Schlagwort-Archiv: Bilderbuch

Herr Lotti findet ein Paket

 

 

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Martin Gülich, Herr Lotti findet ein Paket, Thienemann 2015, ISBN 978-3-522-43784-4

 

Herr Lotti ist ein Briefträger vom alten Schlag. Er liebt seinen Beruf, die vielen Kilometer, die er täglich mit seinem Spezialfahrrad im Dienste seine Postkunden zurücklegt. Machen ihm nichts aus. Für jedes Wetter hat er eine spezielle Uniform, die er jeweils mit Würde trägt. In seiner kleinen Garage hält er sein Dienstfahrrad mustergültig in Schuss, ölt und Pflegt es, damit es für den Einsatz immer bereit ist.

Eine Tages, Herr Lotti hat sich gerade auf seinen Täglichen Weg gemacht, da liegt vor ihm auf der Straße ein rotes Paket. Beim näheren Hinschauen bemerkt er kreisrunde Löcher, und aus dem Paket heraus ist ein leises Kratzen und Fauchen zu hören.

Ohne Anschrift, wo er es hinbringen könnte, nimmt Herr Lotti das Paket mit nach Hause, wagt es aber nicht zu öffnen, weil das gegen die Vorschriften wäre.

Herr Lotti füttert das Felltier ( das hat er bald durch die Löcher hindurch mit seinem Finger herausgefunden) in dem er die Löcher etwas vergrößert. Das Felltier wächst derart schnell, dass der Karton bald schon auseinanderplatzt – und tatsächlich, eine schwarz-gelb gestreifte Katze erscheint. So weit so gut. Doch die Katze wächst immer weiter, und irgendwann ist es klar: in der rote Kiste war ein kleiner Tiger.

Als guter und erfahrener Postbote weiß Herr Lotti ganz genau, was jetzt zu tun ist. Er sendet den Tiger in einem bequemen Paket mit dem Flieger in seine Heimat zurück – nach Indien.

Die Zeichnungen vom Amelie Jackowski passen mit ihrem hintergründigen Witz sehr gut zu einem Bilderbuch, in dem ein sympathischer Mann sich um etwas Verlorenes kümmert und nicht ruht, bis es dort angekommen ist, wo es hingehört. Ein schönes Buch über einen Postboten, dem nichts zu schwer ist, und der seine Pflicht und seinen Dienst erfüllt mir Freude und ohne Groll. Ein Bilderbuch, bei dem die Kinder, denen es vorgelesen wird, mit jeder weiteren Seite gut mit überlegen können, wie es denn nun weitergehen könnte. Das wird ihnen Spaß machen.

Advent, Advent

 

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Marion Elitez, Advent, Advent, Orell Füssli 2015, ISBN 978-3-280-03495-8

 

Wie viele Kerzen müssen brennen, bis endlich der Heilige Abend gekommen ist?

Jenes klassische Adventsgedicht „Advent, Advent; ein Lichtlein brennt…“, das jedes Kind spätestens in der Kindertagesstäte lernt, ist in diesem wunderbaren kleinen Bilderbuch für Kinder ab etwa 18 Monaten von der Künstlerin Marion Elitez auf eine sehr liebevolle Art und Weise illustriert worden.

Sie erzählt dabei mit den einzelnen Worten des Adventsgedichtes mit ihren zarten Bildern die Geschichte eines Geschwisterpaares und seinen Eltern. Das Schmücken des Kinderzimmers vor dem ersten Advent, das Plätzchenbacken am ersten Advent, eine heiße Schlittenfahrt am zweiten Adventswochenende, ein großes Kostümfest im Kindergarten vor dem dritten Advent, der Besuch eines schönen Weihnachtsmarktes am vierten Adventswochenende und dann – endlich – der Heilige Abend- den die Eltern mit einer Glocke einläuten. Welche eine Überraschung, als die beiden Geschwister das Wohnzimmer betreten dürfen!

Eine klassische Familie, die zusammen mit ihren Kindern (und dem Hund!) die Adventszeit „begeht“, an alten Traditionen festhält und somit diese Zeit der frohen Erwartung für ihre Kinder so unvergessen macht, dass diese vielleicht dereinst mit ihren Kindern an diesen Traditionen festhalten. Das hat mir gefallen und mich beeindruckt.

Was macht die Maus?

 

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Helga Bansch, Was macht die Maus ? , Tyrolia 2015, ISBN 978-3-7022-3485-0

 

Mit ihren ganz typischen Illustrationen, die wir schon von vielen anderen Bilderbüchern von ihr kennen, die sie zum Teil mit anderen Autoren wie etwa Heinz Janisch veröffentlicht hat, hat die österreichische Künstlerin und Bilderbuchautorin Helga Bansch ein kleines Büchlein ausgestattet, das sich an die ganz kleinen Bücherfreunde und deshalb auch in der Tyrolia – Reihe „Buchstart: mit Büchern wachsen“ erschienen ist.

Auf insgesamt 10 Doppelseiten aus stabilem Karton wird den Kindern jeweils eine Frage gestellt. Da ist etwa auf der ersten Doppelseite links ein roter Ball zu sehen, den sie dann auf der rechten Seite suchen müssen. Dabei sollen sie nicht nur das Wort „Ball“ aussprechen, sondern auch die Namen der Figuren und Bilder, wo sich der Ball versteckt hat. Ähnliche Such- und Benennungsaufgaben gibt es dann mit Farben, mit Geräuschen von Tieren, mit den unterschiedlichen Tätigkeiten einer Katze, mit Instrumenten, Nahrungsmitteln und Gerüchen.

Witzige und originelle Illustrationen machen dieses kleine Buch zu einem großen Spaß für kleine Kinder und helfen ihnen bei ihrer Sprachentwicklung. Man kann es sehr gut einsetzen in den vielen Gruppen von unter Dreijährigen, die in den letzten Jahren in unseren Kindertagesstätten entstanden sind.

Aber auch zu Hause werden sich kleine Kinder, ab etwa einem Jahr, freuen, zusammen mit ihrem Vater oder ihrer Mutter viele, viele neue Wörter zu lernen

Meine Schwester mag ….

 

 

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Jane Glynn, Meine Schwester mag…, Carl Auer 2013, ISBN 978-3-8497-0016-4

In diesem kleinen Bilderbuch geht es um Geschwisterliebe und Geschwisterbeziehungen. Ein kleines Mädchen erzählt in knappen Worten davon, was ihre große Schwester mag. Um auf der folgenden Seite zu konstatieren: „Und ich auch.“

Und am Ende stellt sie voller Zufriedenheit fest: „Aber am allerliebsten von allem mag meine Schwester ….. mich.“ Schwarz-weiße Kohlenstiftzeichnungen halten die Lieblingstätigkeiten der großen Schwester, die die kleine nachahmt, eindrucksvoll fest.

Ungewöhnlich sind die nicht geschnittenen Doppelseiten. Vielleicht ein Hinweis darauf, wieviel Platz und Luft in einer Geschwisterbeziehungen sind.

Ein schönes Kleinod aus der Reihe Carl Auer Kids.

 

 

Freddy und die fantastischen Fünf

 

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Quentin Blake, Freddy und die fantastischen Fünf, Kunstmann 2015, ISBN 978-3-95614-067-9

 

Quentin Blake hat als Illustrator schon mit vielen Kinderbuchautoren zusammengearbeitet. Mit dem vorliegenden Buch tritt er auch als Autor von Geschichten in Erscheinung.

Er erzählt in knappen Worten und mit seinen typischen leicht hingehuscht wirkenden Zeichnungen die Geschichte von fünf Kindern, Anni, Olli, Simone, Mario und Paul. Jeder von ihnen hat eine ganz besondere fantastische Fähigkeit, deshalb heißen sie auch die Fantastischen Fünf.

Eines Tages machen sie einen Ausflug. Alle möglichen Sorten von Sandwichs sind geschmiert. Der Busfahrer ihres gelben Busses, mit dem sie in die Berge fahren, der große Freddy, ist ein Pfundskerl und versteht sich mit den Kindern prächtig. Doch nach dem Picknick wird ihm ganz übel und er fällt in Ohnmacht. Nun muss Hilfe her. Gemeinsam machen sie sich, Freddy im Schlepptau, auf die Suche, und durch den versammelten Einsatz ihrer individuellen Fähigkeiten schaffen sie es, Hilfe zu holen.

Ein schönes, witziges Bilderbuch, das zweierlei Kindern vermitteln will: jeder hat eine außergewöhnliche, fantastische Fähigkeit, auch wenn er wie Mario im Rollstuhl sitzt. Und mit dem gemeinsamen Einsatz dieser Fähigkeiten kann man viel erreichen.

 

 

 

Kleiner Fuchs. Großer Himmel

 

 

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Brigitte Werner, Kleiner Fuchs. Großer Himmel, Freies Geistesleben 2015, ISBN 978-3-7725-2793-7

 

Als sein geliebter Großvater gestorben ist, ist der kleine Fuchs sehr traurig. Seine Mutter tröstet ihn. Opa sei jetzt im Himmel und der GroßeLiebeFuchs passe dort gut auf ihn auf.

Der kleine Fuchs hört gut zu, aber traurig ist er immer noch, Das ändert sich ein wenig, nachdem er in der Nacht von seinem Großvater Fuchs und vom LiebenGroßenFuchs im Himmel geträumt hat.

Was den kleinen Fuchs auszeichnet, ist, dass er über seine Traurigkeit redet, auch mit anderen Tieren. Jedes Tier, dem er begegnet und mit dem spricht, zeigt ihm einen anderen hilfreichen Aspekt, den der kleine Fuchs dann jeweils nachts in seinen Träumen verarbeitet

Und jedes Mal ist das Füchslein „ein kleinkleinkleinesbisschen weniger traurig.“ Vor allen Dingen lernt es, dass auch die anderen Tiere Vorstellungen haben davon, was mit ihnen passiert, wenn sie einmal sterben. Alle vertrauen sie auf ein ihnen ähnliches höheres Wesen.

Als der kleine Fuchs abends nach Hause kommt und seinen Eltern von seinen vielen Gesprächen berichtet, werden sie ganz nachdenklich, denn so wie ihr Kind begreifen sie: der GroßeAllesAllesWasIst behütet nicht nur den verstorbenen Großvater Fuchs, sondern er hat alle lieb. „So wie den kleinen Fuchs. So wie dich.“

Ein von Claudia Burmeister zart und behutsam illustriertes Bilderbuch, dem es meiner Meinung nach hervorragend gelingt, Kinder in ihrer Trauer um einen geliebten Menschen zu unterstützen und ihnen mit religiösen Bildern eine Vorstellung davon zu geben, dass kein einziges Menschenleben verloren ist.

Ich habe gehört, dass es Mitarbeiter in der Hospizhilfe gibt, die mit diesem Buch arbeiten, wenn sie Sterbenden zur Seite stehen auf ihren letzten Weg.

Herr Hase und Frau Bär. Die lustige Schlittenfahrt

 

 

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Christa Kempter, Frauke Weldin, Herr Hase und Frau Bär. Die lustige Schlittenfahrt, NordSüd 2015 ISBN 978-3-314-10315-5

 

Sie wohnen nun schon seit insgesamt vier Bilderbüchern zusammen in dem alten und schiefen, aber sonst ganz netten Häuschen mitten im Wald. Bei allem, was sie bisher zusammen erlebten oder taten, hatten der Herr Hase, dem das Haus gehört und seine im oberen Stock wohnenden Mitbewohnerin Frau Bär unterschiedliche Vorstellungen.

Wie das halt so ist bei Lebewesen, die miteinander leben (wollen). Insbesondere die Frage der Sauberkeit und der Ordnung ist immer wieder Thema bei den beiden und Anlass zu zum Teil heftigen Auseinandersetzungen. Doch irgendwie fanden sie bisher immer eine Lösung, die das jeweilige Vorhaben am Ende doch gelingen ließ.

So auch bei ihrem Vorhaben in dem vorliegenden neuen Bilderbuch. Es ist Winter, und in der Nacht hat es heftig geschneit. Während der Hase kräftig schaufelt, damit die Wege vorschriftsmäßig begehbar sind, wälzt sich Frau Bär erst mal genussvoll im Schnee. Der Hase ist sauer, weil Frau Bär ihm nicht hilft. Auch ihr Plan, einen Schneemann oder, wenn der Hase möchte, einen Schneehasen zu bauen, stößt auf wenig Gegenliebe.

Doch bald schon kann sie ihn zu einer Schlittenfahrt überreden, bei der es zu einem Unfall kommt, weil der Schlitten unter dem Gewicht des Bärs zusammenbricht und der Bär gegen einen Baum knallt. Nachdem der Hase Frau Bär liebevoll(!) versorgt hat, ruft er (wie schon so oft) deren Brüder zu Hilfe, und ein großer stabiler Schlitten für den Bär entsteht. Den ziehen sie dann gemeinsam zur Abfahrt.

Ein schönes Bilderbuch, das Kindern zeigt, wie man bei aller Unterschiedlichkeit von bestimmten Vorstellungen und Eigenschaften doch miteinander klar kommen kann im Zusammenleben und auch bei gemeinsamen Unternehmungen und Spielen.

fünfter sein

 

 

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Ernst Jandl, Norman Junge, fünfter sein, Beltz & Gelberg 2015, ISBN 978-3-407-76005-0

Ein Gedicht des Wortkünstlers und Sprachspielers Ernst Jandl und farbenfrohe Zeichnungen von Norman Junge: sie kommen in einem Bilderbuch zusammen, das seit seinem ersten Erscheinen 2001 mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde.

Im Gedicht selbst deuten die Worte zunächst nur an, worum es geht bis mit der letzten Zeile: „tagherrdoktor“ endgültig klar ist, dass es um eine allen Menschen bekannte Situation geht: man sitzt im Wartezimmer einer Arztpraxis und wartet bis man dran kommt. Mit einem unruhigen Gefühl rutscht man in der Warteschlange immer weiter, bis man selbst aufgerufen wird.

Die Zeichnungen Norman Junges sind witzig, spielen mit Licht und Schatten und fangen die Atmosphäre eines Wartezimmers perfekt ein. Mit den lustig gezeichneten Spielzeugtieren als Patienten können sich die Kinder gut identifizieren. Ihr wechselndes Mienenspiel ist genial gezeichnet und der witzige Arzt, der auf der letzten Seite zu sehen ist, setzt allem die Krone auf.

Ein schönes Buch, das sicher von vielen Erwachsenen goutiert wurde und wird. Es ist auch nicht ungeeignet dazu, kleine Kinder auf einen langweiligen Arztbesuch vorzubereiten. In diesen Praxen sollte das Buch übrigens überall ausliegen.

Du schnarchst, Schubert

 

 

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Zachariah Ohora, Du schnarchst, Schubert, NordSüd Verlag 2015, ISBN 978-3-314-10309-4

 

Schubert ist eine kleine Otter. Er lebt zusammen mit anderen Ottern und weiteren Tiere im Zoo,. Er lebt gerne dort, doch besonders nachts gibt es ein großes Problem. Schubert schnarcht so laut, dass die anderen Ottern nicht schlafen können.

Und so wandert er nachts von einem Ort im Zoo zum anderen, überall dort, wo er etwas Wasser findet, doch bei den anderen Tieren wird er auch vertrieben, weil sie durch sein lautes Schnarchen nicht schlafen können: beim Krokodil, bei den Giraffen, bei den Elefanten:

„Schubert war traurig und einsam. Nach langem Suchen fand er ein verstecktes Plätzchen, rollte sich zusammen und schlummerte ein.“

Derweil vermissen ihn seine Otternfreunde schon sehr und sie suchen die ganze Nacht nach ihm. Als Schubert am Morgen aufwacht, sieht er hunderte von Fledermäusen an der Decke hängen, die ihn bitten, nun die Höhle zu verlassen. Sie seien die ganze Nacht draußen gewesen, aber nun müssten sie schlafen.

Traurig will Schubert schon den Zoo verlassen, als er die Rufe der anderen Ottern hört. Sie hätten ohne ihn nicht schlafen können und bitten ihn, doch zurückzukommen. Denn sie haben mit Ohrstöpseln eine Lösung gefunden.

Ein schönes Bilderbuch mit einfachen und minimalistischen Illustrationen, das eine wunderbare Geschichte erzählt über Eigenarten Einzelner in der Gruppe (Familie) und der Zusammengehörigkeit, die es schafft, immer wieder mit diesen Eigenarten umzugehen und Lösungen zu finden. Lösungen, die den Einzelnen bleiben lassen, was und wie er ist, und die doch die Gemeinschaft schützen.

 

Ernest und Celestine. Celestines Entdeckungen

 

 

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Gabrielle Vincent, Ernest und Celestine. Celestines Entdeckungen, Carl Auer 2013, ISBN 978-3-8497-0015-7

 

 

Die Französin Gabrielle Vincent (1928-2000) gehört nach wie vor zu den bekanntesten Bilderbuchkünstlerinnen im französischsprachigen Raum. Vor allem mit ihren fast zwei Dutzend Bilderbüchern über den Bären Ernest und die Maus Celestine ist sie berühmt geworden und mehrfach ausgezeichnet worden.

Im letzten Buch der Reihe, das ursprünglich posthum 2001 im Original erschien, geht es um „Celestines Fragen“. Fragen, die der Bär Ernest seit vielen Jahren fürchtet und die er in diesem Buch so wahrheitsgetreu wie möglich beantwortet. Celestine will nämlich wissen, wie sie geboren ist.

Und Ernest stellt sich der schwierigen Aufgabe, von der er wusste, dass sie irgendwann auf ihn zukommen würde, und erzählt Celestine, wie er sie als kleines Baby in einem Mülleimer gefunden und dann aufgezogen hat.

Immer wieder muss er die Geschichte wiederholen und irgendwann im Laufe des Tages gehen sie auch beide zu der Stelle, wo er sie damals fand. Und Celestine sagt: „Was für ein Glück, das du mich gehört hast.“

 

In den hier vorliegenden aus der in Frankreich so erfolgreichen Reihe, nutzt Celestine Ernest Abwesenheit, um endlich auf die Spur der verschlossenen Schublade zu kommen. Und sie öffnet sie mit dem im Krug versteckten Schlüssel. Eine Menge Dinge sind da zu entdecken, vor allem, aber eine Vielzahl von Fotos von Ernest, als er noch klein, als Jugendlicher und junger Erwachsener. Doch dem ersten Entzücken über den Fund weicht bald eine große Wut, denn von ihr selbst ist kein einziges Bild dabei. Dafür aber von einer Menge anderer kleiner weisser Mäuse, die sich an Ernest kuscheln.

Groß ist die Enttäuschung, nicht die einzig Wichtige in Ernests Leben zu sein, Ein quälendes Gefühl der Eifersucht stellt sich ein. Celestine fühlt sich hintergangen. Zweifel ergreifen sie: Zweifel an Ernest, Zweifel an sich selbst, Zweifel am eigenen Wert. Kein einziges Foto von ihr!

 

Wie Ernest auf die veränderte und verschlossene Celestine nach seiner Rückkehr reagiert und wie er sich verhält, wird in einem Nachwort als auch für Eltern beispielhaftes Verhalten im Umgang mit kindlicher Eifersucht beschrieben

 

Welchen Segen für Eltern und Kinder das Erzählen von Geschichten darüber haben kann, zeigt das von Heidi Varin und Christel Rech-Simon übersetzte Buch. Letztere, analytische Kinder- und Jugendlichentherapeutin, hat auch das Nachwort verfasst und zeichnet als Herausgeberin für die hoffnungsvoll gestartete neue Reihe „Carl-Auer-Kids“ verantwortlich.