Alle Beiträge von Winfried Stanzick

Der Schusch und der Bär

 

 

 

SaBine Büchner, Charlotte Habersack, Der Schusch und der Bär, Ravensburger Verlag 2019, ISBN 978-3-473-44710-7

 

In „Der schaurige Schusch“ haben die beiden Autorinnen im Jahr 2016  ein schönes Bilderbuch über Vorurteile vorgelegt. Kinder sollten lernen im Gespräch über dieses Buch, dass man niemand beurteilen soll, den man nicht kennt.

 

Nun haben sie eine Art  Fortsetzung veröffentlicht, eine neue Geschichte, die für ein offenes Miteinander eintritt und mit den Kindern darüber ins Gespräch kommen will.

 

Es erzählt von einem reichen Bär, der sich mit harter Arbeit beim Honigsammeln viel Geld verdient hat den Sommer über und sich nun im Simmelsgebirge davon eine große und schicke Höhle kauft.

 

Doch kaum hat er sich in seiner Höhe eingerichtet, sieht er in vorbeikommenden Tieren nur potentielle Diebe, die ihm sein Hab und Gut wieder wegnehmen wollen.  Er baut eine hohe Mauer um seine Höhle, vergittert die Fenster und fühlt sich dennoch nicht wirklich sicher vor den imaginierten Dieben.

 

Eine schöne Fortsetzung. Vielleicht wird ja eine Bilderbuchrehe daraus.

 

Da kommt der Schusch vorbei und fragt den Bär, warum er denn in einem Gefängnis lebe.  Es gelingt dem Schusch, den Bär aus seiner verbarrikadierten Höhle herauszulocken zu den anderen Tieren an den Fluß, wo sie mit den anderen Tieren einen lustigen Ausflug unternehmen. Und der Bär spürt, dass sie alle nett zu ihm sind und ihm nichts wegnehmen wollen.

 

Bist du der Frühling?

 

 

Chiaki Okada, Ko Okada, Bist du der Frühling, Moritz Verlag 2019, ISBN 978-3-89565-372-8

 

In diesem schönen Bilderbuch aus Japan geht es um eine Hasenfamilie, die in einem kleinen Häuschen im Wald wohnt. Dieser Wald im hohen Norden des Landes ist noch tief verschneit und alle, Tiere und Pflanzen, warten sehnsüchtig auf den Frühling, der allen neues Leben einhauchen wird. So haben sie es unzählige Male erlebt. Nur das jüngste Kind der Hasenfamilie hat den Frühling noch nie gesehen und erlebt.

 

Das kleine Hasenkind ist sehr lebendig, möchte bei allen Spielen der großen Brüder mitmachen und fragt neugierig immer, wann denn der Frühling endlich kommt und es das Meer sehen kann, wie die Mutter es so oft schon versprochen hat.

 

Eines frühen Morgens, als alle anderen Brüder noch schlafen, hört er stapfende Geräusche von draußen. Er denkt, dass muss bestimmt der Frühling sein, verlässt das Haus und macht sich auf die Suche nach ihm.

 

Er begegnet einem netten riesigen Eisbären, der auf dem Weg in den Norden ist, wo es länger kalt ist. Der setzt den Hasen auf einen hohen Baum, von wo der kleine Hase einen wunderbaren Blick auf die aufgehende Sonne über dem Meer hat.

 

Mit dem Versprechen sich im nächsten Winter wiederzutreffen verabschieden sich die beiden neuen Freunde voneinander und der kleine Hase läuft schnell nach Hause.

„Mama, ich habe den Frühling getroffen!“

 

Eine schöne und ansprechende Bilderbuchidee mit bezaubernden Figuren.

Vielleicht wird morgen alles besser

 

Fabio Geda, Vielleicht wird morgen alles besser, Knaus 2018, ISBN 978-3-8135-0790-4

 

In seinem neuen Roman erzählt der italienische Erfolgsautor Fabio Geda eine poetische und warmherzige berührende Geschichte über einen Jungen namens Ercole, der notgedrungen seinen Platz in dieser Welt finden muss.

 

Ercole ist sechs Jahre alt, als seine Mutter die junge Familie verlässt. Für jedes Kind eine Katastrophe. Ercole hat eine ältere Schwester namens Asia. Zusammen ziehen sie nach Turin und wachsen dort beim Vater auf.

 

Doch auch der Vater lässt die beiden Kinder schamlos im Stich, Er ist schwerer Alkoholiker, hat sein Leben überhaupt nicht im Griff und zwingt so die beiden Kinder in eine Rolle, die eigentlich für ihr Alter viel zu früh ist. Weil er sich überhaupt nicht um den Haushalt und die Kinder kümmert und nur sehr spärlich durch Gelegenheitsjob mal etwas Geld mit nach Hause bringt, wenn er es nicht schon vorher in Alkohol umgesetzt hat, sind die Kinder auf sich allein gestellt. Asia übernimmt für dne kleinen  Ercole die Mutterrolle, kocht und führt den Haushalt und schaut, dass die Rechnungen und die Miete bezahlt werden.

 

Die beiden Kinder schaffen es trotz dieser Umstände nach außen hin, insbesondere gegenüber dem Jugendamt die Fassade zu wahren. Keiner dieser Gutmenschen, die sich angeblich um sie sorgen, soll  erfahren, wie es ihnen wirklich geht.

 

Obwohl die Verhältnisse, in denen er aufwächst eigentlich zum Himmel schreien, ist Ercole ein zufriedener und unbeschwerter Junge. Er verliebt sich irgendwann in Viola, die so alt ist wie er und aus wohlhabenden Verhältnissen stammt. Er ist glücklich.

 

Doch als sein Vater eines Tages von der Polizei verhaftet wird und Asia verkündet, mit ihrem Freund zusammenzuziehen, türmt Ercole mit seinem Fahrrad und macht sich auf die Suche nach seiner Mutter. Und so beginnt eine turbulente Zeit für Ercole.

Doch nie gibt er seine Hoffnung auf, die dem Buch seinen Titel gab: vielleicht wird morgen alles besser.

 

Das zu Herzen gehenden Buch ist ein poetische Werk über die große Kraft der Wünsche.

 

 

 

 

 

Als die Tiere im Wald noch nackig waren

 

 

 

Elfe Marie Opiela, Als die Tiere im Wald noch nackig waren, Annette Betz Verlag 2019, ISBN 978-3-219-11788-2

 

Dieses wunderschöne Bilderbuch von Elfe Marie Opiela erzählt eine interessante Geschichte, die nicht nur lustig ist und die Kinder dauernd zum Kichern bringt, sondern auch einlädt selbst aktiv zu werden und sie zu berichtigen.

 

Einst, vor langer Zeit, so die Geschichte, waren alle Tiere im Wald ohne Fell, also nackig (erstes Kichern garantiert beim Vorlesen!). Lange machte ihnen das nichts aus, bis es ihnen zu kalt wurde und sie begannen, sich lustige Felle auszusuchen, die ihnen gefielen. Der Tiger etwa mochte ein Fell mit Stacheln, dem Frosch gefielen Federn besonders gut und der Igel bevorzugte Streifen. Zunächst waren alle zufrieden mit ihrer Wahl, aber schon bald stellten sie fest, dass die ausgewählten Felle für ihren Alltag in der Natur ziemlich unpraktisch waren.

 

Als die schlaue Eule per Plakat zu einer urigen Kleidertauschparty einlädt, sind alle nicht mehr zu halten. Ein wildes und lustiges Tauschen beginnt …

 

Am Ende des Buches ist ein Bastelbogen eingeklebt, mit dem Kinder eine Anziehpuppe ausschneiden und selbst anziehen können. Großer Spaß ist garantiert!

Widerworte. Warum mit Phrasen Schluss sein muss

 

 

Alexander Kissler, Widerworte. Warum mit Phrasen Schluss sein muss, Gütersloher Verlagshaus 2019, ISBN 978-3-579-01474-6

 

Nicht erst seit seiner hochgelobten Streitschrift „Keine Toleranz den Intoleranten“ die 2015 ebenfalls im Gütersloher Verlagshaus erschien, gilt der Kulturjournalist und Sachbuchautor Alexander Kissler als ein Publizist, der sich mit differenzierten und pointierten Beiträgen in die politischen und kulturellen Debatten in unserem Land einmischt.

 

In seinem neuen, hier vorliegenden Buch nimmt er sich die phrasenhafte Sprache in der Politik an fünfzehn Beispielen vor und seziert sie ganz genau. Beispiele dieser Phrasen sind unter anderen:

  • Wir schaffen das
  • Jeder verdienst Respekt
  • Religion ist Privatsache
  • Menschlichkeit kennt keine Obergrenze
  • Gewalt ist keine Lösung
  • Haltung zeigen!
  • Das ist alternativlos

 

Ganz genau und mit hoher sprachlicher Präzision  seziert er diese Phrasen und deckt die wahre Absicht derer auf, die sie benutzen  bzw. in die Welt gesetzt haben.

 

Sein Kollege Jan Fleischhauer sagt zu diesem Buch vollkommen richtig: „Wen beim freihändigen Gebrauch politischer Phrasen eine leichte Übelkeit erfasst, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Nach der Lektüre ist einem, wie bei einem guten Tonikum, bedeutend wohler.“
 

Ein wichtiger und aufklärerischer Beitrag gegen die allgemeine Sprach- und Politikverdummung.

 

 

 

 

Frida Furchtlos lädt zum Tee

 

 

 

 

Danny Baker, Pippa Curnick, Frida Furchtlos lädt zum Tee, arsedition 2018, ISBN 978-3-8458-2751-3

 

In diesem schönen Bilderbuchaus dem Englischen geht es um eine ungewöhnliche Gans, die sich auch durch gefährliche Begegnungen nicht aus der Ruhe bringen lässt. Sie heißt Frida, wohnt am Rande des Waldes in einem Haus mit Garten und ist in ihrem Leben noch keinem anderen Tier begegnet. Als sie eines Tages gerade ihre Karotten gießt, schleicht sich ein Wolf heran und will ihr mit seinem Gebrüll Angst machen. Frida reagiert ganz ruhig, fragt ihn, was „Rraaar!“ bedeuten soll und lädt ihn zu Tee und Kuchen in ihr Haus ein. Das ist dem Wolf nicht geheuer und er zieht ab.

Da Gleiche passiert ihr kurze Zeit später mit einem Bär und eine Löwen. Jedes Mal reagiert sie auf deren schreckliches Gebrüll ganz gelassen und spricht die Einladung zum Tee aus, Jedes Mal ergreifen die großen Tiere die Flucht.

 

Doch als Frida kurz danach auf einen Gänserich trifft, ist alles anders. Gut beobachtet von dem Wolf, dem Bär und dem Löwen, gehen sie miteinander zu Fridas Haus. Und dort wartet nicht nur für Frida, sondern auch für die Kinder, die das Buch betrachten, eine große Überraschung.

 

Das Bilderbuch ist ein schönes Plädoyer für Offenheit. Man kann nach dem Vorlesen mit den Kindern über Mut nachdenken und gefährliche Begegnungen. Es unterstützt Urvertrauen genauso wie gesundes Misstrauen.

Immer Ruhe bewahren, locker bleiben und sich nicht ins Bockshorn jagen lassen von anderen, besonders für Kinder, die schnell aus der Fassung geraten, eine wichtige Botschaft.

 

 

 

Nein, Nein. Ich steig in kein fremdes Auto ein

 

 

 

 

Petra Lazik, Kai Schüttler, Nein, Nein. Ich steig in kein fremdes Auto ein, Coppenrath 2018, ISBN 978-3-649-62185-0

 

Dieses schon 2007 zum ersten Mal veröffentlichte Bilderbuch hat der Coppenrath Verlag nun erneut aufgelegt.  Es richtet sich an Eltern und Erzieherinnen in Kindertagesstätten, die alle verbindet, dass sie die ihnen anvertrauten Kinder vor Gefahren bewahren wollen. Doch wie kann man mit Kindern ein solches Thema sensibel besprechen, ohne  bei ihnen Unsicherheit oder gar Angst zu erzeugen, sondern im Gegenteil so etwas wie Selbstbewusstsein und Sicherheit aufzubauen.

 

Petra Lazik, Kriminalhauptkommissarin a.D., hat früher viele Jahre im Bereich sexuelle Gewalt an Kindern ermittelt und arbeitet nun als systemische Beraterin und Traumatherapeutin in eigener Praxis.

 

Von Kai Schüttler sehr kindgerecht illustriert, erzählt sie in diesem Buch die Geschichte von Marie und ihrem Bruder Max, die  auf dem Weg zum Kindergarten von einem Autofahrer angesprochen  werden. Er lädt sie ein in seinem roten offenen Sportflitzer mitzufahren. Während Max wohl gerne mit dem tollen Auto mitgefahren wäre, verlässt sich Marie auf ihr Bauchgefühl und sagt laut und deutlich: „Nein!“

 

Als sie später im Kindergarten davon erzählen, haben sie in Frau Löwenstein eine ruhige und besonnene Zuhörerin, die auf das Erlebte eingeht.

 

Das Buch eignet sich hervorragend zum Einsatz in Kindergartengruppen, aber auch zum Vorlesen und Besprechen zu Hause. Für Eltern hat Petra Lazik am Ende des Buches auf zwei Seiten wichtige und verständliche Hinweise gegeben.

 

Ein wichtiges, unverzichtbares Buch. Gut, dass es wieder auf dem Markt ist.

Sterben lernen. Das Buch für den Abschied

 

Felix Hütten, Sterben lernen. Das Buch für den Abschied, Hanser 2019, ISBN 978-3-446-26025-2

 

Dem 1987 geborenen, bei der Süddeutschen Zeitung tätigen Medizin- und Wissenschaftsjournalisten Felix Hütten ist mit diesem Buch etwas ganz Außergewöhnliches gelungen.

 

Mit einer großen, vielleicht auch seinem jungen Alter geschuldeten Leichtigkeit und einer beeindruckenden Ernsthaftigkeit beschäftigt sich der Autor mit einem Thema, das unsere Gesellschaft über lange Zeit verdrängt hat und das durch viele Bücher so wie das vorliegende langsam in das Bewusstsein von immer mehr Menschen dringt. Das Sterben und der Tod, mein eigener Umgang mit ihm, besonders dann, wenn ich betroffen bin von einer Krankheit etwa, die früher oder später mein Leben rauben wird, wird in diesem Buch als etwas thematisiert, das man lernen kann, auf das man sich vorbereiten kann.

 

Felix Hütten geht davon aus, dass für Betroffene und auch ihre Angehörige das Sterben, der Tod und der trauernde Umgang damit leichter werden können, wenn wir mehr darüber wissen. In einer sehr direkten Weise spricht er durchgängig seinen Leser in der zweiten Person an und stellt damit eine direkte und vertrauensvolle Nähe her, auf ich mich als Leser schnell einlassen konnte.

 

Alle wichtigen Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem Sterben und dem Tod und dem Verarbeiten all dessen für Betroffene und Angehörige stellen, werden ohne Tabus erörtert und die Hinweise und Ratschläge, die er seinen Lebers gibt, sind nicht aufdringlich. Auf religiöse oder theologische Dimensionen des Sterbens geht er nicht ausdrücklich ein.

 

Auch für Menschen, die noch jünger oder die nicht von einer lebensbedrohenden Situation betroffen sind, ist das Buch eine wichtige, weil auf das sicher Kommende vorbereitende Lektüre. Denn Vorsorge treffen (darauf wird im letzten Teil des Buches besonderen Wert gelegt) kann und sollte man auch in jüngerem Alter.

 

Denn der Tod sucht sich den Zeitpunkt selbst aus, an dem er zu dir kommt.

 

 

 

 

 

Stella Goldschlag. Eine wahre Geschichte

 

 

 

Peter Wyden, Stella Goldschlag. Eine wahre Geschichte, Steidl Verlag 2019, ISBN 978-3-95829-608-4

 

Schon viele Jahre gab es in der deutschen Literaturkritik und im Feuilleton keine so heftige und leidenschaftliche Debatte mehr wie über den Roman „Stella“ des Spiegel-Journalisten Takis Würger. Seine fiktive Geschichte eines Schweizer Bürgersöhnchens, der nach Berlin geht, um herauszufinden, was es mit den Judenverfolgungen des Nazis auf sich hat und dort auf Stella Goldschlag trifft, sich in sie verliebt und dann auch Kenntnis erlangt darüber, dass sie als „Greiferin“ andere jüdische Menschen in großer Zahl an die Gestapo verrät, hat sofort eine Menge Kritiker auf den Plan gerufen.

 

Die sehr grundsätzlich und moralisch gestellte Frage geisterte lange durch die Feuilletons, ob man ein solches Thema auf diese Weise darstellen darf und kann. Während die Kulturredaktion des NDR das Buch zum „Buch des Monats“ gewählt hat, lehnen es andere zum Teil mit Empörung ab, so als hätte Takis Würger hier ein größtmögliches Sakrileg begangen. Es geht dabei um den Vorwurf der Effekthascherei, des Kitsches, die Tatsache, dass Würger beim Spiegel arbeitet, weckt bei vielen Assoziationen zum Fall Relotius. Letztlich geht es um die Frage: darf man in Deutschland über die Nazizeit und oder eine jüdische Hauptfigur auf eine so kurzweilige und unterhaltsame Weise schreiben? Darf ein Buch über ein solches Thema von einem Nichtjuden geschrieben werden und darf es unterhaltsam sein?

 

Hannah Lühmann schrieb in der WELT: „Warum sollte es denn verwerflich sein, einen kurzweiligen Roman auch über eine entsetzliche Zeit zu schreiben?“

Ich selbst ergänzte in einer Rezension dieses Buches:

„Das habe ich mich beim Lesen und Schreiben auch gefragt. Dass man an der nun wirklich naiven männlichen Hauptperson einiges kritisieren kann, okay. Aber einem Autor quasi zu untersagen, eine solche Geschichte zu erfinden, grenzt an hypermoralische Zensur.“

 

Der Steidl Verlag in Göttingen, der eine Biographie über Stella Goldschlag von Peter Wyden, die Takis Würger mit Sicherheit für seine Recherchen zu seinem Buch benutzt hat, schon 1993 veröffentlichte, hat nun „aus aktuellem Anlass“ wie er in einer Pressemitteilung schrieb, diese Biographie neu aufgelegt.

 

In dieser Neuauflage, die ich sehr begrüße, weil sie ein lange nicht mehr lieferbares Buch für alle an dieser literaturkritischen Auseinandersetzung interessierte Zeitgenossen wieder zugänglich macht, verzichtet der Verlag auf jeglichen Bezug auf Takis Würgers Buch und die Debatte, die es ausgelöst hat. Jeder soll sich mit der Lektüre dieser Biographie sein eigenes Bild machen.

 

Mir jedenfalls ist die Person Stella Goldschlag und ihre Geschichte durch dieses Buch auf eine viel intensivere Weise nahe gekommen als in Takis Würgers Roman.

 

 

 

OmaOpa find ich gut

 

Katharina Grossmann-Hensel, OmaOpa find ich gut, Annette Betz Verlag 2019, ISBN 978-3-219-11787-5

 

Das neue Bilderbuch von Katharina Grossmann-Hensel, das sie im Annette Betz Verlag veröffentlicht hat, ist eine liebevolle und warmherzige Hommage an Großeltern und ihre Beziehung zu ihren Enkeln.

 

Wenn sie nicht gerade verreist sind, was sie sehr gerne tun, ist das namenlose Mädchen, das hier seine Großeltern und seine Beziehung zu ihnen beschreibt, bei OmaOpa zu Besuch. Sie sind meistens gut drauf, spielen mit dem Mädchen Verstecken und haben allerlei lustigen Blödsinn im Kopf.

Auf jeden Fall ist es nie langweilig bei ihnen.  Die Besuche bei ihnen sind immer ein besonderes Erlebnis für das Mädchen.

 

Dem geht es damit wohl so, wie den meisten Kindern, die noch Großeltern haben. Es ist für kleine Kinder ein Segen, wenn sie im Kontakt mit Großeltern aufwachsen. Meinem mittlerweile schon jugendlichen Sohn würde viel fehlen, wenn er nicht die zwölf wunderbaren gemeinsamen Jahre mit seiner Oma gehabt hätte, die mit uns in einem Haus gelebt hat.

 

Katharina Grossmann-Hensels neues Bilderbuch ist ein humorvoll illustriertes Loblied über die ganz besondere Beziehung zwischen Enkeln und Großeltern.