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Die Kunst eine glückliche Frau zu sein

 

 

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Katrin Zita,  Die Kunst, eine glückliche Frau zu sein,  Goldene Verlag 2015, ISBN  978-3-902991-75-1

 

Jenseits aller feministischen  Ideologie und völlig unberührt von der unsäglichen Genderdebatte legt Katrin Zita in ihrem neuen  nunmehr dritten Buch nach ihren insbesondere für Frauen gedachten Reiseführern einen Ratgeber vor, der in seiner Praktikabilität und Bodenständigkeit überzeugt und für Frauen aller Altersklassen oder Bildungsschichten wertvolle Anregungen und Mutmacher enthält.

Sie geht den für Frauen durch ihre jeweilige Erziehung bedingten typischen Gefühlen wie schlechtes Gewissen und innere Zerrissenheit nach, fragt nach der Herkunft weiblicher Unsicherheiten  und zeigt auf , wie Frauen diese heutzutage hinter sich lassen können. Dabei ist es völlig gleichgültig  in welcher Lebensform sie leben, ob sie Kinder haben oder nicht.  Wichtig ist, so sagt  sie, dass Frauen diese alten Gefühle hinter sich lassen  und gemeinsam die Wege beschreiten, die ihnen Erfüllung und Glück bringen.

Frech, frei und anders – und das gemeinsam, das ist ihr sympathisches  Credo:

„Ob Mutter oder  kinderlos,  alt oder jung, groß oder klein – wir Frauen  gehen zukünftig  gemeinsam durch durch dick und dünn.  Diese Parole  dürfen wir in unser Herz schreiben und jede sich selbst das Kleid  und Lebenskonzept schneidern, das ihr am besten steht.“

Der Rezensent  ist dabei aus eigener Erfahrung ziemlich sicher, dass die Männer von dieser femininen Selbstbefreiung  aus alten Gefühlskorsetten aus Herkunftsfamilie (Mutter) und Gesellschaft für ihre eigene Entwicklung, die mindestens  genauso  nötig ist, nur profitieren können.

For the Love of Bags

 

 

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Julia Werner, Dennis Braatz, For the Love of Bags, Te Neues 2015, ISBN 978-3-8327-3273-8

 

Taschen sind neben Schuhen der Modeartikel, von dem viele Frauen niemals genug haben können. Ursprünglich im Mittelalter als eine männliche Erfindung zur Aufbewahrung wichtiger persönlicher Dinge erfunden, hat sie sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem reinen Damenartikel gewandelt. Dass, wie ich gestern bei einem Einkaufsbummel in Frankfurt auf der Zeil erschüttert feststellte, nun auch immer mehr Männer feminine Taschen tragen, steht auf einem anderen Blatt und wird in diesem schönen Buch nicht thematisiert.

Zum Thema und zu Bild gebracht werden allerdings die unterschiedlichsten Taschenformen, Marken und Icons, auf die Frauen aller Altersklassen nicht erst seit gestern stehen. Oft muss es genau diese sein, Farbe und Marke, Größe und Design müssen genau passen, da gibt es keine Kompromisse, wie ich bei gestrigen Bummel wieder einmal feststellen musste. Und wie groß ist die Freude, wenn genau diese eine Tasche da ist, und sie in das persönliche Eigentum überführt werden kann. Völlig unabhängig davon, dass zu Hause vielleicht schon 30-40 Taschen auf ihren Einsatz warten. Diese eine hat bisher schmerzlich gefehlt in der Sammlung. Und es wird nicht lange dauern da kommt ein neues Modell hinzu.

Dieses Buch in Frauenhand wird mit Sicherheit dafür sorgen. Die abgebildeten und beschriebenen Taschen sind alle nichts für kleine Geldbeutel. Wenn man allerdings beachtet, dass für viele Frauen Taschen unterschiedlicher Größe etwas sind, was früher vielleicht wertvolle Schmuckstücke waren, dann sieht die männliche (und finanzielle) Bewertung schon anders aus.

Mit einem Index am Ende des Buches, kann man (frau) die verschiedenen „bags & brands“, die in dem Buch vorgestellt werden, leicht auffinden. Leider fehlen Bezugsquellen und (natürlich) Preise.

Das Buch eignet sich hervorragend als Geschenk für eine Partnerin oder Freundin, deren Taschenvorlieben man schon lange gelernt hat, zu verstehen.

 

 

Bergfieber

 

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Daniela Schwegler, Bergfieber. Hüttenwartinnen im Porträt, Rotpunktverlag 2015, ISBN 978-3-85869-668-7

 

12 Frauen im Alter zwischen 32 und 79 Jahren werden in diesem außergewöhnlichen Buch porträtiert. Frauen, wie es sie wohl nur in der Schweiz gibt. Sie alle eint ihre zum Teil schon jahrzehntelange Tätigkeit als Hüttenwartin. Sehr pur, immer direkt und mit einer gehörigen Portion Humor erzählen sie von ihrem Leben mit Wind und Wetter, beschreiben immer wieder unterschiedlich und doch wieder ähnlich ihre große Freiheit drt oben am Berg und reden von der Demut, die er sie gelehrt hat.
Porträts ganz eigenwilliger und beeindruckender Frauen haben die beiden Autorinnen durch ihre sensiblen Interviews und Fotografien geschaffen, die die Hüttenwartinnen durch einen Tourentipp ergänzt haben, der von ihrer Hütte seinen Anfang nimmt oder dort sein Ende findet.

Ein ganz besonderes Buch für Liebhaber magischer Orte und außergewöhnlicher Menschen.