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Und täglich grüßt dein Lebenstraum

 

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Emanuel Koch ,Und täglich grüßt dein Lebenstraum , Patmos 2015, ISBN 978-3-8436-0583-0

 

Es ist die Angst, die uns hindert, in unserem Leben etwas zu verändern. Es ist die Angst, die unsere Träume und Lebensträume diffamiert und herabsetzt. Es ist die Angst, die in der Lage ist, eine solche Menge an Lebensenergie zu speichern, bzw. zu fressen, dass wir mit aller Kraft unerwünschte Lebenszustände aufrechterhalten, und jede sich anbahnenden Veränderung ausbremsen.

Emanuel Koch, Unternehmer und Business Speaker, zeigt in seinem hier vorliegenden Buch, wie man diese in der Angst gebundene Energie befreien und einsetzen kann für etwas, was bisher vielleicht nur in unseren Träumen existierte, wenn wir sie denn zulassen konnten.

Emanuel Koch plädiert für einen sorgfältigen und ressourcenorientierten Umgang mit Emotionen. Gerade unangenehme Gefühle sind ein starker Motivator und möglicherweise die eigentliche Triebfeder für ein erfülltes Leben. Viele Träume scheitern an der eigenen Angst, an schlecht formulierten Zielen und halbfertigen Konzepten, die bestenfalls dazu dienen, die eigene Umgebung zu verunsichern.

Es geht darum, unsere Emotionen anzunehmen. In fünf konkreten Schritten begleitet Koch seine Leser auf einem Weg, sich selbst aus der Reserve zu locken und endlich durchzustarten. In ein Leben, das wirklich ein eigenes ist.

 

Jeder Tag hat viele Leben

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Clemens Sedlak, Jeder Tag hat viele Leben, Ecowin 2014, ISBN 978-3-7110-0063-7

 

„Eine Philosophie der kleinen Schritte“ legt der österreichische Philosoph Clemens Sedlak, der in London und Salzburg lehrt, mit diesem sehr gut lesbaren und verständlichen Buch vor.

Es geht um etwas Zentrales, das auch alle wichtigen spirituellen Lehrer immer wieder betonen: Die Arbeit an sich selbst. Es geht um die Achtung vor jedem neuen Tag. Ein Tag, an dem von morgens bis abends viel geschehen, aber auch viel gestaltet werden kann.

Dabei können Gewohnheiten, also das, was wir jeden Tag immer so machen, sowohl hilfreich, als auch hinderlich sein. Zum einen geben sie so etwas wie Sicherheit und verleihen unserem Leben eine Selbstverständlichkeit ohne große Anstrengungen: Gewohnheiten schützen uns vor Überraschungen. Auf der anderen Seite hindern sie uns daran, auch einmal etwas Neues zu entdecken. Sie schützen also, und gleichzeitig sperren sie uns ein. Sie geben uns Halt, und sie hindern den Menschen daran, zu wachsen, sich zu verändern und zu reifen.

Clemens Sedlak unterbreitet seinen Lesern eine Vielzahl von philosophischen, psychologischen, soziologischen und auch politischen Aspekte von Gewohnheiten und diskutiert sie ausführlich. Seine Ausführungen belegt er mit den Ergebnissen einer Untersuchung, die er an 12 Testpersonen und auch an sich selbst vorgenommen hat. In einem 30 Tage andauernden Experiment haben diese Menschen versucht, eine neue Gewohnheit zu erwerben oder eine alte aufzugeben. Sie haben ihre Versuche schriftlich dokumentiert und damit nachvollziehbar gemacht.

Durch diese Bandbreite ist der Leser sehr oft ganz persönlich angesprochen, und sieht sehr häufig Parallelen zu seinem eigenen Leben. Das Buch ist also mit viel Lebenspraxis geladen und gehört deshalb zu den ganz besonderen Ratgebern. Einladend und immer im Dialog mit seinem Lesern wirbt Clemens Sedlak für die kleinen Schritte im Alltag, für das Aufgeben von Gewohnheiten, die unser Leben starr gemacht haben, und für das Entdecken von neuen Möglichkeiten, die das Leben und Zusammenleben mit anderen bereichern und es mit Sinn aufladen.

Ein empfehlenswertes Buch, dessen Literaturverzeichnis zum Weiterlesen verführen kann.