Nörgler, Besserwisser, Querulanten

 

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Evelyn Summhammer, Nörgler, Besserwisser, Querulanten, Goldegg 2016, ISBN 978-3-903090-07-1

 

Jeder Mensch kennt sie. Entweder in der Familie oder auf der Arbeitsstelle, im Sportverein oder in der Kirchengemeinde. Überall dort, wo sich Menschen begegnen, tauchen sie auf und verbreiten eine gereizte bis aggressive Stimmung.

Die Rede ist von sogenannten schwierigen Menschen, auch Nörgler und Besserwisser genannt. Sie machen den anderen, die ihnen begegnen, das Leben schwer. Und man weiß oft nicht, wie man auf solche Menschen reagieren soll. Denn das die Interaktion gleich in einen  handfesten Konflikt ausartet ist auf die Dauer ebenso unbefriedigend wie der Reflex, einem solchen Menschen aus dem Weg zu gehen. Oft ist das auch gar nicht möglich. Andere Strategien sind also notwendig, um schwierige Menschen zielsicher (zu) steuern.“

Die Autorin des vorliegenden Buches, die österreichische Wirtschaftspsychologin, Coach und Key-Note-Speakerin Evelyn Summhammer hat dem Umgang mit diesen Menschen einen ganzen wertvollen Ratgeber gewidmet.

In einem ersten Teil beschreibt sie die unterschiedlichen Menschen-und Charaktertypen, die man landläufig als „schwierig“ bezeichnet. Sie will damit das Verständnis der Leser für das Denken und Handeln dieser Zeitgenossen und warum sie so geworden sind, wecken. Mit einer neuen Sichtweise, so ihre These, werden neue Handlungsweisen eröffnet. Man kann dann anders auf die jeweilige Person zugehen und anders mit ihr umgehen.

Jedes Mal macht sie viele Vorschläge, wie man Situationen mit solchen schwierigen Personen entschärfen kann, ohne sich auf den Konflikt einzulassen, und so, wenn es gut läuft, die schwierige Person sogar so zu steuern, dass sie keine Probleme mehr macht und eingebunden werden kann in Entscheidungsprozesse oder das Leben in einer Gruppe.

In einem zweiten Teil des Buchers geht es um zahlreiche Tipps für bessere Gesprächsführung und gelingendes Selbstmanagement. Denn auch ohne schwierige Personen geraten wir in unserem Alltag auch in guten gelingenden Beziehungen oft in Situationen, in denen wir überfordert sind oder unangenehm berührt. Wenn man hier gelernt hat, sich nicht nur in das Innenleben de gegenüber, sondern auch und gerade in sein eigenes einzufühlen und  es zu verstehen, wird unsere Kommunikation  mit andern  Menschen besser und die Lebensqualität steigt.

Ein Buch  von dem jeder erwachsene Mensch profitieren kann, denn wir kommunizieren jeden Tag mit anderen und freuen uns, wenn diese Kommunikation gelingt. Sie ist ein Teil unserer Lebensfreude und Lebenssinns.

 

 

 

 

 

Bretonische Flut

 

 

 

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Jean-Luc Bannalec, Bretonische Flut. Kommissar Dupins fünfter Fall, Kiepenheuer & Witsch 2016, ISBN 978-3-462-04937-4

 

Eine neue literarische Stimme macht sich seit einigen Jahren erfolgreich auf dem hart umkämpften deutschen Krimimarkt bemerkbar. Während viele Jahre lang erfolgreiche Serien wie etwa Donna Leons Romane um den Commissario Brunetti aus Venedig schon seit langem an Langeweile und immer mehr von dem Gleichen nicht zu überbieten sind, hat der in Deutschland und in Frankreich lebende Autor unter dem Pseudonym Jean Luc Bannalec sich mit seinem ersten Roman, seinen ersten Fall für Kommissar Dupin 2012 mit einem sogar von der etablierten Literaturkritik beachteten Paukenschlag zu Wort gemeldet.

„Bretonische Verhältnisse“ und auch der zweite Band „Bretonische Brandung“ waren Kriminalromane, die uns nicht nur einen kantigen, menschlich authentischen Kommissar mit einer eigenen, kritischen Meinung präsentierten, sondern auch eine überaus spannende und anspruchsvolle Handlung. Daneben glänzten beide Bücher mit ganz wunderbaren Beschreibungen der einzigartigen Natur des Finistere und des Atlantiks und mit jedem Buch mehr mit langen Ausführungen über bretonische und keltische Kultur und  Mythen.

Während der dritte Band „Bretonisches Gold“  viele Schwächen und Längen hatte, kehrte Bannalec mit seinem vierten Band „Bretonischer Stolz“ nicht nur zur Qualität der ersten Bücher zurück, sondern übertraf sie sogar.

Leider zeigt der hier vorliegende fünfte Fall, der unter dem Titel „Bretonische Flut“ erschienen ist, wieder einige Schwächen. Zum einen hat er unnötige Längen, obwohl die Handlung sich lediglich auf zwei Tage beschränkt, zum anderen sind die durchaus interessanten Hinweise auf die bretonische Kultur, die dieses Mal hauptsächlich von Kommissar Dupins Assistenten Riwal beigesteuert werden (in den anderen Romanen trägt auch seine Sekretärin Nolwenn dazu bei) dieses Mal so ausführlich, dass sie nicht nur den Kommissar, sondern auch den Leser stellenweise nerven.

Gelungen und lehrreich fand ich die Verknüpfung der durchaus spannenden Handlung mit zahlreichen Hinweisen auf die Ökologie des Atlantiks vor der Bretagne und des Finistere und ihren bedrohten Zustand.

Innerhalb weniger Stunden ist Kommissar Dupin mit drei Mordfällen konfrontiert, begangen nach derselben Methode, sodass er von einem Täter ausgehen muss. Einer Fischerin von der Insel Sein, einer Meeresforscherin und einem ehemaliger Virologe, der dort seinen Altersitz hat, sind jeweils mit einem scharfen Messer die Kehle durchgeschnitten worden.

Bald schon hat Dupin mehrere Personen im Verdacht, weil die sich verdächtig benehmen bzw. für die jeweiligen Tatzeiten kein Alibi haben.

Obwohl er das Meer lieber von der Küste aus anschaut, als sich ihm auf einem Boot auszusetzen, scheuen Dupin und seine kompetente Mannschaft kein Risiko bei teilweise lebensgefährlichen Fahrten durch heftigen Sturm von einer Insel auf die andere den Fall zu lösen.

Die ausführlichen Hinweise auf keltische Mythologie sind dieses Mal nicht nur ein Beiwerk, sondern haben mit der Lösung des Falles direkt zu tun. Diese Komposition bringt Bannalec zu einem wenig überzeugenden und sehr unbefriedigenden Schluss des Buches.

Dennoch: ich habe es, wie die anderen vier Bände auch, wieder mit viel Freude gelesen, sehr viel gelernt über die Gegend, die Menschen und ihre Kultur und der Wunsch, endlich bald einmal selbst das Finistere zu besuchen ist beim Lesen immer stärker geworden.

Vielleicht legt ja Bannalec, so wie es Martin Walker für seinen Bruno getan hat, bald einmal eine Art Reiseführer vor, mit dem sich Leser auf Spuren Dupins an die wunderbaren Orte und Restaurants begeben können, die er in seinen Büchern beschreibt.

Elterncoaching

 

 

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Jesper Juul, Eltern-Coaching, Beltz 2016, ISBN 978-3-407-86429-1

 

Der Däne Jesper Juul ist der mittlerweile bekannteste und meistgelesene Familientherapeut in Westeuropa. Seine Bücher erleben hohe Auflagen und die Werte und Erziehungsziele, die er darin vertritt, haben unzählige Eltern und Erzieher in der Zwischenzeit überzeugt.

In zahlreichen Workshops und Seminaren hat er in den vergangenen Jahren mit betroffenen Eltern und Kinder gearbeitet und legt nun mit seinem bei Beltz erschienenen Buch „Eltern-Coaching“ etwa zwei Dutzend originale Protokolle von familientherapeutischen Eltern-Coachings vor. Im Unterschied zu seinen Ratgeber-Büchern kann man hier genau verfolgen, wie Jesper Juul arbeitet, wie er mit den Problemen und Widerständen seiner Klienten umgeht.

Die hier vorliegende 7. Auflage aus 2016 ist um ein halbes Dutzend Elterngespräche erweitert, die wie die anderen auch überzeugend zeigen, dass Kinder Eltern als Leuchttürme brauchen, die ihnen Orientierung bieten und ihre Verantwortung für die Familie wahrnehmen.

Es ist nicht nur eine liebevolle Beziehung zwischen Eltern und Kindern, die für Juul entscheidend ist, sondern auch die Qualität der Beziehung der Eltern selbst.

Das ist sehr praxisnah und kann Leserinnen und Lesern vielleicht mehr verdeutlichen als ein Ratgeber, die bei Juul zwar immer mit Beispielen bestückt sind, ganz selten jedoch mit Ausschnitten aus konkreten Beratungen.

Die etwa zwei Dutzend, von Juul eingeleiteten und zwischendrin immer wieder auf der Metaebene erläuterten Protokolle gliedern sich in vier Teile:

 

  • Willensstarke Kinder
  • Die Elternrolle
  • Alltagschaos
  • Elternbeziehungen
  • So reden, dass die Kinder zuhören

 

Die Beispiele sind nicht für jede Familie typisch, aber wenn man auch die liest, die einen nicht so sehr betreffen – immer wieder bekommt man auch für seine eigene Familie, seine eigene Rolle, seine eigene Eltern -Beziehung und seinen eigenen Erziehungsstil wertvolle und weiterführende Hinweise und Anregungen. Wer lieber einen Film sieht als ein Buch liest, der sei auf die unterschiedlichen DVDs mit Vorträgen  und Praxisbespielen von Jesper Juuls therapeutischer Arbeit hingewiesen.

 

Lied der Stille

 

 

 

 

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Theodore Strawinsky, Lied der Stille, Steidl 2015, ISBN 978-3-95829-128-7

 

Théodore Strawinsky wurde 1907 als Sohn des Komponisten Igor Strawinsky in Sankt Petersburg geboren. 1913 kam er mit der Familie in die Schweiz  und lebte später in Frankreich. Während des Zweiten Weltkrieges verbrachte ihn die deutsche Besatzungsmacht in ein Auslieferungslager. Mit Hilfe verschiedener Freunde, u. a. des Mäzens Werner Reinhart  kam er 1943 nach Genf in die Schweiz.

Seine Frau war die Tochter der Genfer Malerin und Schülerin Hodlers, Stéphanie Guerzoni (1887–1970). Théodore Strawinsky war Porträtist, schuf Mosaiken, Kirchenfenster (z. B. Christkönigs-Kirche Fribourg), Fresken. (wikipedia)

 

Schon als Kind entdeckte Theodore Strawinsky seine Liebe zur Kunst und zeigte ein erstaunliches  Zeichentalent. Als Jugendlicher lernte er durch den Bekanntenkreis seines Vaters wichtige Künstler kennen, die ihn  prägten, darunter Braque, Picasso und Andre Derain, den er später als seinen eigentlichen „Lehrmeister“ bezeichnete.

 

Ab 1930 arbeitete Strawinsky für verschiedene Bühnen und kooperierte mit Schriftstellern, während er immer auch seine unmittelbare Umgebung zeichnerisch und malerisch festhielt: Familienmitglieder, Freunde, Wohnungen, Landschaften gehören zu seinen bevorzugten Sujets. In einzelnen Werkreihen umkreiste er zudem die Welt des Zirkus oder das Aktgenre.

 

In einem Band anlässlich einer Ausstellung im Kunstmuseum Appenzell, die vom 6. November 2015 bis zum 27. März 2016 zu sehen war, hat der Steidl Verlag eine Auswahl von etwa 100 Stillleben, Porträts, Landschaften, Zeichnungen und Bühnenentwürfen zum ersten mal für ein deutsches Publikum aufbereitet.

 

Es zeigt einen Künstler, dessen Werke das poetische „Lied der Stille“ singen.

 

Expedition Wissen Weltraum

 

 

 

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Michael Bayer, ThiLo, Expedition Wissen Weltraum, Ravensburger Verlag 2016, ISBN 978-3-473-55401-0

 

Schon in meiner Jugend interessierte ich mich für den Weltraum und graste die damals in unserer kleinen Gemeindebibliothek zur Verfügung stehenden Bücher ab. Waren es in frühen Sechzigern zunächst die alten Science-Fiction-Romane von Hans Dominik, die ich begeistert verschlang, war es später die dritte Auflage der Perry Rhodan Serie, von der ich mehrere hundert Hefte las.

Das Wissen um den Weltraum hat sich seither explosionsartig erweitert, vor allem durch die bemannten Raumflüge und viele Sonden, die weit in unser Sonnensystem und darüber hinaus geschickt wurden, um die Entstehung des Universum zu erforschen. Und die Literatur für Kinder darüber hat sich ähnlich revolutioniert.

 

Ich hatte damals nie die Informationen parat, die durch die neue Tiptoi- Technik den Kindern heute ganz neue Dimensionen erschließen zu dem Thema.
Denn dieses Produkt ist eine sensationelle Neuheit, die das Lernen für Kinder mit Büchern revolutionieren wird. Einmal angeschafft, passt der Stift zu immer mehr Produkten aus dem Ravensburger Verlag, wie zum Beispiel zu dem hier anzuzeigenden Buch für Leseanfänger

Tip Toi ist ein audiovisuelles Lernsystem für Bücher und Spiele, mit dem die Kinder die Welt spielerisch entdecken. Tippt das Kind mit dem Stift auf ein Bild oder einen Text oder ein entsprechendes Symbol, erklingen passende Geräusche, Sprache oder auch Musik. Eine intelligente Elektronik ermöglicht Kindern, Bücher und Spiele völlig eigenständig immer wieder neu zu erleben.

Ich kann das System nur empfehlen. Die TipToi Büchern sind etwa ein Drittel teurer als die herkömmlichen Wissensbücher bei Ravensburger, aber diese Investition in das Lernen und vor allem die Lernfreude ihres Kindes lohnt sich.

 

Hier im vorliegenden Buch Expedition Wissen Weltraum hat THiLo das aktuelle Wissen über den Weltraum in  eine spannende Geschichte verpackt, in der Juli, Ben und der Professor (manche Kinder werden die drei schon aus früheren Büchern kennen) bei einem Besuch eines Weltrauminformationszentrums eine seltsame Nachricht wahrnehmen? Sind das Außerirdische?

 

Von Michael Bayer ansprechend illustriert, lässt ThiLo die drei Hobbyforscher zwischen Sternarte, Planetarium und Weltraummuseum diesem Geheimnis auf den Grund gehen…

 

Kinder zwischen sieben und zehn Jahren werden mit diesem Buch nicht nur viel spannende Unterhaltung erleben, sondern mit der TipToi Technik auch sehr viel Neues lernen über das Thema.

 

Wieder beste Freunde

 

 

 

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Katja Reider, Henrike Wilson, Wieder beste Freunde, Coppenrath 2016, ISBN 978-3-649-66790-2

 

Nachdem in ihrem letzten Bilderbuch ein kleiner Bär die Langeweile als einen kreativen Zustand entdeckte, erzählt Henrike Wilson in ihren neuen, von Katja Reider getexteten Bilderbuch die Geschichte der Freundschaft zwischen den großen Bären Schimansky und seinem Freund dem Waschbären Mats.

Richtig gut Freunde sind sie, unternehmen alles gemeinsam, bis es eines Tages zu einem handfesten Streit kommt. Natürlich weiß später keiner der beiden mehr, wie es dazu kam, aber erst einmal reden sie kein Wort mehr miteinander.

Zunächst kommunizieren sie über ihre Freunde, und übermitteln die Botschaft, es gehe ihnen jeweils blendend ohne den Anderen. Das geht eine Zeitlang so, bis alle unendlich müde sind von diesem seltsamen Spiel.

Irgendwann- viel später- , beauftragt Schimansky den verschlafenen Maulwurf: „Sag Mats von mir, dass wir uns nie mehr vertragen!“  Über mehrere Stationen wird die Botschaft weitergegeben und wie bei der Stillen Post verändert sie sich. Am Ende der Kette dann sagt die Ziege zu Mats: „Er ist bereit, sich mit dir zu vertragen!“

Und da beginnt Mats auch schon zu rennen – hin zu seinem besten Freund.

Ein schönes Bilderbuch über wiedergewonnene Freundschaft und auch darüber, wie ein Streit zwischen zweien eine ganze Gemeinschaft belasten kann.

1,2,3,4 Lieblingstier

 

 

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Sabine Lohf, 1,2,3,4, Lieblingstier, Gerstenberg 2016, ISBN 978-3-8369-5895-0

 

Im vergangenen Jahr hatte Sabine Lohf einen ganz außergewöhnlichen Adventskalender vorgelegt in der Form eines Bilderbuches mit schönen Reimen. Es wurde die Geschichte eines Sackes voller Knöpfe erzählt, aus dem Knöpfe für jeden Tag des Advents herausgenommen und  selbstgebastelte Gegenstände damit dekoriert wurden.

Nun veröffentlicht sie eine ACB – Buch mit dem Titel “1,2,3,4 – Lieblingstier“. Hier werden Tiere von A bis Z abgebildet, aber nicht in ihrer ursprünglichen in der Natur vorkommenden Erscheinung, sondern als gebastelte Figuren. In jeweils vier auf der linken Seite abgebildeten und erläuterten Schritten wird erklärt, wie man die auf der rechten Seite abgebildeten Figuren selbst herstellen kann. Ganz unterschiedliche Materialien werden dabei verwendet. Holz, Wolle, Knete, Naturmaterialien wie Maiskolben etwa, Papier und Pappe, Stoffe, Eier, Schrauben und vieles mehr kommen zum kreativen Einsatz.

Eine Liste der verwendeten und zum Nachmachen nötigen Materialien hat Sabine Lohf auf der letzten Seite abgedruckt (44 insgesamt!).

Eine schöne Anleitung für ein kreatives „Sich- durch-das Alphabet-Basteln“.

 

Wir entdecken Österreich

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Susanne Gernhäuser, Stefan Seidel, Wir entdecken Österreich, Ravensburger Verlag 2016, ISBN 978-3-473-32645-7

 

„WiesoWeshalbWarum?“ ist eine der besten Sachbuchreihen für Kinder zwischen vier und sieben Jahren, die man auf dem Buchmarkt finden kann. Neben der Vermittlung von grundlegendem Sachwissen zum  jeweiligen Thema überzeugen sie durch zahlreiche Klappen, die Einblicke ermöglichen und Bewegungen und Abläufe veranschaulichen, detailreiche Bilder mit hohem Entdeckungswert und mit einer leicht verständlichen Sprache, die auch zum Selberlesern einlädt.

In dem vorliegenden 58. Band der Reihe geht es um das Entdecken von Österreich, seiner Geschichte, seiner Landschaft und Kultur. Susanne Gernhäuser ist für die Texte verantwortlich gewesen und Guido Wandrey hat das Buch auf ansprechende Weise  illustriert. Beide sind übrigens so etwas wie Stammautoren dieser Reihe.

Österreich ist eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen, Deshalb dürften auch jedes Jahr Hunderttausende Kinder im Vorschulalter und Grundschulalter zusammen mit ihren Eltern oder Großeltern Urlaub in unserem Nachbarland machen.

Das vorliegende Buch eignet sich ganz hervorragend als Urlaubsvorbereitung, die Eltern und Kinder gemeinsam treffen können. Auf insgesamt acht Doppelseiten geht es um das Besondere an Österreich und seiner Geschichte, um die Hauptstadt Wien und um Salzburg und um die einzelnen Bundesländer Niederösterreich, Oberösterreich, die Steiermark, Kärnten, das Burgenland, Tirol und Vorarlberg und ihre jeweiligen auch für den Urlaub relevanten Besonderheiten.

Perfekt für die Vor-und Nachbereitung eines Urlaubs in Österreich.

 

 

Das tolle ABC-Buch

 

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Joke van Leeuwen, Das tolle ABC-Buch. Bilder, Geschichten & Gedichte, Gerstenberg 2016, ISBN 978-3-8369-5926-1

 

In ihrem letzten bei Gerstenberg in Hildesheim erschienenen Buch „Augenblick mal – Was wir sehen, wenn wir sehen und warum..“ stellte die niederländische Kunsthistorikerin und in ihrem Heimatland sehr bekannte und preisgekrönte Jugendbuchautorin Joke van der Leeuwen  in einer Schule des Sehens mit einem geradezu spielerischen Streifzug durch die Kulturgeschichte überzeugend unter Beweis, was die Jury zur Verleihung des James Krüss Preises später so ausdrückte: „Jedes ihrer Bücher ist ein kleines Gesamtkunstwerk.“

Auch ihr neues Buch bei Gerstenberg ist dafür ein beeindruckendes Beispiel. Unter den jedes Jahr pünktlich zum Schulbeginn erscheinenden ABC – Büchern ragt ihres mit seinen Bildern, Geschichten und Gedichten besonders heraus.

Bildergeschichten von Gabella und Löffelino wechseln sich ab mit schönen fabelartigen Geschichten über Tiere, lustigen bis nachdenklichen Gedichten und grafisch ausdrucksvollen Bildern. Ein Schau-ABC mit wunderbaren Figuren, die als Buchstaben erkannt werden wollen und mit einem in Reimform gefassten ABC mit lustigen Illustrationen gibt sie Kindern im Vorschulalter die Gelegenheit, die Buchstaben in ihrer Reihenfolge zu lernen, die ansonsten in dem Buch wild durcheinanderpurzeln.

Ein wunderbares Geschenk zum Schulanfang oder auch ein Jahr davor.

Wir entdecken die Wunder der Natur

 

 

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Susanne Gernhäuser, Guido Wandrey, Wir entdecken die Natur, Ravensburger Verlag 2016, ISBN 978-3-473-32655-6

 

„WiesoWeshalbWarum?“ ist eine der besten Sachbuchreihen für Kinder zwischen vier und sieben Jahren, die man auf dem Buchmarkt finden kann. Neben der Vermittlung von grundlegendem Sachwissen zum  jeweiligen Thema überzeugen sie durch zahlreiche Klappen, die Einblicke ermöglichen und Bewegungen und Abläufe veranschaulichen, detailreiche Bilder mit hohem Entdeckungswert und mit einer leicht verständlichen Sprache, die auch zum Selberlesern einlädt.

In dem vorliegenden 61. Band der Reihe geht es um das Entdecken der Wunder der Natur. Susanne Gernhäuser ist für die Texte verantwortlich gewesen und Guido Wandrey hat das Buch auf ansprechende Weise  illustriert. Beide sind übrigens so etwas wie Stammautoren dieser Reihe.

Auf insgesamt acht Doppelseiten geht es um Höhlenlandschaften unter der Erde, um die Geysire in Island, um die Entstehung und die einzigartige Lebenswelt des Grand Canyon in den USA, um die bunte Welt unter dem Meeresspiegel, die hohen Berge des Himalaya und die Menschen, die dort leben. Weiter wird die Lebenswelt in der Wüste beschrieben, die Besonderheiten des Regenwaldes und der Antarktis.

Vorsichtig deuten die Autoren immer wieder an, dass viele dieser Wunder unserer Natur in ihrer Existenz gefährdet sind und vermitteln so eine erste Form von Umweltbewusstsein bei den Kindern.

Ein sehr empfehlenswertes Sachbuch für Kinder zwischen vier und sieben Jahren. Ich kenne Kinder, die in dieser Phase ihres Lebens diese Bände regelrecht sammeln.