Alle Beiträge von Winfried Stanzick

Bösemann

 

Gro Dahle, Svein Nyhus, Bösemann, NordSüd Verlag 2019, ISBN 978-3-314-10481-7

 

Die norwegische Lyrikerin und Romanautorin Gro Dahle hat zusammen mit ihrem Mann Svein Nyhus ein beeindruckendes, aber auch verstörendes Bilderbuch gemacht über das Thema häusliche Gewalt und wie kleine Kinder sie erleben. Christel Hildebrandt hat als erfahrene Übersetzerin das Buch aus dem Norwegischen  sensibel ins Deutsche übertragen.

 

Das Buch erzählt von dem kleinen Jungen Boj und wie er seine Familie wahrnimmt. Sein Vater ist unberechenbar und immer wieder gewalttätig gegenüber seiner Mutter. In beeindruckenden Bildern und gelingt es dem Autorenehepaar die gespannte Atmosphäre einzufangen, in der der kleine Boj lebt. Er liebt seinen Vater, bewundert seine Größe und Stärke. Doch wenn der Vater wieder einmal sehr wütend ist, stellt sich der Junge vor, dass Bösemann von ihm Besitz ergriffen hat. Bösemann steht für die unberechenbare Seite seines Vaters. Die hilflose Mutter versucht die Spannung immer wieder zu lösen, doch sie schafft es nicht aus ihrer Opferrolle heraus. Boj muss in seinem Zimmer mithören, wie der Vater über die Mutter herfällt.

 

Immer wieder verspricht der Vater, sich zu bessern, er weint und macht für Boj alles nur noch schlimmer. Alles in der Familie orientiert sich an der Stimmungslage des Vaters.  Mit einem großen Reichtum an sprachlichen und künstlerischen Stilmitteln wird die Thematik in fast schon poetischer Weise entfaltet.

 

Am Ende kann nur einer der Familie den Mut finden, Hilfe zu holen, die dann auch kommt. Das Buch hat eine ganz wichtige Botschaft an alle betroffenen Kinder: Es gibt keine Toleranz für gewalttätiges Verhalten. Den betroffenen Familien vermittelt sie: Ihr seid nicht allein. Es ist nicht eure Schuld. Ihr müsst darüber sprechen.

 

Ich denke, das Buch sollte nur von erfahrenen Erzieherinnen vorgelesen werden, denn es ermutigt Kinder sich zu öffnen. Und dann muss die Hilfe auch professionell sein.

 

 

Sepia und das grosse Meer

 

 

 

Susanne Timbers, Sepia und das grosse Meer, minedition 2019, ISBN 978-3-86566-393-1

 

Das kleine Tintenfischmädchen Sepia lebt mi ihrer Familien in einem traumhaft bunten Korallenriff im Meer. Sie liebt es sich zu verstecken und macht das so gut, dass sogar ihr Vater sie nicht findet.

 

Eines Abends macht sie das wieder, als eine strake Meeresströmung sie in die Tiefe des Meeres reißt und sie jegliche Orientierung verliert.  Ein kleines Seepferdchen hat sich an einem ihrer Tentakel festgehalten. So ist Sepia nicht allein, als sie in der Tiefe des Meeres vielen anderen großen Tieren begegnet. Einem Mantarochen, einer uralten Schildkröte. Als ein großer Hai vorbeikommt schützt sich Sepia, indem sie von ihrer Tinte verspritzt und hat auch für den kleinen Fisch einen guten Rat, wie er sich mit seinen Freunden gegen den Hai wehren kann.

 

Nach langer Irrfahrt durch das Meer und seine Gefahren kehrt Sepia endlich ins heimische Korallenriff zurück zur Freude ihres Vaters. Zusammen mit dem Seepferdchen treffen sie für weitere Versteckspiele Vorkehrungen, das Sepia nicht mehr verloren gehen kann.

 

Ein biologischer Text mit fantastischen Zeichnungen über die „Supertools der Sepia“ der Biologin Tanja Dietrich rundet ein schönes Sachbilderbuch und eine spannende Geschichte ab.

 

 

Raus aus den Federn

 

 

 

 

Anke de Vries, Piet Grobler, Raus aus den Federn, Annette Betz Verlag 2019, ISBN 978-3-219-11775-2

 

Antonia ist ein kleiner Vogel, der morgens gerne schon in aller Frühe im Wald singt und mit seinem Gesang die anderen Vögel des Waldes aus den Nestern treibt.

 

Die sind darüber nicht sehr erfreut und meckern. Sie sagen, Antonia mache sie verrückt mit ihrem Geschrei. Sie stehen halt nicht so gerne früh auf. Doch Antonia lässt sich nicht beirren und singt so lange, bis alle Vögel schimpfend und murrend aus ihrem Nest gekommen sind.

 

Doch irgendwann wird ihr alles zu viel und sie verlässt den Wald. Schon am nächsten Morgen verschlafen die anderen Vögel des Waldes. „Wo ist Antonia? Warum hat sie uns nicht geweckt?“

 

Doch auch Antonia vermisst schon bald in der Fremde den Wald und sie fragt sich, ob sie den anderen Vögeln auch fehlt. Da hat sie eine schöne Idee: sie schmückt und verkleidet sich mit verschiedenen Pflanzenteilen und kehrt zurück in den Wald. Die anderen Vögel erkennen sie nicht und antworten auf die Fragen des seltsamen neuen Vogels, warum niemand singt, dass Antonia nicht mehr da sei. Sie habe wunderbar gesungen, sie jeden Morgen pünktlich geweckt, und sie würden sie sehr vermissen.

 

Kurz danach erkennen die Vögel Antonia in ihrer Verkleidung und alle sind froh und jubeln. Doch als Antonia am nächsten Morgen in aller Frühe ihren Weckruf startet, beginnt auch das Murren wieder…

 

Ein schönes und lustiges Buch über Frühaufsteher und liebenswerte Nervensägen. Kinder, die nicht gerne aufstehen, werden sich schnell wiedererkennen.

 

 

 

Darwins Entstehung der Arten

 

 

Sabina Radeva. Darwins Entstehung der Arten, Hanser 2019, ISBN 978-3-446-26231-7

 

Charles Darwins Erkenntnisse aus seinem Buch „Die Entstehung der Arten“ als Sachbilderbuch für Kinder aufzubereiten ist Sabin Radeva mit ihrem zuerst in England erschienenen hier vorliegenden Buch sehr gut gelungen. Stefanie Ochel hat die wohltuend unideologischen Texte ins Deutsche übersetzt.

 

Ein schönes und vor allen Dingen leicht verständliches Sachbilderbuch ist so gelungen. Ein Buch, das sich nicht nur ein Kinder ab dem Grundschulalter richtet, sondern auch für Jugendliche und Erwachsene einen guten und ersten Überblick gibt über die Ergebnisse der Forschungen von Charles Darwin und ihre Bedeutung für die heutige Wissenschaft.

 

Leicht verständliche Texte und farbenprächtige Zeichnungen vermitteln den jungen und älteren Lesern das Wesentliche einer großen Theorie und regen im Anhang zum persönlichen Weiterstudium der Thematik an.

 

 

 

 

Die Wahrheit über Dinosaurier

 

 

Guido van Genechten, Die Wahrheit über Dinosaurier, Annette Betz Verlag 2019, ISBN 978-3-219-11794-3

 

Im Jahr 2008 haben US-Wissenschaftler der Universität Harvard  eine enge Verwandtschaft mit dem Dinosaurier Tyrannosaurus Rex und den heutigen Hühnern festgestellt. Demnach war der Dinosaurier laut Proteinvergleichen ein Vorfahr der Hühner. Der fleischfressende Tyrannosaurus Rex ist der Vorfahr unserer heutigen Hühner.

 

Diese zunächst unglaubliche Information hat den niederländischen Kinderbuchautor Guido van Genechten zu einer urkomischen und lustigen Bilderbuchidee gebracht, in dem er ein grünes Huhn die an Dinos interessierten Kinder (und das sollen ja ziemlich viele sein!) auf eine witzige Weise auf eine Informationsreise mitnehmen lässt. Dem Huhn (dem Dino) hilft dabei ein altes Familienalbum, aus dem das kluge Huhn alle seine Informationen hat und sie gerne an die Kinder weitergibt.

 

Meike Blatnik hat dieses Buch so übersetzt, das sein Witz und sein Humor gut herüberkommt.

 

 

Alles hat einen Namen

 

 

Annika Frau, Alles hat einen Namen, Ravensburger Verlag 2019, ISBN 978-3-473-43790-0

 

„Liebevoll erdacht, für kleine Helden gemacht“. Mit diesem Slogan geht die neue Bilderbuchreihe des Ravensburger Verlags „Edition Piepmatz“ für Kinder ab 2 Jahren an den Start.

 

Das vorliegende Buch „Alles hat einen Namen“ von einer Frau Annika ist ein gelungenes Sachbilderbuch, das den Kleinsten Gegenstände und Sachen aus ihrer allernächsten Umgebung und  Lebenswelt in schönen Abbildungen zeigt und jeweils den Namen dazu schreibt.

Das stabile Buch ist aufgeteilt in die Bereiche:

  • In meinem Kleiderschrank
  • Alle meine Fahrzeuge
  • Im Cafe
  • In Mamas Handtasche
  • Das ist oben ..
  • Auf dem Spielplatz
  • Beim Einkaufen
  • Beim Kinderturnen
  • Alle meine Farben
  • In unserem Badezimmer
  • In meinem Kinderzimmer

 

Das Buch eignet sich hervorragend zur Sprachschatzerweiterung, zur Wiedererkennung von Gegenstände und Namen und wird jedem Kind ab 12 Monaten Freude machen

 

Wirklich liebevoll erdacht.

 

Gott funktioniert nicht. Deswegen glaube ich an ihn

 

 

 

Thomas Frings, Gott funktioniert nicht. Deswegen glaube ich an ihn, Herder 2019, ISBN 978-3-451-38026-6

 

Vor drei Jahren hat Thomas Frings sein Pfarramt aufgegeben und ist zunächst in ein Kloster gegangen. Er hat darüber in einem erfolgreichen und vieldiskutierten Buch geschrieben.

 

Nun, nach einer langen Pause der Reflexion meldet er sich wieder mit einem neuen Buch zu Wort. Hatte sich das erste noch weitgehend damit beschäftigt, warum er in der gegenwärtigen katholischen Kirche nicht mehr als Pfarrer arbeiten kann, beschäftigt er sich nun mit der Vorstellung von Gott. Denn schon kurz nach seiner Weihe musste er bestürzt feststellen, dass er trotz Studium und Seminar zu Gott weder eine Beziehung hatte noch eine tiefe Vorstellung von ihm.

 

Er schreibt nun bewegend und beeindruckend von seinen Zweifeln, von  seinem ernsthaften Suchen, von seinem schmerzhaften Ringen um eine Vorstellung von Gott. Und er erzählt von dem Mut, den er dazu brauchte.

 

Denn er ist davon überzeugt, dass nur ein Glaube trägt, der Gott wirklich ernst nimmt. Ohne einen solchen Glauben als Fundament von allem weiteren wird die Kirche nicht überleben, von welcher Konfession auch die Rede ist.

 

Indem er von seiner eigenen Suche sehr persönlich erzählt, lädt er seine vielleicht ebenfalls auf der Suche befindlichen Leser ein auf einen Weg, der Glaubenserkenntnis verspricht.

 

Ob das die Strukturen der Kirche aufbrechen kann, wage ich zu bezweifeln. Vgl. hierzu das Buch von Marco Marzano, Die unbewegliche Kirche (2019), das ebenfalls bei Herder erschienen ist.

 

 

Der Nahe Osten geht nicht unter. Die arabische Welt vor ihrer historischen Chance

 

 

Daniel Gerlach, Der Nahe Osten geht nicht unter. Die arabische Welt vor ihrer historischen Chance, Edition Körber 2019, ISBN 978-3-89684-268-8

 

Seit vielen Jahrzehnten scheint der Nahe Osten als eine Weltgegend, die, von Kriegen, religiösen Konflikten und zunehmender Hoffnungslosigkeit geprägt, nicht selten als möglicher Ausgangspunkt eines großen Weltenbrandes gesehen wird.  Wohin man auch schaut in der Medienlandschaft, dem Mittleren und Nahen Osten wird keine große Zukunft vorausgesagt.

 

Doch für den Orientalisten und Journalisten Daniel Gerlach ist der von allen schon längst totgesagte arabische Frühling noch lange nicht zu Ende. Für ihn, wie er in dem hier vorliegenden Buch „Der Nahe Osten geht nicht unter“ immer wieder aufzeigt, hat 2011 etwas Irreversibles begonnen:

„In jedem Fall handelt es sich um eine epochale Entwicklung, die sich trotz etlicher Bemühungen autoritärer Kräfte in der arabischen Welt nicht mehr ungeschehen machen lässt. Denn sie hat gezeigt: Kein Diktator, kein Autokrat kann mehr sicher sein zu herrschen, bis er an Altersschwäche stirbt. Und absolute Macht ist eine Illusion.“

 

Er zeigt überzeugend optimistisch, dass die arabische Welt, auch wegen ihrer immer jünger werdenden Gesellschaften, Veränderungsprozesse historischen Ausmaßes erlebt, die hierzulande noch kaum angemessen wahrgenommen werden.

 

Gerlach erzählt in seinem Buch von Menschen, die er auf seinen vielen Reisen in die Region getroffen hat. Menschen, die mit ihrem Engagement Hoffnung  machen können auf eine bessere Zukunft. Eine heranwachsende Generation, der er zutraut, dass sie die großen Übel der Region an der Wurzel bekämpfen können. Den Sektarismus etwa, die Trennung zwischen Sunniten und Schiiten und den Konfessionalismus. Denn  „diese Geisteshaltung hat dem Nahen Osten großen Schaden zugefügt. Sie war nicht die Ursache, sehr wohl aber der Brandbeschleuniger für Kriege. Sie stellte die Betriebstemperatur für explosive Reaktionen her. Nach dem Despotismus ist der Sektarismus die zweite große Geißel der nahöstlichen Gesellschaften.“

 

Gerlach weist auf eine Tatsache hin, die bei uns beim Blick auf den Nahen Osten meist vergessen wird. Für ihn sind die jungen Menschen dort nicht nur Opfer, sondern können zu Herrinnen und Herren ihres eigenen Schicksals werden. Er traut ihnen zu, in naher Zukunft schon ihr Leben lebenswerter zu gestalten.

 

Ich muss gestehen, dass mich dieser Optimismus beeindruckt hat, aber nicht meine Skepsis vertreiben konnte, was die Zukunft der arabischen Gesellschaften betrifft

 

 

Zuversicht

 

 

 

Mira Magen, Zuversicht, DTV 2018, ISBN 978-3-423-28151-5

 

Mira Magén ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Schriftstellerinnen Israels. Sie ist Anfang der fünfziger Jahre in Kfar Saba  geboren und blieb der orthodoxen, ostjüdisch geprägten Welt ihrer Kindheit bis heute verbunden, was in ihren Romanen auf unterschiedliche Weise zum Ausdruck kommt, wo die Auseinandersetzungen mit der jüdischen Tradition und dem Glauben meist eine bedeutende Rolle spielt.

 

Sie hat in ihrem Leben verschiedene Stationen durchlaufen, sich immer wieder verändert. So hat sie nach einem Studium der Psychologie und Soziologie als Lehrerin, Sekretärin und als Krankenschwester gearbeitet, bevor sie sich als Schriftstellerin selbständig machte. Sie gründete dazwischen eine Familie mit Kindern und hat auch diese Erfahrung in ihren Romanen immer wieder reflektiert.

 

In ihrem neuen Roman „Zuversicht“, der in Israel 2015 erschien und von ihrer treuen Übersetzerin Mirjam Pressler als eines der letzten Bücher vor ihrem Tod kongenial ins Deutsche übertragen wurde, erzählt die 39- jährige Nava eine Geschichte der Befreiung und Auferstehung in ein neues Leben.

 

Denn als Nava ihren Mann und ihren kleinen Sohn bei einem Autounfall verliert, gibt sie ihren Beruf als erfolgreiche Innenarchitektin auf. Sie kauft in einen Seniorenwohnanlage mit dem Geld, das ihr die Versicherung ausgezahlt hat, eine kleine Wohnung und arbeitet als Kassiererin in einem nahe gelegenen Supermarkt. Sie hat mit ihrem Leben abgeschlossen und versucht  mit aller Kraft, die ihr gebelieben ist, sich der Zukunft zu verweigern. Ein Altenheim als Wohnort, mitten unter alten Menschen ohne Zukunft, scheint ihr der geeignete Ort, um den Rest ihres Lebens zu verbringen.

 

Doch all ihre Versuche, sich vom Leben abzuschließen und den Kontakt zu anderen Menschen zu verweigern, bleiben relativ erfolglos. Denn die alten Bewohner der neuen Seniorenanlage suchen ihre Freundschaft, ein Kollege im Supermarkt lässt nicht locker, ihr sein Herz auszuschütten und da nähern sich ihr Männer, die sie verehren und zu ihrer eigenen  Überraschung ihre Begierde und Leidenschaft neu wecken.

 

Am wichtigsten ist jedoch Navas Bruder Chanan, ein stiller Tischler, der zusammen mit seiner Familie, die zu einer neuen Heimat für Nava wird, auf seine zurückhaltende aber wirksame Weise langsam und behutsam versucht, Nava ins Leben und seine Lebendigkeit zurückzuholen.

 

Alle miteinander zeigen ihr mit ihrer Herzenswärme und Güte zunehmend erfolgreich, dass es auch für sie eine Zukunft gibt und dass auch sie nicht allein ist.

 

„Zuversicht“ ist ein sensibler und berührender Roman über die große Kraft von Freundlichkeit, Liebe und Einfühlung, die es einer beeindruckenden Frau ermöglicht, dem Sog der Trauer zu entkommen und sich neu dem Leben und der Liebe zu öffnen. Mira Magen gelingt es mit ihrer einfühlsamen Sprache in ganz tiefe Ebenen der Leserseele vorzudringen  wenn der sich denn öffnet.

 

Ein Buch, das lange nachwirkt und viel Hoffnung ausstrahlt.

 

 

 

 

 

 

 

Der kleine Waschbär Waschmichnicht

 

 

Britta Sabbag, Igor Lange, Der kleine Waschbär Waschmichnicht, arsedition 2019, ISBN 978-3-8458-2538-0

 

So wie alle Mütter ist auch die Mama des kleinen Wachbären der Meinung, dass Sauberkeit an oberster Stelle steht: „Ein richtiger Waschbär wäscht sich täglich und für sein Leben gern“, sagt sie voller Überzeugung. Doch ihr kleiner Sohn weigert sich und versteckt sich im Bett. Sie nennt ihn „kleiner Waschbär Waschmichnicht“ und zieht ihn aus dem Bett.

 

Doch der will sich auf keinen Fall waschen und springt aus dem Fenster. Er sucht sich Verstecke bei den Schweinen, bei den Pferden, in der Mülltonne. Immer wieder kündigt seine Mutter ein immer größer werdendes Bad an, doch da haut der kleine Waschbär wieder ab. Doch als ein Stinktier ihm sagt, er rieche wie ein Stinktier und sei deshalb ganz bestimmt kein Waschbär, besinnt er sich eines anderen.

 

Ein Dauerthema aus dem Alltag von kleinen Kindern und ihren Eltern hat die „Hummel-Bommel“ – Autorin Britta Sabbag charmant umgesetzt. Igor Lange hat ihre Geschichte witzig und humorvoll illustriert.