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James Ellroy: Browns Grabgesang

James Ellroy: Browns Grabgesang (1981)

Ich hatte das Buch schon lange hier liegen, und nach dem pinken „Dachschaden“ ist es eine angenehme Abwechslung.

Fritz Brown, ehemaliger Cop in L.A. und nun Privatdetektiv, der die Autos säumiger Kunden zurückholt, erhält von einem unangenehmen Tüpen den Auftrag, dessen Schwester zu beobachten und sie aus dem Einfluss eines wohlhabenden Juden zu holen. Brown nimmt sich der Sache tatsächlich an, kommt aber schnell zu eigenen Schlüssen und beginnt Ermittlungen auf eigene Faust.

Ellroy schreibt dicht, schnell und direkt, fast im Stakkato. Dieser Hard-boiled-Roman macht mit seinem extremen Realismus dem Genre alle Ehre. Bei Ellroy ist keine der handelnden Personen frei von Schuld. Die Polizei ist tief verstrickt, und Rassismus ist in allen Milieus an der Tagesordnung.

Doch eines lässt ihn, Ellroy, nicht los: der Tod seiner Mutter. Als er zehn war, wurde sie Opfer eines Sexualverbrechens. Der Mord wurde nie aufgeklärt. Nahezu obsessiv verfolgt er das Thema. Eine Andeutung findet sich hier im Buch. 1987 arbeitet er das Thema unter dem Titel „Die Schwarze Dahlie“ auf, den Mord an einer Prostituierten, der auf Tatsachen beruht.

Ellroy ist zwischen all den weichen Regionalkrimis und Einhörnern der Gegenwart ein unbedingtes MUSS.