in die dunklen Kapitel der französischen Geschichte.

Während es im letzten Band meines Erachtens zu viele verschiedene Handlungsebenen gab und das Buch deshalb etwas durcheinander wirkte, ist ihm im vorliegenden achten band wieder eine tolle Mischung aus aktuellen politischen Themen und in die Gegenwart reichender Hypotheken französischer Vergangenheit gelungen.

Da geht es zum einen um eine radikale Tierschützerin, die für viel Unruhe in St. Denis sorgt, zum anderen um die Rolle des legendären Kriegshelden Marco Desaix, einst ein Idol des jugendlichen Bruno und seine Verwicklungen in vergangenen  und aktuelle Geheimdienstaffären.

Und natürlich geht es wieder um viel leckeres Essen und große Weine und um das Liebesleben Brunos. Schon kurz nach Beginn des Buches beendet seine Freundin Isabelle die sich nun schon über mehrere Bände hinziehende Beziehung, weil sie unabhängig bleiben will und Brunos Traum von einer Familie mit Kindern nicht im Wege stehen will.

Wann und ob  Martin Walker seinem Bruno diesen Traum erfüllt, steht allerdings in den Sternen.

Eine leidenschaftliche Nacht, die Bruno mit einer der Hauptfiguren des Buches verbringt, kostet ihn fast den Job, den er dann doch in gewohnter Manier erfolgreich erledigt.

Diesen Band habe ich wieder mit großer Freude und fast ohne eine wesentliche Unterbrechung gelesen und freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung in 2017.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Geschichte vm Löwen, der nicht schwimmen konnte

 

 

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Martin Baltscheit, Die Geschichte vom Löwen, der nicht schwimmen konnte, Beltz 2016, ISBN 978-3-407-82118-8

 

Nach dem überragenden Erfolg, den der Beltz-Verlag mit der Wiederauflage jener schon 2002 zum ersten Mal erschienenen Geschichte von einem Löwen, der nicht schreiben kann, hatte, hatte Martin Baltscheit ein weiteres dem Vorgänger ähnliches Buch nachgelegt unter dem Titel „Die Geschichte vom Löwen, der nicht bis drei zählen konnte“.

Nun, 2016, überrascht er mit einen dritten  Band der Serie. In „Der Löwe, der nicht schwimmen konnte“, wieder in wunderbaren Reimen verfasst, erzählt er die Geschichte vom stolzen Löwen, der Schwimmen zunächst etwas für Schwäne hält. Als jedoch seine Löwin wegen der Schneeschmelze bei gestiegenem Wasserstand auf einer Insel im See festsitzt, die vorher ein Hügel war und sie laut nach Rettung ruft, hat der Löwe ein Problem.

Der Frosch, die Ente, das Krokodil, die Fische und der Floh geben ihm aus ihrer Praxis gute Ratschläge, die der Löwe aber alle verwirft. Er phantasiert gerade über ein Flugzeug, als ihn die Grille einen feigen Löwen nennt.

Das kann er nicht auf sich sitzen lassen. Er stürzt sich ins Wasser und schwimmt zur Insel. Doch dort erlebt er eine Überraschung…

Ein wunderschönes Bilderbuch nicht nur über die Kunst des Schwimmens, sondern auch über die Weisheit verliebter Löwinnen.

Überall Vierecke

 

 

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Yusuke Yonezu, Überall Vierecke, Minedition 2015, ISBN 978-3-86566-280-4

 

Ganz erstaunliche und überraschende Entdeckungen können schon ganz kleine Kinder mit diesem schönen und lustigen Klappbilderbuch des 1982 geborenen japanischen Illustrators Yusuke Yonezu machen.

Dieses Mal spielt er mit Vierecken, die jeweils auf ein anderes Bild hinweisen, das man entdecken kann, wenn  man eine Seite umdreht. Vorher aber werden die Kinder zum Raten aufgefordert: „Was kann das sein?“

Erstaunlich, was sich hinter den kleinen und größeren Vierecken alles verbirgt. Eine schöne Idee schon für die allerkleinsten Buchliebhaber.

Ich finde, alle Bücher des Japaners (es sind etliche bei minedition) haben ihren eigenen Reiz und werden leider zu selten wahrgenommen.