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Vogue 100

 

 

 

 

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Robin Muir, Vogue 100. Hundert Jahre Brit Chic, Hatje Cantz 2016, ISBN 978-3-7757-4083-8

Es war schon ein gewagtes und ambitioniertes Unterfangen, mitten im Ersten Weltkrieg im September 1916 ein Modemagazin zu gründen. Heute, einhundert Jahre danach, sind von der „Vogue“ über 2000 Hefte erschienen, und in einer umfangreichen Ausstellung, die in diesem Jahr in London und in Manchester gezeigt wird, wird die Bedeutung dieser Hochglanzzeitschrift nicht nur für die britische Modegeschichte, sondern auch für die Kulturgeschichte gewürdigt.

Der Hatje Cantz Verlag veröffentlicht einen Begleitkatalog zu dieser Ausstellung in deutscher Sprache und würdigt damit auch die Bedeutung der „Vogue“, die sie seit Jahrzehnten für das deutsche Publikum hat.

In insgesamt zehn Kapiteln dokumentiert Robin Muir die einzelnen Jahrzehnte und zeigt, wie die Zeitschrift sich immer wieder mit dem aktuellen Zeitgeschehen auseinandersetzte und es reflektierte. Dabei profilierte sich die Zeitschrift immer wieder durch ihre Weltoffenheit und ihr Bestehen auf dem sogenannten guten Geschmack.

Unzählige berühmte Persönlichkeiten haben sich für die Zeitschrift fotografieren lassen, und viele sind in dem prächtigen Hochglanzband abgebildet. Mindestens genauso wichtig wie die Originalfotografien aber sind die Begleittexte, die die Bedeutung der einzelnen Jahrzehnte, in die das Buch aufgeteilt ist, mode-und kulturhistorisch beleuchten und erklären.

For the Love of Bags

 

 

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Julia Werner, Dennis Braatz, For the Love of Bags, Te Neues 2015, ISBN 978-3-8327-3273-8

 

Taschen sind neben Schuhen der Modeartikel, von dem viele Frauen niemals genug haben können. Ursprünglich im Mittelalter als eine männliche Erfindung zur Aufbewahrung wichtiger persönlicher Dinge erfunden, hat sie sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem reinen Damenartikel gewandelt. Dass, wie ich gestern bei einem Einkaufsbummel in Frankfurt auf der Zeil erschüttert feststellte, nun auch immer mehr Männer feminine Taschen tragen, steht auf einem anderen Blatt und wird in diesem schönen Buch nicht thematisiert.

Zum Thema und zu Bild gebracht werden allerdings die unterschiedlichsten Taschenformen, Marken und Icons, auf die Frauen aller Altersklassen nicht erst seit gestern stehen. Oft muss es genau diese sein, Farbe und Marke, Größe und Design müssen genau passen, da gibt es keine Kompromisse, wie ich bei gestrigen Bummel wieder einmal feststellen musste. Und wie groß ist die Freude, wenn genau diese eine Tasche da ist, und sie in das persönliche Eigentum überführt werden kann. Völlig unabhängig davon, dass zu Hause vielleicht schon 30-40 Taschen auf ihren Einsatz warten. Diese eine hat bisher schmerzlich gefehlt in der Sammlung. Und es wird nicht lange dauern da kommt ein neues Modell hinzu.

Dieses Buch in Frauenhand wird mit Sicherheit dafür sorgen. Die abgebildeten und beschriebenen Taschen sind alle nichts für kleine Geldbeutel. Wenn man allerdings beachtet, dass für viele Frauen Taschen unterschiedlicher Größe etwas sind, was früher vielleicht wertvolle Schmuckstücke waren, dann sieht die männliche (und finanzielle) Bewertung schon anders aus.

Mit einem Index am Ende des Buches, kann man (frau) die verschiedenen „bags & brands“, die in dem Buch vorgestellt werden, leicht auffinden. Leider fehlen Bezugsquellen und (natürlich) Preise.

Das Buch eignet sich hervorragend als Geschenk für eine Partnerin oder Freundin, deren Taschenvorlieben man schon lange gelernt hat, zu verstehen.