Alle Beiträge von Winfried Stanzick

Oh Schreck, oh Schreck, der Strom ist weg

 

 

Catharina Westphal, Annette Langen, Oh Schreck, oh Schreck, der Strom ist weg, Ravensburger Verlag 2018, ISBN 978-3-473-44702-2

Was passiert eigentlich, wenn etwas so Alltägliches und Gewohntes wie der Strom aus der Steckdose ausfällt? Was passiert in der Wohnung einer normalen Familie mit Kindern, die sich morgens in aller Eile und Hektik auf ihren Tag vorbereitet, was passiert bei den anderen Bewohnern des Hauses? Und was ist mit der Straßenbahn, mit Papas Computer auf der Arbeit, mit den elektrischen  Kassen der Geschäfte wenn auf der Straße und vor allen Dingen, was macht der Eisverkäufer, wenn er sein kaltes Gut nicht mehr kühlen kann?  Und was macht die alte Nachbarin Frau Oje-Oje mit ihren Würstchen, die sie gerade einfrieren wollte?

 

Die bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin Annette Langen lässt ihre sympathische Hauptfigur, die kleine Maxi, auf eine witzige Weise erleben, wie sie die  ersten Stunden nach einem großräumigen Stromausfall im Stadtteil wahrnimmt und welche beachtlichen Vorgänge sie beobachtet.  Neben aller Aufregung erlebt sie, wie sich Menschen plötzlich helfen, wie sie improvisieren und wie sie sich sogar so näherkommen, dass so etwas wie eine Freundschaft bleibt, auch lange nachdem der Strom wieder da ist.

 

Catharina Westphal hat dieses schöne Bilderbuch auf eine lustige und ansprechende Weise illustriert.

 

 

 

 

Einschlafen für Anfänger. Ein Buch übers Schnarchen und Schlummern

 

 

 

Kristina Dumas, Ina Worms, Einschlafen für Anfänger. Ein Buch übers Schnarchen und Schlummern, Annette Betz 2018, ISBN 978-3-21911750-9

In ihren Schlafgewohnheiten sind Kinder sehr unterschiedlich. Das erfahren auch die beiden Geschwister Emil und Anna, als sie eines Tages bei ihrer besten Freundin Marie übernachten. Während der Frühaufsteher (man nennt sie Lerchen) Emil schon früh müde ist und noch seine Luftmatratze sucht, wollen die beiden Mädchen (sie sind Eulen, weil sie die Nacht zum Tage machen können) noch eine Party feiern.

 

Das Schaf, das die Kinder durch das interessante und lehrreiche Buch führt, weiß sehr viel über den Schlaf (deshalb zählt man sie auch, wenn man nicht Einschlafen kann!) und erklärt den kleinen Betrachtern dieses Sachbilderbuchs an viele Beispielen, was man alles über den Schlaf weiß, was dabei im Gehirn passiert und wieviel unterschiedliche Art und Weise des Schlafen und Einschlafens es bei Mensch und Tier gibt.

 

Jedes Kind wird in diesem Buch sich und seinen Schlafmodus erkennen und damit auch anerkennen lernen. Empfehlenswert.

 

 

 

Am Biberteich

 

 

Eva Sixt, Am Biberteich, Atlantis 2018, ISBN 978-3-7152-0744-5

Diese wunderschöne Sachbilderbuch erinnert ein wenig an die bisher fünf Bücher, die Thomas Müller in den letzten Jahren bei Gerstenberg über den Jahreslauf von verschiedenen Vogelarten veröffentlicht hat.

 

Nachdem Eva Sixt in ihrem Sachbilderbuch „Das Eichhörnchenjahr“ im letzten Jahr das Leben der Eichhörnchen beschrieben hat, die sie über ein ganzes Jahr begleitete und vom Bau des Kobels, über die Aufzucht der Jungen, die Nahrungssuche  und die natürlichen Feinde in wunderbaren und kindgerechten Bildern erzählte, legt sie nun ein weiteres sehr empfehlenswertes Sachbilderbuch mit dem Titel „Am Biberteich“ vor, das nicht nur das Familienleben, die Baukünste, den Körperbau und die Schwimmtechnik der Biber beschreibt. Es wird auch durchaus kritisch nachgedacht darüber, wie und wo die nach langer Bedrohung durch das Aussterben bedrohten Biber nach ihrer erfolgreichen Wiederansiedlung ein Problem nicht nur für die Bauern darstellen

 

Das schöne Sachbilderbuch bietet mit relativ viel Text vielfältige Informationen über den Biber seinen Lebensraum und Lebensweise,  ihre erfolgreiche Ansiedlung überall im Land und die umstrittene Frage, ob es nicht wieder zu viele von ihnen gibt.

 

Ein vorbildliches Sachbilderbuch für  Kinder im Grundschulalter. Doch auch zum Vorlesen für die Kleineren ist es gut geeignet.

 

 

Kühn hat Ärger (Hörbuch)

 

 

Jan Weiler, Kühn hat Ärger (Hörbuch), der Hörverlag 2018, ISBN 978-3-8445-2554-0

Nachdem sich der Schriftsteller Jan Weiler, einer der erfolgreichsten seiner Zunft in Deutschland, nach seinem ersten Roman über den Münchner Kommissar Martin Kühn, den er 2015 veröffentlichte, in den letzten beiden Jahren vorwiegend mit seinem „Pubertier“ und anderen literarischen Projekten beschäftigte, legt er nun mit „Kühn hat Ärger“ seinen zweiten und hoffentlich nicht letzten Roman über das Leben und die Arbeit eines ganz besonderen Kommissars vor, mit dem er wie beim ersten auch sehr subtile und kluge Beobachtungen gesellschaftlicher Phänomen literarisch gekonnt verknüpft mit Einsichten in menschliche Innenwelten ( nicht nur die des Kommissars selbst).

 

In der letzten Zeit ist es Martin Kühn nicht eben gut gegangen. Nachdem er seinem ungesunden Lebensstil und den immer stärker werdenden Anstrengungen seines Berufs Tribut zollen musste und nach einem Zusammenbruch sich in einem Reha-Zentrum für Beamte mehr oder weniger gut erholt hat, kann er sich nach seiner Heimkehr nicht lange mit der ich n nach wie vor quälenden Frage auseinandersetzen, ob er in seinem Leben eher Opfer oder Täter ist.

 

Nachdem sie direkt nach seiner Rückkehr aus der Reha eine recht gute Zeit miteinander hatten, muss Martin Kühn nun wieder seiner Arbeit nachgehen und feststellen, dass seine Frau Susanne sich merkwürdig verhält. Das wird in der Folge der Handlung so weit gehen, dass Martin sie unter dem Verdacht hat, mit seinem rechtsradikalen Nachbarn ein Verhältnis zu haben und er selbst auf ihm bisher unbekannte Weise versucht ist, selbst einen intimen Fehltritt zu begehen.

 

Und die früher eher gelöste Stimmung unter seinen Kollegen ist angespannt, seit eine neue Leitungsstalle ausgeschrieben worden ist, und jeder den anderen unter den Bewerbern vermutet.

 

Auf solch doppelte Weise verunsichert, wird Kühn zusammen mit seinem Kollegen Steierer mit den Ermittlungen im Todesfall eines aus Libanon stammenden Jugendlichen namens Amir beauftragt. Er wurde nachts an einer Bushaltestelle von einer Gruppe anderer Jugendlicher brutal erschlagen, so jedenfalls ist die erste Vermutung. Amir war befreundet mit Julia, Tochter aus guten Hause. Die Familie van Hauten ist durch zweifelhafte Patentgeschäfte der Vorfahren sehr reich geworden. Neben der Tochter Julia gibt es noch den etwas älteren Sohn Florin, von dem sich herausstellen wird, dass sich hinter seiner freundlichen Fassade etwas verbirgt, was seine Eltern schon seit seiner Geburt übertünchen wollen.

 

Als Kühn die Familie zum ersten Mal besucht, ist er sehr angetan von dem Umgangsformen und der wohltuenden Freundlichkeit der Familie, die er als echt wahrnimmt. Er erfährt, dass der ehemals kleinkriminelle Amir, kaum hat er Julia kennengelernt, eine wahre Metamorphose in seinem verhakten und seinem Auftreten durchläuft,. Er geht wieder in die Schule, lernt, schreibt gute Noten und erfolgreiches Abitur liegt zum ersten Mal in seinem bisher verkorksten Leben im Rahmen des Möglichen. Das legt auch an der überaus freundlichen Aufnahme, die Amir durch Julias Familien erfährt, die ihn sogar im Sommer für drei Wochen mit in den Familienurlaub nimmt.

 

Doch warum und von wem wurde Amir dann ermordet, brutal erschlagen und dann auf der Straße liegen gelassen? Mit aller seiner Kraft hängt sich Kühn in diesen Fall, versucht die geheimnisvolle Dynamik der Familie van Hauten  zu verstehen, die er schon beim  allerersten Besuch gespürt hat.

 

All das natürlich auf dem Hintergrund des unterschwellig gärenden Konkurrenzkampfes im Dezernat, der so jedenfalls neu ist für Kühn und ihm genauso zusetzt, wie die Diagnose seines Amtsarztes, den er erst nach wochenlangen Erinnerungen seiner Vorgesetzten endlich aufsucht und der ihm einen extrem hohen PSA-Wert bei der letzten Blutprobe offenbart, die Vermutung einer ernsten Erkrankung der Prostata äußert und sofort weitere Untersuchungen fordert.

 

Doch dafür hat Kühn zunächst genauso wenig Zeit, wie dafür, sich um eine sich ihm entfremdenden Frau zu kümmern. Immer Zeit aber hat für seine ausufernden philosophischen Gedanken über Gott und die Welt und vor allen seine eigenen Platz darin. Diese Überlegungen sind neben den ironischen und bissigen Hieben Weilers auf die Gesellschaft und der eigentlichen Krimihandlung so etwas wie das literarische Salz in diesem spannenden und unterhaltsamen Roman.

 

Die Beschreibung von Martin Kühns eigenbrötlerischen und außergewöhnlichen Verhörmethoden, die seine Gegenüber, ohne dass sie es merken, zu den entscheidenden Aussagen bringen, ist für jeden Krimiliebhaber ein besonderer Genuss.

 

Weiler hat mit Martin Kühn wieder eine hoffentlich bald wiederkehrende Figur erfunden, die dem Leser menschlich ganz nahe kommt, er hat seine Geschichte eingebunden in den normalen Alltag von Kleinbürgern in einer Münchener Vorstadt und Megareichen außerhalb und seinen ermittelnden Kommissar mit einer Täterstruktur konfrontiert, die ihn alle ihm zu Verfügung stehende Intuition abfordert und ihn dennoch an die Grenze bringt.

 

Ob und wie er diese Grenze überwindet, wird hier nicht verraten. Vieles wird auch erst der dritte Kühn-Roman ans Licht bringen, den wir hoffentlich schon nächstes Jahr werden lesen können.

 

Die vom Autor selbst eingelesene ungekürzte Hörbuchfassung gibt dem Hörer nicht nur einmal das bestimmte Gefühl,  dass mehr von Jan Weiler in Martin Kühn drin steckt, als der vielleicht selbst weiß.

 

 

 

 

 

Die kleine Maus wird niemals satt

 

Christine Pym, Die kleine Maus wird niemals satt, Thienemann 2018, ISBN 978-3-522-45861-0

 

Es ist Nacht mitten im frostigen Winter. Kalt ist es und dunkel und die kleine Maus ist hungrig und auf der Suche nach einem Frühstück. Doch alle Sonnenblumen sind nach Kernen vergeblich abgesucht und auch an den Büschen hängt keine einzige Beere mehr.

 

Doch die kleine schlaue Maus weiß, wohin sie gehen muss, wenn sie etwas finden will. Über das Regenrohr klettert sie über das offene Fenster in das Haus der Menschen und entdeckt dort lauter Leckereien. Und weil sie nacheinander immer größer und nahrhaftere Lebensmittel entdeckt und sammelt, vergisst sie mit dem Essen zu beginnen, so lange, bis eine hungrige Katze mit viel Lärm erscheint und ebenfalls nach Nahrung sucht, wofür sie die kleine Maus besonders geeignet hält.

 

Zum Glück hat die Maus gerade einen der von ihr so geliebten und bevorzugten Sonnenblumenkerne in den Pfoten, als sie wieder durch das Fenster und  über die Regenrinne nach Hause flüchtet und dort den Kern verspeist.

 

Sie wird nicht ganz satt von dem kleinen Kern, aber das sorgt sie nicht, denn sie weiß ja ganz genau, wohin sie gehen muss. Ins Haus nebenan, in dem keine Katzen leben. Und vielleicht sammelt sie auch gierig nicht alles auf einmal, sondern verlässt mit dem, was sie tragen kann, schnell wieder das Menschenhaus.

 

Ein schönes Bilderbuch über ein kleine Maus, die nicht genug bekommen kann.

Augen, Bauch und Hände. Mein erstes Körperbuch

 

Regina Schwarz, Augen, Bauch und Hände. Mein erstes Körperbuch, Ravensburger Verlag 2018, ISBN 978-3-473-31746-2

 

Dieses kleine, mit Illustrationen von Susanne Szesny witzig und unterhaltsam bebilderte Buch für kleine Kinder ab dem Alter von etwa 18 Monaten, lädt seine kleinen Betrachter auf vielfältige Weise ein, ihren eigenen Körper kennenzulernen und die einzelnen Körperteile auch zu benennen.

 

Kinder mögen es, auf Fragen wie „Wo ist der Mund?“ oder „Wo ist der Bauchnabel?“ auf die entsprechenden Körperstellen zu zeigen und sie freuen sich auch über jedes neue Wort, das sie auf diese Weise kennenlernen.

 

Die kurzen Texte (wobei die Namen der  Körperteile groß und fett gedruckt sind) sind in lustige und schöne Reime gefasst, eine Weise, die besonders dazu geeignet ist, das Sprachverständnis schon sehr kleiner Kinder zu schulen und zu schärfen.

 

Sowie auch alle andere Bücher der Ravensburger Reihe „mini steps“ für Kinder ab 18 Monaten wunderbar geeignet.

Stummel. Ein Hasenkind wird groß

Max Bolliger, Kathrin Schärer, Stummel. Ein  Hasenkind wird groß, Atlantis 2018, ISBN 978-3-7152-0743-8

 

 

Das vorliegende Buch ist ein Sammelband, bestehend aus allen drei in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts erschienenen Büchern über das Hasenkind Stummel und wie es aufwächst.

 

Viele Abenteuer erlebt das Hasenkind, seine Umwelt kennenlernend. Die 41 kurzen Geschichten erzählen, wie der kleine Hase bei seiner Mutter aufwächst, wie er anfängt das Nest zu verlassen, wie er Freundschaften schließt, Freud und Leid erlebt.

Entwicklungspsychologisch feinfühlig und kenntnisreich erzählt, leben die einzelnen insgesamt 41 Geschichten von Geborgenheit und elterlicher Fürsorge. Sie handeln von den großen Fragen des Lebens und einer schier unendlichen kindlichen Neugier. Die Kinder, denen man diese Geschichten vorliest oder die, im ersten Lesealter sie selbst lesen, werden sich mit dem kleinen Hasen und seinen Erlebnissen gut identifizieren können.
Für diese preisgünstige Neuausgabe aller Stummel-Geschichten hat Kathrin Schärer für beeindruckende neue Illustrationen gesorgt, die mit einer großartigen Mimik und Gestik ansprechen und überzeugen.

 

Ein wunderbares Geschenk für Kinder ab 4 Jahren und eine schöne Hommage an den großen 2013 verstorbenen Max Bolliger.

 

 

 

 

 

Etwas von den Wurzelkindern

 

Susanne von Olfers, Etwas von den Wurzelkindern, Esslinger 2018, ISBN 978-3-.480-23410-3

 

1906 veröffentlichte Sibylle von Olfers das Buch „Etwas von den Wurzelkindern“. In diesem Buch leben die Wurzelkinder (wer auch immer sie sein sollen) mit ihrer Mutter Erde unter der Erde bei den Pflanzenwurzeln. Im Frühjahr nähen sich die Wurzelkinder selber bunte Kleidchen, malen Käfer an und vertrödeln den Rest der warmen Jahreszeit in Wald und Flur, bis sie im Herbst wieder unter die Wurzeln verschwinden.
Als Kind hatte ich keinen Kontakt zu diesem Buch. Wahrscheinlich muss man es als Kind lieben, um es als Erwachsener dann auch zu mögen und an seine Kinder weiterzugeben. Mir hat  sich die Botschaft nicht recht erschlossen. Die Zeichnungen sind nett, typisch Jugendstil eben, die Handlung eher dürftig und ziemlich symbolhaft. Wenn die Autorin den Kindern den Lauf der Jahreszeiten mit diesem Buch nahebringen wollte, dann hat sich meiner Meinung nach zu stark abstrahiert. Was machen die Wurzelkinder die warme Jahreszeit über? Abhängen und nichts tun? Was ist das für eine Botschaft?

 

Das Buch hat während der langen Vorlesezeit,  als mein Sohn zwischen eins und acht Jahre alt war, zu Recht nicht zu unserem Kanon gehört.

Mond. Eine Reise durch die Nacht

 

Britta Teckentrup, Mond. Eine Reise durch die Nacht, arsedition 2018, ISBN 978-3-8458-1891-7

 

Mit magischen Illustrationen begleitet die bekannte Bilderbuchautorin und Illustratorin den Mond durch einen kompletten Zyklus seiner Reise durch die Welt und lässt die kleinen Betrachter durch Gucklöcher sein Wachsen von der schmalen Sichel bis zum Vollmond beobachten.

 

Gleichzeitig führt sie den Kinder mit wunderschönen und beeindruckenden Bildern vor, wie der Mond auf eine für die Kinder zunächst erstaunliche Weise das Leben und die Natur an verschiedenen Schauplätzen beeinflusst, die sie vom Mond bescheinen lässt. Die kleinen und großen Betrachter können Naturspektakel beobachten, nachtaktive Tiere kennenlernen  und erfahren, wie bunt und lebendig die Nacht im Schein des Mondes sein kann.

 

Ein Bilderbuch, das eine eigene warmherzige Ruhe ausstrahlt und deshalb auch gut geeignet ist, Kinder vor dem Schlafen zur Ruhe zu verhelfen.

 

 

 

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der seine Schnuffeldecke nicht hergeben wollte

Sabine Bohlmann, Kerstin Schoene, Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der seine Schnuffeldecke nicht hergeben wollte, Thienemann 2018, ISBN 978-3-522-45884-9

Wer in den vergangenen Jahren an den beiden Bilderbüchern von Sabine Bohlmann und Kerstin Schoene „Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte“, und „Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht aufwachen wollte“ seine Freude hatte, wird sich besonders freuen über die hier vorliegende Fortsetzung, in dem unser kleiner widerspenstiger Freund wieder die Hauptrolle spielt.

 

Doch da ist auch sein geliebtes Kuscheltuch, das nach Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter riecht und in das er sich am liebsten den ganzen Tag reinkuschelt.  Aber als seine Freunde, das Eichhörnchen, die Haselmaus und der Maulwurf ihm bei unterschiedlichen Gelegenheiten zeigen, was sie mit dem Kuscheltuch so alles Sinnvolles anstellen können, da staunt der kleine Siebenschläfer nicht schlecht. Immer auch hat er bei allem Spaß´, den er mit seinen Freunden und dem Tuch hat, Sorge, dass er es heil zurückbekommt.

 

Am Abend kann er es schließlich glücklich in seine Arme schließen. Und dann haben sie eine Idee, wie sie alle von der Schnuffeldecke in der Nacht profitieren können.

 

Eine wunderbare Fortsetzung für alle Freunde des kleinen Siebenschläfers und die, die es mit diesem Buch vielleicht werden.