Folkeboot Paula

 

 

 

 

 

Nicolas Thon, Folkeboot Paula, Delius Klasing 2017, ISBN 978-3-667-11076-3

 

Ein schönes Buch über einen  Mann und sein Boot ist hier anzuzeigen und über eine Beziehung, die sich nach der ersten Begegnung zu einer großen Liebe entwickelte. Nicolas Thon erzählt in einer auch für Nichtsegler unterhaltenden und informativen Weise über das, was beim Segeln in einem solchen Folkeboot passiert. Da geht es um waghalsige Manöver, kräftezehrendes Kreuzen, begleitet von ruppigen Böen und heftigen Adrenalinstößen. Schräglage. Spritzwasser. Schaukeln im Seegang. Aufreißende Wolkendecke oder Pladderregen aus heiterem Himmel kurz vorm Anlegen: Kaum ein Segeltag vergeht ohne Überraschungen.
Doch besteht nicht das eigentliche Abenteuer darin, in der Morgensonne zu Vogelzwitschern und Möwengeschrei den ersten Schluck Kaffee zu trinken, den Blick über das Ufer der Ankerbucht schweifen zu lassen und zu wissen, dass man nur durch eigenes Geschick und auf eigenem Kiel an diesen traumhaften Ort gelangt ist?

Beide Aspekte – spektakuläres Segeln und tiefen Genuss – erlebt man auf einem kleinen, schlichten Boot besonders intensiv. Ein Folkeboot, das weiß man seit 75 Jahren, ist dafür perfekt.

Wie großartig Glücksmomente sein können, wie tief die Liebe zum Boot, zur See, zum Segeln, erlebt Nicolas Thon seit dem Moment, als er seine Paula erblickte.

Ein Buch voller Charme, Lebensphilosophie und bis zur Wasserlinie geprägt von der Liebe zur See.

The Watch Book Rolex

 

 

 

 

Gisbert L. Brunner, The Watch Book Rolex, Te Neues 2017, ISBN 978-3-96171-035-5

 

Es ist der Traum jedes Uhrenfreundes, einmal in seinem Leben eine Rolex zu besitzen und zu tragen. Leider bleibt dieser teure Wunsch den meisten Normalverdienern ihr Leben lang verwehrt. Dennoch: dieses wunderbare Buch des Starautors Gisbert L. Brunner kann sie für diese Entbehrung entschädigen. Dreisprachig (deutsch, englisch, französisch) präsentiert der Band mit informativen Texten und in einer Vielzahl von Bildern der weltbekannten Marke Rolex ein Denkmal. Der renommierte Armbanduhrexperte und -historiker Gisbert L. Brunner lässt die Leser  an seinem umfangreichen Fachwissen teilhaben.

 

Neben vielen historischen Uhren des 1905 von Hans Wilsdorf gegründeten Unternehmens werden in diesen repräsentativen Band auch etliche aktuelle Modelle vorgestellt. Die Preise dieser Uhren findet man allerdings nicht erwähnt.

 

Auf jeden Fall findet der Besitzer oder potentielle Käufer hier alle wichtigen Informationen über die Marke und die Geschichte der wichtigsten Modelle. Und er wird dann auch verstehen, wie aus dem Bestreben, wirklich gute Uhren zu bauen, nicht nur eine Weltmarke sondern auch ein Stück Kultur und Lebensart entstanden ist.

 

 

 

Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen

 

 

 

 

 

 

 

Axel Hacke, Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen, Kunstmann 2017, ISBN 978-3-95614-200-0

 

Das neue Buch des SZ-Kolumnisten und Bestsellerautors Axel Hacke ist ein nachdenkliches Plädoyer für „Anstand in schwierigen Zeiten“. Natürlich ist Anstand ein schwammiger Begriff, atmet viel 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts. Wurde damals unter diesem Begriff meist noch auf Manieren etc. geachtet, geht es Axel Hacke in seinem lesenswerten und so gar nicht besserwisserischem Buch hauptsächlich darum, dass wir in unserer gegenwärtigen Gesellschaft weitflächig den Respekt voreinander verloren haben.

 

Die angeblich „sozialen“ Netzwerke sind der Ort, wo sich der Verlust des Anstands so häuft, dass insbesondere ihre Anonymität Menschen ermutigt und verführt, in regelrecht steinzeitliche Verhaltensformen zurückzufallen und die das Übelste hervorbringen, was in ihnen steckt. Das Individuum ist alles, der Gemeinsinn, die Solidarität nichts mehr.

 

Es ist keine Frage, dass das, was unsere und im Übrigen auch andere Gesellschaften zusammenhält und ihr Stabilität gibt, dadurch extrem gefährdet ist. Axel Hacke führt viele Beispiele auf, z.B. die Frage, wie jemand zum Präsident der USA werden kann, der die Respektlosigkeit und den Narzissmus zum Rezept seiner Politik macht. Oder das, was mittlerweile insbesondere nach Unfällen auf unseren Autobahnen alltägliche Praxis ist an Gaffen und Rücksichtslosigkeit.

 

Vieles, was er beschreibt, hat er in Dialoge mit einem Freund gekleidet, was das Buch gut lesbar macht. Er nennt den Anstand eine „Sache jedes Einzelnen und damit eine Sache von uns allen.“

 

Ein wichtiges Buch, das unaufgeregt viele Missstände beschreibt und dennoch die Hoffnung nicht aufgibt, dass viele Einzelne dazu beitragen können und werden, sie zu beheben.

 

 

 

 

 

 

In tiefen Schluchten. Ein Kriminalroman aus dem Süden Frankreichs

 

 

 

 

 

Anne Chaplet, In tiefen Schluchten. Ein Kriminalroman aus dem Süden Frankreichs, Kiepenheuer & Witsch 2017, ISBN  978-3-462-05042-4

 

Anne Chaplet hat eine neue Krimireihe gestartet, die sie in der wilden Landschaft des Vivarais am Fuße der Cevennen spielen lässt, wo sie selbst seit vielen Jahrzehnten einen Teil ihres Lebens verbringt. Man spürt ihren Beschreibungen von Natur und Menschen ab, wie sehr sie dieses Land liebt und wie sie sich immer wieder mit ihm und seinen Bewohnern auseinandersetzt. Die sind nämlich in einer langen auf die Hugenotten zurückgehenden Tradition in ihrer Mehrheit rebellisch. Viele Aussteiger und Propheten leben dort und halten die alten Traditionen hoch. Nicht immer gleich verständlich und nachvollziehbar für Fremde, die sich dort niedergelassen haben. So wie die 42 – jährige, frisch verwitwete Tori Gordon, eine ehemalige Anwältin aus Deutschland, die sich dort niedergelassen hat und nach einer neuen Lebensaufgabe sucht.

 

Ihre Freundin Eva betreibt eine kleine Pension. Dort ist ein niederländischer Höhlenforscher abgestiegen. Nach wenigen Tagen schon ist er spurlos verschwunden und Eva ist nicht geneigt, viel zu einer Suche nach ihm beizutragen. Tori allerdings ist von der ersten Minute an beunruhigt, erst recht, nachdem der alte Didier Thibon, der ihr schon seit langem immer wieder von sagenhaften Schätzen und Schmugglerverstecken in den zahlreichen Höhlen der Umgebung erzählte, tot aufgefunden wird. Tori wird misstrauisch und macht sich in der Schluchten der wilden Landschaft auf die Suche und bringt sich dabei selber in Lebensgefahr.

 

Wie hängen die Aktivitäten des Holländers mit den Hugenotten zusammen, die in dieser Region einst Zuflucht fanden? Und was hat das alles mit der Geschichte des Dorfes zu tun? Das fragt sie sich, während sie selbst auf Rettung wartet.

 

Anne Chaplet verbindet, ähnlich wie das Martin Walker und Jean-Luc Bannalec mit ihren Krimireihen seit etlichen Jahren tun, spannende Kriminalfälle mit französischer Geschichte, hauptsächlich der dort noch weitgehend unbearbeiteten Zeit des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung. Bei Chaplet kommt in der neuen Reihe noch dazu, dass die spezielle, durch die rebellischen Hugenotten geprägte Eigenart der Menschen und Traditionen in den Cevennen beschrieben wird.

 

Ich war von der ersten Seite an in der Handlung drin, und konnte das Buch kaum aus der Hand legen, bis ich zu einem sehr überraschenden Ende gelangt war.

 

Ich freue mich auf den hoffentlich zweiten Band der Reihe.

 

 

 

Lichter über dem Meer. Leuchttürme an Europas Küsten

 

 

 

 

 

 

Thomas Ebelt, Lichter über dem Meer. Leuchttürme an Europas Küsten, Delius Klasing 2017, ISBN 978-3-667-10934-7

 

Leuchttürme sind von jeher ein Blickfang. Für viele Menschen sind sie auch Traumgebäude, Orte von Kindheitsphantasien. Sie trotzen den Gewalten des Meeres, weisen Schiffen den Weg und bewahren Seefahrer vor Schiffbruch. Ob aus Stahl, Ziegeln oder Beton, oft unter abenteuerlichen Bedingungen im Wettlauf mit den Gezeiten erbaut, sind Leuchttürme die letzten maritimen Zeugen schönster Industriearchitektur einer vergangenen Epoche. Sie prägen Landschaften und sind an den Orten, an denen sie in den Himmel ragen, oft ein unübersehbarer Touristenmagnet.

Thomas Ebelt nimmt seine Leser mit auf eine Reise zu den architektonisch schönsten Leuchttürmen Europas. In seinem nach Ländern und angrenzenden Meeren gegliederten Band stellt er jedes Bauwerk auf einer Doppelseite vor, liefert interessante Informationen zu Bauart, technischen Details und der zuweilen wechselvollen Historie.

Spannend und bildlich inszeniert bekommen so Leuchttürme von Ostsee über Nordsee (Polen, Estland, Schweden, Dänemark, Deutschland), vom Nordatlantik (Island, Schottland) bis ins Mittelmeer (Portugal, Spanien, Frankreich) einen Platz. Und auch die eine oder andere kurzweilige Anekdote fehlt nicht, was sein Buch “Lichter über dem Meer” zu einem schönen Mitbringsel für Leuchtturm-Liebhaber macht.

 

Die grosse Rentenlüge

 

 

 

 

 

Holger Balodis, Dagmar Hühne, Die grosse Rentenlüge, Westend 2017, ISBN 978-3-86489-177-9

 

„Warum eine gute und bezahlbare Alterssicherung für alle möglich ist“ – das versuchen die Autoren des vorliegenden Buches  mit ihren Thesen nachzuweisen. Immer wieder – und auch nach der nächsten Wahl wird das so sein – wird die Rentendebatte geführt. Immer mehr Menschen in meinem Bekanntenkreis diskutieren über ihre längere Lebensarbeitszeit, fragen sich, wie sie das schaffen sollen und wie sie dereinst mit einer beschämend niedrigen Rente ihre Miete bezahlen und ihr normales Auskommen finanzieren können. Dabei kenne ich immer mehr Menschen jüngeren Alters, die zwar Jobs haben, aber für die private Vorsorge, die immer wieder propagiert wird, sich von ihrem Einkommen nicht leisten können. Düstere Aussichten also.

 

Allen an diesem Thema interessierten Menschen die sich einen gut lesbaren Überblick über eine scheinbar komplizierte Materie machen wollen und dabei gleichzeitig nach Orientierung für machbare Lösungen aus dem Rentendesaster suchen, kann man dieses Buch empfehlen.

 

Die beiden Autoren haben sich schon mit früheren Büchern und Veröffentlichungen durchaus als Fachleute in der Frage der Rentenfinanzierung erwiesen. Sie geben in ihren Buch einen profunden Überblick über die Lösungen, die andere Staaten gefunden haben, skizzieren und kritisieren den bisherigen Weg in Deutschland und machen Vorschläge, wie man das gesamte System reformieren könnte. Kernpunkt ist dabei, dass all die (meist reichen) Gruppen miteinbezogen werden müssen in die Finanzierung.

 

Es ist zu hoffen, dass in der bald wieder losbrechenden gesellschaftlichen Debatte um die Zukunft der Rentenfinanzierung solche dezidiert linke Positionen einbezogen und diskutiert werden. Außer den Linken hat sie im Augenblick, so wie ich das sehe, keine Partei wirklich auf dem Schirm.

 

Wir werden erwartet

 

 

 

 

 

Ulla Hahn, Wir werden erwartet, DVA 2017, ISBN 978-3-421-04782-3

 

Nachdem die große deutsche Lyrikerin Ulla Hahn im Jahr 2001 mit „Das verborgene Wort“ den ersten Teil der Lebensgeschichten ihres Alters Egos Hilla Palm erzählte und dafür den Deutschen Bücherpreis erhielt, ließ sie im Jahr 2009 auf ebenfalls über 600 Seiten den zweiten Teil folgen unter dem Titel „Aufbruch“. In beiden Romanen zeigte sie sich nicht nur als eine wahre Künstlerin und Akrobatin des Wortes und seiner ihm innewohnenden Kraft, sondern auch als eine große Meisterin epischer Darstellung.

 

Nachdem Hilla im zweiten Band gegen Ende zum Opfer einer Vergewaltigung wird, für die sich selbst die Schuld gibt – sie nennt sich Hilla Selberschuld – verlässt sie, zumindest unter der Woche, ihren Heimatort Dondorf am Rhein und zieht als Studentin nach Köln, wo sie in einem katholischen Wohnheim nicht nur eine Bleibe, sondern auch Freundinnen findet.

 

Auch im drit5en Teil der Tetralogie „Spiel der Zeit“ erzählte 2014 Ulla Hahn mit großer Sprachmacht in einem Gewebe aus Erfahrung, Erfindung und Dokumentation. Dabei ist sie selbst hin- und hergerissen: „So sehr ich weiß, dass es weitergehen muss, so dringend mein erzählerisches Pflichtgefühl gebietet,  Hilla endlich vorwärtszuschicken ins neue Leben, so mächtig treiben mich meine Gefühle zurück zu den Orten und Menschen meiner Kindheit. Erst jetzt beim Schreiben merke ich das. All das Neue, das Hilla erlebt, wird erst neu, wird erst zur Gewissheit, zum Eigen, wenn es sich widerspiegelt im Alten, wenn es zum Vergangene in Beziehung gesetzt wird.“

 

Das ist quasi das Credo, das sich auch durch das neue, das grandiose Gesamtwerk abschließende Buch „Wir werden erwartet“ zieht, das ich gelesen habe, indem ich mir jede freie Minute gestohlen habe, um nicht unterbrochen zu werden. Nicht nur in einem spannenden und bewegenden Handlungsablauf in einer studentenbewegten Epoche Mitte der siebziger Jahre, die ich als junger Student in Frankfurt und Mainz selbst in Erinnerung habe, sondern auch in einem sprachlichen und poetischen Reichtum, den ich so schon lange nicht mehr bei irgendeinem Buch genießen konnte.

 

Zu Beginn ist Hilla Palm noch mit ihrem Hugo zusammen. Wie selten bei einem Paar sind sie auch spirituell eine Einheit, bei aller Kritik an „Demdaoben“ lassen sie die Verbindung zu ihm nicht abreißen, und sind sich sicher, dass es stimmt, was ein junger Pater zu ihnen sagte: „Wir werden erwartet“.

 

Doch Hugo stirbt bei einem Unfall und Hilla stürzt in die größte Krise ihres bisherigen Lebens. Es ist der alte Pfarrer aus dem Heimatort Dondorf, dem es gelingt, ihr durch Zeichen und Verständnis so etwas wie Halt und Orientierung zu geben.

Schon in „Spiel der Zeit“ wurde deutlich, dass die radikalen Auswüchse der Studentenbewegung Hilla abgestoßen haben. Und so landet sie, nachdem sie ihre fast fertige Dissertation in Köln verwirft und nach Hamburg geht, bei der DKP. Dort glaubt sie zunächst, den richtigen politischen Ort gefunden zu haben. Und ihr politisches Engagement bringt sie in einen neuen Kontakt mit ihrer Herkunft, mit ihrem Vater und ihrem geliebten Bruder. Schon bald tauchen erste Zweifel auf an der Ideologie der Partei, doch es wird einige Jahre dauern, bis sie sich davon befreien kann. Doch die neue Verbindung mit dem Vater bleibt.

 

Wieder verwebt Ulla Hahn starke Elemente eines Entwicklungsromans, obwohl er nur einige Jahre umfasst, aber immer wieder die Gegenwart mit der Vergangenheit in Verbindung bringt, mit den Konturen eines imposanten Epochengemäldes der 70-er Jahre.  Da geht es um Sehnsucht und Leidenschaft, da geht es um Wahrheit und Glauben, um den Kampf für Gerechtigkeit und den selbstverantworteten Glauben an Dendaoben in einer sich verändernden Welt voller Gewalt und Ungerechtigkeit. Und es geht darum, wie Liebe alte Verletzungen heilen kann. Um Versöhnung.

 

„Wir werden erwartet“ ist ein großer autobiographisch geprägter Roman und ein gelungener Abschluss einer Tetralogie, die sich über die ersten drei Jahrzehnte Nachkriegsdeutschlands erstreckt. Eine wahre Liebeserklärung an die Sprache, ihren Reichtum und ihre Schönheit und ein Loblied des Lebens und dessen, der es schenkt und bewahrt.

 

Am Ende sieht sie in einem Tagtraum eine alte Frau, die ihr eine Botschaft von Hugo übermittelt: „Mein Hilla, meine geliebte Frau. Du wirst erwartet. Und was dich hier erwartet ist: die Liebe. In unbeschreiblicher, unvorstellbarer Fülle… Lass dir Zeit. Ich kann warten. Hier hat keine keine Zeit. Weil es keine Zeit mehr gibt. Wir alle hier können warten. Es gibt kein Warten, wo der Augenblick in Ewigkeit verweilt. Und in Schönheit“!

 

Ich habe nie zuvor so poetische Worte über die Transzendenz unseres Lebens und unserer Existenz gelesen. Ja, wir werden erwartet.

 

Zu zweit an Bord. Spielregeln fürs Paarsegeln

 

 

 

 

 

Leon Schulz, Gaby Theile, Zu zweit an Bord. Spielregeln fürs Paarsegeln, Delius Klasing 2017, ISBN 978-3-667-10945-3

 

ER, passionierter Segler, sucht SIE, 35–45, zum Mitsegeln. So kann man es oft in verschiedenen Kontaktbörsen lesen. Doch so einfach ist es oft nicht, Deshalb haben Leon Schulz und die ihm zur doppelten Partnerin gewordene Psychologin Gaby Theile ein Buch geschrieben, dessen Lektüre vor einen Törn gut dabei helfen , dass beide eine gute Segelzeit haben.

Denn es gibt jede Menge Fallen, die das zu zweit ausgeübte Hobby schon nach kürzester Zeit zur Kampfzone machen – und oft das „Aus“ für Beziehung oder Segelsport bedeuten. Wer ernsthaft einen Partner für das Segeln begeistern will, erfährt hier, worauf er achten sollte. Aus eigenen Erfahrungen sowie aus Erzählungen, die Leon Schulz bei seinen Ausbildungstörns erfuhr, plaudert der Bestseller-Autor („Sabbatical auf See“) charmant und facettenreich über bessere Kommunikation, verschiedene Vorstellungen und Möglichkeiten für ein intelligentes Zusammenspiel auf See. Wichtig dabei, dass es kein Diktum, keine wohlfeilen einzigartigen Ratschläge sind – Patentrezepte gibt es nicht beim Segeln –, sondern Erfahrungen, die er und seine Mitsegler gemacht haben. Dabei wird das Ganze durch das Wissen der Psychologin Gaby Theile ergänzt, die selbst von der Nichtseglerin zur segelnden Partnerin wurde.

 

 

 

Das grosse Buch vom kleinen Raben Socke

 

 

 

 

 

Nele Moost, Annet Rudolph, Das grosse Buch vom kleinen Raben Socke, Esslinger 2017, ISBN 978-3-480-23398-4

 

Die Bilderbücher vom kleinen Raben Socke und seinen Freuden sind eine der bekanntesten und beliebtesten Bilderbuchreihe der letzten Jahre. Nun hat der Esslinger Verlag, in dem diese Bücher erscheinen, vier davon in einem Sammelband zusammengefasst und unter dem Titel „Das grosse Buch vom kleinen Raben Socke“  sehr preiswert veröffentlicht.

 

Zum Vorlesen für Kinder ab 3 Jahren hervorragend geeignete spannende und überaus lehrreiche Geschichten.

Die Zisterzienser

 

 

 

 

 

LVR-Landesmuseum Bonn (Hg.), Die Zisterzienser, Theiss 2017, ISBN 978-3-8062-3492-3

 

Als Macht und Reichtum der Benediktiner die monastischen Ideale immer mehr untergruben, zogen 1098 drei Mönche aus und gründeten das Kloster Cîteaux. Sie wollten zurückkehren zur Ordensregel des heiligen Benedikt und leben von der eigenen Hände Arbeit.

 

In der Folge wurden die Zisterzienser selbst zu einem der mächtigsten Verbände des Mittelalters. Über 650 Klöster entstanden vom späten 11. Jahrhundert bis Mitte des 13. Jahrhunderts in ganz Europa. Die weiß gekleideten Mönche schufen die vielleicht eindrucksvollsten Sakralbauten ihrer Zeit. Handschriften aus ihren Skriptorien zählen zu den Höhepunkten mittelalterlicher Buchkunst.
 

Der hier vorliegende reich bebilderte Katalog zur Ausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn widmet sich dem Orden und seiner Kunst, die europaweite Vorbildfunktion hatte und bis heute fasziniert. Prachtvolle Gemälde, Skulpturen und Manuskripte aus ganz Europa sowie Architekturmodelle und Rekonstruktionen erlauben außergewöhnliche Einblicke in die mittelalterliche Klosterwelt.

 

Neben den zahlreichen Bildern und ihren Beschreibungen sind die kunsthistorischen und religionsgeschichtlichen Essays zu Beginn des voluminösen Buches empfehlenswert.