Seen und Wasserfälle in Südtirol. Die schönsten Wanderungen

 

 

 

Anja Eichelsdörfer, Seen und Wasserfälle in Südtirol. Die schönsten Wanderungen, Folio Verlag 2019, ISBN 978-3-85256-783-9

 

In der Reihe „Folio: Südtirol erleben“ führt der vorliegenden Wanderführer seine Leser zu wunderbaren und malerischen Bergseen und atemberaubenden Wasserfällen mitten in der Südtiroler Berglandschaft.

Anja Eichelsdörfer, die Autorin des Buches hat die schönsten von ihnen persönlich erwandert und die Touren mit detaillierten Tourenbeschreibungen, genauen Wanderkarten sowie Angaben zu Anfahrt, Gehzeit, Schwierigkeitsgrad und Einkehrtipps für die perfekte Planung dokumentiert.

 

Von leichten Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Touren ist alles dabei. Die meisten dieser Wege liegen ruhig weitab der anderen Touristenströme Südtirols.

 

Wer in der nächsten Zeit einen Besuch Tirols plant, sollte diesen kleinen und preiswerten Wanderführer mitnehmen und die eine oder andere Tour während des Aufenthaltes einplanen. Die faszinierenden Bilder im Buch versprechen einzigartige Erlebnisse in unberührter und einsamer Bergnatur.

 

 

 

 

 

 

1989 in Deutschland. Schauplätze der friedlichen Revolution

 

 

Ingo Juchler, 1989 in Deutschland. Schauplätze der friedlichen Revolution, be.bra Verlag 2019, ISBN 978-3-89809-158-9

 

In den letzten Landtagswahlkämpfen in Sachsen und Brandenburg ging die rechtspopulistische AfD mit dem Slogan „Die Wende vollenden“ auf Stimmenfang und versuchte sich und ihre Politik sozusagen als Erben der friedlichen Revolution 1989 in der DDR zu verkaufen.

 

Bei den schon in die Jahre gekommenen Bürgerrechtlern von damals rief das heftigen Protest hervor, der jedoch kaum zur Kenntnis genommen wurde.

 

Das, was damals geschah, die Friedliche Revolution von 1989, ist vielen Menschen der Gegenwart entweder nur noch verschwommen in Erinnerung, oder sie waren damals zu jung oder noch gar nicht geboren.

 

Wie kam es eigentlich dazu, dass sich die Bevölkerung der DDR von ihrem Regime befreite?  Das vorliegende Buch von Ingo Juchler, seit 2010 Professor für politische Bildung an der Universität in Potsdam nimmt seine Leser in Wort und Bild mit auf eine Reise zu den damals zentralen Schauplätzen der Protestbewegung und schildert, was dort jeweils geschehen ist und welche Bedeutung es für die gesamte Entwicklung hatte, bis schließlich am 9.11.1989 die Mauer fiel.

 

Die einzelnen Kapitel führen den Leser nach Leipzig, Berlin, Dresden, Chemnitz, Plauen, Naumburg, Jena, Schwerin und andere Orte. Seine informativen Texte über die Hintergründe er jeweiligen Ereignisse und zahlreiche Fotos machen das Buch zu einem wertvollen Führer durch ein zentrales Geschehen in der jüngeren deutschen Geschichte, das nicht in Vergessenheit geraten darf oder politisch missbraucht werden darf.

Sohn des Himmels

 

 

 

 

Chen Jianghong, Sohn des Himmels, Moritz Verlag 2019, ISBN 978-.3-89565-382-7

 

Chen Jianghong ist ein 1963 in Tianjin in China geborener Künstler. Er hat in seiner Heimatstadt und später in Peking Kunst studiert und lebt seit 1987 als freischaffender Künstler in Paris. Als Autor und Illustrator wirkte er an 33 Bilderbüchern mit, von denen sieben in deutschsprachiger Übersetzung erschienen sind. Für seine Bücher wurde Chen mit wichtigen internationalen Preisen im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet, darunter dem Prix Sorcières (2004) und dem Deutschen Jugendliteraturpreis (2005).

 

Seine neue Geschichte vom „Sohn des Himmels“ wurde von alten chinesischen Legenden angeregt, die den Ursprung des Mondfestes beschrieben und erklären sollen. Zu diesem Mondfest treffen sich jedes Jahr im Herbst in China die Familien und essen Mondküchlein, um damit ihrer Freude Ausdruck zu verleihen, das sie alle beieinander sind.

Sie erzählt von einem Sohn, der gegen seinen und ihren Willen von seiner Mutter getrennt wird und nicht aufgibt,  bis er sie wieder in seine Arme schließen kann.

 

Prinzessin Xian-Zi, so beginnt die Geschichte, ist die Tochter des Jade-Kaiser und lebt im Palast des Himmels. Weil sie ihrem unbändigen Wunsch nicht widerstehen kann, macht sie sich eines Tages ohne das Wissen ihres strengen Vaters auf zur Erde, wo sie sich in einen jungen Mann verliebt, bei ihm und seiner Mutter bleibt, die sie geheilt hat, und einen kleinen  Sohn zur Welt bringt, den sie Tian-Zi nennt.

 

Doch der zornige Kaiser lässt seine Tochter von Soldaten wieder zurück in dem Palast des Himmels bringen. Als Tian-Zi herangewachsen ist und sich fragt, wo seine Mutter ist, lässt ihn die Antwort, sie im  Palast des Himmels und er werde deshalb „Sohn des Himmels „ genannt, nicht in Ruhe. Er macht sich auf den Weg, sie zu suchen. Er durchquert die halbe Welt bis ans Meer, von wo ihn ein Kranich zu seiner Mutter bringt.

Sie umarmen sich vor Freude und sie bereitet ihm Mondküchlein zu.

„Wenn du sie isst, werden sie immer eine Erinnerung an mich und alle Mütter sein!“

 

Der zornige König erfährt alles, und lässt Tian-Zi zurück auf die Erde schaffen. Seine Tochter wird so krank, dass der König ihr erlaubt, einmal im Jahr zur Erde zurückzukehren und ihren Sohn zu sehen. Und jedes Mal bringt sie ihm ein Mondküchlein mit.

 

Chen Jianghong verbindet seine Geschichte mit der Legende um die Mondküchlein, die in China alljährlich im Herbst Anlass großer Familientreffen sind.

 

 

Der Zauberlehrling

 

 

 

Gerda Muller, Der Zauberlehrling, Moritz Verlag 2019, ISBN 978-.3-89565-378-0

 

Man nennt sie die Grande Dame der europäischen Illustration, die 1926 in den Niederlanden geborene  Gerda Muller, die leidenschaftlich gerne Bücher für Kinder schreibt und illustriert und die mehrfach für ihre Bilderbücher ausgezeichnet wurde. Der Moritz Verlag hat schon viele ihrer wunderbaren Bücher veröffentlicht, zuletzt 2018 „Unser Baum“.

 

Für das vorliegende Bilderbuch hat sich Gerda Muller von Goethes Gedicht vom Zauberlehrling inspirieren lassen und es erweitert. Diese Geschichte vom Bauernsohn Florian, so schildert sie es in der Rahmenhandlung, habe Goethe erst zu seiner Ballade inspiriert. Wie auch immer.

 

Florian ist von zu Hause aufgebrochen. Er ist ganz allein. Seine Eltern sind gestorben und er hat keine Familie mehr. In der Fremde will er sich eine Lehrstelle suchen um sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen.

 

Auf dem Weg trifft er den Zauberer und Wunderheiler Sigiswald. Der sucht gerade jemand, der ihm in seinem Labor hilft und nimmt Florian auf. Vom diesen Zauberer lernt der Junge lesen, schreiben und rechnen.

 

Dafür muss Florian ihm versprechen niemals ohne den Meister eine von ihm gelernte Zauberformel zu gebrauchen. Doch irgendwann setzt sich Florian über den Willen des Meisters hinweg. Aus Bequemlichkeit verzaubert er Besen, die dann für ihn  das Wasser vom Brunnen holen. Sie hören nicht auf damit und Florian kann ihn keinen Einhalt gebieten. Das ganze Dorf droht im Schlamm unterzugehen. Da kommt der Meister und kann mit einem Zauberspruch die Besen zurückverwandeln in ihre ursprüngliche Gestalt.

 

Sigiswald ist wütend, will seinen Lehrling wegschicken. Der bettelt um sein Bleiben und wird zum Putzen und Aufräumen des Schadens verdonnert.

„Und mit der Zeit wurde er ein ebenso weiser Zauberer und Wunderheiler wie sein Meister. Oder beinahe.“

 

Die Ballade von Goethe ist am Ende des Buches abgedruckt. Gerda Muller hat in Wort und Bild eine wunderbare Interpretation von ihr geschaffen.

Goethes berühmte Ballade verwandelt in ein Bilderbuch.

 

 

 

Boris und der Ruf des Wassers

 

 

 

Davide Cali, Marco Soma, Boris und der Ruf des Wassers, Carl-Auer Verlag 2018, ISBN 978-3-8497-0207-6

 

Jedes Kind stellt sich, wenn es heranwächst, irgendwann einmal die Frage und setzt sich mit ihr auseinander: wer bin ich eigentlich? Wo komme ich her und wo gehöre ich hin? Und nicht selten spürt es den Zweifel: wo will ich überhaupt dazu gehören?

 

Ich kann mich aus meiner eigenen Kindheit an solche Gefühle erinnern, als mir die anderen Familienmitglieder zeitweise vorkamen wie Fremde.

 

Die von Marco Soma farbenprächtig illustrierte kleine Geschichte von Davide Cali thematisiert solche Gefühle und formuliert zwischen den Zeilen als Parabel auf das Wesen und die Bedeutung von Familie die Frage: „Wie sehr müssen uns die Menschen gleichen, die wir lieben?“

 

Boris, um den es in diesem Bilderbuch für Kinder ab sechs Jahren geht, ist ein angenommenes Kind. Früher nannte man das Findelkind. Tatsächlich finden seine Eltern, die keine eigenen Kinder bekommen können, bei einem Ausflug ins Grüne an einem Teich ein Neugeborenes, das sie Boris nennen. Dass Boris Kiemen hat wie ein Fisch, stört sie nicht.

 

Boris wächst ohne Probleme bei seinen Eltern auf. Sie lieben ihn sehr. Doch innerlich wird er immer unruhiger und fragt sich oft, ob er wirklich glücklich ist. Nach einigen Jahren indes weht ihn eines Tages ein eigenartiger Geruch an, der in ihm Sehnsucht und Traurigkeit weckt. Er folgt dem Geruch und kommt zu dem Teich.

 

Nun fühlt er sich wohl und glaubt nun seine wahre Familie gefunden zu haben. Doch nach einiger Zeit sehnt er sich wieder nach seinem anderen Zuhause. Er fühlt sich allein und sinkt in die Tiefe, ist völlig ohne Halt.

 

Da fallen ihm wieder seine Eltern ein. Sie haben ihm die ganze Zeit ihre Liebe gegeben und die Bindung zu ihm aufrechtgehalten. Sie haben ihn nicht festgehalten, sondern ihm immer vermittelt: „Wenn du dort, wo du bist, glücklich bist, dann sind wir es auch!“
 

Und er macht sich zurück in die Stadt.

 

Christel Rech-Simon, die am Ende des Buches unter dem Titel „Heilende Geschichten“ Hinweise für Eltern, Erzieher und Vorleser gibt, nennt das Bilderbuch „ein Buch über Integration, Selbstfindung, Identität, Heimat, Angst vor Fremden, Loslassen, Festhalten, Verlassen und Verlassenwerden und … Liebe.“

 

Das Bilderbuch erschließt sich nicht gleich, verstört zunächst und strahlt seine Botschaft erst nach mehrmaligem Lesen (Vorlesen) dann umso intensiver aus.

 

Eine Parabel über das Wesen und die Bedeutung von Familie.

 

 

 

 

ÜberWunden

 

 

 

 

 

Leonie Hoffmann, Überwunden,  GerthMedien 2019, ISBN 978-3-95734-489-2

 

Dieses Buch, das unter dem Pseudonym Leonie Hoffmann geschrieben ist, ist der bewegende und auch erschütternde Bericht einer 1988 geborenen Frau, die in einer Beziehung zu einem Mann, von dem sie dachte, sie habe in ihm die Liebe ihres Lebens gefunden, die Hölle erlebt. „Die wahre Geschichte einer zerstörerischen Liebe, tiefer Verletzungen und großer Wunder“, wie es im Untertitel heißt.

 

Alex, ihr vermeintlicher Traummann, entpuppt sich schon bald als ein eifersüchtiger Partner. Doch es ist nicht nur die Eifersucht und die Kontrolle, die er mehr und mehr über sie und ihre Seele ausübt, es kommt bald harte Gewalt dazu.

 

Leonies Leben wird sehr schnell unerträglich, weil er immer wieder das große Vertrauen, das sie in ihn setzt, immer wieder, auch nach großen Erniedrigungen, missbraucht und schon bald ihr ganzes, früher großes Selbstwertgefühl zerstört hat. Und- was für Leonie sehr schlimm ist- Alex hat es geschafft, ihren früher tiefen Glauben an Jesus Christus und an Gott und seine Liebe kaputtzumachen.

 

Was man kaum glauben kann beim Lesen: trotz aller Gewalt und Erniedrigung empfindet Leonie immer noch Liebe für Alex. Doch irgendwann erlebt sie eine Art turning point und erkennt, dass diese Beziehung schon lange nichts mehr mit Liebe zu tun hat. Als sie sich endlich befreien will, leistet er Widerstand.

 

Und ein langer schwerer Weg zurück zum eigen Leben beginnt. Leonie Hoffmann beschreibt ohne Groll im Herzen diesen Weg  ihrer Befreiung. Weil sie auf diesem Weg zum Glauben zurückgefunden hat, der ihr wiederum die Befreiung erst vollständig ermöglichte, kann sie ihrem Peiniger sogar verzeihen, vielleicht Grundlage und Bedingung dafür, dass sie wirklich von all dem Schrecklichen, was sie erlebt hat, geheilt werden konnte.

 

Leonie will mit ihrem bewegenden Zeugnis, denn das ist ihr Buch zweifellos, anderen Frauen, die Erfahrungen gemacht haben mit Gewaltbeziehungen und emotionaler Abhängigkeit, Mut machen. Sie will sie dabei unterstützen, sich von Selbstanklage und Scham zu befreien.

 

Leonie konnte ihren Weg nur gehen, weil sie glaubte und im Gebet und in der Beziehung zu Gott und Jesus Christus die Kraft fand, sich zu befreien.  Doch auch Frauen, die keine Beziehung zum christlichen Glauben haben und es auch nicht wollen, können sich von dem Buch trösten ermutigen und inspirieren lassen.

 

Trotz aller Schwere (ich musste das Buch manches Mal aus der Hand legen) schenkt das Buch von Leonie Hoffmann Hoffnung, dass der Schmerz nicht das letzte Wort ist, und auch nach schlimmsten Demütigungen in einer Beziehung es einen Weg gibt heraus aus der Abhängigkeit und Scham.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

African Waters. Zehn Länder und ihre Wasser

 

 

 

 

 

Florian Wagner. African Waters. Zehn Länder und ihre Wasser, Terramater 2019, ISBN 978-3-99055-012-0

 

Der hier bei TerraMater erschienene prachtvolle Bildband des Fotografen Florian Wagner zeigt den Kontinent Afrika aus einer Perspektive und in einer Dimension, wie man ihn so zuvor selten gesehen hat. Wagner ist mit seinem Team in einem Zeitraum von 66 Tagen in einem Hubschrauber unterwegs gewesen. Insgesamt 10 afrikanische Länder haben sie auf ihren Fotoreisen überflogen und dabei ganz wunderbare und faszinierend-beeindruckende Bilder gemacht, von großen Wassern und Trockengebieten, von Naturschutzgebieten und ihre wilden Tieren.

 

Das große Querformat des Buches lässt die 360 Grad Aufnahme Wagners in ganz besonderer Weise wirken. Man begreift die unendliche Weite des Landes und die Beziehung seiner Bewohner zum Wasser. Dieses Wasser in Flussläufen und Seen ist der Hauptfokus der Aufnahmen: Wasser als alles bestimmende Quelle allen Lebens dort.

 

Zu jedem Kapitel, jeder einzelnen Rundreise, hat Wagner einen einleitenden Text geschrieben zur Situation des jeweiligen Landes.

 

Vor allem aber bestechen die traumhaften Bilder, die zeigen, wie einzigartig diese vom Menschen bedrohten Lebensräume am Wasser sind.

 

Ein einzigartiger Bildband, der viele Hintergründe und Probleme zum Thema  Wasser in Afrika aufzeigt und erklärt.

 

 

 

FabelWesen

 

 

Good Wives and Warriors, FabelWesen, Laurence King Verlag 2019, ISBN 978-3-96244-087-9

 

Von Einhörner und dem sagenhaften Phönix haben auch viele Kinder schon gehört. Vielleicht kennen sie auch andere Fabelwesen aus der Fantasyliteratur, die sie gelesen haben. Doch mit diesem magischen Klappbuch können sie durch Umblättern der zweigeteilten Seiten in einem Ringbuch über 1000 fantastische Kombinationen finden von zauberhaften Fabelwesen und sie sozusagen neu erschaffen in einem wahren Panoptikum von fantastischen Wesen. Indem man Vorder- und Hinterteile immer wieder neu kombiniert, kann man immer neue Fabelwesen erschaffen.

 

Das Besondere daran: Jedes neu erfundene Wesen trägt seinen individuellen Namen. Er ergibt sich aus der Zusammensetzung der Körperteile von ganz allein. Hinzukommen  die ebenfalls zusammengesetzten und immer auf und immer auf
verblüffende Weise passenden Beschreibungen.

 

Seine fast unendlichen Variationen machen das Buch zu einem großen und fantasievollen Spaß für die ganze Familie.

 

 

 

Reds. Die Geschichte des FC Liverpool

 

 

Dietrich Schulze-Marmeling, Reds. Die Geschichte des FC Liverpool, Verlag Die Werkstatt 2019, ISBN 978-3-7307-0438-7

 

Seit der deutsche Meistertrainer Jürgen Klopp den englischen Fußballverein FC Liverpool ist die Stadt bei uns so bekannt wie selten seit die Beatles von dort aufbrachen um über den Star Club in Hamburg die Welt zu erobern.

 

Doch schon lange Jürgen Klopp dort den Verein zu neuen Höhen geführt hat und mit ihm die Champions-League gewonnen hat, hat der Verein eine bewegte und einzigartige Geschichte.

 

Dietrich Schulze-Marmeling hat zusammen mit einigen Gastautoren für den Verlag Die Werkstatt in Göttingen eine Geschichte dieses außergewöhnlichen Vereins, eine Geschichte, die erzählt von einer besonderen Stadt, von ihrer Musikwelt, einzigartigen Menschen wie Bill Shankly und Jürgen Klopp und Fans, wie man sie anderswo lange suchen kann (vielleicht noch in Frankfurt).

 

Jürgen Klopp sagt zu diesem Verein, den sie die „Reds“ nennen: „Wir wissen, dass dieser Klub eine Mischung aus Atmosphäre, Emotionen. Verlangen und fußballerischer Qualität ist. Nimmt man eine Sache davon weg, funktioniert es nicht. Dieser Klub lebt Emotionen und Leidenschaft, in ihm schlägt ein großes Herz.“

 

Der Autor und seine Co-Autoren haben es in diesem Buch verstanden, dem Leser diese Mischung auf eine Weise nahezubringen, als wäre er selbst dort.  Eine Kulturgeschichte des Fußballs in Liverpool.

Verborgene Schätze. Buch-Kalender 2020

 

 

 

Paulo Coelho, Verborgene Schätze. Buch-Kalender 2020, Diogenes 2019, ISBN 978-3-257-51078-2

 

 

Zum wiederholten Mal gibt der Diogenes Verlag einen Buchkalender seines wohl verkaufsstärksten Autors Paulo Coelho heraus. Es soll ein inspirierender Begleiter durch das Jahr sein – gleichsam ein Tage-Buch mit Auszügen aus der Gedankenwelt eines Autors, der zu meistgelesenen Autoren der Gegenwart zählt und dessen Romane in den letzten Jahren bei der Kritik bei weitem nicht mehr auf so ein ungeteiltes positives Echo stoßen, wie seine früheren.

 

Auch in diesem Jahr hat die kolumbianische Künstlerin Catalina Estrada dieses Kalender illustriert und sich dabei von der üppigen Natur ihres Heimatlandes inspirieren lassen. Aus den Bildern der in Barcelona lebenden Künstlerin spricht immer wieder ein staunender Blick auf die Welt.

 

Die einzelnen Monate stehen jeweils unter einem Begriff und pro Woche ist auf dem unteren Seitenteil jeweils ein Nachdenkens werter Satz aus einem der Bücher Coelhos zu lesen.

 

Für die Freunde von dessen Büchern ist dieser Kalender ein willkommener Begleiter durch das Jahr, und vielleicht auch Anlass, eines der älteren Büchern Coelhos, aus dem auch immer wieder zitiert wird, noch einmal zu lesen.