Alle Beiträge von Winfried Stanzick

Winter im Wichtelwald

 

 

 

 

 

 

Outi Kaden, Winter im Wichtelwald, arsedition 2018, ISBN 978-3-8458-2649-3

 

Outi Kaden führt ihre kleinen Betrachter und die großen Vorleser mit diesem schönen Bilderbuch in einen  verschneiten Winterwald, der jeweils mit Originalfotografien abgebildet ist. Auf jeder neuen Doppelseite begegnet der witzig in die Fotografie gezeichnete kleine Waldwichtel einem anderen Tier. Der Meise, der er ein paar Kerne bringt, dem hustenden Fuchs, dem er Hustensaft und eine Wurst schenkt. Das Eichhörnchen bekommt Nüsse und Rosinen, weil es im tiefen Schnee seine Vorräte nicht mehr findet. Mit dem großen Braunbär macht er eine lustige Schneeballschlacht und den Rentieren zeigt er eine Stelle, wo sie gut Moose zum Fressen finden.

Eine einzigartige Kombination aus hochwertigen Fotografien und warmherzigen Illustrationen. Der Text ist in schönen Reime abgefasst, was Kinder besonders lieben, weil sie nach mehrfachem Vorlesen auch selbst nachsprechen bzw. die Sätze vollenden können.

 

Kein Ende der Gewalt. Friedensethik für eine globalisierte Welt

 

 

Eberhard Schockenhoff, Kein Ende der Gewalt. Friedensethik für eine globalisierte Welt, Herder 2018, ISBN 978-3-451-37812-6

 

Der katholische Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff ist ein weit über die Grenzen seiner Kirche bekannter Ethiker, dessen Stimme in weiten Kreisen der Gesellschaft und Politik Gehör und Beachtung findet.

Nach umfangreichen und dicken Wälzern über die Grundlagen der Ethik (2007) und zur Bioethik (2009) legt er nun ein nicht weniger umfangreiches Buch mit dem Titel „Kein Ende der Gewalt? Friedensethik für eine globalisierte Welt“ vor. Alle Bücher und auch viele weitere zu vielen sozialethischen Themen  sind bei Herder erschienen.

 

Dieses dicke Standardwerk kann man als einen Kompass verstehen für Menschen und für eine Welt, die sich nach wie nach Frieden sehnt, auch wenn die Hochzeiten einer Friedensbewegung lange vorbei scheinen. Doch es gibt überall auf der Welt zarte Pflänzchen der Hoffnung, gesetzt von lokalen und überregionalen Bewegungen, die die Suche nach dem Frieden nicht aufgegeben haben oder neu begonnen haben.

 

Angesichts der Komplexität des Themas scheint der Umfang des Buches gerechtfertigt. Zumal es Eberhard Schockenhoff wie nur wenigen Autoren, die über theologische oder philosophische Ethik schreiben, gelingt, die durchweg komplexen Sachverhalte und Inhalte verständlich und nachvollziehbar zu beschreiben und zu erklären.

 

In diesem empfehlenswerten Buch geht es letztlich um die Frage, ob Menschen bzw. Staaten in bestimmten Fällen Gewalt anwenden dürfen oder gar sollen. Gibt es in Geschichte und Gegenwart Alternativen? Können Konflikte auch ohne Gewalt gelöst werden, und wann und wo wird es auch in Zukunft nicht ohne sie gehen?

 

Eberhard Schockenhoff ist Theologe. Deshalb geht er vom biblischen Konzept des Friedens aus, um seine „Friedensethik für eine globalisierte Welt“ zu begründen und zu unterfüttern. Er bleibt damit immer auf dem Boden der biblischen Botschaft und bezieht die Ergebnisse seiner Exegese auch auf aktuelle und aktuellste Ansätze in der Politik internationaler Beziehungen.

Allen, die das Thema tiefer angehen wollen, mit den alltäglichen medialen Erklärungen unzufrieden sind und die anthropologischen, historischen und systematischen Dimensionen von Krieg und Frieden besser verstehen wollen, sei dieses Buch sehr empfohlen.  Das Buch erklärt viel Historisches, gibt aber auch eine gute Unterstützung die neuen Entwicklungen in der Welt zu verstehen.

 

Und es ist auf seine Art ein Hoffnungsbuch, wie der Autor selbst in einem Vortrag sagte:

„Schon immer erforderte die Arbeit für den Frieden Mut und visionäre Kraft, vor allem aber Geduld, langen Atem, Ausdauer und Bereitschaft, trotz mancher Rückschläge auf dem Weg der kleinen Schritte voranzugehen.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Geheimnis der Bären. Eine Weihnachtsgeschichte

 

 

 

Bruno Hächler, Anastasia Arkhipova, Das Geheimnis der Bären. Eine Weihnachtsgeschichte, minediton 2018, ISBN 978-3-86566-390-0

 

Dieses wunderbare und warmherzig illustrierte Bilderbuch erzählt eine etwas andere Weihnachtsgeschichte, in der ein kleiner Bär die Haupttrolle spielt. So wie Hunderttausende andere Teddybären sitzt er schon seit Jahren mit einer roten Schleife um den Hals auf dem Bücherregal eines Kinderzimmers. Schon lange wird er nicht mehr zum Kuscheln und Einschlafen gebraucht und deshalb ist sein Fell matt und struppig vom Staub geworden. Doch seine Augen funkeln noch wie an dem Tag, als das Kind ihn zum ersten Mal an sich gedrückt hatte.

 

Am Tag vor Heiligabend, der Weihnachtsbaum ist schon geschmückt, verschwindet er plötzlich aus dem Haus der Menschen, die ihre Geschenke schon hingelegt haben. Auch unzählige andere Bären verschwinden zur gleichen Zeit. Um Mitternacht treffen sie sich und beschließen wortlos ihre Aktion. „Sekunden später drängten Tausende von samtigen Geschöpfen ins Freie und machten sich voller Tatendrang ans Werk.“

 

Ihre Aufgabe ist es, in allen Häuser die vorbereiteten Geschenke aus den Verpackungen zu entfernen und an ihre Stelle kleine Botschaften zu legen. „Ich habe dich lieb“ oder „Ich denke oft an dich“ oder „Ich komme dich bald besuchen“.

 

Der Streich der Bären sorgt am Nachmittag und Abend für ein großes Durcheinander in vielen Familien. Sie stellen schnell fest, dass auch die Nachbarn betroffen sind. Niemand kann sich erklären, was geschehen ist. Doch dann fällt ihnen ein, welche Botschaften da in den leeren Kartons lagen. Und bald schon machen sie sich auf den Weg, in die Altersheime, zu den einsamen Nachbarn. „Kein einsamer Mensch in der ganzen Stadt wurde vergessen.“

 

Während die Menschen und auch die Kinder recht zufrieden und glücklich über das Erlebte in dieser Nacht in ihren Betten schlafen, bringen die Bären alles wieder zurück. Und der Bär mit der roten Schleife sitzt wieder auf dem Regal. Und seine Augen funkeln wie am ersten Tag…

 

Ein nachdenklich machendes Bilderbuch über den wahren Sinn von Weihnachten.

Das Papierhaus

 

 

 

Carlos Maria Dominguez, Das Papierhaus, Insel Verlag 2018, ISBN 978-3-458-36379-8

 

 

Es ist das Frühjahr 1998. Die englische Literaturdozentin Blume Lennon kauft im Antiquariat in Soho eine alter Ausgabe der Gedichte von Emily Dickinson und wird kurze Zeit später in diesem Buch lesend von einem Auto angefahren und getötet. Ihr Vertreter an der Universität Cambridge, identisch mit dem Ich-Erzähler, erhält einige Zeit später eine an Blume Lennon adressierte Buchsendung aus Uruguay mit einen zerlesenen Exemplar von Joseph Conrads ‚Schattenlinie“. Das Buch ist voller Zement- und Betonreste. Es enthält eine längere Widmung für einen gewissen Carlos, den Blume Lennon auf einer Literaturtagung in Monterrey getroffen und mit dem sie eine kurze, aber heftige Affäre hatte.

Der Ich-Erzähler, der sich Hoffnung auf die Nachfolge für Blume Uni-Stelle macht, ruht nicht, bis er in Lateinamerika dem Rätsel dieses Buches auf die Spur kommt.

Wer ‚Schatten des Windes“ gerne gelesen hat, wird auch dieses kleine Erzählung des Argentiniers Carlos Maria Dominguez lieben.

Es ist ein wunderbares Stück Prosa eines büchervernarrten Autors, das auch für den Leser ein Hochgenuss ist, der sich in der lateinamerikanischen und spanischen Literatur nicht auskennt.

 

 

Seit wann ist die Erde rund. Wien sich die Völker unseren Planeten vorstellten

 

 

Guillaume Duprat, Seit wann ist die Erde rund. Wien sich die Völker unseren Planeten vorstellten, Knesebeck 2018, ISBN 978-3-86873-135-4

 

Das vorliegende Sachbuch, an dem der Autor nach eigenen Angaben über acht Jahre lang gearbeitet hat, ist nicht nur für Kinder ab 9 Jahren, wie vom Verlag empfohlen, geeignet, sondern auch für alle Erwachsenen, die sich für die Entstehung von Weltbildern quer durch die Zeit interessieren, und den Zusammenhang dieser Weltbilder mit der jeweiligen Kultur, die sie geprägt haben. So ist etwa das Weltbild der Bibel, das über eine lange, lange Zeit dominierend war, von dem babylonischen Schöpfungsmythos geprägt, den die jüdischen Theologen nach der Vertreibung ins babylonische Exil dort kennen gelernt und für die Erklärung ihrer eigenen Geschichte adaptiert und verändert hatten. Jeder Theologe lernt das in seinem alttestamentlichem Studium; von den in diesem Buch beschriebenen und erklärten vielen anderen Vorstellungen von der Welt und ihrer Entstehung aus den verschiedenen anderen Kulturen der Welt habe ich jedenfalls bei diesem Studium nichts erfahren. Ein Buch wie das vorliegende hätte mir helfen können, quasi komparatistisch die eigene Tradition einzuordnen.

Das Buch des Franzosen Guillaume Duprat nimmt seine Leser auf eine spannende und sehr lehrreiche Zeitreise mit, bei der sie erfahren, welche Vorstellungen die vielen Völker dieser Erde und ihre Kulturen von der Form und vom Aussehen unserer Erde hatten und zum Teil heute noch haben. Mit vielen Klapptafeln und schönen Illustrationen ist das Buch ausgestattet, und eine Datumsleiste von der Frühzeit bis heute gibt eine wichtige Orientierungshilfe bei der historischen Einordnung.

Ein sehr empfehlenswertes Buch, das nicht umsonst nach seinem ersten Erscheinen 2009 den Kinder- und Jugendbuchpreis LUCHS der ZEIT erhalten hat.

Ich kann fliegen

 

Fifi Kuo, Ich kann fliegen, Orell Füssli 2018, ISBN 978-3-280-03583-2

 

 

Der kleine Pinguin hat ein großes Problem: er träumt davon, so wie die anderen Vögel fliegen zu können. Immer wieder schaut er ihnen am Himmel bewundernd nach, wenn sie dort ihre Kunststücke vorführen. Zwar sagt ihm sagt Vater, dass sie Pinguine seien, und Pinguine eben mal nicht fliegen können, sondern hervorragend ausgestattet seien zum Schwimmen, doch der kleine Pinguin gibt seinen Traum nicht auf.

 

Immer wieder versucht er es, probiert alles Mögliche: er versucht zu flattern, er nimmt ordentlich Anlauf. Alles umsonst. Auch nachdem ihn sein Vater noch einmal getröstet hat, versucht er es wieder und rutscht einen Eisabhang hinab mitten ins Wasser des Eismeers. Sein Vater, der die ganze Zeit ein Auge auf ihn hatte, kommt ihm zu Hilfe, fängt ihn  auf und zeigt ihm dann im Wasser, wie schön es sein kann zu schwimmen. Da spürt der Pinguin, dass die Fähigkeit, sich so immer Wasser bewegen zu können, ja so etwas ist wie Fliegen. Nicht in der Luft wie eine Möwe, sondern eben wie ein Pinguin im Wasser.
Kunstvolle und schöne Illustrationen erzählen eine warmherzige Geschichte auf ihre Weise.

 

 

 

Die Live Butterfly Show

 

 

 

Jan Wagner, Die Live Butterfly Show. Gedichte, Hanser Berlin 2018, ISBN 978-3-446-26043-6

 

Vier Jahre ist es her, dass Jan Wagners preisgekrönter Gedichtband und Lyrikbestseller „Regentonnenvariationen“ erschienen ist, ein Buch, das nicht nur Wagners Ruf als ungewöhnliche rund phantasiebegabter Lyriker begründete, sondern auch nicht unwesentlich zu einer neuen lange nicht erlebten Begeisterung eines breiteren Publikums für Gedichte  beitrug. Vor einem Jahr wurde wohl auch deswegen Jan Wagner in Darmstadt der Büchnerpreis verliehen, was seinen Bekanntheitsgrad weiter steigerte.

 

Nun zeigt er mit seinem neuen Gedichtband „Die Live Butterfly Show“ nicht nur einen für einen Lyrikband ungewöhnlichen Titel an, sondern zeigt sich mit den etwa 50 neuen Gedichten als einen routinierten Dichter und außergewöhnlicher Sprachjongleur, der nach wie neugierig und offen auf die Dinge des Alltags schaut und dem Leser ermöglicht, sie in einer ganz neuen Perspektive anzuschauen.

 

Egal, was Wagner, in seiner Dichtkunst mit jedem Band souveräner werdend, beschreibt, welches Wesen oder welchen Gegenstand, er verwandelt sie poetisch nun lässt sie gleichsam fliegen.

 

Immer wieder probiert er sich auch an alten Formen, ohne sich sklavisch an sie binden. Wagners Gedichte sind Sprachexperimente, die dem Leser Spaß machen.

 

 

 

 

Die Liebe in diesen Zeiten

 

 

 

Chris Cleave, Die Liebe in diesen Zeiten, DTV 2018, ISBN 978-3-423-21754-5

 

Der Londoner Journalist und Autor Chris Cleave wurde für seinen ersten Roman „Liebe Osama“ mit Preise überhäuft und auch seine folgenden Romane „Little Bee“ und „Gold“ kamen bei der Kritik gut an.

 

Auch sein neuer Roman „Liebe in diesen Zeiten“ (im englischen Original „Everyone Brave Is Forgiven“), der in einer deutschen Erstausgabe bei DTV premium erschienen ist, erzählt er eine bewegende und erschütternde Geschichte aus den ersten Jahren des Zweiten Weltkriegs, als die Deutschen über lange Zeit nicht nur London bombardierten und die englische Bevölkerung nicht nur an den Folgen dieser Angriffe litt, sondern auch daran, dass es kaum Hoffnung auf Besserung gab.

 

Die im September 1939 beginnende Romanhandlung erzählt von zwei Hauptfiguren und deren Schicksal. Zum einen ist da die sehr junge Londoner Lehrerin Mary North, die aus gutem Hause stammt und deren Vater als Mitglied des Unterhauses versucht, in die Regierung zu kommen. Mary löst sich im  Laufe der Handlung von der strengen Ordnung ihrer Familie und versucht, oft in freundschaftlicher Auseinandersetzung mit ihrer Freundin Hilda, sich als Hilfslehrerin für benachteiligte Kinder einzusetzen. Unter anderen für einen schwarzen Jungen namens Zachary. Sie will ihm Schreiben und Lesen beibringen, aber er lehrt sie etwas nicht weniger Wichtiges.

 

Und da ist der Restaurator Alistair Heath, der sich gleich zu Beginn  des Kriegs freiwillig zur Armee meldet und im Laufe der Jahre, die Cleave chronologisch verfolgt,  fürchterliche Erfahrungen macht, schließlich aber unter dem Verlust seines rechten Armes überlebt.

 

Doch nicht nur er erleidet in diesem Krieg schwere körperliche und seelische Verletzungen. Chris Cleave beschreibt auf dem Hintergrund einer bewegten und immer wieder vom krieg bedrohten Lebensgeschichte, wie der Krieg Zerstörungen und Verwüstungen anrichtet im Herzen und der Seele von Menschen und wie er fast verhindert, dass sie noch lieben können.

 

Ich habe durch die Lektüre des Buches viel gelernt über den Bombenterror der Nazis auf England und erinnerte mich beschämt daran, die ich als Schüler schon Ende der sechziger Jahre von englischen Familien aufgenommen wurde wie ein eigener Sohn. Da war kein Ressentiment mehr spürbar.

 

Cleave hat für seinen Roman Erinnerungen seines Großvaters verwendet, der auf Malta lebte und ebenso wie Alistair Heath die lange Belagerung der Insel durch die Nazis und ihre Verbündeten erlebte.

 

„Liebe in diesen Zeiten“ ist ein engagierter, über lange Strecken melancholischer Roman, der die Schrecken des Krieges und seine Folgen für die Seelen der Menschen beschreibt und dennoch eine Hymne auf die große Kraft der Liebe singt.

 

Ein großer Roman über Liebe, Freundschaft, Mut und Verlust in Zeiten des Krieges.

 

 

 

 

 

Die Schlacht von Karlawatsch

 

 

 

Heinz Janisch, Aljoscha Blau, Die Schlacht von Karlawatsch, Atlantis 2018, ISBN 978-3-7152-0735-3

 

Auf der ersten Seite des hier vorliegenden Bilderbuchs von Heinz Janisch und Aljoscha Blau, die schon oft kreativ zusammengearbeitet haben, sind, wenn man genau hinschaut, eine mange Leute zu erkennen. Ein Straßenfeger, Menschen, die einkaufen, mit dem Fahrrad unterwegs sind und viele andere. Auf der linken Seite wecken die Farben blau und rot die Aufmerksamkeit des Betrachters. Blau ist das Eis, das in einem unaufmerksamen Augenblick auf den roten Hund eines gerade vorbeilaufenden Spaziergängers tropft. Der Hundebesitzer regt sich furchtbar darüber auf, andere Leute kommen hinzugelaufen, diskutieren mit und plötzlich haben sich zwei Lager gebildet, die einen heftigen Streit austragen. Und aus diesem Streit um eine Lappalie entwickelt sich, man weiß nicht recht wie ein Krieg zwischen den Rotröcken und den Blauröcken.  Sie bewerfen sich mit allem, was sie anhaben, Stiefeln, Knöpfen, Jacken und Hosen.

Plötzlich stehen alle in Unterhosen da und niemand weiß mehr, wer zu welchem Heer gehört. „Ich habe Hunger!“, ruft einer. „Ich auch, ich auch!“, tönt es von allen Seiten. Schon locken der Geruch von Bratwurst und der Gedanke an die Liebsten zu Hause die Männer vom Schlachtfeld. Nur die Feldherren bleiben starr wie Denkmäler zurück.

 

Wenige aber ausdrucksstrake Worte von Heinz Janisch erzählen davon, wie aus einem Streit ein Kampf und dann ein Krieg werden kann. Aber auch davon, wie Freunde und Feinde daraus einen Ausweg finden können.

 

Die Illustrationen von Aljoscha Blau, in denen es viel zu entdecken gibt, unterstreichen mit ihrer ganz eigene Sprache und Ausdruckskraft die Botschaft dieser entlarvenden Parabel über die Absurdität des Krieges.

 

 

 

Leuchttürme 2019

 

 

 

 

Gabi Reichert, Leuchttürme 2019, Delius Klasing 2018, ISBN 978-3-667-11135-7

 

Seit vielen Jahren schon gehört der Leuchturmkalender der Fotografin Gabi Reichert zu den meistverkauften Kalendern des Delius Klasing Verlags. In ihrem hier vorliegenden mittlerweile siebten Kalender ist es ihr wieder gelungen, wunderbare Leuchttürme aus verschiedenen Ländern abzubilden.

 

Schon in früheren Zeiten dienten Leuchttürme nicht nur der Navigation. Doch besonders heute, wo GPS u.a ihre Funktion mehr und mehr übernehmen, üben sie auf ihre Betrachter eine ganz besondere Anziehung und Faszination aus. Der Zauber dieser hier vorliegenden Fotografien liegt in ihrem besonderen Blick für Licht und Farben, der die einmalige Faszination dieser historischen Bauwerke sichtbar werden lässt. Seit Jahrhunderten trotzen die Wachtposten an den Küsten Sturm und Wellen. Noch heute umspülen Mythen und Geschichten ihre Mauern.

Zu jedem Bild gibt es zusätzlich zur Bildlegende noch einen QR-Code, über den man ausführlichere Informationen und Geschichten zum abgebildeten Leuchtturm bekommt.

 

Ein wunderbarer Kalender, der in unserem Haus schon einen Platz reserviert bekommen hat.