Cheers

 

 

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Martin Suter, Cheers. Feiern mit der Business Class, Diogenes 2016, ISBN 978-3-257-30021-5

 

Waren 2012 in dem letzten Sammelband mit Geschichten aus der Business Class, der unter dem Titel „Abschalten“ erschienen war, nur wenige Geschichten von Martin Suter bisher unveröffentlichte Texte, verhält es sich bei dem neuen Band „Cheers. Feiern mit der Business Class“ anders.

 

40 neue Kolumnen erscheinen hier erstmals in einem Diogenes Buch. Andere hat man in bisherigen Büchern schon gelesen, wegen ihrer Kürze aber vielleicht längst schon wieder vergessen.

 

Deshalb bieten die hier versammelten durchweg kurzen Geschichten (wegen des für eine Kolumne in der Züricher Weltwoche begrenzten Platzes)  wieder nicht nur glänzende Satire und köstliche Unterhaltung, sondern auch alltagssoziologische Einblicke und Durchblicke von hoher Qualität.

 

 

Die Ehefrau

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Meg Wolitzer, Die Ehefrau, Dumont 2016, ISBN 978-3-8321-9816-9

 

Meg Wolitzer ist eine in den USA sehr bekannte Schriftstellerin, die im Jahr 2013 mit ihrem Roman „Die Interessanten“ auch in Deutschland einem größeren Publikum bekannt geworden ist. Dies hat dazu geführt, dass Dumont nun einen Roman von ihr nachlegt, der in den USA schon im Jahr 2003 erschienen ist und in dem die Feministin Meg Wolitzer in einer spannenden und frei von jedem moralischen oder politisch-korrekten Impetus die Geschichte eines berühmten Schriftstellers und seiner nicht minder literarisch-begabten Frau erzählt.

 

Ich-Erzählerin ist Joan Castleman, die ihrem Mann Joe als dessen Studentin kennengelernt und wegen der er seine erste Frau verlassen hat. Auf dem Flug nach Helsinki – dort soll Joe Castleman ein  großer Literaturpreis verliehen werden auf den er schon jahrelang gewartet hat – beschließt Joan, ihren Mann zu verlassen. Sie erträgt seine sexuellen Abenteuer nicht mehr und hat lange genug ihre eigenen Bedürfnisse und auch ihre schriftstellerischen Ansprüche zurückgestellt um seinem Erfolg nicht im Weg zu stehen.

 

Schon auf dem Hinflug und dann in Helsinki, denkt sie in Rückblicken, in denen sie ihre gesamte Geschichte mit Joe Castleman beschreibt, über ihr Leben nach.  Es geht um Ruhm und Erfolg, ihr Leben als Frau und Mutter. Und immer wieder auch um den Literaturbetrieb und viele andere Schriftsteller. Und um einen langjährigen Bewunderer von Joe,  Nathaniel Bone, der unbedingt dessen Biographie schreiben will.

 

Der Roman ist spannend aufgebaut und der Leser wartet bis zum überraschenden Ende auf eine Auflösung des Geheimnisses der Beziehung zwischen Joan und Joe, das er schon bald nach Beginn seiner überaus unterhaltsamen Lektüre vermutet, aber keine Anhaltspunkte findet.

 

Leichtfüßig und mit viel satirischem Witz erzählt Meg Wolitzer von Frauen, die ihre eigene Energie und Kreativität in die Karrieren ihrer Männer stecken und dabei unglücklich werden.

 

 

 

 

 

 

Rotkäppchen hat keine Lust

 

 

 

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Sebastian Meschenmoser, Rotkäppchen hat keine Lust, Thienemann 2016, ISBN 978-3522-45827-6

 

„Rotkäppchen hat keine Lust“ ist Sebastian Meschenmosers mittlerweile elftes Bilderbuch. In ihm stellt er die Geschichte aus Grimms Märchen völlig auf den Kopf. Das Mädchen stellt er als griesgrämiges, schlecht gelauntes Kind dar, das überhaupt keine Lust auf den sonntäglichen Besuch bei der Großmutter hat. Als sie dem Wolf begegnet, der natürlich Hunger hat, stellt der fest, dass das so nicht geht. Er backt mit dem immer schlechter gelaunten Mädchen einen  Kuchen, pflückt Blumen und besorgt eine Flasche Wein.

Als sie bei der Großmutter ankommen, dauert es nicht länger als eine Nacht, bis der Wolf zum Lieblingsenkel der Oma avanciert ist. Rotkäppchen indes wird eine Räuberin. Doch sonntags hat sie frei.

In einem Interview bei der Buchmesse verteidigt Meschenmoser seine ungewöhnliche Darstellung:

„Kleine Mädchen dürfen auch mal grummelig und dagegen sein. Bei dem Rotkäppchen-Märchen der Grimms sind die Rollen so klassisch verteilt – der böse Wolf, der die Oma und das arme Mädchen auffressen will. Dann das dumme und naive Mädchen, das auf die Wiese läuft und Blumen pflückt. Jeder weiß, wie die Geschichte weiterspielt.“

 

Mit einer kompletten Vertauschung der ursprünglichen Figuren bricht Meschenmoser alte Rollenbilder auf und macht die Lektüre und das Vorlesen des Bilderbuchs zu einem echten Spaß.

 

Übrigens: zwei Fortsetzungen sind angekündigt. Seien wir mal gespannt. Erfrischender, gegen den Strom schwimmender Bilderbuchspaß nicht nur für Mädchen.

 

 

 

Warten auf Goliath

 

 

 

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Antje Damm, Warten auf Goliath, Moritz 2016, ISBN 978-3-89565-332-2

 

Dieses schöne Bilderbuch hat Antje Damm mit einer ganz besonderen Mischung aus Mal, Bastel- und Klebetechniken gestaltet.

 

Es erzählt über einen sehr langen Zeitraum von einem Frühjahr bis zum nächsten wie ein Bär an einer Bushaltestelle sitzt und  wartet. Einem freundlichen Rotkehlchen, das in einem mitten in der Blüte stehenden Baum sitzt, erzählt er dass er auf Goliath wartet, seinen Freund. Ob der denn auch so stark sei wie er, fragt es ihn, nach dem es sein Nest gebaut hat. Bär teilt mit, Goliath sei noch viel stärker, und schlau dazu.

 

Die Spannung ist aufgebaut. Mittlerweile sind die jungen Rotkehlchen schon geschlüpft und das Rotkehlchen frotzelt. „Doch, er kommt bestimmt!“, ist Bär überzeugt.

 

Ein Hund, der vorbeiläuft, während Bär hinter einem Busch pinkelt, ist es nicht, und der Bus der irgendwann hält, bringt auch keinen Goliath mit.

 

Manchmal vergisst Bär schon, dass er auf Goliath wartet, und den Winter über schläft er vor der Bank an der Bushaltestelle.

 

Doch im Frühling, nachdem er wieder aufgewacht ist, hört er etwas. Goliath ist gekommen. Und sie spielen miteinander.

 

Wer oder was Goliath nun genau ist, wird hier nicht verraten, damit die Überraschung nicht verdorben ist. Denn die ist Antje Damm mit diesem feinen Bilderbuch über geduldiges Warten und verlässliche Freundschaft gut gelungen.

 

 

Sehr geehrter AfD-Wähler

 

 

 

 

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Stephan Hebel, Sehr geehrter AfD-Wähler, wählen Sie sich nicht unglücklich, Westend 2016, ISBN 978-3-86489-170-0

 

Geschrieben im Erschrecken nach dem großen Wahlerfolg der AfD in Mecklenburg-Vorpommern für die Frankfurter Rundschau und für dieses Büchlein erweitert, versucht der nach eigenen Angaben eher politisch links einzuordnende Journalist und Publizist Stephan Hebel, der für zahlreiche linke und linksliberale Printmedien schreibt, einen gedachten AfD –Wähler anzusprechen und ihn mit vielen Argumenten, die sich hauptsächlich im Bereich von Zahlen und Statistiken bewegen, zu überzeugen, dass nicht die aktuelle Argumentation der AfD. Sondern vor allem ihr Wahlprogramm sich gegen seine ureigensten Interessen richtet. Nebenbei hofft er, mit seinem Text auch Menschen Argumente an die Hand zu geben für die Debatten mit evtll. AfD –Sympathisanten.

 

So weit, so löblich. Doch sein ganzer Text bewegt sich auf der rationalen Ebene. Gefühle und Ängste, die potentielle der AfD beschäftigen, Ängste vor weiterem sozialen Abstieg, Ängste, dass sie sich im eigenen Land nicht mehr zu Hause fühlen und dass man sie selbst vor lauter Engagement für Randgruppen und andere Benachteiligte schon längst vergessen hat, ja, sich sogar über sie lustig macht.

Die Wahl in den USA hat gezeigt, wie groß diese Angst ist von Menschen, die eben nicht alle ungebildet und dumm sind. Und sie hat gezeigt, was passiert, wenn ihre Stimme nicht mehr ernst genommen wird. Damit meine ich nicht die, die am 3. 10. in Dresden gepöbelt haben. Ich meine all die Menschen, denen ich fast jede Woche begegne und die sich nicht trauen, ihre wirkliche Meinung zu sagen zu bestimmten Themen.

 

Boris Palmer schreibt am 10.11.2016 im Blog der linksliberalen „Huffington Post“:

„Es ist zu einfach, 49 Prozent der amerikanischen Wähler für rassistische Dumpfbacken zu hakten. Dass Trump in den Umfragen so weit hinten lag und praktisch als erledigt galt, ist ein Fingerzeig.

Viele Menschen sagen bei Umfragen nicht, was sie denken, wenn sie glauben es sei gesellschaftlich unerwünscht. Das Phänomen heißt  ‚underreporting‘“.

 

Ich erlebe das in meiner Umgebung fast täglich. Es findet aus Angst gegen die PC zu verstoßen, kein wirklicher Diskurs mit anderen statt.

Diese Menschen in den USA und auch bei uns sehen sich aus vielerlei Gründen gegen den großstädtischen, grün-alternativ geprägten Mainstream (vgl. die Debatte in der ZEIT, nach dem Essay von Bernd Ulrich) in die innere Opposition gedrängt und machen dann an der Wahlurne ihrem Herzen Luft. Umso mehr, als ihre bis vor kurzen noch „normale“ Haltung nun offensiv als rückständig und engstirnig oder gar schlimmer gebrandmarkt wird.

Palmer schreibt dazu: „Wir haben auch in Deutschland eine öffentliche Kultur entwickelt, unerwünschte Äußerungen durch Schmähung und Ausgrenzung unterdrücken zu wollen. Das kann dazu führen, dass sich eine Mehrheit der Menschen für jemanden wie Trump entscheidet, weil ihnen da nur noch auf die Nerven geht. Wenn wir vermeiden wollen, dass wir durch eine intolerante und aggressive Verteidigung der offenen Gesellschaft irgendwann auch in rechtspopulistisch regierten Gesellschaften aufwachen, sollten wir das dringend überdenken.“

Stephan Hebels Buch belehrt. Es nimmt die wirklichen Ängste der Menschen nicht wahr, weil diese schon lange nicht mehr wirklich gefragt werden. Und über den Islam verliert er nur wenige Worte. Dabei sind viele Ängste der Menschen genau damit verbunden.

 

 

 

 

Die Welt des Sommeliers

 

 

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AIS- Italienische Sommeliervereinigung (Hg.), Die Welt des Sommeliers, Folio Verlag 2015, ISBN 978-3-85256-664-1

 

Die Welt des Sommeliers ist eine vielseitige und harmonische Welt, eine Welt voller Traditionen, eine Welt, die ihre Horizonte ständig erweitert.

In diesem Buch erfahren Fachleute und Liebhaber von erlesenen Getränken alles über die Rebe und den Weinstock, über Traube und Wein, Schaumweine, Dessert- und Süßweine, Wein und Gesetz, Bier, Destillate und Liköre.

 

Das Buch beschreibt die Aufgaben des Sommeliers im Keller und im Service und skizziert die Entwicklung des Geschmacks und die Verkostung innerhalb der europäischen Küche. Es geht um passende Gläser sowie die Regeln der Verkostung.

 

Alles in allem ist es eine faszinierende Welt, die es in den Weingütern und Restaurants zu entdecken gilt, in Literatur und auf kulinarischen Weinreisen. Mit diesem Buch entdecken Sie die Faszination des edlen Weines und des guten Geschmacks.

 

Für interessierte Einsteiger und für Profis geeignet.

Herr Nashorn macht Urlaub

 

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Raphael Baud, Aurelie Neyret, Herr Nashorn macht Urlaub, Atlantis 2016, ISBN 978-3-7152-0704-9

 

Ein ruhiges und stimmungsvolles Bilderbuch aus Frankreich ist hier anzuzeigen, das Andrea Lüthi für die deutsche Fassung bearbeitet hat.

 

Es erzählt in wunderbaren Bildern und mit knappen Sätzen die Geschichte, wie Herr Nashorn, der mit vielen anderen Tieren im Zoo lebt, einmal Urlaub macht. Denn Zootier sein ist auch eine Art von Arbeit, von der man einmal ausruhen muss.

 

Herr Nashorn verabschiedet sich von den anderen Tieren, merkt sich, was er mitbringen soll von der Reise und fährt mit der U-Bahn zum Flughafen und von dort fliegt er nach Afrika. Nach langer Busreise ist er endlich in der wieten Steppe angekommen, aus der er stammt, die er aber in ihrer wunderbaren Schönheit noch nie gesehen hat.

 

Er genießt seinen Aufenthalt dort sehr, badet ausgiebig im See und sitzt abends lange am Lagerfeuer. Nach zwei Wochen fährt er wieder zurück und nach seine Ankunft feiern die Tiere im Zoo ein großes Fest und machen Musik bis tief in die Nacht hinein.

 

Ein  ruhiges, gelassenes und in Wort und Bild poetisches Bilderbuch.

Porsche Traktoren

 

 

 

 

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Ulf Kaack, Porsche Traktoren, Delius Klasing 2016, ISBN 978-3-667-10692-6

 

Ferdinand Porsche wurde 1937 von der deutschen Arbeitsfront beauftragt, einen Traktor zu entwickeln, der zur Motorisierung der deutschen Landwirtschaft beitragen sollte. Dieser Volkstraktor hatte einen 11 PS starken Zweizylindermotor und sollte in einem neuen Traktorenwerk in Waldbröl in Großserie produziert werden. Aufgrund des Zweiten Weltkrieges kam es allerdings nur zu der Herstellung von einigen Prototypen. Nach Kriegsende entstand 1950 aus einer Weiterentwicklung des Volkstraktors und in Zusammenarbeit mit Allgaier der erste Porsche Diesel Traktor. Ab 1956 wurde eine Zusammenarbeit mit dem Mannesmann-Konzern angestrebt. 1962 wurde die Produktion von Porsche Diesel Traktoren mit den MAN Traktoren zusammengelegt. Ein Jahr später wurde die Traktoren-Sparte von Porsche an Renault verkauft. Am 15. Juli 1963 wurde die Produktion offiziell eingestellt.

 

Der vorliegende Band des Delius Klasing Verlags, der in dessen Reihe „Bewegte Zeiten“ erschienen ist, stellt diese Geschichte dar und zeigt mit vielen zeitgenössischen Fotografien und aktuellen Bildern von Sammlern dieser mittlerweile zur Rarität gewordenen Fahrzeuge einen beeindruckenden Überblick.

 

Ich weiß, dass viele, vorzugswiese ältere Männer alte Traktoren lieben: Auch und gerade wenn sie keinen Porsche Traktor in ihrer Scheune stehen haben, werden sie sich über dieses schönes Buch freuen. Als Geschenk für Traktorfreunde überaus geeignet.

Der Eisdrache

 

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Troon Harrison, Andrea Offermann, Der Eisdrache, Nilpferd 2016, ISBN 978-3-7074-5190-0

 

Das vorliegende aus dem Englischen von Pauline Katz ins Deutsche übertragene Bilderbuch ist ein modernes Märchen, das erzählt von Mitgefühl, von Hoffnung und von Liebe. Die poetischen Texte von Troon Harrison und die außergewöhnlichen Illustrationen von Andrea Offermann machen die Geschichte von dem Mädchen und dem Eisdrachen zu einem Vorleseerlebnis für die ganze Familie.

 

Wie schlussendlich das Mitgefühl und die Liebe über die Vorurteile und den Zorn siegen ist ermutigend.

Eine Geschichte wie aus einer anderen Zeit.

Die Nacht in dir

 

 

 

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Christa Bernuth, Die Nacht in dir, DTV 2016, ISBN 978-3-423-26107-4

 

Dieser neue Psychothriller ist die direkte Fortsetzung des Thrillers „Das Falsche in mir“, der im Jahr 2014 erschien und den ich, obwohl sonst nicht so der Thrillerfan, mit großer Begeisterung verschlungen habe.

Wieder geht es um den mittlerweile 50 – jährigen ehemaligen Triebtäter Lukas Salfeld, der im letzten Buch seine nach der Verbüßung einer Haftstrafe aufgebaute Existenz verlor.

 

Mit Unterstützung der Polizei führt er jetzt ein einsames Leben, geht wöchentlich zu seinem Therapeuten, der nicht an ihn wirklich herankommt und muss sich regelmäßig bei der Kommissarin Sina Rastegar melden.

 

Diese sympathische, selbst durch frühen sexuellen Missbrauch schwer geschädigte Frau, lebt mittlerweile mit dem Gerichtsmediziner Leo zusammen, der an der Lösung des neuen Falls nicht unwesentlich mitwirkt.

 

Sina hat die Hoffnung, über die Mails, die Lukas Salfeld mit seinem Sohn führ und die sie mitlesen kann, an diesen Serienmörder heranzukommen. Der reist mordend um die halbe Welt und ist doch näher, als alle lange Zeit denken.

 

Gleichzeitig geschehen in Thalgau, einem in der Nähe gelegenen Internat Dinge, die die Polizei auf den Plan rufen. Ein Junge hat sich von einem Glockenturm in den Tod gestürzt.

 

Sina Rastegar bittet im Alleingang Lukas Salfeld um Mithilfe. Eine Entscheidung mit ungeahnten Folgen, die sie ihren Job und ihr Leben kosten kann.

 

Ich konnte das Buch vor lauter Spannung kaum aus der Hand legen.

Christa Bernuth gelingt es, immer wieder wechselnde Perspektiven einnehmend, eine fast unerträgliche Spannung zu erzeugen, zumal das, was da mehr und mehr ans Licht kommt an menschlicher Abgründigkeit und Bosheit kaum zu überbieten ist. Man kann sich bis kurz vor dem Ende einstellen auf immer wieder neue Wendungen und Zusammenhänge, die man nicht im Traum für möglich gehalten hätte.

 

Ob es einen dritten Teil gibt, wie manche Formulierungen ab Ende vermuten lassen?