Die grosse Rentenlüge

 

 

 

 

 

Holger Balodis, Dagmar Hühne, Die grosse Rentenlüge, Westend 2017, ISBN 978-3-86489-177-9

 

„Warum eine gute und bezahlbare Alterssicherung für alle möglich ist“ – das versuchen die Autoren des vorliegenden Buches  mit ihren Thesen nachzuweisen. Immer wieder – und auch nach der nächsten Wahl wird das so sein – wird die Rentendebatte geführt. Immer mehr Menschen in meinem Bekanntenkreis diskutieren über ihre längere Lebensarbeitszeit, fragen sich, wie sie das schaffen sollen und wie sie dereinst mit einer beschämend niedrigen Rente ihre Miete bezahlen und ihr normales Auskommen finanzieren können. Dabei kenne ich immer mehr Menschen jüngeren Alters, die zwar Jobs haben, aber für die private Vorsorge, die immer wieder propagiert wird, sich von ihrem Einkommen nicht leisten können. Düstere Aussichten also.

 

Allen an diesem Thema interessierten Menschen die sich einen gut lesbaren Überblick über eine scheinbar komplizierte Materie machen wollen und dabei gleichzeitig nach Orientierung für machbare Lösungen aus dem Rentendesaster suchen, kann man dieses Buch empfehlen.

 

Die beiden Autoren haben sich schon mit früheren Büchern und Veröffentlichungen durchaus als Fachleute in der Frage der Rentenfinanzierung erwiesen. Sie geben in ihren Buch einen profunden Überblick über die Lösungen, die andere Staaten gefunden haben, skizzieren und kritisieren den bisherigen Weg in Deutschland und machen Vorschläge, wie man das gesamte System reformieren könnte. Kernpunkt ist dabei, dass all die (meist reichen) Gruppen miteinbezogen werden müssen in die Finanzierung.

 

Es ist zu hoffen, dass in der bald wieder losbrechenden gesellschaftlichen Debatte um die Zukunft der Rentenfinanzierung solche dezidiert linke Positionen einbezogen und diskutiert werden. Außer den Linken hat sie im Augenblick, so wie ich das sehe, keine Partei wirklich auf dem Schirm.

 

Wir werden erwartet

 

 

 

 

 

Ulla Hahn, Wir werden erwartet, DVA 2017, ISBN 978-3-421-04782-3

 

Nachdem die große deutsche Lyrikerin Ulla Hahn im Jahr 2001 mit „Das verborgene Wort“ den ersten Teil der Lebensgeschichten ihres Alters Egos Hilla Palm erzählte und dafür den Deutschen Bücherpreis erhielt, ließ sie im Jahr 2009 auf ebenfalls über 600 Seiten den zweiten Teil folgen unter dem Titel „Aufbruch“. In beiden Romanen zeigte sie sich nicht nur als eine wahre Künstlerin und Akrobatin des Wortes und seiner ihm innewohnenden Kraft, sondern auch als eine große Meisterin epischer Darstellung.

 

Nachdem Hilla im zweiten Band gegen Ende zum Opfer einer Vergewaltigung wird, für die sich selbst die Schuld gibt – sie nennt sich Hilla Selberschuld – verlässt sie, zumindest unter der Woche, ihren Heimatort Dondorf am Rhein und zieht als Studentin nach Köln, wo sie in einem katholischen Wohnheim nicht nur eine Bleibe, sondern auch Freundinnen findet.

 

Auch im drit5en Teil der Tetralogie „Spiel der Zeit“ erzählte 2014 Ulla Hahn mit großer Sprachmacht in einem Gewebe aus Erfahrung, Erfindung und Dokumentation. Dabei ist sie selbst hin- und hergerissen: „So sehr ich weiß, dass es weitergehen muss, so dringend mein erzählerisches Pflichtgefühl gebietet,  Hilla endlich vorwärtszuschicken ins neue Leben, so mächtig treiben mich meine Gefühle zurück zu den Orten und Menschen meiner Kindheit. Erst jetzt beim Schreiben merke ich das. All das Neue, das Hilla erlebt, wird erst neu, wird erst zur Gewissheit, zum Eigen, wenn es sich widerspiegelt im Alten, wenn es zum Vergangene in Beziehung gesetzt wird.“

 

Das ist quasi das Credo, das sich auch durch das neue, das grandiose Gesamtwerk abschließende Buch „Wir werden erwartet“ zieht, das ich gelesen habe, indem ich mir jede freie Minute gestohlen habe, um nicht unterbrochen zu werden. Nicht nur in einem spannenden und bewegenden Handlungsablauf in einer studentenbewegten Epoche Mitte der siebziger Jahre, die ich als junger Student in Frankfurt und Mainz selbst in Erinnerung habe, sondern auch in einem sprachlichen und poetischen Reichtum, den ich so schon lange nicht mehr bei irgendeinem Buch genießen konnte.

 

Zu Beginn ist Hilla Palm noch mit ihrem Hugo zusammen. Wie selten bei einem Paar sind sie auch spirituell eine Einheit, bei aller Kritik an „Demdaoben“ lassen sie die Verbindung zu ihm nicht abreißen, und sind sich sicher, dass es stimmt, was ein junger Pater zu ihnen sagte: „Wir werden erwartet“.

 

Doch Hugo stirbt bei einem Unfall und Hilla stürzt in die größte Krise ihres bisherigen Lebens. Es ist der alte Pfarrer aus dem Heimatort Dondorf, dem es gelingt, ihr durch Zeichen und Verständnis so etwas wie Halt und Orientierung zu geben.

Schon in „Spiel der Zeit“ wurde deutlich, dass die radikalen Auswüchse der Studentenbewegung Hilla abgestoßen haben. Und so landet sie, nachdem sie ihre fast fertige Dissertation in Köln verwirft und nach Hamburg geht, bei der DKP. Dort glaubt sie zunächst, den richtigen politischen Ort gefunden zu haben. Und ihr politisches Engagement bringt sie in einen neuen Kontakt mit ihrer Herkunft, mit ihrem Vater und ihrem geliebten Bruder. Schon bald tauchen erste Zweifel auf an der Ideologie der Partei, doch es wird einige Jahre dauern, bis sie sich davon befreien kann. Doch die neue Verbindung mit dem Vater bleibt.

 

Wieder verwebt Ulla Hahn starke Elemente eines Entwicklungsromans, obwohl er nur einige Jahre umfasst, aber immer wieder die Gegenwart mit der Vergangenheit in Verbindung bringt, mit den Konturen eines imposanten Epochengemäldes der 70-er Jahre.  Da geht es um Sehnsucht und Leidenschaft, da geht es um Wahrheit und Glauben, um den Kampf für Gerechtigkeit und den selbstverantworteten Glauben an Dendaoben in einer sich verändernden Welt voller Gewalt und Ungerechtigkeit. Und es geht darum, wie Liebe alte Verletzungen heilen kann. Um Versöhnung.

 

„Wir werden erwartet“ ist ein großer autobiographisch geprägter Roman und ein gelungener Abschluss einer Tetralogie, die sich über die ersten drei Jahrzehnte Nachkriegsdeutschlands erstreckt. Eine wahre Liebeserklärung an die Sprache, ihren Reichtum und ihre Schönheit und ein Loblied des Lebens und dessen, der es schenkt und bewahrt.

 

Am Ende sieht sie in einem Tagtraum eine alte Frau, die ihr eine Botschaft von Hugo übermittelt: „Mein Hilla, meine geliebte Frau. Du wirst erwartet. Und was dich hier erwartet ist: die Liebe. In unbeschreiblicher, unvorstellbarer Fülle… Lass dir Zeit. Ich kann warten. Hier hat keine keine Zeit. Weil es keine Zeit mehr gibt. Wir alle hier können warten. Es gibt kein Warten, wo der Augenblick in Ewigkeit verweilt. Und in Schönheit“!

 

Ich habe nie zuvor so poetische Worte über die Transzendenz unseres Lebens und unserer Existenz gelesen. Ja, wir werden erwartet.

 

Zu zweit an Bord. Spielregeln fürs Paarsegeln

 

 

 

 

 

Leon Schulz, Gaby Theile, Zu zweit an Bord. Spielregeln fürs Paarsegeln, Delius Klasing 2017, ISBN 978-3-667-10945-3

 

ER, passionierter Segler, sucht SIE, 35–45, zum Mitsegeln. So kann man es oft in verschiedenen Kontaktbörsen lesen. Doch so einfach ist es oft nicht, Deshalb haben Leon Schulz und die ihm zur doppelten Partnerin gewordene Psychologin Gaby Theile ein Buch geschrieben, dessen Lektüre vor einen Törn gut dabei helfen , dass beide eine gute Segelzeit haben.

Denn es gibt jede Menge Fallen, die das zu zweit ausgeübte Hobby schon nach kürzester Zeit zur Kampfzone machen – und oft das „Aus“ für Beziehung oder Segelsport bedeuten. Wer ernsthaft einen Partner für das Segeln begeistern will, erfährt hier, worauf er achten sollte. Aus eigenen Erfahrungen sowie aus Erzählungen, die Leon Schulz bei seinen Ausbildungstörns erfuhr, plaudert der Bestseller-Autor („Sabbatical auf See“) charmant und facettenreich über bessere Kommunikation, verschiedene Vorstellungen und Möglichkeiten für ein intelligentes Zusammenspiel auf See. Wichtig dabei, dass es kein Diktum, keine wohlfeilen einzigartigen Ratschläge sind – Patentrezepte gibt es nicht beim Segeln –, sondern Erfahrungen, die er und seine Mitsegler gemacht haben. Dabei wird das Ganze durch das Wissen der Psychologin Gaby Theile ergänzt, die selbst von der Nichtseglerin zur segelnden Partnerin wurde.

 

 

 

Das grosse Buch vom kleinen Raben Socke

 

 

 

 

 

Nele Moost, Annet Rudolph, Das grosse Buch vom kleinen Raben Socke, Esslinger 2017, ISBN 978-3-480-23398-4

 

Die Bilderbücher vom kleinen Raben Socke und seinen Freuden sind eine der bekanntesten und beliebtesten Bilderbuchreihe der letzten Jahre. Nun hat der Esslinger Verlag, in dem diese Bücher erscheinen, vier davon in einem Sammelband zusammengefasst und unter dem Titel „Das grosse Buch vom kleinen Raben Socke“  sehr preiswert veröffentlicht.

 

Zum Vorlesen für Kinder ab 3 Jahren hervorragend geeignete spannende und überaus lehrreiche Geschichten.

Die Zisterzienser

 

 

 

 

 

LVR-Landesmuseum Bonn (Hg.), Die Zisterzienser, Theiss 2017, ISBN 978-3-8062-3492-3

 

Als Macht und Reichtum der Benediktiner die monastischen Ideale immer mehr untergruben, zogen 1098 drei Mönche aus und gründeten das Kloster Cîteaux. Sie wollten zurückkehren zur Ordensregel des heiligen Benedikt und leben von der eigenen Hände Arbeit.

 

In der Folge wurden die Zisterzienser selbst zu einem der mächtigsten Verbände des Mittelalters. Über 650 Klöster entstanden vom späten 11. Jahrhundert bis Mitte des 13. Jahrhunderts in ganz Europa. Die weiß gekleideten Mönche schufen die vielleicht eindrucksvollsten Sakralbauten ihrer Zeit. Handschriften aus ihren Skriptorien zählen zu den Höhepunkten mittelalterlicher Buchkunst.
 

Der hier vorliegende reich bebilderte Katalog zur Ausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn widmet sich dem Orden und seiner Kunst, die europaweite Vorbildfunktion hatte und bis heute fasziniert. Prachtvolle Gemälde, Skulpturen und Manuskripte aus ganz Europa sowie Architekturmodelle und Rekonstruktionen erlauben außergewöhnliche Einblicke in die mittelalterliche Klosterwelt.

 

Neben den zahlreichen Bildern und ihren Beschreibungen sind die kunsthistorischen und religionsgeschichtlichen Essays zu Beginn des voluminösen Buches empfehlenswert.

Das Labyrinth der Lichter

 

 

 

 

 

Carlos Ruiz Zafon, Das Labyrinth der Lichter, S. Fischer 2017, ISBN 978-3-10-002283-7

 

Das hier vorliegende Buch ist der grandiose Abschluss einer Romanreihe über den sogenannten „Friedhof der vergessenen Bücher“ in Barcelona während und nach der Franco-Diktatur. Carlos Ruiz Zafon hat ihn so komponiert, dass man ihn durchaus auch ohne Kenntnis seiner drei Vorgänger „Der Schatten des Windes“ „Das Spiel des Engels“ und „Der Gefangene des Himmels“ lesen kann. Dennoch sind alle vier Bände ein ineinander verwobenes Gesamtwerk und trotz der mehr als 2500 Gesamtseiten empfehle ich, alle zu lesen.

 

Mit diesem Werk löst Zafon seine Zusage ein, einen wirklichen Abschluss seines epischen Werkes vorzulegen, der offene Fragen aus den drei vorherigen Büchern beantwortet und den Kreis seiner Gesamtgeschichte schließt.

 

Es begegnen dem Leser all die alten Bekannten, die er in den letzten Jahren kennen- und lieben gelernt hat, beginnend bei der Familie Sempere, Fermín, Isaac, den Schriftstellern Carax, Mataix und Martín und den vielen anderen Figuren, die alle möglichen Geheimnisse ans Licht zerrten und oft mehr Schmerz als Freude erlitten. Immer auf dem Hintergrund der Franco-Diktatur und der vielen bösen Eminenzen, die sie hervorgebracht hat. Ergänzt wird das riesige Ensemble durch ein solides Set neuer, interessanter und ebenso liebevoll gestalteter Figuren, die sich nahtlos in den Epos einbetten und viele – zum Teil mysteriöse – Verbindungen zum bekannten Geschichten-Universum besitzen.

Zunächst geht es um einen einfachen Kriminalfall. Ein hoher Minister des Franco-Regimes verschwindet spurlos. Da die Polizei keine Erfolge vorweisen kann, wird ein ungewöhnliches Ermittlerduo auf seine Spur gesetzt. Alice ist die führende Agentin einer mysteriösen Geheimorganisation, die verkörperte Selbstbeherrschung, manipulativ und zielgerichtet. Sie ist eine Einzelgängerin und nimmt Vargas, ihren aufgezwungenen, neuen Partner, zunächst als unnötige Behinderung wahr. Der langgediente Polizist mit trainiertem Blick und breitem Kreuz gewinnt aber bald ihren Respekt. Die beiden stoßen auf eine Verschwörung riesigen Ausmaßes, die tief in die Geschichten der vorangegangenen Bücher hineinreicht und dann schließlich auch zur Familie Sempere führt. Eine Verschwörung über eine Schandtat, deren authentische Darstellung und das heutige Wissen über das Franco-Regime eine Mischung bilden, die den Leser bewegt und immer weiter atemlos lesen lässt. Die Geschichte ist selten gewalttätig, aber wenn sie Gewalt zeigt, ist deren Darstellung grausam, nackt und ungeschönt.

 

Das Buch besitzt eine hohe Komplexität, die es nötig macht, das Buch so schnell wie möglich in wenigen Tagen ohne eine andere Lektüre zwischendurch auszulesen, damit man dran bleibt und nicht den Faden verliert.

 

So wie das gesamte Epos ein Meisterwerk, das man noch in Jahrzehnten lesen wird.  Vielleicht bringt der S. Fischer Verlag in den nächsten Jahren eine Box heraus mit allen vier Bänden zu einem günstigen Preis.

Mein Elefant will nicht ins Bett

 

 

 

 

Cee Neudert, Susanne Göhlich, Mein Elefant will nicht ins Bett, Thienemann 2017, ISBN 978-3-522-45849-8

 

Die kleine Anna ist heute mit ihrem Vater alleine zu Hause. Sie hat in ihrem Zimmer gespielt, unter anderem auch mit ihrem Kuschelelefanten, der in ihrer Fantasie die Größe eines kleinen Babyelefanten hat. Als der Vater aus der Küche ruft, jetzt sei es aber Zeit für das Bett, beginnt die übliche Tour. Doch Anna reklamiert das Hunger, den Durst, das Pipigehen und Zähneputzen nicht für sich selbst, sondern für ihren Elefanten:

„Mein Elefant will noch nicht ins Bett!“  so geht es los. Der Vater macht zunächst drei verschiedene Salat, weil Elefanten doch Vegetarier sind. Seinen Durst muss der Elefant aus der vollen Badewanne löschen und das Pipimachen gestaltet sich wegen seiner Größe zum Drahtseilakt.

 

Als dann nach dem Vorlesen auch der Elefant gut zugedeckt ist, schrumpft er wieder auf seine normale Größe zurück und Anna schläft mit ihrem grauen Kuscheltier im Arm selig und zufrieden ein.

 

Der Vater indes, der sich vorbildlich auf das Fantasiespiel seiner Tochter eingelassen hat, räumt derweil erst mal die Küche auf, denke ich. Aber das ist nicht mehr abgebildet.

 

Ein witziges Bilderbuch mit bunten Illustrationen von Susanne Göhlich.

 

 

Technik in den Alpen. Von Seilbahnen, Staudämmen und Schneekanonen

 

 

 

 

 

 

Elfie Fritsche u.a., Technik in den Alpen. Von Seilbahnen, Staudämmen und Schneekanonen, Folio Verlag 2017, ISBN 978-.3-85256-710-5

 

Dieses wunderbare und informative Sachbuch ist eigentlich für Kinder und Jugendliche gedacht und beschreibt die Entwicklung und technische Eroberung und Kultivierung des gesamten Alpenraums durch „Seilbahnen, Staudämme und Schneekanonen“.

 

Doch noch sehr viel mehr wird in diesem auch für Erwachsene lehrreichen Buch erklärt und mit zahlreichen Bildern und Abbildungen verständlich gemacht. Das Buch erzählt davon, wie Menschen sich ab dem 19. Jahrhundert bis hinein in die Gegenwart sich mithilfe technischer Errungenschaften den alpinen Herausforderungen stellten und stellen.

 

Unter anderem wird gezeigt und erklärt:

  • Wie aus Wasserkraft Strom gewonnen wird
  • Was uns vor Lawinen schützt
  • Wie Tunnel gebohrt werden
  • Welcher Ski leichter die Kurze kriegt
  • Wie eine Schneekanone funktioniert

 

Immer wieder geht es auch darum, wie diese Raum erschlossen wurde, also um Straßen, Tunnel, Eisenbahnen, Bergbahnen, Brücken und verschiedene Schutzbauten. Ich selbst war ganz begeistert von diesem Buch und habe mich regelrecht festgelesen und vieles Neue gelernt.

 

Über 250 Fotos, Infografiken, Zeichnungen und verständliche Texte führen ein in die technischen Zusammenhänge und Entwicklungen all dieser bewundernswerten Errungenschaften.

Wieso.Weshalb. Warum. Alles über Repitilien

 

 

 

 

 

 

Patricia Mennen, Anne Ebert, Wieso.Weshalb. Warum. Alles über Repitilien, Ravensburger Verlag 2017, ISBN 978-3-473-32673-0

 

Dieses Buch aus der durchweg empfehlenswerten Sachbuchreihe Wieso? Weshalb? Warum? für Kinder von vier bis sieben Jahren aus dem Ravensburger Verlag gibt auf insgesamt acht Doppelseiten mit vielen Klappen, die Einblicke ermöglichen und  Bewegungen und Abläufe veranschaulichen, eine Einführung in die Welt und die Lebenswelt von Reptilien, ihre Gemeinsamkeiten, Besonderheiten, ihre Ernährung, ihr Jagd- und Fortpflanzungsverhalten und vieler andere interessante Fragen um diese besonderen Tiere

 

Ein Sachbilderbuch für Kinder zwischen vier und sieben Jahren, dem es sehr gut gelungen ist, die Vielfalt des Themas altersgerecht darzustellen, das mit vielen Klappen zum Entdecken und Weiterfragen einlädt.

 

 

Was arbeitest du ? Das große Buch der Berufe

 

 

 

 

 

Silvie Sanza, Milan Stary, Was arbeitest du. Das große Buch der Berufe, Ravensburger Verlag 2017, ISBN 978-3-473-55449-2

 

Viele Kinder äußern sich schon lange bevor sie in die Schule kommen darüber, was sie später einmal als Beruf ausüben wollen. Bei unserem Sohn wechselte das oft. Nach einem Besuch seines Kindergartens bei einem lokalen Bäcker wollte er später dessen Betrieb übernehmen, gleiches hatte er ein Jahr später nach einer Fahrt auf dem Traktor und Mähdrescher mit dem Hof des Bauern vor. Zuletzt war jahrelang Pilot der bevorzugte Berufswunsch.

 

Silvie Sanza hat illustriert von Milan Stary insgesamt 299 Berufe ausgewählt und vorgestellt, die sie in die Bereiche Theater, Bauernhof, Kreuzfahrtschiff, Flughafen, Hotel, Krankenhaus, Kaufhaus, Schule, Rettungskräfte, Baustelle. Bahnhof, Ballett und Oper, Filmstudio, Zeitschrift, Museum, Künstlerstudio und Weltraumzentrum aufgeteilt hat.

 

Natürlich ist so eine Aufteilung subjektiv, viele wichtige Berufe, die unseren Alltag mit bestimmen und am Laufen halten, sind nicht erwähnt. Ich nehme einmal an, Silvie Sanza hat sich ein wenig an den Interessen und Vorlieben von Kindern ab 5 Jahren, für die dieses Sachbilderbuch gedacht ist, orientiert.

 

Kinder lernen die Menschen  bei ihrer Arbeit kennen und erfahren Wissenswertes und Witziges über bekannte und weniger bekannte Berufe. Die witzigen Illustrationen sorgen für großen Spaß beim Entdecken. Zahlreiche Kurzporträts helfen beim Eintauchen in die unglaublich vielfältige Welt der Berufe.