Die Rezepte meines Lebens

 

Alfred Biolek, Die Rezepte meines Lebens, Tre Torri 2018, ISBN 978-3-96033-047-9

 

Sicher sind etliche der insgesamt 600 Rezepte, die Alfred Biolek in  dem vorliegenden exklusiv aufgemachten Kochbuch aus dem Tre Torri Verlag schon früheren Kochbüchern von ihm veröffentlicht worden. Dennoch sind die über Jahrzehnte von dem bekannten Fernsehmoderator und Hobbykoch gesammelte Lieblingsrezepte nicht nur für Küchenanfänger, sondern auch für versierte Hobbyköche interessant. Da gibt es kleine und große Leckereien, Gerichte für Familie und Gäste und  jede Menge Köstlichkeiten fürs Dessert. In insgesamt 17 Kapiteln hat er seine Rezepte aufgeteilt, von Saucen und Dips, über kleine Gerichte und Fischgerichte, bis hin zu Lamm und Wild.

 

Die Zubereitungen sind sehr gut und auch für Kochanfänge leicht verständlich beschrieben und deshalb einfach nachzukochen. Die meisten Gerichte brauchen auch gar nicht lange. Mahlzeiten, die eine längere Zubereitungszeit benötigen, sind mit einem Muschelsymbol versehen.

 

Wie immer legt Alfred Biolek großen Wert auf die Verwendung hochwertiger Zutaten. Für ihn ist die Qualität seiner Zutaten essentiell für das Gelingen du n den schlussendlichen Genuss einer Mahlzeit.

 

Sehr hochwertig aufgemacht, eignet sich dieses Kochbuch hervorragend als Gastgeschenk für die nächste Einladung bei einem befreundeten Hobbykoch.

 

 

 

Der Graben

 

 

 

 

Herman Koch, Der Graben, Kiepenheuer & Witsch 2018, ISBN 978-3-462-05082-0

 

Robert Walter, die Hauptfigur des neuen Romans des bekannten niederländischen Schriftstellers Herman Koch, ist ein beliebter und in der Öffentlichkeit seiner Stadt als Bürgermeister bekannter Mann. Durch seine Tätigkeit trifft er Hollande und Obama. Eigentlich sollte er vor Selbstbewusstsein strotzen und sich in seinem Erfolg und seiner Beliebtheit sonnen. Doch er hat ein  großes Problem. Er kann seinen eigenen Wahrnehmungen nicht mehr trauen. Es geht los damit, dass er bei einem Neujahrsempfang seine Frau Sylvia dabei beobachtet, wie sie sich angeregt mit seinem politischen Erzfeind, dem Dezernenten Hoogstraten unterhält. Für ihn ist sofort klar, dass seine Frau ihm untreu ist und mit dem Dezernenten ein Verhältnis hat, denn dass sie miteinander flüstern, macht sie verdächtig. Wieso befasst sie sich ausgerechnet mit  seinem Konkurrenten, dem sterbenslangweiligen Maarten van Hoogstraten?

 

Doch es ist nicht nur diese Beobachtung, die ihn umtreibt. Auch in seinem weiteren Umfeld scheinen sich Abgründe aufzutun, wobei jeweils nie sicher ist, was Realität ist und was der Phantasie von Robert entsprungen ist. Immer wieder kehren seine Gedanken zum Verhalten seiner Frau zurück. Geradezu manisch beobachtet und interpretiert er jedes kleine Detail ihres Verhaltens und auch der Dezernent steht unter permanenter Beobachtung.

 

Herman Koch beschreibt scharfsinnig und mit viel hintergründigem Humor einen erfolgreichen Mann, der getrieben von seinen immer heftiger werdenden Wahnvorstellungen, so lange nicht ruht, bis er den Ast, auf dem er sitzt, mit seinem Verhalten wirklich abgesägt hat.

 

Und es ist nicht nur das angebliche Verhältnis seiner Frau, mit der er doch nach dem Auszug der Tochter eine neue Basis finden sollte, das ihn umtreibt. Seine sehr alten Eltern teilen ihm  mit, dass sie trotz guter Gesundheit selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden gedenken und eine Journalistin wühlt in Roberts Vergangenheit und fördert Skandalöses zutage. Hat er wirklich in seiner Jugend ein Verbrechen begangen?

 

„Der Graben“ ist eine psychologisch hintergründige Geschichte einer Ehe, die immer weiter sich zuspitzt und gegen Ende wirklich spannend wird. Am Ende angekommen, wirkt das Buch und seinen Titel mit seinen vielfältigen Bedeutungen noch lange nach.

 

Die Orient-Mission des Leutnant Stern

 

Jakob Hein, Die Orient-Mission des Leutnant Stern, Galiani Verlag 2018, ISBN 978-3-86971-172-0

 

Jakob Hein hat in seinem neuen Roman das Genre hin zu einem historischen Roman gewechselt und ist sich doch in seinem Stil absolut treu geblieben. Er erzählt auf etwa 240 Seiten die wahre Geschichte des jüdischen Leutnants Edgar Stern, der 1914 zu Beginn  des Ersten Weltkriegs von Wilhelm II. mit einem besonderen Auftrag ausgestattet wurde.

Es geht um einen kuriosen Plan. Edgar Stern soll mit einer als Zirkus getarnten Gruppe von 14 muslimischen Gefangenen in Konstantinopel den dortigen Sultan als Verbündeten des Deutschen Reichs gewinnen. Ein Plan, so die Überlegungen der Armeeleitung, der Deutschland einen schnellen Sieg in einem Krieg bringen sollte, der wie wir wissen dann über vier Jahre dauerte.  Wenn es gelänge, dass der türkische Sultan für das befreundete Deutsche Reich den Dschihad ausruft und sich daraufhin alle Muslime – vor allem die in den Kolonien – gegen die britischen und französischen Gegner erheben, müsste die Schlacht schnell entschieden sein. Mit der feierlichen Freilassung von 14 muslimischen Gefangen soll die Gunst des Sultans erworben werden.

 

Vorher aber muss Edgar Stern die 14 Männer ohne aufzufallen durch ganz Europa schleussen. Stern hat einen Hang zu unkonventionellen militärischen Lösungen und außerdem besitzt er das, was die meisten Deutschen nicht hatten: Chuzpe.

Jakob Hein sagt zu seinem sehr amüsanten Roman: „Manche Geschichten würde einem der Leser nicht abnehmen, weil sie zu fantastisch, zu bizarr und zu konstruiert klingen. Aber diese Geschichte ist so passiert.“

 

Dieser historische und durchaus unterhaltsame Roman handelt durchaus von Aktuellem: es geht um  Fluchtgeschichten, um Glaubensfragen, um Antisemitismus – alles das wirkt unglaublich gegenwärtig.

 

Ein sehr gelungener Roman, der Jakob Heins Schreibkunst erneut überzeugend unter Beweis stellt.

 

 

 

 

 

 

 

Frohe Weihnachten, Charlie

 

 

 

Stephan Goetz, Dorothes Ackroyd, Frohe Weihnachten, Charlie, Coppenrath 2018, ISBN 978-3-649-62718-0

 

Der kleine Dalmatiner Charlie ist aus unbekannten Gründen schon als kleines Hundebaby ins Tierheim gekommen. Dort kann er sich gegen die drei kräftigen Rowdys, mit denen er in einem Zwinger lebt, nicht durchsetzen, und sitzt schließlich den ganzen Tag traurig in einer Ecke.

Dort findet ihn, wie er sehr anschaulich und unterhaltsam selbst erzählt, eine Familie, die ins Tierheim gekommen ist, um dort einen Familienhund zu finden. Die vierköpfige Familie nimmt Charlie mit in ihr Haus.

 

Charlie kennt nichts anderes als das Tierheim und so macht er jeden Tag immer wieder neue Erfahrungen, von denen er auf eine rührende und amüsante Weise erzählt.

 

Es ist Adventszeit und Charlie schildert die für ihn unbekannten  Bräuche in seiner neuen Familie. Überall ist er dabei, tritt oft ins Fettnäpfchen bzw. in gefüllte Stiefel vor der Tür und erlebt schließlich sein erstes Weihnachtsfest unter dem Baum, den sie einige Tage vorher im verschneiten Wald geschlagen hatten.

 

Charlie lässt die Kinder, denen dieses an Text sehr reiche Bilderbuch vorgelesen wird auf eine witzige Weise die ihnen bekannten Advents- und Weihnachtsbräuche auf eine ganz andere, eben seine Art erleben.

 

Und am Ende fasst er eine Erfahrung zusammen, die viele Kinder genauso erleben: „Irgendwann war dann alles vorbei, aber eins weiß ich ganz bestimmt: Die Zeit, die mit dem verflixten Stiefel begann und mit dem leuchtenden Baum aufhörte, war die komischste, aufregendste und wunderbarste Zeit in meinem Leben!“

 

Mit einer lebendigen und frischen Sprache lässt Stephan Goetz den kleinen Hund Charlie von seinem ersten Weihnachten erzählen.

Dorotheas Ackroyd hat diese unterhaltsame Geschichte für die ganze Familie zart und liebevoll illustriert.

 

 

 

Die magische Insel der Tiere

 

 

Lotta Bieberstein, Die magische Insel der Tiere, Ravensburger Verlag 2018, ISBN 978-3-473-55416-4

 

Vor vielen Jahren hatte der Ravensburger Verlag 2010 mit seinem TipToi Stift und den entsprechenden Büchern eine vollkommen neue  Weise ermöglicht, wie Kinder interaktiv mit Büchern und neuem Wissen umgehen können. Tip Toi ist ein audiovisuelles Lernsystem für Bücher und Spiele, mit dem die Kinder die Welt spielerisch entdecken. Tippt das Kind mit dem Stift auf ein Bild oder einen Text oder ein entsprechendes Symbol, erklingen passende Geräusche, Sprache oder auch Musik. Eine intelligente Elektronik ermöglicht Kindern, Bücher und Spiele völlig eigenständig immer wieder neu zu erleben.

 

Nun hat der Verlag einen neuen Stuft produziert, „TiptoiCreate“, und wird wohl alle neuen Bücher nach diesem System ausrichten. Zusätzlich zum alten Stift ist im neuen ein Mikrofon integriert, das es Kindern ermöglicht, Geräusche und Sprache selbst aufzunehmen. Nach wie vor ist der Stift leicht zu bedienen und passt in jede Kinderhand.

 

In dem vorliegenden neuen Buch von Lotta Lieberstein mit Illustrationen von Katja Rau werden die Kinder auf eine magische Insel entführt, auf der eine tierische Piratencrew gelandet ist. Die Bewohner der Insel können fliegen, Blitze schießen und spektakuläre Frisuren zaubern. Ob die Crew es wohl schaffen wird, das Geheimnis der Insel zu ergründen und ihr Rätsel zu lösen?

Dabei ist die Mithilfe der Kinder nötig. Es gilt Geschichten zu erfinden, Logbuch zu führen oder Witze zu erzählen. Ganz spielerisch trainiert tiptoi® CREATE so die Kreativität und Sprachkompetenz kleiner Entdecker.

 

Hat man den Stift einmal angeschafft, kann er sicher für viel Jahre und viele weitere Bücher nach diesem System genutzt werden.

 

 

 

 

 

Josephine

 

 

 

 

Patricia Hruby Powell, Christian Robinson. Josephine, E. A. Seemann Verlag 2018, ISBN 978-3-86502-404-6

 

Die 1906 in St. Louis geborene Josephine Baker war eine begnadete Sängerin, die sich aus den Slums in  die höchsten Gesellschaftsschichten  tanzte und schließlich die reichste schwarze Frau der Welt war. Das 2014 zuerst in San Francisco erschiene und in den USA mehrfach ausgezeichnete Buch versucht für Kinder im Grundschulalter verständlich und feinfühlig die Lebensgeschichte dieser bedeutenden schwarzen Frau nachzuzeichnen. Patricia Hruby Powell mit ihrem übersichtlichen Text und Christian Robinson mit seinen wunderbaren Illustrationen haben Josephine Bakers Weg aus den Slums von St.Louis , wo sie bis im Alter von 13 Jahren ihrer Mutter beim Putzen der Wohnungen reicher und meist weißer Leute half.

Doch schon als kleines Mädchen träumt sie vom Tanzen. Sobald sie auf ihren eigenen Beinen stehen und laufen konnte, tanzte sie, immer und immer wieder.

 

Als 1917 Rassenunruhen ausbrachen und Weiße mordend und brandschatzend durch die Viertel der Schwarzen zogen, da beschließt Josephine zu gehen. Sie schließt sich einem Variete, tanz jeden Abend auf einer anderen Bühne und ihr Erfolg bringt sie schlussendlich nach New York an den Broadway.

Doch nach wie vor wird sie als Schwarze behandelt, man sxchaut trotz ihres Erfolges auf sie herab und sie darf nicht mit Wei0en an einem Tisch sitzen.

 

Erst in Paris wird sie angenommen und sie selbst entdeckt, dass sie vor allem schön und stark und nicht nur dunkelhäutig ist.  Das Buch verfolgt ihren weiteren Lebensweg, die Trennung von ihrem Mann, den erneuten Versuch in Amerika und schließlich den Höhepunkt ihrer Karriere wieder in Paris und ihren Tod. „Wie sie es sich gewünscht hatte, starb Josephine atemlos, erschöpft, am Ende eines Tanzes.“

 

Ein wunderschönes Buch für Kinder, dem es hervorragend gelingt die bewegte Biographie einer berühmten Frau darzustellen.

 

 

Hör mal, es ist Weihnachten. Meine liebsten Weihnachtslieder

 

Kerstin M. Schuld, Hör mal, es ist Weihnachten. Meine liebsten Weihnachtslieder, Coppenrath 2018, ISBN 978-3-649-62784-5

 

In insgesamt fünf Bildern werden in diesem schönen Bilderbuch für kleine Kinder zwischen 18 und 24 Monaten insgesamt fünf beliebte Weihnachtslieder mit Noten vorgestellt.  Mit einem Fingerdruck auf ein Button mit einem entsprechenden Bild können sie die einzelnen Lieder jeweils mit ihrer ersten gesungenen Strophe zum Tönen bringen.

Immer wieder tauchen  auf den Abbildungen ein Bär, ein Dachs, ein Eichhörnchen und eine Eule auf. Nur bei „Ale Jahre wieder“, bei dem die Krippenszene mit den drei Weisen aus dem Morgenland dargestellt ist, sind es der Ochs und der Esel.

 

Kinder, die schon Bilderbücher von Kerstin Schuld kennen, werden die Tier- und Menschenbilder gleich wieder erkennen. Sie sind unverwechselbar typisch für diese bekannte Bilderbuchautorin

Die eingespielten Lieder

* Leise rieselt der Schnee

* Alle Jahre wieder

* Morgen kommt der Weihnachtsmann

* Schneeflöckchen, Weißröckchen

* Morgen, Kinder, wird`s was geben

 

sind einfach zu hören und leicht nachzusingen. Bis zum Heiligen Abend können auch schon kleine Kinder dieser Lieder mitsingen.

 

Ein wunderschönes Buch für die Vorweihnachtszeit und den Hl. Abend.

 

Das grosse Burgfest. Ein Wimmelbuch mit den 10 kleinen Burgespenstern

 

 

Susanne Göhlich, Das grosse Burgfest. Ein Wimmelbuch mit den 10 kleinen Burgespenstern,  Orell Füssli 2018, ISBN 978-3-280-03561-0

 

Nach ihrem erfolgreichen Reimebuch über die zehn kleinen Burggespenster, das vor drei Jahren erschienen ist und weiteren  Büchern über die zehn lustigen Wesen, hat Susanne Göhlich nun, ganz ohne Worte unter dem Titel „Das grosse Burgfest“ ein Wimmelbuch mit den zehn kleinen Burggespenstern gezeichnet, das die Kinder einlädt, auf jeder Seite etwas zu suchen und zu finden.

 

Ein grosses Burgfest soll stattfinden und die zehn kleinen Burggespenster fangen gleich nach dem Aufstehen damit an ein großes Festessen vorzubereiten. In Küche und Backstube ist echt was los. Und der Burghof muss auch noch geschmückt werden.

 

Auf der vorderen Umschlagseite werden alle zehn Gesellen vorgestellt und auf der Hinterseite des Umschlags werden die Aufgaben beschrieben:

  • Auf jeder Seite sollen die 10 Burggespenster gefunden werden
  • Was macht das kleine Hündchen, das auf jeder Seite versteckt ist?
  • Und wo hat es seinen Lieblingsknochen schon wieder versteckt?

 

Ein toller Wimmelspaß.

 

 

 

 

Glaubst du an Einhörner ?

 

 

 

Bethanie Deeney Murguia, Glaubst du an Einhörner, Orell Füssli 2018, ISBN 978-3-280-03562-7

 

Dieses zuerst in England erschienene und von Seraina Maria Sievi ins Deutsche übersetzte Bilderbuch spielt mit der Wahrnehmung der Kinder und will sie schärfen. Viele Kinder kennen Einhörner als sagenhafte Wesen, haben eins vielleicht als Spielzeug zu Hause. Gesehen haben sie noch nie ein echtes, wissen vielleicht auch, dass es sie in der Realität nicht gibt.

 

Und doch: könnte das Pferd, das gleich auf der ersten Seite mit einem roten hohen Hut zu sehen ist, nicht ein Einhorn sein, das sein Horn versteckt? Und dann werden auf den weiteren Seiten alle möglichen Argumente aufgeführt, warum das Pferd ein Pferd ist und kein Einhorn.

 

Doch als das Pferd nach einer Zugreise vor einem Fluss, auf dessen anderer Seite ein sagenhaftes Schloss zu sehen ist, sich ohne Hut dorthin begibt, beginnen bei den nächsten Bildern die Zweifel. Ist da auf dem Kopf des Tieres nicht doch ein Einhorn zu sehen?

 

Ist es nun ein Einhorn? Schau genau hin. Es kommt ganz darauf an, was du siehst. Und: „vielleicht kannst du Einhörner nur sehen, wenn du an sie glaubst.“

 

Ein schön illustriertes Bilderbuchüber das genaue Hinschauen.

Nur Mut, kleiner Frosch

 

 

 

 

Richard Smythe, Nur Mut, kleiner Frosch, Orell Füssli 2018, ISBN 978-3-280-03584-9

 

Die Tiere, die in der Umgebung des Mondscheinweihers im Wald leben, haben eine lange Tradition. In der ersten Vollmondnacht im Winter, dann wenn der Mond besonders hell und groß und die Nacht besonders kalt und der Weiher zugefroren ist, treffen sie sich alle.

Sie treffen sich zum großen Mondscheintalentwettbewerb, für den sie alle schon lange trainiert und geübt haben, das ganze Jahr hindurch. Nur der Frosch, eines der kleinsten unter den versammelten Tieren, möchte dabei nicht mitmachen. Er glaubt kein Talent für so was zu haben. Und so versteckt er sich, dass ihn  niemand sieht: „Sie finden mich bestimmt blöd.“

 

So war das all die Jahre immer. Die Tiere führen ihre Kunststücke auf und der Frosch denkt in seinem Versteck traurig darüber nach, warum er das alles nicht kann. Als in diesem Jahr spät in der Nacht alle dran gewesen sind, und der Wettbewerb zu Ende ist, da ruft die kleine Schnecke: „Es sind noch nicht alle aufgetreten! Frosch hat noch kein Kunststück gezeigt!“

Als ihn jemand von der Jury fragt, was er denn könne, zappelt der Frosch aufgeregt auf dem Eis herum und verliert dabei das Gleichgewicht. Und was er dann an Bewegungen macht, rutschend, strampelnd, rudernd, hampelnd, stolpernd, wirbelnd, holpernd und zwirbelnd, beeindruckt die anderen Tiere sehr. Und als er, wieder auf dem Eis landend, noch ein Rad schlägt und der Jury vor die Füße fällt, da steht schnell fest, wer in diesem Jahr den Wettbewerb gewonnen hat.

 

Und dann bringt er den anderen Tieren das Eislaufen bei und hat auch eine Botschaft für sie und die das Buch betrachtenden Kinder:
„Du weißt nicht, ob du etwas kannst oder nicht, wenn du es nicht probierst!“

 

Ein schönes Mut machendes Bilderbuch für alle schüchternen, zögerlichen Kinder. Für alle, die glauben, nichts richtig zu können. Ein Buch für die stillen in der Gruppe, für die, die sich nie melden.