Einfach unglaublich

 

 

Rosamund Kidman Cox, , Knesebeck 2018, ISBN 978-3-95728-132-6

 

Dieser wunderschöne und atemberaubende Bildband vereinigt die mit dem „Wildlife Photographer of the Year“- Award ausgezeichneten besten Tierfotografien von Fotografen die sich der jährlichen Konkurrenz dieses Wettbewerbs gestellt haben. Alle zeigen sie Tiere unterschiedlicher Größe und Art in besonderen „einfach unglaublichen“ Situationen.

 

Bilder von Tieren in besonderen Situationen, seltene Aufnahmen, die das ganze Können, die Geduld und das Einfühlen des Fotografen erfordert haben. Daneben sind es Fotos mit einer durchgängigen Botschaft: der Klimawandel ist mitten unter uns.

 

Die Faszination der Schöpfung eine andere Botschaft, die sich durch Buch hindurchzieht, verbunden mit der Mahnung, sie zu bewahren. Und letztlich sind es Fotos, die spektakulär die Einzigartigkeit zeigen, mit der Arten ihren Bestand erhalten, schützen und verteidigen. Ein Beispiel dafür: Eine Straße, ein Auto nähert sich, Scheinwerfer, es ist dunkel, und es sieht aus, als schneite es, die Straßenlaternen sind eingeschaltet. Aber was wie ein Schneesturm aussieht, sind „mehr als eine Million Eintagsfliegen, die sich paaren“. Es sei wie ein Sturm gewesen, in dem man stehe, beschreibt es der Fotograf, „bei dem man von Millionen seidener Flügel gestreift wird.“

Bilder von über „50 preisgekrönten Fotografen aus mehr als 20 Ländern“ sind hier auf einzigartige Weise versammelt. Jedes Bild wird umrahmt von einem kurzen Text, der das Bild inhaltlich erklärt und eine geographische Einordnung bietet. Abschließend, wichtig für Fotografen unter den Betrachtern und Lesern, die Angaben zu Kamera und den fototechnischen Details.

 

 

 

Als ich ein Kind war wie du

 

 

 

 

 

Katharina Grossmann-Hensel, Als ich ein Kind war wie du, Annette Betz Verlag 2018, ISBN 978-3-219-11734-9

 

Obwohl selbst schon im sechsten Lebensjahrzehnt, kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, wie meine Eltern ihrem kleinen Sohn mit der Einleitung „Als ich so alt war wie du…“ nicht nur wirkliche Erinnerungen erzählten, sondern sie auch verbanden mit einem disziplinarischen und besserwisserischen Unterton, der mich befremdete. Erst recht wenn  10-15 Jahre nach dem Krieg die Rede davon war, dass man ja gar nicht mitreden könne, weil man den Krieg nicht erlebt habe.

 

Die bekannte Autorin und Illustratorin Katharina Grossmann-Hensel spielt in ihrem neuen Buch mit solchen Erinnerungen von Erwachsenen und den Geschichten, die sie ihren Kinder und Enkeln davon erzählen. Auch davon, dass diese sich nicht selten fragen, ob denn das alles so stimmt und ob manche von den Erwachsenen wirklich einmal Kinder gewesen sind.

 

Doch auch mit anderen, ernsten und schweren Erinnerungen werden die kleinen Leser konfrontiert, etwa der an gewalttätige Eltern, an die Einsamkeit mitten in einer großen Geschwisterschar und an extreme Langeweile in der eigenen Kindheit.

Am Ende werden die Kinder eingeladen, einmal bei den Erwachsenen in ihrer näheren Umgebung nachzufragen und nachzuforschen, welche Kinder die wohl einmal waren. Und auch darüber nachzudenken, welche Erwachsene sie wohl einmal werden.

 

Ein Bilderbuch das gut geeignet ist, die Generationen in einer Familie miteinander ins Gespräch zu bringen.

 

 

 

 

Unter der Drachenwand (Hörbuch)

 

 

 

 

Arno Geiger, Unter der Drachenwand (Hörbuch), Hörbuch Hamburg 2018, ISBN 978-3-95713-120-1

 

In seinem neuen Roman erzählt der österreichische Schriftsteller Arno Geiger von Menschen, die im Jahr 1944 in einem kleinen Ort namens Mondsee bei Salzburg zu Füßen der Drachenwand versuchen, in einer Atempause des Zweiten Weltkrieges zu sich selbst zu kommen.

 

Hauptperson ist der ich-erzählende kriegsversehrte Soldat Veit Kolbe. An der Ostfront schwer verletzt worden, reist er auf Anraten eines Hauptmannes im Lazarett nach Mondsee aufs Land, wo ein Onkel von ihm, der dort als Postenkommandant Dienst tut, ihm eine Unterkunft verschafft. Kolbes Vermieterin ist eine bösartige Frau, die ihm während seines gesamten Aufenthaltes das Leben schwer macht. Richtig gefährlich werden kann ihm allerdings der Mann der Vermieterin, ein fanatischer Nazi, der bei seinen Heimaturlauben alle mit Durchhalteparolen quält.

 

Veit Kolbe, so würde man es heute nennen, leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, hat immer wieder Panikattacken und kann ohne das Medikament Pervitin nicht sein. Er hat auf dem Weg der Wehrmacht nach Osten alles gesehen, „was niemand sehen will“. Massenerschießungen von Juden, die wahllose Zerstörung von Dörfern und die Liquidierung unzähliger Zivilisten haben sich in sein Gedächtnis eingebrannt und er wird die inneren Bilder einfach nicht los.

 

So wie sein literarischer Schöpfer selbst es einmal von sich sagte, versucht auch Veit Kolbe mit Schreiben diese Leerstellen des Grauens zu füllen und zu bannen. Er hofft, dass sein Genesungsurlaub so lange dauern wird, bis der Krieg hoffentlich bald zu Ende ist, und tut auch einiges selbst dazu, um ihn  immer wieder zu verlängern. Dennoch schwebt die drohende Rückkehr an die dann wohl sicher für ihn tödliche Front wie ein Damoklesschwert über ihm und bedroht die zarten Pflänzchen von Liebe, die mit der in der Wohnung neben ihm zusammen mit ihrem Baby wohnende Margot aus Darmstadt keimen.

 

Langsam lässt Arno Geiger ihre Beziehung sich entwickeln. Ähnlich behutsam führt er sukzessive weitere Personen in seinen dichten Roman ein. Da sind die Mädchen im Lager Schwarzindien, die dort aus verschiedenen Städten des Reichs gebracht wurden. Insbesondere das Schicksal des Mädchens Nanni Schaller bewegt ihn und seinen Erzähler, denn als es spurlos verschwindet, sind nicht nur die Bewohner Mondsees erschüttert, sondern auch der Cousin des Mädchens, dessen  zahllose unbeantwortete Briefe von der Front an seine Freundin Geiger dokumentiert.  Er wechselt auch immer wieder nach Darmstadt, der Heimat von Margot und lässt deren Mutter, die ihr Überleben in einer von Bomben gänzlich zerstörten Stadt zu organisieren sucht, zu Wort kommen.

 

Und da ist der „Brasilianer“, ein aus Brasilien zurückgekehrter Auswanderer und Bruder der garstigen und fanatischen Vermieterin. Veit Kolbe und Margit freunden sich mit dem regimekritischen Reformbiologen an, und führen, als er wegen einer abfälligen Bemerkung über das Regime  für sechs Monate in Haft kommt, sein Gewächshaus weiter.

 

Doch der wichtigste Erzähler neben Veit Kolbe ist wohl der jüdische Zahntechniker Oskar Meyer. Er ist mit seiner Familie nach langem Zögern von Wien aus nach Budapest geflohen, wo er als Zwangsarbeiter zufällig auf Veit Kolbe trifft. Sonst allerdings gibt es keine Verbindung zwischen Oskar Meyer und dem Geschehen am Mondsee.

 

Selten habe ich die inneren Nöte einer jüdischen Familie, die versucht sich vor der tödlichen Gefahr der Nazis zu retten, so eindringlich und unter die Haut gehend beschrieben gelesen, wie in den Schilderungen von Arno Geiger.

 

Nachdenklich und eindrücklich erzählt Arno Geiger in einer sensiblen Sprache vom Krieg und von Menschen, die die Hoffnung nicht aufgeben, dass es auch nach dem Ende des Krieges eine Zukunft für sie geben kann. Wenn er in einer Nachbemerkung zu seinem Roman das Leben bzw. Sterben dieser fiktiven Figuren nach dem Krieg dokumentiert, verleiht er ihnen eine Form der Realität, die weit über die Fiktion hinausgeht und weit mehr ausdrücken möchte als ein herkömmliches versöhnliches Ende. Es ist Hoffnung auf Zukunft trotz allem gerade zu Ende gegangenen Schreckens.

 

Der hier vorliegenden ungekürzten Lesung der vier Schauspieler Torben Kessler, Torsten Flassig, Cornelia Niemann und Michael Quast gelingt es ganz hervorragend, nicht nur in die Welt des Veit Kolbe einzutauchen, sondern auch den Kampf der weitere Protagonisten um ihr Überleben und für eine „kleine Zukunft“ auf eine berührende, authentische und tiefgründige Weise einzufangen und zum Ausdruck zu bringen. Das Hörbuch ist sehr zu empfehlen.

 

 

 

Nussschale

 

 

 

 

Ian McEwan, Nussschale, tb,Diogenes 2018, ISBN 978-3-257-24415-1

 

Die Idee ist genial, der Plot klassisch und seine Ausführung an manchen Stellen unglaubwürdig übertrieben. In seinem neuen Roman „Nussschale“ erzählt der britische Bestsellerautor Ian McEwan die Geschichte eines Vaters, einer Mutter und deren Liebhabers. Mutter und Liebhaber wollen den Vater töten (auch wenn er der leibliche Bruder des Vaters ist), dessen auf viele Millionen geschätztes altes heruntergekommenes Haus mitten in bester Londoner Lage verkaufen und sich dann aus dem Staub machen. So weit so gut. Wäre da nicht die Tatsache, dass die Mutter im neunten Monat schwanger ist (von ihrem Mann?) und man nicht genau weiß, was man mit dem Baby tun soll, das in zwei Wochen zur Welt kommen soll.

Das alles irritiert das Ungeborene, das McEwan als wirklich ungewöhnlichen Ich-Erzähler auftreten lässt.  Dieser natürlich noch namenlose Erzähler erlebt nicht nur das Drama seiner Mutter Trudy , seines Vaters John, seines Zeichens ziemlich erfolgloser Dichter und Verleger und seines nebenbuhlerischen Onkel Claude, und schildert es mit immer größerer Besorgnis (was soll aus ihm werden?), sondern ist durch das Mithören unzähliger Radiosendungen auf BBC und Podcasts, die seine Mutter zur Ablenkung laufen ließ, auch so etwas wie ein weitläufiger Analyst der Welt geworden, in die er noch gar nicht hineingeboren ist.

 

Seine Kenntnis geht sogar so weit, dass er den Wein, den seine Mutter in immer größeren Mengen in sich hineinschüttet, bis auf den Jahrgang und das Weingut bestimmen kann.

 

Und das ist natürlich unglaubwürdig. Aber diese Kritik geht fehl, weil McEwan gar nicht davon ausgeht, dass sein Erzähler das wirklich weiß.

Ein Fötus hat ein Erleben, bekommt über den Stoffwechsel seiner Mutter und deren Herzschlag viel mit, ist aber natürlich noch kein Wesen mit einem ausgebildeten Bewusstsein und Sprachkompetenz.

 

Es geht McEwan in seinem neuen Roman, der voller philosophischer und aktuell politischer Reflexionen steckt, um diese ungewöhnliche Perspektive. Wie könnte, würde er es wirklich alles verstehen, ein ungeborener Fötus die Welt wahrnehmen in die er hineingeboren wird?

 

Mich hat das Buch gut unterhalten, mich nicht selten schmunzeln lassen. Doch an seine letzten drei Bücher „Kindeswohl“, „Honig“ und „Solar“ kommt „Nussschale“ leider nicht heran.

 

 

 

 

Olga (Hörbuch)

 

 

 

 

Bernhard Schlink, Olga (Hörbuch), Diogenes 2018, ISBN 978-3-257-80391-4

 

Bernhard Schlink ist einer der vielseitigsten Schriftsteller im deutschsprachigen Raum. Mit seinem „Vorleser“ auch international berühmt geworden, hat er seither zahlreiche Romane veröffentlicht, die in all ihrer Unterschiedlichkeit eines verband: die Liebe für Geschichten und Menschenschicksale im Rahmen deutscher Geschichte.

 

Über einen langen Zeitraum deutscher Geschichte spannt sich auch sein neuer Roman, in dem Bernhard Schlink die fiktive Lebensgeschichte  von Olga Rink erzählt und ihrer lebenslangen schwierigen Liebe zu Herbert Schröder, einem sozial höher gestellten Mann, mit dem sie nie zusammenleben konnte.

 

Schon als Kinder Endes des 19. Jahrhunderts waren sie zusammen und begründeten mit ihrer gegenseitigen Freundschaft eine Beziehung, aus der später ein Sohn namens Eik hervorgehen sollte, den Herbert aber nie kennenlernte. Zu oft und zu lange ist er immer wieder als Abenteurer unterwegs in der Welt, zunächst in Afrika, wo er eine dunkle Rolle beim Völkermord an den Hereros spielt, dann in Asien, später dann vorzugsweise in der Arktis, wo seine Faszination für die legendäre Nordostpassage ihn lange nicht los lässt, bis er bei einer Expedition verloren geht und ihn mehrere nach ihm suchende Expeditionen nicht finden können. Olga macht gegen erhebliche Widerstände eine Ausbildung und arbeitet in verschiedenen Dörfern als Lehrerin.

 

Olga schreibt ihm postlagernde Briefe nach Trömsö in Norwegen, wo er seine letzte Expedition nach Spitzbergen begann.  Ihr Sohn Eik steigt schon vor dem 2. Weltkrieg zu einem hohen Nazischergen auf, was Olga großen Kummer macht.

 

All das wird erzählt von Ferdinand, einem pensionierten Beamten, in dessen Familie Olga nach dem Krieg als Näherin arbeitet. Seine Beziehung zu der alten Frau ist eng, sie liebt ihn wie einen eigenen Sohn. Der Erzähler vermittelt dem Leser in einem ausführlichen zweiten Teil des Buches seinen persönlichen Eindruck der gealterten Olga, die ihm seit seiner Kindheit gern Geschichten über Herberts Abenteuer erzählt und zu der er auch als Erwachsener Kontakt hält. Schon hier wundert man sich über seine Kenntnis zahlreicher Details aus der Lebensgeschichte Olgas, über deren Beschaffung er dann erzählt. Nach langen Recherchen gelingt es dem selbst schon gealterten Ferdinand in einem Antiquariat in Trömsö einen Packen von postgelagerten Briefen zu erwerben, die wie durch ein Wunder all die Jahrzehnte überdauert haben.

 

Diese Briefe, die in einem dritten Teil des Buches abgedruckt sind, geben nun Olga selbst das Wort und der Leser erfährt von manchem neuen Aspekt ihrer langen Lebensgeschichte, die er vorher schon von Ferdinand, dem Erzähler, erfahren hat. Wenn Ferdinand am Ende resümiert, dann spricht da durchaus Bernhard Schlink selbst von seiner Begeisterung über seine literarische Figur, für die es in seiner eigenen Lebensgeschichte vielleicht das eine oder andere Vorbild gegeben haben mag:

„Ich war stolz auf sie. Welches Glück, wenn das Leben, das ein Mensch lebt, und die Verrücktheit, die er begeht, zusammenstimmen wie Melodie und Kontrapunkt! Und wenn beides nicht nur zusammenstimmt, sondern der Mensch es selbst zusammenfügt. Die Melodie von Olgas Leben war ihre Liebe zu Herbert und ihr Widerstand gegen ihn, als Erfüllung und Enttäuschung. Nach dem Widerstand gegen Herberts Verrücktheit die verrückte Geste, am Ende des stillen Lebens der laute Schlag – sie hatte den Kontrapunkt zur Melodie ihres Lebens gesetzt.“

 

Olga ist ein lesenswerter und sprachlich anspruchsvoller Roman über das Leben einer Frau zwischen Wirklichkeit, Sehnsucht und Aufbegehren.

 

Die hier als Hörbuch auf  5 CDs vorliegende ungekürzte Lesung von Burghart Klaußner besticht durch ihre Dichte und fühlt sich ganz hervorragend in die unterschiedlichen Personen ein.

 

Durst. Ein Fall für Harry Hole (Hörbuch)

 

 

 

Jo Nesbo, Durst. Ein Fall für Harry Hole (Hörbuch), Hörbuch Hamburg 2017, ISBN 978-3-95713-087-7

 

Lange  mussten die Fans von Harry Hole auf den neuen Roman seines Schöpfers warten, doch nun ist er wieder da, und er ist besser als je zuvor. Eigentlich gehört Harry Hole ja gar nicht mehr zur Truppe im aktiven Polizeidienst, er unterrichtet mittlerweile an der Polizeihochschule Oslo, aber für den vorliegenden Fall gibt es natürlich doch keinen besseren Kriminalisten als ihn, gerade bei stockenden Ermittlungen. Wer ist dieser Serienkiller, der seine Opfer über eine Dating- App findet, sie misshandelt und vampirhaft beisst und tötet, der Blut trinkt und neue Seiten perversester Verbrechen aufschlägt. „Wir haben es mit einem Doppelmord zu tun, Harry, vielleicht mit einer Serie. Kann es da noch schlimmer werden? – Ja, sagte Harry, es kann.“

 

Über 620 Seiten knüpft Nesbo an viel Altes an, doch auch der Erstleser kommt voll auf seine Kosten.

Harry Hole ermittelt in einer Spezialtruppe, die für diesen Fall jede erdenkliche Kompetenzen erhält. Ermittlungen, die auch in die Vergangenheit reichen und die den in die Jahre und zur Legende gewordenen Kommissar an Grenzen bringen. Es sei, so sagt er, „wie wenn du Musik hörst, die du noch nie gehört hast, gespielt von einer Band, die du nicht kennst, und trotzdem hörst du, wer das Lied geschrieben hat. Weil da etwas ist. Aber etwas, das du nicht greifen kannst.“ Nesbo ist ein Meister der Andeutungen, der seinen Leser geradezu quält und mit Details und scheinbaren Nebensächlichkeiten, mit kleinsten Puzzlestücken und Andeutungen, mit beiläufigen Bemerkungen und zunächst unwichtig erscheinenden Informationen einen stetig an Spannung immer reicher werdenden Erzählfluss schafft.

 

Ein tolles, spannendes Buch. Das Hörbuch, gelesen von Uve Teschner sorgt für Gänsehaut, nicht einzig des Inhalts wegen. Teschner hat eine von Beginn des Romans an einnehmende Stimme, der man bestens auch über die lange Distanz zuhören kann, distanziert, ein Beobachter des Geschehens und doch so spannend und konfrontierend mit einem absurden Geschehen und Verbrechen.

 

 

 

 

Weshalb.Warum, Wir entdecken Kleidung und Mode

 

 

 

 

Andrea Erne, Wieso. Weshalb.Warum, Wir entdecken Kleidung und Mode, Ravensburger Verlag 2018, ISBN 978-3-473-32684-6

 

Dieses Buch aus der durchweg empfehlenswerten Sachbuchreihe Wieso? Weshalb? Warum? für Kinder von vier bis sieben Jahren aus dem Ravensburger Verlag gibt auf insgesamt acht Doppelseiten mit vielen Klappen, die Einblicke ermöglichen und  Bewegungen und Abläufe veranschaulichen, eine Einführung in ein Thema, das durchaus nicht nur Mädchen interessiert. Es geht um Kleidung und Mode, aber eben nicht nur um die Welt des Glitzers und der Models.

 

Zunächst wird beschrieben, was Kleidung ist, wo der Unterschied zur Mode verläuft, wie Kleidung hergestellt, wird, bevor auch die Welt der Modemacher, der Modenschauen und der Models dran kommt. Viele kulturgeschichtliche Informationen folgen dann  im zweiten Teil des Buches, wo es darum geht, wie sich Kleidung im Laufe der Zeit verändert hat, welche Berufe bestimmte Kleidung tragen und daran erkannt werden können und wie man sich in anderen Ländern kleidet.

 

Ein Sachbilderbuch für Kinder zwischen vier und sieben Jahren, dem es sehr gut gelungen ist, die Vielfalt des Themas altersgerecht darzustellen, das mit vielen Klappen zum Entdecken und Weiterfragen einlädt.

 

 

 

Wieso.Weshalb.Warum. Wir schützen unsere Umwelt

 

 

 

 

 

Carola von  Kessel, Wieso.Weshalb.Warum. Wir schützen unsere Umwelt, Ravensburger Verlag 2018, ISBN 978-3-473-32685-3

Dieses Buch aus der durchweg empfehlenswerten Sachbuchreihe Wieso? Weshalb? Warum? für Kinder von vier bis sieben Jahren aus dem Ravensburger Verlag gibt auf insgesamt acht Doppelseiten mit vielen Klappen, die Einblicke ermöglichen und  Bewegungen und Abläufe veranschaulichen, eine Einführung in das auch schon kleine Kinder bewegende Thema, was sie selbst dazu beitragen können, dass ihre Umwelt geschützt wird und viele Fragen beantwortet, warum die Umwelt unsere Schutz und unsere Fürsprache braucht, weshalb Wälder und Meere für den Planten so wichtig sind, welche Bedeutung das Waser hat, wie man Energie so erzeugt, dass die Luft nicht belastet wird,  was Tiere bedroht und etwas sie zum Überleben brauche, wie wir mit unserem Abfall umgehen können und vieles mehr.

Ein Sachbilderbuch für Kinder zwischen vier und sieben Jahren, dem es sehr gut gelungen ist, die Vielfalt des Themas altersgerecht darzustellen, das mit vielen Klappen zum Entdecken und Weiterfragen einlädt.

 

 

Nur für Girls

 

 

 

 

Lizzie Cox, Nur für Girls, Ravensburger Verlag 2018, ISBN 978-3-473-55456-0

 

Witzig und peppig aufgemacht, mit vielen humorvollen Illustrationen versehen kommt dieses zunächst in England für Mädchen in der Pubertät erschienen kleine Handbuch daher, das „alles was du wissen musst“ seinen weiblichen Lesern im Untertitel ankündigt.

 

In kurzen, verständlichen Texten wird alles Wesentliche erklärt, was in dieser schwierigen Zeit der Entwicklung zur Erwachsenen in Körper und Seele vor sich geht.

Worterklärungen und ein Register sowie ein Wort an die Erwachsenen finden sich im Anhang eines handlichen und sehr empfehlenswerten Buches.

Von den Märchen. Eine lebenslange Liebe

 

 

 

Michael Köhlmeier, Von den Märchen. Eine lebenslange Liebe, Haymon 2018, ISBN 978-3-7099-3423-4

 

Michael Köhlmeier ist seit langem bekannt nicht nur für seine mit großer und intensiver Kraft erzählten Romane, sondern durch seine legendären Nacherzählungen auch für seine leidenschaftliche Liebe für Märchen.

 

In dem vorliegenden Buch erzählt er von seiner lebenslangen Liebe zu den Märchen und wie seine Leidenschaft, als Schriftsteller Geschichten zu erzählen mit den Märchen der Gebrüder Grimm begann.

In seiner unverwechselbaren Tonart lässt Köhlmeier uns teilhaben an seiner Faszination für das Genre der Märchen und verfällt dabei selbst ins Erzählen: Er schildert Episoden aus Kindheit, Jugend und Studienjahren, er schreibt von seiner Märchen erzählenden Großmutter und dem geschichtsbesessenen Vater, vom Aufkeimen seiner Liebe zu den Märchen und Mythen, von der Bewunderung für die Brüder Grimm – und dringt dabei tief ins rätselhafte Herz der Märchen vor.

 

Das wunderbare Buch, das jeden Liebhaber von Märchen begeistern wird, ist der gelungene und absolut passende Auftakt einer neuen Reihe des Haymon Verlags mit dem Titel „Haymon schwärmt“.

 

Ja, bei diesem Buch und bei diesem Autor kann man wahrlich ins Schwärmen geraten.