Alle Beiträge von Winfried Stanzick

Wetter macht Liebe

 

 

 

Axel Bojanowski, Wetter macht Liebe, DVA 2017, ISBN 978-3-421-04763-2

 

„Wie Wind und Wolken unsere Gefühle verändern und anderen rätselhafte Phänomen der Erde“ – das soll nach dem Untertitel das Thema dieses Buches des Wissenschaftsjournalisten Axel Bojanowski sein.

 

Doch der Einfluss des Wetters auf unsere Gefühle wird in den insgesamt 50, jeweils nur wenige Seiten umfassenden Kapiteln des Buches, nur an einigen Stellen beschrieben, was dem Lesegenuss aber keinen Abbruch tut. Man darf sich nur nicht vom Cover in die Irre führen lassen.

 

Bojanowski beschreibt interessante Phänomene über die Erde, den Klimawandel, das Wetter, die Eiszeiten und vielen anderen verwunderlichen wettertechnischen Dingen auf der Erde.

 

Dabei erzählt er immer kurzweilig und mit Humor, präzise und tiefschürfend,  auch die Sache mit dem Wetter und der Liebe kommt zur Sprache, wenn auch nicht so ausführlich, wie das Buchcover vorgeben mag. Hier wird Naturwissen spannend und geistreich vermittelt. Man kann das Buch von vorne bis hinten lesen, aber auch einfach blättern und sich einzelne Themen heraussuchen. Fündig wird man sicher.

Cuba Cars

 

 

 

 

Harri Morick, Rainer Floer, Cuba Cars. Oldtimer in der Karibik, Delius Klasing 2017, ISBN 978-3-667-10837-1

 

 

Kuba ist für alle Automobilfreunde, erst recht für Liebhaber alter und besonderer amerikanischer Autos ein Mekka und ein regelrechtes Freilichtmuseum.

 

Harri Morick und Rainer Floer teilen diese Begeisterung und haben auf mehrerer Reisen in die Karibik nicht nur wunderbare Autos aufgespürt, sondern auch mit ihren Eigentümern gesprochen und mit Betreibern von Werkstätten, die mit viel Geschick und Phantasie alte Schlitten wieder auf Vordermann bringen.

 

Für Liebhaber alter amerikanischer Autos ist dieser schöne Fotoband ein Leckerbissen.

Berge unter Sternen

 

 

 

 

Bernd Willinger, Norbert Span, Berge unter Sternen, Knesebeck 2017, ISBN 978-3-95728-033-6

 

In mehr als 250 Nächten haben die beiden Alpenfreunde und Fotografen Bernd Willinger und Norbert Span  sich mit ihren Kameras in den Höhen der Alpen aufgehalten und dabei in verschiedenen Phasen der Nacht von der ruhigen Stimmung der goldenen Stunde, der Dämmerung mit ersten erkennbaren Sternbildern, der tiefen Nacht mit besonders hellen Sternen bis zur Morgendämmerung Aufnahmen von Bergen, Sternen und Lichtphänomenen gemacht, die einen beim Anschauen ein ganz ehrfürchtiges Gefühl machen.

 

Durch den Einsatz verschiedener besonderer Techniken (es gibt in diesem Buch auch Tipps für eigenes Fotografieren in den Bergen) sind Bilder von eine einzigartigen und berührenden Schönheit entstanden.

 

Ein Augengenuss der besonderen Art.

Eskapaden

 

 

 

Martin Walker, Eskapaden, Diogenes 2017, ISBN 978-3-257-24394-9

 

In seinen bisherigen Büchern mit dem sympathischen Bruno Courreges, dem Chef de Police in dem kleinen Städtchen St. Denis im Perigord ist es dem Engländer Martin Walker jedes Mal sehr gut gelungen, ein aktuelles Thema in einem konkreten Kriminalfall zu verbinden mit sehr aufschlussreichen Rückblicken in die dunklen Kapitel der französischen Geschichte.

 

Während es im letzten Band meines Erachtens zu viele verschiedene Handlungsebenen gab und das Buch deshalb etwas durcheinander wirkte, ist ihm im vorliegenden achten band wieder eine tolle Mischung aus aktuellen politischen Themen und in die Gegenwart reichender Hypotheken französischer Vergangenheit gelungen.

 

Da geht es zum einen um eine radikale Tierschützerin, die für viel Unruhe in St. Denis sorgt, zum anderen um die Rolle des legendären Kriegshelden Marco Desaix, einst ein Idol des jugendlichen Bruno und seine Verwicklungen in vergangenen  und aktuelle Geheimdienstaffären.

 

Und natürlich geht es wieder um viel leckeres Essen und große Weine und um das Liebesleben Brunos. Schon kurz nach Beginn des Buches beendet seine Freundin Isabelle die sich nun schon über mehrere Bände hinziehende Beziehung, weil sie unabhängig bleiben will und Brunos Traum von einer Familie mit Kindern nicht im Wege stehen will.

 

Wann und ob  Martin Walker seinem Bruno diesen Traum erfüllt, steht allerdings in den Sternen.

Eine leidenschaftliche Nacht, die Bruno mit einer der Hauptfiguren des Buches verbringt, kostet ihn fast den Job, den er dann doch in gewohnter Manier erfolgreich erledigt.

 

Diesen Band habe ich wieder mit großer Freude und fast ohne eine wesentliche Unterbrechung gelesen und freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung in 2017.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lass dich nicht im Stich

 

 

Pierre Stutz, Lass dich nicht im Stich. Die spirituelle Botschaft von Ärger, Zorn und Wut, Patmos 2017, ISBN 978-3-8436-0950-0

 

Gerade religiös und spirituell geprägte Menschen sidn oft mit der Botschaft groß geworden, dass Zorn, Wut und  Ärger zu den Charaktereigenschaften gehören, die einem frommen und gläubigen Menschen fremd sein sollten.

 

Pierre Stutz beschreibt in seinem neuen hier vorliegenden Buch, dass Ärger, Zorn und Wut zum Menschsein gehören, und entschlüsselt, welche spirituelle Botschaft sie bereithalten. Ob wohl sich gerade spirituelle Menschen diese „bösen Gefühle“ oft verbieten, gehören Wut und Zorn ebenso zur emotionalen Grundausstattung des Menschen wie die Liebe. Ebenso wie der »Eros« lässt sich auch die »Aggression« nicht einfach verdrängen, sondern prägt Denken und Fühlen, Seele und Körpererfahrung. Gefragt ist ein konstruktiver Umgang mit Aggression, der damit beginnt, Selbstvertrauen und den Mut zu entwickeln, sich nicht im Stich zu lassen, sondern sich zu wehren.

 

Es geht in diesem in sieben Schritten aufgeteilten Buch um die spirituelle Botschaft und die spirituellen Wurzeln von Empörung und Wut. Sich nicht gewöhnen an Ungerechtigkeit, sondern die Kraft der Aggression freisetzen für die gewaltfreie Arbeit am Frieden – für diese Botschaft zitiert er sehr viele Zeugen, deren Bücher er in einem ausführlichen Verzeichnis aufführt.

 

Vielen Gedanken und Überlegungen drückt er in Gedichten aus, die er immer wieder in seine überzeugenden Texte einfügt. In diesem Buch kann der Leser zu folgenden Themen Wichtiges erfahren. Überlegungen, die ihn weiterbringen bei:

  • Selbstvertrauen entfalten
  • Mich wehren können
  • Authentisch werden
  • Selbstverantwortung übernehmen
  • Mich nicht an Ungerechtigkeit gewöhnen
  • Die Spirale der Gewalt durchbrechen
  • Gewaltfrei kommunizieren

 

Eingebettet in die biblische und christliche Tradition hat dieses Buch auch Menschen etwas zu sagen, die sich in dieser Tradition nicht beheimatet fühlen.

 

 

 

Sweet Occupation

 

 

 

 

 

Lizzie Doron, Sweet Occupation, DTV 2017, ISBN 978-3-423-26150-0

 

Die 1953 als Tochter einer Holocaustüberlebenden in Tel Aviv geborene israelische Schriftstellerin Lizzie Doron ist in Deutschland durch ihre ausnahmslos autobiographisch geprägten Bücher bekannt geworden, in denen sie das Lebensgefühl und die Probleme der sogenannten „zweiten Generation“ thematisierte. Nicht nur in ihrem letzten Buch „Das Schweigen meiner Mutter“  versuchte sie sehr eindrucksvoll das Schweigen zu brechen. Es gibt niemand sonst, der in der Lage ist, die widerstrebenden Gefühle der Nachkommen der Überlebenden tiefer und schmerzhafter auszuloten. Man spürt den jeweils sehr sensiblen und gelungenen Übersetzungen Mirjam Presslers ab, welche unsagbare Anstrengung das Schreiben dieser Bücher für Lizzie Doron bedeutet.

 

Lizzie Doron ist zutiefst davon überzeugt, dass die beiden verfeindeten Völker, die Juden und die Palästinenser, wollen sie eine Chance haben zu überleben, das Unverständnis füreinander überwinden müssen. Gleichzeitig ist sie sich mit David Grossmann und vielen anderen einig, dass ohne die israelische Armee das Land schon längst nicht mehr existieren würde, und die Juden, wie es Nasser zuerst formulierte, von den Arabern ins Meer getrieben worden wären. Dennoch hat sie schon in ihrem letzten Buch „Who the Fuck ist Kafka“, das ebenso wie das neue hier vorliegenden in Israel nicht erscheinen konnte, sich auf neue  Wege begeben und begonnen, nicht nur literarisch, sondern in tatsächlichen Begegnungen mit Menschen von der anderen Seite, „dem Feind“, auszuloten, wie das wäre, sich einander anzunähern, der Gewalt abzuschwören und sich dem jeweiligen Leid und Schicksal des anderen zu anzunehmen.

 

Das Buch und seine Autorin sind voller Widersprüche. Da ist zu einem die Hoffnung, und zum anderen die tief sitzenden Vorurteile und Ängste. Und man spürt eine in den letzten Jahren stärker gewordene Ratlosigkeit, die auch andere Schriftsteller und Intellektuelle ergriffen hat. Einer von ihnen, Amos Oz, lässt in seinem letzten Roman „Judas“ einen alten weisen Juden sagen: „Die Wahrheit ist, dass alle Macht der Welt den Feind nicht in einen Freund verwandeln kann. Man kann den Feind zum Sklaven machen, aber nicht zu einem Liebenden. Mit aller Macht der Welt kann man einen Fanatiker nicht zu einem aufgeklärten Menschen machen. Und mit aller Macht der Welt kann man aus einem Rachedurstigen keinen Freund machen. Und genau da liegen die existentiellen Probleme des Staates Israel: einen Feind zum Liebenden zu machen, einen Fanatiker zu einem Gemäßigten, einen Rachsüchtigen zu einem Freund.“

 

Während Lizzie Doron noch in „Who the Fuck is Kafka“ immer wieder deutlich machte, dass die militärische Macht und ihr Einsatz notwendig sind, um den schnellen Tod Israels und seiner jüdischen Bevölkerung zu verhindern, hat sie nach den Gesprächen mit den insgesamt fünf Mitgliedern der „Combatants for Peace“ auch daran immer mehr Zweifel.

 

Lizzie Doron hat gegen erhebliche innere Widerstände diesen fünf Männern, drei Palästinensern und zwei Israelis, über ein ganzes Jahr lang in regelmäßigen Begegnungen zugehört und sich dabei immer wieder an Begebenheiten aus ihrem eigenen Leben erinnert. Entstanden ist dabei ein ergreifendes literarisches und persönliches Dokument einer Autorin, die sich und ihr ganzes bisheriges Leben und Erleben aussetzt einer neuen Erfahrung. Ein Buch über einst Radikale, die dem sinnlosen Hass eine Alternative entgegensetzen, von Mirjam Pressler, der langjährigen Freundin und Weggefährtin wieder sensibel ins Deutsche übersetzt

 

Es ist eine verzweifelte Zwickmühle, die da mit großer literarischer Kunst beschrieben wird.

Beim Lesen dieses Buches spürt der Leser geradezu körperlich die Qual, die Intellektuelle wie Doron, Oz oder Grossmann nicht erst seit gestern aushalten. Ich kann es allen Menschen sehr empfehlen, die sich, aus welchen Gründen auch immer, weigern, die Hoffnung für dieses Land und seine Menschen aufzugeben.  Dass es auch in Deutschland ein neues Verständnis dafür gibt, dass trotz einer sich nach innen abschottenden israelischen Politik mit Siedlungsbau und anderen den Friedensprozess verunmöglichenden Aktionen, zeigen die letzten Besuche von Außenminister Gabriel und Bundespräsident Steinmeier in Israel.

 

Auch die Wiederauflage des 1970 zum ersten Mal auf Deutsch erschienen Buches von Amos Oz und Avraham Shapira mit Gesprächen mit israelischen Soldaten nach dem Sechstagekrieg unter dem Titel „Man schießt und weint“, das soeben im Westend Verlag erschienen ist, kann zu diesem neuen Verstehens- und Verständigungsprozess jenseits der alten Frontlinien beitragen.

 

„Sweet Occupation“ ist ein Buch, das eine große Weisheit vermittelt: die Tragödie des anderen zu verstehen ist die Voraussetzung, um einander keine weiteren Tragödien mehr zuzufügen.

 

Ob dieses Buch jemals in Israel selbst veröffentlicht wird, scheint im Augenblich fraglich.

 

 

 

Custom Bike Life

 

 

 

 

Ramp (Hg.), Custom Bike Life, Te Neues 2017, ISBN 978-3-8327-6922-2

 

Dieses wunderschöne Buch ist ein Muss für jeden Motorradfan. Es ist ein Buch über die Kraft und Schönheit von selbstgebauten Maschinen. Eine Bildreise hinein in eine  Tradition, die tief verwurzelt ist im Freiheitsgefühl der 1960er-Jahre mit seinem Drang, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Individualisierte Geschichten werden präsentiert über individuelle Bikes und ihre Macher. Opulente bildgeprägte Geschichten und Reportagen sind das, die mitten hinein in das aktuelle Custom-Bike-Leben und die Motorradkultur eintauchen. Ein Roadmovie zum Miterleben. Alle Facetten sind vorhanden, die die Faszination Motorrad ausmachen, das ist Bike Life. Cafe Racer, Scrambler, Chopper. Dazu die großen Kulturveranstaltungen wie Wheels & Waves oder Pure & Crafted.

Der Leser erlebt die Atmosphäre auf Rennveranstaltungen, bei Wochenendevents in Kalifornien, er ist dabei bei Abenteuertouren durch die Berge von Südafrika und besucht die Werkstätten, in denen Custom Bikes entstehen. Die herausragenden Fotografen der Szene liefern ihre besten Produktionen.

Unterhaltsam-informativ führt der Text die Geschichten zu den Ereignissen und den Bildern. Ihr Verhältnis ist ausgewogen.

 

Ein tolles Geschenk für jeden Motorradfan.

Eine Hütte zum Glück. Die schönsten Hideaways in den Bergen

 

 

 

 

Ingrid Schindler, Winfried Heinze, Eine Hütte zum Glück. Die schönsten Hideaways in den Bergen, Knesebeck 2017, ISBN 978-3-86873-929-9

 

Vor den Augen die beeindruckenden Gipfelzüge der Alpen, blühende Wiesen und fantastisches Panorama. Menschen, die die Berge lieben, kennen auch den Traum und die Vorstellungen, wenigstens einmal in ihrem Leben für eine längere Zeit dort oben zu bleiben und dort zu leben und zur Ruhe zu kommen. Es gibt Menschen, nicht alle haben viel Geld, aber es hilft, die sich diesen Traum erfüllt haben und zum Teil mit großem Aufwand und Luxus alte Hütten aufgemotzt haben und dort jedenfalls zeitweise leben und arbeiten.

 

Ihre Hütten werden in diesem traumhaften Buch von Ingrid Schindler und Winfried Heinze beschrieben. Man erfährt ihre Geschichte, wie sie zum Teil gegen viele Widerstände zu ihren Hütten gekommen sind und wie sich ihr Leben und ihr Alltag dort gestalten.

 

Beeindruckende Menschen und beeindruckende Leistungen, die es auch normalen Wanderern und Bergfreunde möglich machen, dort einzukehren. Wie man jeweils dort hinkommt und was es in der jeweiligen Region sonst noch alles zu sehen und zu erleben gibt, wird jeweils am Ende eines Kapitels beschrieben.  Das macht das Buch nicht nur zu einer optischen Freude beim Anschauen, sondern auch zu einem praktischen Ratgeber für eigene Touren.

Blender im Job

 

 

 

 

Bärbel Wardetzki, Blender im Job, DTV 2017, ISBN 978-3-423-34904-8

 

Jeder, der länger mit anderen Menschen zusammenarbeitet kennt diesen Charakter: selbstherrliche Kollegen, überhebliche und arrogante Chefs, übergriffige und vereinnahmende Mitarbeiter. Wo man auch hinschaut: Menschen mit einem narzisstischen Persönlichkeitsstil sind allgegenwärtig.

Bärbel Wardetzki, Psychotherapeutin, Supervisorin und Coach aus München, schreibt in diesem Buch „vom klugen Umgang“ mit diesen narzisstischen Kollegen und Chefs. Man lernt in diesem verständlichen Buch, woran man solche Menschen erkennt, aber auch etwas über die Gründe ihres Charakters. Dieser relativ ausführliche Teil hilft, die Blender zu durchschauen und sie zu verstehen.  Viele Fallbeispiele erläutern und veranschaulichen das zuvor theoretisch Erklärte.

 

Das Buch eignet sich hervorragend für Menschen, die unter narzisstischen  Kollegen oder Chefs am Arbeitsplatz leiden und gibt ihnen praktikable Hinweise, wie sie im Arbeitsalltag mit diesen Menschen klug umgehen können.

 

Denn Flucht oder der Wechsel des Arbeitsplatzes hilft nicht weiter, denn auf der nächsten Stelle trifft man sie wieder. Das hängt daran, dass diese Störung bei vielen Menschen immer weiter um sich greift, weil ihre Ursache in der Kindheit immer mehr Menschen unserer Generation betrifft.

 

 

 

Bitte nimm mich in die Arme

 

 

 

 

John A. Rowe, Bitte nimm mich in die Arme, Minedition 2017, ISBN 978-3-86566-350-4

 

Dieses Bilderbuch von John A. Rowe ist in England unter dem Titel „I want a hug“ schon 2007 erschienen. Es handelt von dem Bedürfnis nach Zuwendung und körperlicher Nähe.

 

Da ist der kleine und sympathische Igel Elvis, der nur eine einzigen Wunsch hat: er möchte so gerne einmal in die Arme genommen werden. Überall wo er hinkommt, sieht er, wie Wesen sich umarmen und sich so etwas geben, was er schmerzlich vermisst. Aber weil so stachelig ist, sucht niemand seine Nähe.

 

Als er die Hoffnung auf eine Umarmung schon fast aufgegeben hat, hört er in der Nähe jemand rufen: „Will mir niemand einen Kuss geben?“

Es ist das Krokodil Kevin, der da verzweifelt eine ganz ähnlichen Wunsch ausrückt, wie ihn Elvis schon  lange in sich trägt. Die beiden kommen sich näher und werden gute Freunde.

 

Ein liebenswertes und warmherziges Bilderbuch, das Kindern vor Augen führt, was es bedeutet, aufeinander zuzugehen.