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Resilienz. Wie man Krisen übersteht und daran wächst

 

 

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Matthew Johnstone, Resilienz. Wie man Krisen übersteht und daran wächst, Kunstmann 2015, ISBN 978-3-95614-066-2

 

 

Er hat unter schwersten Depressionen gelitten seit er zwanzig Jahre alt war, und er hat in zwei wunderbaren Büchern beschrieben und vor allen Dingen gezeichnet, wie er diesen schwarzen Hund an die Kette legte und sich schließlich von ihm befreite. Diese beiden ebenfalls bei Kunstmann in München erschienenen Bände mit den Titeln:

  • Mein schwarzer Hund (2008)
  • Mit dem schwarzen Hund leben (2009)

sind in vielen Auflagen erschienen und haben vielen Betroffenen und ihren Angehörigen einen Weg aus einer Lebenskrise zeigen können, die jeden fast über Nacht treffen kann. In einem dieser Bücher schrieb er:

„Am Allerwichtigsten ist es, nicht zu vergessen: Wie schlimm es auch immer kommen mag- wenn man die richtigen Maßnahmen ergreift, können und werden die Schwarzen Hundstage vorübergehen.“

Nun, auch nachdem er sich mit Meditation als Hilfe zur seelischen Gesundung und Gesunderhaltung befasste und darüber ebenfalls ein Buch schrieb („Den Geist beruhigen“ 2012) reflektiert er in seinem neuen Buch „Resilienz“ darüber, „wie man Krisen übersteht und daran wächst.“

Dabei orientiert er sich an der Lehre von Viktor Frankl, der fünf Jahre im KZ der Nazis saß und auch Auschwitz überlebte, der in einem seiner Bücher schrieb, dass wir letztlich nicht steuern können, was uns im Leben widerfährt, dass wir aber in einem von vielen nicht für möglich gehaltenen Maß beeinflussen können, wie wir auf die Ereignisse reagieren und sie bewältigen.

Ähnlich wie bei den Büchern über die Depression, wo es Johnstone auf wenigen Seiten und beeindruckenden Zeichnungen gelang etwas zu vermitteln, wofür andere Bücher und Ratgeber Hunderte von Seiten brauchen, schafft er es auch in diesem Buch in wenigen Sätzen Wesentliches über jene Kraft zu schreiben, die „ein Gedeihen trotz widriger Umstände“ (Rosemarie Welter-Enderlin) ermöglicht.

Grundvoraussetzung für die Ausbildung und Entwicklung von Resilienz die Akzeptanz folgender Einsichten:

„* Sie können die Vergangenheit nicht ändern

* Sie können nicht ändern, was Ihnen zugestoßen ist

* Sie können nicht ändern, was Ihnen jemand angetan hat

* Sie können nicht ändern, was sie anderen angetan haben

* Sie können Ihre Familie nicht ändern, so lieb Ihnen das manchmal

auch wäre“

 

Und am Ende eines Buches, in dem man immer wieder lesen kann wie in einer Offenbarung etwas zum Mitnehmen:

„* Schätzen Sie die kleinen Dinge.

* Entwickeln Sie Mitgefühl.

* Freuen Sie sich am Augenblick.

* Lassen Sie Ihren Verstand still werden.

* Streben Sie nach Wohlbefinden.

* Lassen Sie Ihr Herz sprechen.

* Wachsen Sie an Schwierigkeiten.

* Geben Sie nie die Hoffnung auf.

* Leben Sie mit Liebe.“

Weiterführende Links im Anhang verweisen auf hilfreiche Unterstützung.

Ein ganz wunderbares Buch.

 

 

 

 

 

 

Stark wie ein Phönix

 

 

 

 

 

 

 

 

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Michaela Haas, Stark wie ein Phönix, O.W. Barth 2015, ISBN 978-3-426-29240-2

 

Schon seit vielen Jahren hat sich in der psychologischen Forschung ein Begriff etabliert, mit dem die Forscher eine immer wieder bei einigen ihrer Patienten und Klienten beobachtete Kraft bezeichnen, mit Hilfe derer sie aus einer deprimierenden Situation oder nach einem erlebten Trauma wieder in das normale und volle Leben zurückkehren konnten. Mit der sie Widerstand leisten konnten gegen die sie bisher krank machenden Zumutungen ihrer Umwelt und mit der sie wieder optimistisch ihren Blick nach vorne richten und ihr eigenes Leben im Griff behalten konnten.

Die Schweizer Paar-, Familien- und Organisationsberaterin Rosmarie Welter-Enderlin hat Resilienz schon früh ein „Gedeihen trotz widriger Umstände“ genannt. Es bezeichnet eine psychische Fähigkeit von Individuen, die durch verschiedene Gründe vielen Menschen in der heutigen Zeit abhanden gekommen ist, beziehungsweise sie waren gar nicht der Lage, sie in ihrer Kindheit und Jugend zu entwickeln.

Die Psyche besitzt eine Art Schutzschirm, die den Menschen krisenfest macht. Der Kern der Resilienz ist das unerschütterliche Vertrauen in die Fähigkeit, sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Dieses Vertrauen stützt sich auf sieben Säulen unserer inneren Stärke: Optimismus, Bewältigungsorientierung, Verlassen der Opferrolle, Akzeptanz, Verantwortung, aktive Zukunftsplanung, Netzwerke und Freundschaften.
Neue Forschungen zum posttraumatischen Wachstum eröffnen eine revolutionäre und überraschende Sicht auf das Thema Trauma. Menschen können auch nach schwersten Krisen Weisheit und Kraft schöpfen, um sich ihr Leben wieder neu aufzubauen. Mit den richtigen Strategien sind sie sogar in der Lage, an den Krisen innerlich zu wachsen und ihre Erfahrung an andere weiterzugeben.
Michaela Haas erklärt das Phänomen in dem vorliegenden Buch anhand von zwölf eindrucksvollen Porträts. Sie interviewte unter anderem die Menschenrechtslegende Maya Angelou, die erfolgreiche Autistin Temple Grandin, den Auschwitz-Überlebenden Coco Schumann und trommelte mit Def Leppard-Schlagzeuger Rick Allen
Die aufbauenden Erkenntnisse dieser von Schicksalsschlägen gezeichneten Menschen werden durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigt, und sie zeigen: Diese Fähigkeiten stecken in uns allen! Wie wir sie aktivieren können, zeigt Michaela Haas zusätzlich durch effektive Übungen zum Aufbau von Resilienz.

Denn Resilienz als das unerschütterliche Vertrauen in die Fähigkeit, sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen ist etwas, das man nicht einmal erwirbt und dann immer behält, sondern dieses Vertrauen und diese Fähigkeit müssen immer wieder „genährt“ und geübt werden.

Es ist eigentlich gleich, an welchem Punkt man beginnt. Hilfreich ist es jedoch immer, wenn man so etwas wie eine spirituelle Haltung und Lebenspraxis besitzt. Und vor allen Dingen immer für sich selbst entscheidet, was einem gut tut: „Stärke ist immer eine Kombination von vielen Faktoren“.

Diesen Faktoren der eigene Stärke auf die Spur zu kommen und sie dann schrittweise einzuüben und Sie auch in die Erziehung der eigenen Kinder zu integrieren, dazu hilft das vorliegende Buch auf ganz hervorragende Weise.

 

 

 

 

Kraft. Der neue Weg zu innerer Stärke

 

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Claudia Croos-Müller, , Kösel 2015, ISBN 978-3-466-31047-0

 

Schon seit vielen Jahren hat sich in der psychologischen Forschung ein Begriff etabliert, mit dem die Forscher eine immer wieder bei einigen ihrer Patienten und Klienten beobachtete Kraft bezeichnen, mit Hilfe derer sie aus einer deprimierenden Situation wieder in das normale und volle Leben zurückkehren konnten. Mit der sie Widerstand leisten konnten gegen die sie bisher krank machenden Zumutungen ihrer Umwelt und mit der sie wieder optimistisch ihren Blick nach vorne richten und ihr eigenes Leben im Griff behalten konnten.

Die Schweizer Paar-, Familien- und Organisationsberaterin Rosmarie Welter-Enderlin hat Resilienz schon früh ein „Gedeihen trotz widriger Umstände“ genannt. Es bezeichnet eine psychische Fähigkeit von Individuen, die durch verschiedene Gründe vielen Menschen in der heutigen Zeit abhanden gekommen ist, beziehungsweise sie waren gar nicht der Lage, sie in ihrer Kindheit und Jugend zu entwickeln.

Die Psyche besitzt eine Art Schutzschirm, die den Menschen krisenfest macht. Der Kern der Resilienz ist das unerschütterliche Vertrauen in die Fähigkeit, sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Dieses Vertrauen stützt sich auf sieben Säulen unserer inneren Stärke: Optimismus, Bewältigungsorientierung, Verlassen der Opferrolle, Akzeptanz, Verantwortung, aktive Zukunftsplanung, Netzwerke und Freundschaften.

Robert Brooks hat 2008 im Klett-Cotta Verlag ein Buch veröffentlicht mit dem Titel. „Das Resilienz-Buch. Wie Eltern ihre Kinder fürs Leben stärken“, das wertvolle Hinweise gibt dafür, wie Eltern durch eine entsprechende Haltung ihre Kinder so stärken für ihr Leben, dass sie bei kommenden Krise nicht jedes Mal eine Therapie brauchen, sondern ihr Leben selbständig bewältigen können.

Die Neurologin und Psychotherapeutin Claudia Croos-Müller weist in dem hier vorliegenden Übungsbuch einen neuen „Weg zu innerer Stärke“. Das Buch will für seine Leser ein Resilienztraining sein, es will Mut machen auf die Kraft des Anfangs zu vertrauen uns sich auf den Weg zu machen.

In vier Kapiteln ist das Buch nachvollziehbar aufgebaut:

  • Lebenskraft und Resilienz – ein krisenfester Schatz
  • Was stärkt uns, was schwächt uns?
  • Resilienz durch Charaktertugenden

(dieses Kapitel ragt heraus, ich habe diesen Ansatz bei anderen Büchern über Resilienz so nicht gefunden)

  • Resilienz alltäglich kultivieren

Die von Claudia Croos-Müller entwickelte Body2Brain –Methode enthält gezielte, einfache Körperübungen, die Gehirnstrukturen und Gehirnaktivitäten positiv beeinflussen. Mit ihnen kann jeder sein mentales Kraftpotenzial fördern und ein starkes Lebensgefühl entwickeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Dachs hat heute einfach Pech

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Moritz Petz, Der Dachs hat heute einfach Pech, NordSüd Verlag 2015, ISBN 978-3-314-10231-8

 

 

Vor zwei Jahren, als Moritz Petz seinen sympathischen Dachs in die Bilderbuchwelt einführte, hatte der schlechte Laune und wusste nicht so recht warum. Etwas was viele Eltern bei ihren Kindern gut kennen.

 

Im neuen Buch vom kleinen Dachs geht es um eine weitere eher negative Gefühlslage. Er sieht sich vom Pech verfolgt. Schon früh am Morgen kurz nach dem Aufstehen macht er die Erfahrung, dass ihm ein Lapsus nach dem anderen passiert. Erst fällt die Lampe um, dann zerbricht seine Lieblingstasse und seine Stifte kann er auch nicht finden.

 

Als er völlig frustriert das Haus verlässt, verfolgt ihn das Unglück und er fällt mit seiner Schubkarre über einen Spaten. Im Gespräch mit den anderen Tiere, die er unterwegs trifft, klagt er sein Leid und erfährt, dass es denen genauso geht und auch sie sich vom Pech verfolgt fühlen.

 

Traurig geht der Dachs nach Hause, doch dort wartet eine wundervolle Überraschung auf ihn….

 

Ein schönes Bilderbuch, das positive Erfahrungen vermitteln möchte. Deine Gefühle können ins Wanken geraten, sagt es den Kindern, aber es kann alles wieder gut werden. Die Psychologen nennen das Resilienz.

 

Warme Bilder von Amelie Jackowski kontrastieren ein ihren bunten Farben und eine reiche Auswahl von Tieren (Dachs, Maus, Hirsch und Waschbär bis hin zum Eichhörnchen, Hasen, Frosch und Fuchs) bietet viele verschiedenen Möglichkeiten zur Identifikation.