Welches Pferd heißt Gerd?

 

 

 

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Kathrin Wessel, Anne-Kristin zur Brügge, Welches Pferd heißt Gerd, Oetinger 2016, ISBN 978-3-7891-2455-6

 

In der Bilderbuchreihe für Kinder ab zweieinhalb Jahren des Oetinger Verlags haben Kathrin Wessel und die Illustratorin Anne-Kristin zur Brügge ein schönes, gereimtes und in der zeichnerischen Umsetzung seiner Thematik sehr originelles Bilderbuch vorgelegt.

 

Es geht darum, dass jedes Wesen einzigartig wunderbar ist.

„Genau wie jeder andere sein?

Nö! Da sagen wir laut: ‘Nein!‘

Jeder ist- das ist doch klar-,

so wie er ist, ganz wunderbar.“

Auf sieben Doppelseiten werden jeweils viele Exemplare einer Tierart abgebildet, die alle unterschiedlich aussehen. Und jeweils einer, der einen Namen trägt, muss von den Kindern nach einer gereimten Beschreibung identifiziert werden, etwa: „Welches Pferd heißt Gerd?“

 

Das wird Kindern großen Spaß machen und ihnen vermitteln, dass auch sie selbst „einzigartig wunderbar“ sind.

Mein erstes Buch. Fahrzeuge

 

 

 

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Alain Gree, Mein erstes Buch. Fahrzeuge, Ravensburger 2016, ISBN 978-3-473-43573-9

 

Der Ravensburger Verlag hat eine neue Reihe von kleinen  Bilderbüchern für Kinder ab zwei Jahren herausgebracht, alle aus der Feder des legendären 1936 geborenen französischen Kinderbuchillustrators Alain Gree. Dessen meist in den 60 er und 70 er Jahren des 20. Jahrhunderts entstandenen über 300 Publikationen haben eine ganz eigenen Stil und wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Seine einfachen Bilder zeugen von seiner großen Kunst, die schon in früheren Zeiten Erwachsene und Kinder in vielen Ländern für sich eingenommen hat.

 

In der Reihe „Mein erstes Buch“, die 2012 im Original erschienen ist, sind Fahrzeuge aller Art im typischen Gree-Stil gezeichnet und benannt, auf der Straße,  Autos, Transportfahrzeuge, Zweiräder, Schienenfahrzeuge, Schiffe, Flugzeuge, Einsatzfahrzeuge, besondere Fahrzeuge wie etwa der Heißluftballon und Weltraumfahrzeuge.

 

Ideal für die Bildung des kindlichen Wortschatzes.

On the Set of James Bond`s Spectre

 

 

 

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Anderson & Low, On the Set of James Bond`s Spectre, Hatje Cantz 2016, ISBN 978-3-7757-4198-9

 

Die Fotografien des englischen Künstlerpaars Anderson & Low aus dem Set des letzten James Bond Films „Spectre“ enttäuschen geliebte und eingespielte Sehgewohnheiten von James Bond Fans. Denn es ist kein Making-Of- Buch, sondern ein Projekt über die Nähe von Fiktion und Realität und über verlassene Drehorte.

 

Ein instruktives Vorwort des Kulturtheoretiker Scott Bukatman führt in die Hintergründe der 37 großformatigen Bilder ein. Diese sind neben anderen auch bis Ende August 2016 auch in der Ausstellung „Welcome tot he World of Anderson & Low“ in der CWC Gallery in Berlin zu sehen. Dort kann man auch an anderen Werken sehen, wie die beiden Künstler immer wieder mit der Spannung  zwischen Fantasie und Wirklichkeit spielen. Die verlassenen Pinewoood Studios waren für sie deshalb ein willkommenes Thema.

Der kleine Fuchs hört einen Mucks

 

 

 

 

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Tanja Jacobs, Der kleine Fuchs hört einen Mucks, Oetinger 2016, ISBN 978-3-7891-0443-5

 

Ein wunderschönes gereimtes Bilderbuch über die innige Beziehung eines kleinen Fuchses zu seiner Mama haben Tanja Jacobs und Anne-Kristin zur Brügge hier im Oetinger Verlag vorgestellt. In dessen Bilderbuchreihe für die kleinsten Kinder ab 18 Monaten wird erzählt von einem kleinen Fuchs, der mitten im Wald sitzt (hat er sich verlaufen?), und dort plötzlich einen Mucks hört.

Er folgt dem Geräusch, trifft eine Kuh, ein Schwein, einen Hahn, eine Maus und eine Eule, doch sie alle haben nicht das Geräusch gemacht , das er gehört hat und das ihm so bekannt vorkam.

„Dann kommt der Fuchs zu einem Ort.

Er schnuppert und erkennt sofort:

Ja, von hier kam dieser Mucks!

Denn hier wohnt er mit Mama Fuchs.“

 

Ein schönes Bilderbuch für die Allerkleinsten und ihre Mütter.

Mama Muh fährt Boot

 

 

 

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Jujja Wieslander, Sven Nordqvist, Mama Muh fährt Boot, Oetinger 2016, ISBN 978-3-7891-0430-5

 

Seit fast 25 Jahren publiziert der mit seinen  Bücher über Petterson und seinen klugen und eigensinnigen Kater Findus bei uns berühmt gewordene Sven Nordqvist in der Kooperation mit Jujja Wieslander, die mit ihrem 1996 verstorbenen Mann Tomas die Figur der Mama Muh erfunden hat, lustige Bilderbücher mit Abenteuern einer unternehmenslustigen Kuh namens Mama Muh.

In ihrem neuen Buch erzählen sie, wie Mama Muh und ihre Freundin, die Krähe an einem Sommertag auf die Idee kommen, ein Boot zu bauen. Die Krähe will ein richtiges Boot, ein schnelles. Nur mit kleinen Holzbooten zu spielen, wie Mama Muh das zuerst getan hat, findet sie extrem langweilig.

Und sie ist erfindungsreich. Sie entwendet den Schlauch aus Mama Muhs Fahrrad und bastelt für das Boot des Bauers einen genialen Antrieb. Ob er funktioniert?  Seht selbst!

Ein wieder sehr witzig erzähltes und auch entsprechend illustriertes Buch mit einer der bekanntesten Figuren der jüngeren Bilderbuchgeschichte.

Mein erstes Buch. Tiere

 

 

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Alain Gree, Mein erstes Buch. Tiere, Ravensburger 2016, ISBN 978-3-473-43572-2

 

Der Ravensburger Verlag hat eine neue Reihe von kleinen  Bilderbüchern für Kinder ab zwei Jahren herausgebracht, alle aus der Feder des legendären 1936 geborenen französischen Kinderbuchillustrators Alain Gree. Dessen meist in den 60 er und 70 er Jahren des 20. Jahrhunderts entstandenen über 300 Publikationen haben eine ganz eigenen Stil und wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Seine einfachen Bilder zeugen von seiner großen Kunst, die schon in früheren Zeiten Erwachsene und Kinder in vielen Ländern für sich eingenommen hat.

 

In der Reihe „Mein erstes Buch“, die 2012 im Original erschienen ist, sind auf dem Bauernhof lebenden Tiere, Haustiere, Waldbewohner, Vögel, Insekten, Meerestiere und Zootiere im typischen Gree-Stil gezeichnet und benannt.

 

Ideal für die Bildung des kindlichen Wortschatzes.

Hier kommt Dr. Do

 

 

 

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Gergely Kiss, Katja Reider, Hier kommt Dr. Do, Ravensburger 2016, ISBN 978-3-473-44672-8

 

 

Für viele kleine Kinder ist der Besuch bei einem Arzt mit Aufregung und manchmal auch mit Angst verbunden. Auch für die Eltern sind diese Besuche schwierig, weil sie sich um ihre Kinder sorgen.

 

Die hier vorliegende Bilderbuchgeschichte von Doktor Mo, dem besten Tierarzt von allen und seiner selbstbewussten Arzthelferin Lisbeth kann Kindern und Eltern auf eine unterhaltsame Weise helfen, einen solchen Arztbesuch vorzubereiten bzw. zu begleiten.

 

Gackernde Hühner, die aufgeregt im Wartezimmer auf den Beginn der Sprechstunde warten, ein ungeplanter Hausbesuch bei Bauer Hinnerk, dessen Kuh Mathilde einfach auf einen Baum geklettert ist und nun nicht mehr herunterkommt.

 

Doch Doktor Do und seine einfallsreiche Arzthelferin Lisbeth haben für jeden Fall eine Lösung parat.

 

Ein witzig getextetes und lustig gezeichnetes Bilderbuch zum Vorlesen vor oder während eines Arztbesuches für Kinder ab etwa drei Jahren.

 

 

 

 

Fips hört ein PIEPS

 

 

 

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Lorenz Pauli, Fips hört ein PIEPS, Atlantis 2016, ISBN 978-3-7152-0711-7

 

Der bekannte Bilderbuchautor Lorenz Pauli dessen Bücher oft mit viel hintersinnigem Witz die Ecken und Kanten und die Schrullen von Menschen zum Thema haben, hat in der erstmaligen Zusammenarbeit mit der Illustratorin Sonja Bougaeva ein witziges Bilderbuch geschaffen, das auf humorvolle Weise den Lärm des Alltags aufs Korn nimmt.

 

Er tut das mit wiederkehrenden Reimen, was kleinen  Kindern ab 2 Jahren wunderbar gefallen wird, denn schon nach zwei Seiten haben sie sich den Kehrvers eingeprägt und werden ihn begeistert nachsprechen.

Erzählt wird von Fips, einem erwachsenen Mann mit einem blonden Bart, der sich müde in sein Bett gelegt hat, um zu schlafen. Da stört eine Maus mit einen „Pieps!“ seine Ruhe, die er gleich lautstark einfordert. Doch das ruft die Katze auf den Plan mit ihrem Ton. Mit jedem weiteren Hilferuf nach Ruhe kommen immer mehr Leute ins Spiel mit ihrem jeweiligen Lärm, bis die gesamte Nachbarschaft am Ende in einer lautstarken und handfesten Auseinandersetzung sich befindet: „Rambazamba und Radau“.

 

Wie geht es aus?  Das ist die Aufgabe des kleinen Betrachters des Bilderbuchs.

Ein witziges Bilderbuch das parallel auch in Berner Mundart erscheint.

St. Peter-Ording 2017

 

 

 

 

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St. Peter-Ording Wandkalender 2017, Delius Klasing 2016, ISBN 978-3-667-10500-4

 

Seit vielen Jahrzehnten schon gehört das Seebad St.Peter-Ording zu den beliebtesten Urlaubs- und Erholungsorten an der deutschen Nordsee.  Weil es dort auch eine Schwefelquelle gibt, gilt der Ort als Heilbadeort.

 

Charakteristischer allerdings für St.Peter- Ording ist sein riesengroßer Strand. Zwölf Kilometer lang und zwei Kilometer breit erstreckt er sich und bietet zwischen den für den Ort typischen Pfahlbauten viel Platz für Freizeitaktivitäten unterschiedlicher Art.

 

Der vorliegenden Wandkalender für das Jahr 2017 gibt mit seinen von unterschiedlichen Fotografen gemachten Bildern quer durch die Jahreszeiten einen hervorragenden Eindruck von dem, was einen erwartet, wenn man in St. Peter-Ording Urlaub macht.

 

Obwohl insbesondere im Sommer dort sehr viel los ist, vermitteln die meisten dieser schönen Fotografien etwas anderes: die Ruhe und das Erlebnis einzigartiger Natur. Dass St. Peter-Ording beides bietet, macht es so attraktiv.

 

Und so werden zu diesem Kalender die Menschen greifen, die wie Bekannte von uns schon seit Jahrzehnten dorthin fahren, genauso wie diejenigen, die es irgendwann einmal tun wollen, wie der Verfasser dieser Zeilen.

 

 

 

Benjamin

 

 

 

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Elfi Nijssen, Eline van Lindenhuizen, Benjamin, Patmos 2016, ISBN 978-3-8436-0766-7

 

In dem vorliegenden Bilderbuch, das vor sieben Jahren schon in Belgien und in den Niederlanden erschienen ist, geht es in einer leisen und sensibel erzählten Geschichte um Abschied und Trauer auf der einen, und um Hoffnung und Freude am Leben auf der anderen Seite.

 

Robin, die Hauptperson des Bilderbuches ist ein glücklicher Junge. Er hat Eltern, die ihm alles geben, was sie können und ihn unendlich lieben.

Eines Tages bekommt Robin einen kleinen Bruder, den die Eltern Benjamin nennen. Doch er ist krank, wird nicht mehr gesund und noch bevor Robin sich richtig ausmalen kann, was er dereinst alles mit ihm einmal unternehmen kann, ist er gestorben. Das zur Geburt geplante Fest fällt aus. Es wird aber auch von keiner Bestattungsfeier erzählt, sodass dem kleinen Jungen nur der Hinweis der Mutter bleibt, Benjamin sei unterwegs zu den Sternen

 

Aus der kindlichen Wahrnehmung heraus erzählt das Bilderbuch nun, wie sich die Mitglieder von Robins Familie nach dem Tod von Benjamin  verhalten und wie durcheinander er das alles empfindet. Weil seine Idee eine Leiter in den Himmel zu bauen, nicht realistisch ist, hat seine Lehrerin eine wunderbare Idee. Sie malt zusammen mit Robin ein Bild, schreibt seine Wünsche und Träume darauf, rollt es zusammen und bindet es an einen Luftballon, den sie fliegen lassen. Er will, dass Mama und Papa wieder glücklich sind.

 

Und mit der Zeit verändert sich das Leben in der Familie wieder. Robin unternimmt mit seinen Eltern wieder schöne Sachen und eines Tages sagen sie ihm, dass er eine Schwester bekommen wird.  Robins Wünsche sind in Erfüllung gegangen und die ganze Familie wieder glücklich. Dass Robin mit seinem Vater rauft, Fußball spielt und Fahrrad fährt und mit seiner Mutter kocht und kuschelt, mag in diesen Gender Mainstreaming Zeiten als unkorrekt angesehen werden, mich hat es nicht gestört.