Schlagwort-Archiv: Bilderbuch

Willkommen im Kindergarten, Paulchen!

 

 

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David Melling, Willkommen im Kindergarten, Paulchen, Oetinger 2016, ISBNN  978-3-7891-6897-0

 

Nachdem die bisherigen alle sehr erfolgreichen und von Mirjam Pressler ins Deutsche übersetzten Bilderbücher des Engländers David Melling über seine Kinderfigur, den putzigen kleinen Bär Paulchen als Pappbilderbücher in einem kleinen Format erschienen sind, verlegt der Oetinger Verlag das neue Buch, in dem Paulchen in den Kindergarten kommt  als klassisches Bilderbuch.

 

Tapfer marschieren Paulchen und seine Freunde eines Morgens zu ihrem ersten Tag im Kindergarten. Dort empfängt sie die Erzieherin Frau Muh-Huh. Paulchen ist ganz aufgeregt, er spürt ein  Krabbeln im Bauch, das ihn ganz glücklich macht.

 

Und dann zeigt er Frau Muh-Huh und allen anderen Kindern das, was er am liebsten tut: knuffeln. Alle sind begeistert, knuffeln, was das Zeug hält und erleben an diesem ihren ersten Tag noch eine Menge lustiger Sachen, für die ihre Eltern vielleicht wenig Verständnis hätten. Doch Frau Muh-Huh behält die Geduld, auch wenn sie am Abend, als sie Paulchen und die andern nach Hause verabschiedet, sich erschöpft die Stirn wischt.

 

Alle haben sie das gleiche Gefühl im Bauch:

„Kindergarten macht so viel Spaß!“

 

 

Kleine Ente, du bist stark

 

 

 

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Marcus Pfister, Kleine Ente du bist stark, NordSüd 2016, ISBNN 978-3-314-10335-3

 

Ancilla Schmidhauser, von Beruf Beraterin in Unternehmenskommunikation, engagiert sich in der Schweiz für den Förderverein für Kinder mit seltenen Krankheiten. Selbst als Kind mit den Bilderbüchern von Marcus Pfister groß geworden, trug sie die Idee für dieses Buch an den bekannten Kinderbuchautor heran. Der war angetan und machte daraus das vorliegende Buch über eine kleine Ente, die sehr krank ist, und deshalb nicht gut schwimmen und tauchen kann.

Lina muss oft zuhause im Bett bleiben, hat aber dennoch oft gute Laune und lacht gerne. Ihr Freund Fredi ist ein Frosch, der sie oft besucht. Sie erfinden neue Spiele, zeichnen oder basteln zusammen. Und Fredi erzählt von der Schule, in die Lina nicht gehen kann, denn sie ist krank.

Gerne ginge Lina mit an den Teich, aber das geht nicht. Doch erlebt sie in ihren Träumen eine aufregende Geschichte, in  der sie Fredi aus den Fängen des Fischreihers rettet.

 

Und sie erzählt ihren Traum am nächsten Tag ihrem Freund. Der ist ganz begeistert und bald schon erzählt Lina, vielen anderen Tieren wunderbare Geschichten, die sie sich ausgedacht hat.

„Sie ist fast gar nie mehr traurig. Lina ist glücklich und auch ein bisschen stolz auf sich.“

 

Eine warmherzige Geschichte von Freundschaft und  dem Finden der eigenen Stärke.

 

Die kleine Raupe Nimmersatt- 1,2,3 bald ist Weihnachten

 

 

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Eric Carle, Die kleine Raupe Nimmersatt.1,2,3 .. bald ist Weihnachten, Gerstenberg 2016, ISBN 978-3-8369-5929-2

 

Auf jeder der zehn Seiten dieses fest eingebundenen Bilderbuchs für Kinder bis drei Jahren hat Eric Carle ganz klein seine Raupe Nimmersatt versteckt.

 

Die Kinder sollen sie nicht nur jeweils entdecken, sondern können mit ihr zusammen von eins bis zehn zählen und Dinge identifizieren, die alle zu Weihnachten gehören, das damit immer näher kommen kann:

 

Einen Weihnachtsmann, Weihnachtsbäume, Schneemänner Stechpalmenblätter, Schneeflocken, Weihnachtskuchen, Sterne, Rentiere und Geschenke.

 

Eine schöne Idee, die Raupe wieder einmal in einem Bilderbuch unterzubringen.

Paul, das Schlafschaf

 

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Martina Badstuber, Martin Gries, Paul, das Schlafschaf, Oetinger 2016, ISBN 978-3-7891-6593-1

 

Eine schöne lustige Einschlafgeschichte haben Martina Badstuber und Martin Gries hier für die Allerkleinsten vorgelegt. Es handelt von Paul. Paul ist ein Schlafschaf. Was das ist?

Ein Schlafschaf muss so lange über den Zaun springen, bis alle einschlafen. Gar nicht so einfach! Paul springt vorwärts, rückwärts, kopfüber, mit dem Po zuerst, dann dreht er sich…

Und wird selbst dabei gaaaanz müde.

 

Ein kleines Bilderbuch, mit dem das Einschlafen richtig Spaß macht.

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht aufwachen wollte

 

 

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Sabine Bohlmann, Kerstin Schoene, Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht aufwachen wollte, Thienemann 2016, ISBN 978-3-522-45813-9

 

Wer im vergangenen Jahr an der „ Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte“, seine Freude hatte, wird sich besonders freuen über die hier vorliegende Fortsetzung, in dem unser kleiner widerspenstiger Freund wieder die Hauptrolle spielt.

 

Hatte es im Herbst sehr lange gedauert, bis er endlich einschlief,  ist es nun Frühjahr geworden, und Zeit für alle Siebenschläfer, aus dem Winterschlaf zu erwachen. Das tun sie auch alle, außer einem. Richtig! Es ist genau der kleine, der damals nicht einschlafen konnte.

 

Nun will er einfach nicht aus seinen schönen Träumen aufwachen. Ein Tier nach dem anderen besucht ihn, um ihn aufzuwecken und in den schönen Frühling hinein zu locken.

 

Doch selbst bei dem größten Krach, den die Tiere zusammen veranstalten –  der kleine Siebenschläfer wacht nicht auf. Die Tiere geben auf und suchen das Weite. Und dann ist es ganz still. Langsam öffnet er erst ein, dann das andere Auge, schaut um sich und ruft:

„Guten Morgen! Da seid ihr ja alle! Habt ihr mich vergessen? Ihr hättet mich ruhig mal wecken können!“

 

Ein herrliches Buch für kleine Schlafmützen, die morgens nicht aus den Federn kommen.

 

 

Stein für Stein

 

 

 

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Giuliano Ferri, Stein für Stein, Minedition 2016, ISBN 978-3-86566-283-5

 

Ein wunderbares Bilderbuch, das ganz ohne Worte auskommt und vielleicht deswegen eine besondere Aussagekraft besitzt, hat der Italiener Giuliano Ferri hier gezeichnet. Ein berührendes Bilderbuch über eine kleine Maus, die zunächst allein, dann aber mit Hilfe immer mehr Tieren eine hohe und dicke Mauer Stein fpür Stein abbaut und mit den Freunden zusammen aus den Steinen eine Brücke hinüber in ein anderes Land zu anderen Tieren baut.

 

Das schöne Bilderbuch zeugt schon den Allerkleinsten, wie man Mauern und Zäune durch Brücken ersetzen kann, wenn alle mithelfen und zusammenarbeiten. Genau die Steine, die einst trennten, werden die Bausteine für die verbindende Brücke.

 

Ein Buch mit sehr aktueller Botschaft.

Flugschule

 

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Lita Judge, Flugschule, Ravensburger Verlag 2016, ISBN 978-3-473-44679-7

 

Eines Tages kommt  der kleine  Pinguin mit seinem Boot zur Flugschule gefahren und erkundigt sich nach der nächsten Flugstunde. Auf den Hinweis des Lehrers, Pinguine seien nicht zum Fliegen geschaffen, erklärt er selbstbewusst: „Das stimmt. Aber ich habe das Herz eines Adlers!“

 

Skeptisch, aber wohlwollend, lassen der Lehrer und der Flamingo den kleinen  Pinguin mitmachen. Und er übt jeden Tag. Doch als es zum ersten Fliegen geht, fällt er ins Wasser.

 

Traurig macht sich der Pinguin auf den Heimweg und seine Lehrer bleiben ratlos zurück. Dabei ist er doch im Herzen ein Meisterflieger…

Doch der Flamingo, der sich des Pinguins besonders angenommen hat, hat eine Idee und ruft den Pinguin zurück. Mit Schnüren und Federn bauen sie eine Art Vorrichtung, mit der der Flamingo den Pinguin sozusagen im Schlepptau mit in die Lüfte nehmen kann. Der Pinguin ist glücklich, auch wenn er bald erneut abstürzt. Er hat das Glück der Lüfte erlebt! Alle sind zufrieden und glücklich fährt der Pinguin mit seinem Boot nach Hause.

 

Das Buch endet lustig, denn den Pinguin kehrt zurück, einen Strauß in seinem Boot. Er sei sein Freund und habe das Herz einer Schwalbe,  erklärt er den verdutzten Fluglehrern…

 

Ein schönes, witziges Bilderbuch darüber, wie man mit etwas Phantasie so manchen unmöglichen Traum verwirklichen kann.

Die fabelhafte Reise des Gaspard Amundsen

 

 

 

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Laura Fuchs, Martin Gülich, Die fabelhafte Reise des Gaspard Amundsen, Thienemann 2016, ISBN 978-3-522-45824-5

 

Ein fulminantes und überzeugendes Debüt ist das vorliegende Bilderbuch der 1991 geborenen Studentin Laura Fuchs, die seit langem in ihrer Liebe zur Natur und Tieren ihre größte Inspiration für ihre Bilder findet.

Der Schriftsteller Martin Gülich hat möglicherweise in Anlehnung an den norwegischen Polarforscher Roald Amundsen eine witzig-nachdenkliche Geschichte geschrieben über ein schon in die Jahre gekommenes Großstadtkrokodil, das irgendwann aufbricht um die Welt zu erkunden.

Schon 107 Jahre lang lebt Gaspard Amundsen in seiner Wohnung in einer Großstadt. Es geht ihm gut, er ist mit seinem Leben zufrieden, wenn er nur Bücher und Brennnesseltee hat. Und seine Ruhe…

 

Doch dann, eines Tages, schmeckt sein Tee bitter, und der philosophisch angehauchte Gaspard nimmt das als ein Zeichen dafür, er sei nun alt genug, um endlich einmal herauszufinden, wie die Welt jenseits seiner Heimatstadt aussah.

 

Fünf Koffer hat er für seine große Reise gepackt, doch eine am Bahnhof ihr Unwesen treibende Waschbärenbande stiehlt ihm alles. Ihm bleibt nur das Allernötigste in seinem Rucksack. Und so steigt er mit leichtem Gepäck am Bahnhof, noch voller Zweifel, ob er nicht lieber nach Hause zurückkehren sollte, in einen Zug.

 

Dort trifft er einen halbblinden Maulwurf, der ihm die Idee vom Fliegen in den Kopf setzt. Doch beim Pirouettendrehen stürzt der kleine Flieger ab und Gaspard landet an einem Strand.

 

Von einem Wal aufs Nordmeer gelockt, wartet das nächste Abenteuer, aus dem ihn nach drei Tagen auf dem Wasser ein Albatros rettet und ihn wieder an Land setzt. Und immer wieder zwischendurch sehnt sich Gaspard nach seinem geliebten Brennnesseltee. Die Aussicht auf ein Tässchen lässt ihn durchhalten. Ein Bär und ein Wolf philosophieren mit ihm am Strand im Schnee über Bedürfnisse und wie schön es ist in den weiten Himmel zu blicken.

 

Da erinnert sich Gaspard an den Himmel über seinem Haus und an die Wälder um seine Stadt und spürt, es ist Zeit nach Hause zurückzukehren.

 

Und später, auf dem Dach seines Hauses seinen Brennnesseltee trinkend, denkt er nach, dass man von der Welt nur etwas erfährt, wenn man sich in sie hinauswagt. Es steht eben nicht alles in den Büchern.

 

Laura Fuchs hat die schöne Geschichte von Martin Gülich mit zauberhaften Bildern in Szene gesetzt, oder war es umgekehrt ?  Ein neuer Stern am Bilderbuchhimmel, von dem man viel hören und sehen wird.

Ein neuer Freund

 

 

 

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Moni Port, Ein neuer Freund, Klett Kinderbuch Verlag 2015, ISBN 978-3-95470-118-6

 

Nach ihren beiden Bilderbüchern „Das mutige Buch“ (2013) und „Es gibt keine Kinder“ (2014) schließt die originelle Kinderbuchautorin und –Illustratorin Moni Port eine witzige und ungewöhnliche Trilogie von tröstenden Einschlafbüchern für Kinder ab zwei Jahren ab.

 

Auch in „Ein neuer Freund“ tauchen angsterregende Monster bzw. Monsterchen auf, die nachts im Kinderzimmer ihr Unwesen treiben. Sie tun das aber auf eine solch witzige Weise, dass jedem Kind mit Sicherheit nach dem Vorlesen die Angst vor seltsamen Geräuschen und Schatten im Zimmer vergeht und es lernt mit ihnen zu leben. Denn es weiß ja: es sind ungefährliche und freundliche Wesen, die da rumoren. Während die Erwachsenen dabei bleiben: „Es gibt keine Monster!“

 

Ein schönes Freundschaftsbuch für alle kleinen Monster ab 2 Jahren.

 

Mein erstes Buch: Farben

 

 

 

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Alain Gree, Mein erstes Buch. Farben, Ravensburger 2016, ISBN 978-3-473-43574-6

 

Der Ravensburger Verlag hat eine neue Reihe von kleinen  Bilderbüchern für Kinder ab zwei Jahren herausgebracht, alle aus der Feder des legendären 1936 geborenen französischen Kinderbuchillustrators Alain Gree. Dessen meist in den 60 er und 70 er Jahren des 20. Jahrhunderts entstandenen über 300 Publikationen haben eine ganz eigenen Stil und wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Seine einfachen Bilder zeugen von seiner großen Kunst, die schon in früheren Zeiten Erwachsene und Kinder in vielen Ländern für sich eingenommen hat.

 

In der Reihe „Mein erstes Buch“, die 2012 im Original erschienen ist, sind die Farben gelb, rot, blau, grün, orange, rosa, schwarz, weiß, braun und grau entsprechend farbigen Tieren, im typischen Gree-Stil gezeichnet und benannt, gegenübergestellt. Die Kinder sollen jeweils die Farben der gezeigten Tiere benennen.

Ideal für die Bildung des kindlichen Wortschatzes.