Wie wir uns morgen bewegen werden

 

 

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Christoph Markmann, Wie wir uns morgen bewegen werden, Redline 2015, ISBN 978-3-86881-595-5

 

Dieses Buch versammelt die Darstellung vieler Innovationen auf technischem Gebiet. Auf jeweils einigen wenigen Seiten werden spannende Techniktrends vorgestellt. Es ist beeindruckend zu sehen, welches Innovationspotenzial sich durch „Erfinder“ und Forscher ergeben, die über Netzwerke miteinander verbunden sind.
Neben großem technischem Knowhow gehört auch eine gehörige Portion an Ideenreichtum dazu, um Überraschendes und wirklich im besten Sinne etwas „Innovatives“ zu schaffen. Aber es wird auch von der Akzeptanz der Kunden (Einzelkunden aber auch Industriezweige) abhängen, ob sich solche Trends verkaufen und durchsetzen. Dabei gibt es durchweg unterschiedliche Innovationsgrade, die von Verbesserungen bereits existierender Technologien bis an völlige Neuerfindungen reichen, die geradezu revolutionäre Meilensteine der Technologie bedeuten würden wenn sie sich durchsetzen. Dies zeigen die Autorin und die beiden Autoren sehr eindrücklich und mit großer Überzeugungskraft. Die Themen reichen dabei von „intelligenter Kleidung“ über „Bergbau im Weltall“ bis hin zur „Fabrik im heimischen Wohnzimmer“. Dabei werden neue Produktionsmethoden genauso in den Blick genommen wie wirklich revolutionäre Erfindungen, die uns Menschen oder/und der Umwelt von großem Nutzen sein können – wenn sie tatsächlich unseren Alltag erobern sollten.

Magie der Leidenschaft

 

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Milena Agus, Magie der Leidenschaft, DTV 2015, ISBN 978-3-423-14392-9

 

Zwei intensive Geschichten und zwei kurze, aber aufschlussreiche Essays von Milena Agus präsentiert diese kleine Band. In der ersten Erzählung geht es um einen Jungen, der erst durch die Kraft der Freundschaft das Sprechen lernt und mit der ihn umgebenden Welt kommunizieren lernt.

In der zweiten Geschichte geht es um eine Frau, deren vorher sehr tristes und dunkles Leben plötzlich aufleuchtet und einen Sinn für sie selbst ergibt, als jemand sie eines Tages mit einem unvollendeten Kunstwerk vergleicht.

Es geht in beiden Erzählungen um die Fragilität des menschlichen Glücks, von der kaum tragbaren Last des Lebens und der Sehnsucht nach Liebe, die leider so oft ungestillt bleibt. In den beiden Essays gewährt sie einen überraschend persönlichen Einblick in ihre Welt und lotet den Raum aus, in dem sich die Magie ihrer sparsamen Geschichten entfaltet. Über Ihr Schreiben sagt sie: „Ich schreibe aus reiner Freude an der Sache und im Verborgenen, wobei ich immer Gewissensbisse habe, dass ich der Wirklichkeit die Zeit stehle. Wenn ich jenes Kribbeln verspüre und das Gefühl habe unbedingt schrieben zu müssen, und jemand möchte etwas mit mir unternehmen, hüte ich mich zu sagen wie es ist.“

Schreiben, so sagt sie, habe eine erlösende Wirkung: „Zum Beispiel kann ich einen Menschen, der in Wirklichkeit von niemanden geliebt wird, in eine Romanfigur verwandeln, die die große Liebe erfährt. Daher schreibe ich über ungeliebte und unglückliche Menschen, in der Hoffnung, dass sie wenigstens bei den Lesern Glück haben werden; in einer wunderbaren Welt der Einbildungskraft.“

Sparsame, seltsam magische Geschichten über den schmalen Grat zwischen Hoffnung und Tristesse.

 

 

 

 

Herr Eichhorn und der König des Waldes

 

 

 

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Sebastian Meschenmoser, Herr Eichhorn und der König des Waldes, Thienemann 2015, ISBN 978-3-522-43800-1

 

Die Bilderbücher von Sebastian Meschenmoser sind sprachlich und künstlerisch vom Feinsten, was Bilderbücher bieten können.,

Besonders seine Reihe mit und über Herr Eichhorn haben schon viele Kinder und auch die vorlesenden Erwachsenen begeistert. In seinem neuen Buch erführt Herr Eichhorn eines Tages vom stolzen Steinbock vom König des Waldes, der in vielerlei Gestalt erscheinen kann. „Einmal in hundert Jahren steigt er aus dem Nebel herauf und streift durch Wald und Flur. Was der König sagt, ist Recht und Gesetz. Er bringt alles in Ordnung und lehrt uns ein besseres Leben.“

Herr Eichhorn ist beeindruckt von dieser messianischen Vision des Steinbocks und fragt sich gerade, ob er diesem König jemals begegnen wird, da riecht er etwas. Ein aus einem Campingwagen entlaufener kleiner Hund, der beim Jagen nach Schmetterlingen in einen Haufen alter Äste fällt von denen danach zwei wie ein Geweih in seinem Halsband steckenbleiben, kommt Herrn Eichhorn vor wie die Erscheinung des sagenumwobenen Königs.

Der erteilt den Tieren im Wald seine einzige und wichtigste Lebensregel: hinterlasse überall deinen Duft. Es stellt sich heraus, nachdem er bald wieder verschwunden ist, dass diese Regel alles andere als königlich ist und die Tiere und große Verwirrung stürzt….

Wie Meschenmoser diese Geschichte erzählt und illustriert ist große Bilderbuchkunst.

 

 

 

Was ist eigentlich evangelisch?

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Okko Herlyn, Was ist eigentlich evangelisch, Neukirchener Verlag 2015, ISBN 978-3-7615-6241-3

 

Okko Herlyn, der als Pfarrer und Professor für Ethik, als Liedermache rund Kleinkabarettist in seinem langen Leben schon viele der Religion fremd gewordene Menschen für Theologie und theologisches Denken begeistern konnte, ist von einem überzeugt: „Wir müssen wieder lernen, auch über das zu reden, was wir glauben, und das, was uns am Glauben schwer fällt.“ Wie das gehen kann, zeigt er auf eine überzeugende Weise in dem vorliegenden Buch.

Menschen treten aus der evangelischen Kirche aus, weil sie sich über den Papst ärgern. Andere halten evangelisch für das „kleinere Übel“. Manches ist von Halbwissen, Vorurteilen oder Tabus umnebelt. Gerade unter protestantischen Menschen regiert in Glaubensfragen nicht selten eine gewisse Rat- und Sprachlosigkeit.

Mit „Was ist eigentlich evangelisch?“ gibt Okko Herlyn eine erste Orientierung: von den biblischen Wurzeln über die geschichtlichen Entwicklungen bis hin zu aktuellen Gegenwartsbezügen. Sie machen Mut, sich selbst mit einem wachen, Gott und der Welt zugewandten, Protestantismus auseinanderzusetzen. Das alles in einer allgemeinverständlichen, unverbrauchten und mitunter auch unkonventionellen Sprache, die dem Autor in den letzten Jahren eine immer größer werdende Leserschaft eingebracht hat.

 

Theologie als Lesegenuss? Geht das ? Lesen Sie selbst.

Versöhnt sterben

 

 

 

 

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Angelika Daiker, Versöhnt sterben, Patmos 2014, ISBN 978-3-8436-0531-1

 

Was brauchen Sterbende, um zufrieden und versöhnt Abschied zu nehmen? Die beiden Autorinnen des vorliegendenb Buches, die seit vielen Jahren in der Hospizarbeit tätig sind, haben in den sieben letzten Worte Jesu am Kreuz eine Art Programm für eine „palliative care“ gefunden.

Sie glauben, dass diese biblisch bezeugten Worte eine tiefe innere Wahrheit enthalten, dass sie Menschen unabhängig von ihrer religiösen Weltanschauung ansprechen und bewegen können. In sieben Schritten entlang der sieben letzten Worte Jesu entfalten sie deren spirituelle und existentielle Bedeutung und verbinden sie mit ihren Erfahrungen im Hospizalltag:

 

  1. Erkennen und vergeben
  2. Zuwendung und Verheißung
  3. Sorge und Vermächtnis
  4. Gottverlassenheit und Vertrauen
  5. Bedürftigkeit und Fürsorge
  6. Fragment und Vollendung
  7. Hingabe und Öffnung

Das Buch kann nicht nur allen, die mit Sterbenden arbeiten, wertvolle Impulse geben für die eigene Praxis, sondern kann auch theologisch interessierten Lesern wichtige Impulse geben für ihre Reflexionen über das eigene Leben und den eigenen Tod.

Die Biene die sprechen konnte

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Al MacCuish, Die Biene, die sprechen konnte, Orell Füssli 2014, ISBN 978-3-280-03478-1

 

Voller Charme kommt die von einer wahren Geschichte des französischen Biologen Bernhard Chevilliat inspirierten Geschichte daher. Elegant und leicht erzählt, ist sie sowohl unterhaltsam für die Kinder und vermittelt dazu noch Wissen über die Natur.

 

Belle, ein französisches Mädchen, lebt in Paris. Sie kennt die Stadt ganz genau. Jeden Sommer fährt sie mit ihren Eltern zu den Großeltern aufs Land. Dort bekommt sie ein Geschenk vom Opa, das sie den Sommer lang begleitet und eine wichtige Rolle spielt. Dieses Mal ist es das alte Fahrrad ihrer Mutter, mit dem sie sofort einen Ausflug unternimmt. Typisch für ein Stadtmädchen verfährt sich Belle sofort und stürzt zu allem Unglück auch noch. Hoffnungslos ist sie, als eine Biene zu ihr kommt. Es ist eine besondere Biene, denn sie kann sprechen. Sie hilft Belle und zeigt ihr das Land, den Wald, die Blumen, die Bienen, die Natur. Ein zauberhafter Sommer erlebt Belle.

„La nature est bien faite“, sagt die Biene mitten in der Geschichte zu Belle („Die Natur ist perfekt gemacht.“). Es ist ein Schlüsselsatz für diese wunderbare Erzählung. Leicht und mit französischem Charme macht Al MacCuish den Kindern beim Lesen Lust auf die Natur. „Geht raus, hört genau den Tieren und Pflanzen zu. Beobachtet sie. Erlebt Abenteuer“ ruft er nicht nur seiner Figur Belle zu, sondern allen Kindern.

Gleichzeitig zeigt er den Lesern, wie wichtig die Bienen für die Natur sind. Ohne sie gäbe es nur sehr wenig. Das Reizvolle am Kinderbuch ist die leichte Erzählung, die Vermeidung jeglicher mahnender, störender pädagogischer Hinweise.

Rebecca Gibbon illustrierte das Bilderbuch in genau der richtigen Art und Weise. Die an die 50iger Jahre erinnernden Bilder zaubern einen französischen Sommer auf dem Lande herbei. Frisches Grün und fröhliches Gelb erfreuen Herz und Auge. Immer wieder findet man einfache und dennoch gut zu erkennende Tiere und Pflanzen, die man gut bestimmen kann.

Wer ein Sommerbilderbuch sucht, das leicht-charmant Lust auf Natur macht, dem empfehle ich von ganzem Herzen das wunderbare Kinderbuch „Die Biene, die sprechen konnte“ von Al MacCuish.

 

Kalte Fährte

 

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Susanne Mischke, Kalte Fährte, Bloomsbury 2015, ISBN 978-3-8270-1248-7

Ein Mann, Steffen Plate, wird tot in einem Brunnen gefunden. Jemand hat ihn dort lebend eingesperrt und dann eine Horde hungriger Ratten zu ihm geworfen.

Kommissar Jessen und seine Kollegin Francesca Dante nehmen die Ermittlungen auf und erfahren schnell, dass der Tote vor über 10 Jahren eine Familie zerstörte. Es sieht so aus, als wäre jemand auf Vergeltung aus, der tötet mit der Geduld einer Katze.

Die beiden Hauptprotagonisten sind einem gleich sympathisch. Jessen, der eine schwere Kindheit hatte und deshalb eher ruhig und verschwiegen rüberkommt und als Gegenstück Francesca Dante, leicht vorlaut, temperamentvoll, weil italienisch und mit einer Großfamilie gesegnet. Die beiden ergänzen sich gut. Hinzu kommen noch Appel und Graham, die das Ermittlerteam komplettieren und tolle Arbeit leisten. Nach den ersten Ermittlungen stellt sich heraus, dass es sich hier nicht nur um einen Mord, sondern um mehrere Morde handelt. Das Team arbeitet auf Hochtouren und Francesca begibt sich sogar unwissend selbst in Gefahr.

Der Autorin, Susanne Mischke, ist es mit „Kalte Fährte“ gelungen, mich zu fesseln, so dass ich diesen Krimi nicht mehr aus der Hand legen konnte. Das Cover hat mich als erstes begeistert, da dort, wo der Brunnen abgebildet ist, der Umschlag richtig rau gemacht wurde, einfach klasse.

Der Schreibstil ist flüssig und klar, man ist sofort in der Geschichte drin, die Charaktere der Protagonisten sind authentisch und klar beschrieben, die Handlung ist spannend, fesselnd und großartig und trotz der Ernsthaftigkeit der Fälle mit Humor versehen, was hervorragend zusammenpasste.

Ein Krimi, wie man ihn sich als Krimiliebhaber nur wünschen kann. Mich hat dieser Krimi begeistert und gefesselt.

Über Wasser

 

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Ortrud Westheider (Hg.), Über Wasser. Malerei und Photographie von William Turner bis Olafur Eliasson, Hirmer 2015, ISBN 978-3-7774-2477-4

Wasser in seinen verschiedenen Erscheinungsformen, als Quelle allen Lebens und als zerstörerische Kraft hat zu allen Zeiten die Kulturen dieser Welt beschäftigt und eine Fülle von Mythen, Traditionen und religiösen Riten hervorgebracht.

Heutzutage ist Wasser oft ein Thema der Ökologie im Rahmen von Wasserknappheit und deshalb drohenden militärischen Auseinandersetzungen in vielen Teile der Welt, von Umweltverschmutzung und Klimawandel.

Eine Ausstellung im Bucerius Kunstforum in Hamburg widmet sich diesem Thema in seiner Darstellung in der Malerei und der Photographie. Der hier vom Hirmer Verlag publizierte Katalog dieser Ausstellung versammelt neben unzähligen Abbildungen und deren kunsthistorischer Einordnung auch viele interessante Essays rund um das Thema. Da geht es um Tropfen, Wasser im Fall, Reflexionen, Wellen, Eis und Schnee, um Menschen im Wasser und um das Wasser als das unbezähmbare Element.

Sehr beeindruckend.

Grenzgänger

 

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Eugen Drewermann, Grenzgänger, Patmos 2015, ISBN 978-3-8436-0663-9

Was ein Rebell ist, ein Verbrecher oder Held, entscheidet oft genug die Gunst der Umstände oder die Ungunst der Verhältnisse; doch was ein Mensch ist, darf nicht abhängen von Glück oder Unglück, es muss sich entscheiden an der Art seiner Persönlichkeit.

Wer also war, wer ist dann zum Beispiel Prometheus?

Aus Mitleid mit dem Leid der Menschen lehnte er sich auf gegen die Grausamkeit des Gottes

Zeus, und der warf ihn hinunter in den Tartaros, – die Vorstellung des Teufels und der Hölle stammt aus solchen Bildern. Doch darf sich das Christentum bei derartigen Anschauungen beruhigen? War Jesus selbst nicht ein Rebell, der hingerichtet wurde im Namen Gottes als ein am Holz Verfluchter? Dass jemand furchtbar leidet, spricht ihn nicht auch schon schuldig.

Der Geist der Aufklärung, doch auch der Titanismus des Industriezeitalters im 19. Jahrhundert, erkannte sich in der Gestalt eines Prometheus wieder. In Sisyphos sah der französische Existentialismus die Grundbefindlichkeit des Daseins im Absurden dargestellt. In Tantalos könnte die heutige Konsumgesellschaft ihren Spiegel vorgehalten finden.

Alle in den Tartaros Geworfenen warten darauf, erlöst zu werden, indem man versteht, woran sie leiden. Ihre Konflikte sind uneingeschränkt die unseren, und sie ergeben sich, solange dieSphäre des Göttlichen sich im unendlichen Abstand zu den Menschen hält.

Das Rad des Ixion, der Fluch des Sisyhos– sie sind die unvermeidbare Folge einer verzweifelten Suche des Unendlichen im Endlichen. All die Gestalten der griechischen Mythen sind Fragen an unser eigenes Leben und die Art unseres Umgangs mit menschlicher Not.

Welche Wege gibt es, sie von ihrem Unglück zu befreien? Diese Frage führt Drewermann zum Kern der christlichen Botschaft: „das Verlangen nach einem Leben ewiger Liebe und ewigen Glücks ist erfüllbar einzig in der Gnade und in der Treue eines Gottes, der den Menschen Unsterblichkeit schenkt. Der Mythos der Heiligen Hochzeit hat recht: Menschen besitzen Unsterblichkeit nicht als Zustand des Seins, doch wird sie ihnen zuteil als Gabe des Himmels. Gerade vor der dunklen Folie antiker Mythen erscheint so zu glauben als die wichtigste Voraussetzung eines gelingenden Daseins. Die Unsterblichkeit der Liebe und die Ewigkeit Gottes – sie beide schließen sich zur Gestalt eines Schlüssels zusammen, der allein die ehernen Tote des Tartaros für immer zu öffnen vermag.“

 

 

 

Du kamst zu mir wie aus einem Traum

 

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Diego Galdino, Du kamst zu mir wie aus einem Traum, Thiele Verlag 2015, ISBN 978-3-85179-302-4

 

Die Sizilianerin Lucia will sich neuen beruflichen Herausforderungen stellen. Sie verlässt den geliebten Süden, ihren Freund Rosario und ihrer Familie, um für drei Monate im Norden, in Rom, bei einer bekannten Zeitung als Volontärin zu arbeiten. Rosario ist nicht erfreut über die Karrierepläne Lucias, er möchte lieber heiraten, und Lucia als Frau und Mutter im traditionellen Stil zu Hause wissen. Auch die Familie versteht Lucia nicht, außer ihrer Großmutter Marta, eine starke und selbstständige alte Dame die Lucia als Nonna abgöttisch liebt.

In Rom beweist Lucia innerhalb kurzer Zeit dass sie eine richtig gute Journalistin ist mit guten Zukunftsperspektiven Die Arbeit und die bisher unbekannte Freiheit in der Großstadt machen Lucia sichtlich Freude, doch dann verliebt sie sich in den jungen amerikanischen Kollegen Clark. Nie hätte Lucia geglaubt, so etwas Gewaltiges empfinden zu können. Die Liebe zu Rosario, das war eine Sache, die völlig voraussehbar war. Sie kannten sich seit Kindertagen, und wenn Lucia ehrlich ist, muss sie gestehen, dass Rosario ihr viel zu eifersüchtig ist. Außerdem hat es sie immer irritiert, dass Marta ihn nicht mag. Aber jetzt ist ohnehin alles anders und Lucia ist sich sicher, sie muss in die Heimat reisen, ihre Verlobung auflösen und danach will sie in Rom ein neues Leben anfangen. Clark lässt Lucia alleine zurückreisen, er versteht, dass sie ihre Dinge alleine in Ordnung bringen muss, doch als sie sich nicht meldet, bekommt er es mit der Angst zu tun.

Tatsächlich hatte Lucia auf der Heimreise einen schweren Unfall und liegt im Spital. Sie leidet unter einer teilweisen Amnesie. An die letzten Monate, an ihre Zeit in Rom und an Clark kann sie sich nicht mehr erinnern.

Clark reist besorgt nach Sizilien und stellt dort mit Entsetzen fest, Lucia kennt ihn tatsächlich nicht mehr. Doch er ist ihr auf Anhieb sympathisch. Hat Clark eine Chance? Kann sich Lucia wieder an ihre große Liebe erinnern?

Ein leichter und mit lockerer Sprache geschriebener Liebesroman, der Leser und Leserinnen von Büchern von Nicholas Sparks sicher begeistern kann. Eine schöne romantische Urlaubslektüre.