{"id":135,"date":"2015-05-27T13:49:18","date_gmt":"2015-05-27T11:49:18","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=135"},"modified":"2015-05-28T12:25:32","modified_gmt":"2015-05-28T10:25:32","slug":"135","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=135","title":{"rendered":"Das Verbrechen. Kommissarin Lunds 3. Fall"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/41863048n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-136\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/41863048n.jpg\" alt=\"41863048n\" width=\"163\" height=\"250\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>David Hewson, Das Verbrechen. Kommissarin Lunds 3. Fall, Zsolnay 2105, ISBN 978-3-552-05713-5<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Normalerweise werden erfolgreiche Krimiserien immer weiter fortgesetzt, solange, bis die Auflage oder die Einschaltquote nicht mehr stimmt. Der neue Roman von Donna Leon \u201eTod zwischen den Zeilen\u201c, der dreiundzwanzigste(!) Fall f\u00fcr den immer jungen Commissario Brunetti aus Venedig ist daf\u00fcr nur eines von vielen abschreckenden Beispielen. Der Drehbuchautor S\u00f6ren Sveistrup, nach dessen Drehbuch David Hewson auch den dritten, die Reihe um Kommissarin Lund abschlie\u00dfenden Teil verfasst hat, hat sich daf\u00fcr entschieden, ein dem Seelenzustand seiner Protagonistin entsprechendes Ende zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Wer die dritte Staffel der Fernsehserie gesehen hat, kennt den Ausgang, doch wer, wie der Rezensent, der schon von den ersten beiden B\u00fcchern begeistert war, kaum Fernsehen schaut, wird am Ende des Bandes eine nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehaltene \u00dcberraschung erleben.<\/p>\n<p>Zum ersten Buch schrieb ich eine Bemerkung, die auch f\u00fcr den zweiten und den hier vorliegenden letzten Band Geltung hat:<\/p>\n<p>\u201eDieser au\u00dfergew\u00f6hnliche Roman beschreibt eine epische menschliche Trag\u00f6die und erm\u00f6glicht einen ersch\u00fctternden Einblick in das Wesen der Trauer. Und im Subtext geht es immer wieder um die Frage, die auch schon andere Krimiautoren, vorzugsweise aus Skandinavien umgetrieben hat: Was geschieht, wenn eine Gesellschaft den menschlichen Zusammenhalt vergisst?\u201c<\/p>\n<p>Zu Beginn des dritten Bandes steht Sarah Lund vor ihrem 25- j\u00e4hrigen Berufsjubil\u00e4um als Polizistin. Es ist geplant, dass sie in die Analyseabteilung wechselt, ein reiner B\u00fcrojob. Doch kurz davor wird sie zum Einsatz ins Kopenhagener Hafengebiet gerufen. Dort wird eine \u00fcbel zugerichtete Leiche gefunden auf dem Gel\u00e4nde der Firma Zeeland. Dieser gro\u00dfe Mischkonzern geh\u00f6rt der Familie Zeuthen. Kurz darauf wird die neunj\u00e4hrige Tochter des jungen, in der alten Firmenleitung sehr umstrittenen Firmenerbens entf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Bald schon meldet sich der Entf\u00fchrer, doch Sarah Lund sp\u00fcrt, dass es dem T\u00e4ter um etwas anders geht als Geld. Und es stellt sich heraus, dass sie richtig liegt. Der Entf\u00fchrer spielt auf Zeit, will Druck aufbauen nicht nur auf die Opferfamilie, sondern auch auf die Ermittler und deren Vorgesetzte. Sein Ziel: in einem viele Jahre zur\u00fcckliegenden Fall sollen neue Ermittlungen aufgenommen werden.<\/p>\n<p>Zur gleichen Zeit tobt die Endphase des d\u00e4nischen Wahlkampfes. Dem aus Band 1 bekannten Ministerpr\u00e4sident Troels Hartmann (damals war er Kopenhagener B\u00fcrgermeister) passt eine Entf\u00fchrung in einer der wichtigsten d\u00e4nischen Familie nicht in sein Erfolgskonzept, und er \u00fcbt Einfluss auf die Beh\u00f6rden aus. So zweifach unter Druck stehend, geht Sarah Lund, die in der Vergangenheit alles f\u00fcr ihre Arbeit geopfert hat (vgl. Band 1 und 2) kompromisslos voran bis zu einer ultimativen Entscheidung\u2026<\/p>\n<p>David Hewson ist in seinem Versuch aus einem Drehbuch f\u00fcr das Fernsehen drei B\u00fccher zu machen, ein einzigartiger Erfolg gelungen. Diese dreiteilige Serie darf man getrost zu den Krimih\u00f6hepunkten der letzten 30 Jahre z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/41863048n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-136\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/41863048n.jpg\" alt=\"41863048n\" width=\"163\" height=\"250\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; David Hewson, Das Verbrechen. Kommissarin Lunds 3. Fall, Zsolnay 2105, ISBN 978-3-552-05713-5 &nbsp; Normalerweise werden erfolgreiche Krimiserien immer weiter fortgesetzt, solange, bis die Auflage oder die Einschaltquote nicht mehr stimmt. Der neue Roman von Donna Leon \u201eTod zwischen den Zeilen\u201c, der dreiundzwanzigste(!) 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