{"id":1232,"date":"2016-02-05T12:58:38","date_gmt":"2016-02-05T10:58:38","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=1232"},"modified":"2016-02-05T12:58:38","modified_gmt":"2016-02-05T10:58:38","slug":"der-erste-tag-vom-rest-meines-lebens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=1232","title":{"rendered":"Der erste Tag vom Rest meines Lebens"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/42761874z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1233\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/42761874z-174x300.jpg\" alt=\"42761874z\" width=\"174\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/42761874z-174x300.jpg 174w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/42761874z.jpg 276w\" sizes=\"auto, (max-width: 174px) 100vw, 174px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Lorenzo Marone, Der erste Tag vom Rest meines Lebens, Pendo 2015, ISBN 978-3-86612-396-0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit seinem 77 Jahre alten Erz\u00e4hler Cesare Annunziata hat der italienische Schriftsteller Lorenzo Marone eine literarische Figur erschaffen, die dem Leser mit jeder Seite mehr ans Herz w\u00e4chst. Dabei ist er selbst nach eigener Auffassung, wenn er auf sein langes Leben zur\u00fcckblickt, ein wenig sympathischer oder gar liebevoller Mensch gewesen. Und erfolgreich schon gar nicht, weder im Beruf noch privat. Er hat keine Karriere gemacht und auch als Ehemann und Vater auf voller Linie versagt. Der schrullige alte Mann blickt sehr kritisch auf seine angespannte Beziehung zu seinen Kindern Dante, ein Galerist, den Cesare verachtend f\u00fcr schwul h\u00e4lt und Sveva, die er f\u00fcr eine ungl\u00fcckliche und deshalb auch wenig erfolgreiche Frau und Mutter h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Zu anderen Menschen pflegt Cesare keinen Kontakt mehr. Er h\u00e4lt sich f\u00fcr einen Versager, und wer ihm begegnet, h\u00e4lt ihn f\u00fcr einen unverbesserlichen Egoisten. Vielleicht machen seine beiden Nachbarn Marino und Eleonora da eine Ausnahme, insbesondere dann, als in das andere Nachbarhaus eines Tages Emma und ihr Mann einziehen und Cesare sich bald schon zum Handeln gezwungen sieht.<\/p>\n<p>Denn als er immer wieder aus dem Nachbarhaus die unzweifelhaften Ger\u00e4usche, T\u00f6ne und Stimmen von lautstarken Auseinandersetzungen des neuen Ehepaars h\u00f6rt, beschlie\u00dft er, mit Hilfe von Marino und Eleonora den beiden zu helfen. Denn sie sollen, so hat er entschieden, nicht dieselben Fehler begehen wie er, mit denen er sein ganzes Leben ruiniert hat.<\/p>\n<p>Immer wieder von R\u00fcckblenden auf sein Leben, seine Ehe und vor allen Dingen seine zahlreichen Aff\u00e4ren mit anderen Frauen unterbrochen, l\u00e4dt Cesare seine Leser schon bald ein, ihr eigenes Leben mit seinen Augen zu betrachten und vielleicht das eine oder andere zu erkennen und zu erinnern.<\/p>\n<p>Nie ist es zu sp\u00e4t, seinem eigenen Leben eine Wendung zu geben, es mit Sinn aufzuf\u00fcllen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Das ist die Botschaft eines Buches, das wundervolle Unterhaltung bietet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Lorenzo Marone, Der erste Tag vom Rest meines Lebens, Pendo 2015, ISBN 978-3-86612-396-0 &nbsp; Mit seinem 77 Jahre alten Erz\u00e4hler Cesare Annunziata hat der italienische Schriftsteller Lorenzo Marone eine literarische Figur erschaffen, die dem Leser mit jeder Seite mehr ans Herz w\u00e4chst. 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