{"id":1262,"date":"2016-02-09T09:29:47","date_gmt":"2016-02-09T07:29:47","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=1262"},"modified":"2016-02-09T09:29:47","modified_gmt":"2016-02-09T07:29:47","slug":"nasebohren-ist-schoen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=1262","title":{"rendered":"Nasebohren ist sch\u00f6n"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/44091884z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1263\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/44091884z-230x300.jpg\" alt=\"44091884z\" width=\"230\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/44091884z-230x300.jpg 230w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/44091884z.jpg 323w\" sizes=\"auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Daniela Kulot, Nasebohren ist sch\u00f6n, Thienemann 2016, ISBN 978-3-522-45806-1<\/p>\n<p>Schon 1996 ist dieses Bilderbuch von Daniela Kulot zum ersten Mal bei Thienemann erschienen. Zum 20. Geburtstag ihres Buches hat sie v\u00f6llig neu illustriert. Schon in diesem fr\u00fchen Buch hat sie mit ihrem fr\u00f6hlichen und eigenwilligen Humor gezeigt, dass Bilderb\u00fccher auch etwas aufm\u00fcpfiges, Widerst\u00e4ndiges und Erwachsenenkritisches haben k\u00f6nnen.<br \/>\nDenn \u201eNasebohren ist sch\u00f6n\u201c ist nur etwas f\u00fcr unerschrockene Eltern. Der Grund wird schon im Titel verraten. Immerhin bricht das Bilderbuch mit einem Tabu, mit dem auch unter Kindern immer gern gebrochen wird. Und es gibt durch eine \u00fcberraschende Wende eben jenen Kindern die besten Argumente f\u00fcr den Tabubruch an die Hand.<br \/>\nDaniela Kulot macht das sehr hintersinnig. Denn sie hat sich einen \u00fcberaus sympathischen Helden ausgesucht. So sieht man auf dem ersten Bild einen kleinen, fr\u00f6hlichen Elefanten auf dem sonnendurchfluteten Teppich mit dem Finger gen\u00fcsslich im R\u00fcssel bohren. Dann folgt die Zeichnung einer gl\u00fccklichen Maus aus der Nachbarschaft, die als Nasebohrerinstrument \u00fcberaus erfinderisch ihren Schwanz benutzt. Anschlie\u00dfend sieht man einen geknickten kleinen Frosch, der liebend gerne in der Nase bohren w\u00fcrde. Aber dem Frosch hat es die Mama streng verboten.<br \/>\nWeil der Frosch aber nicht wei\u00df, warum das Nasebohren verboten sein soll, macht er sich mit seinen beiden Freunden auf die Suche nach dem Grund. Wer den Finger in die Nase steckt, kriegt ihn \u201eniiie wieder raus!\u201c, erkl\u00e4rt Frau Frosch. Papa Maus droht mit einer schmerzhaften, gar \u201eentsetzlichen Nasenspitzenwurzelentz\u00fcndung\u201c.\u00a0 Und die Elefanteneltern kontern auf die bohrenden Fragen der Kleinen mit der Gefahr von akutem R\u00fcsselbruch. Aber dann gehen die Kinder weiter zu ihren Gro\u00dfeltern. Und die bohren selber in der Nase. Und bei denen ist alles heil geblieben und sie erfreuen sich bester Gesundheit und Laune.<\/p>\n<p>Eltern die dieses Buch zulassen und sich seiner p\u00e4dagogischen Gef\u00e4hrlichkeit aussetzen, sollten damit rechnen, dass das Nasebohren und seine soziale \u00c4chtung von ihren Kindern als Beispiel genommen werden wird f\u00fcr die Infragestellung weiterer bislang unhinterfragter\u00a0 Regeln und Normen.<\/p>\n<p>Viel Spa\u00df beim Diskutieren!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Daniela Kulot, Nasebohren ist sch\u00f6n, Thienemann 2016, ISBN 978-3-522-45806-1 Schon 1996 ist dieses Bilderbuch von Daniela Kulot zum ersten Mal bei Thienemann erschienen. Zum 20. Geburtstag ihres Buches hat sie v\u00f6llig neu illustriert. 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