{"id":1508,"date":"2016-03-15T16:19:32","date_gmt":"2016-03-15T14:19:32","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=1508"},"modified":"2016-03-15T16:19:32","modified_gmt":"2016-03-15T14:19:32","slug":"der-schoenste-grund-briefe-zu-schreiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=1508","title":{"rendered":"Der sch\u00f6nste Grund, Briefe zu schreiben"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/44162245z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1509\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/44162245z-186x300.jpg\" alt=\"44162245z\" width=\"186\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Angeles Donate, Der sch\u00f6nste Grund, Briefe zu schreiben, Thiele Verlag 2016, ISBN 978-3-85179-341-3<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wieder haben die Sp\u00e4her des Thiele Verlag im S\u00fcden Europas ein wundersch\u00f6nes Buch entdeckt und sich dazu entschlossen es in Deutschland zu ver\u00f6ffentlichen. Anja R\u00fcdiger hat es aus dem Spanischen gut \u00fcbersetzt, und so k\u00f6nnen die Leser \u00fcber etwa 400 Seiten ein au\u00dferordentliches literarisches Deb\u00fct von Angeles Donate verfolgen. Ein Romandeb\u00fct, in dem es um die Macht der Liebe geht, um die Kunst des Briefeschreibens und um das Geheimnis, wie das Schreiben von Briefen Erkenntnis bringen kann, \u00fcber sich selbst und \u00fcber andere.<\/p>\n<p>Es beginnt damit, dass in einem kleinen spanischen Dorf namens Provenir die f\u00fcr dieses Dorf seit vielen Jahren zust\u00e4ndige Brieftr\u00e4gerin und Leiterin der Poststelle, Sara, von ihrer vorgesetzten Beh\u00f6rde einen Brief bekommt. Ihr wird mitgeteilt, dass das \u00fcber einhundert Jahre alte Postamt bald geschlossen werden soll, und Sara nach Madrid versetzt werden wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr die alleinerziehende Mutter von drei Kindern ist diese Nachricht eine Katastrophe. Aber auch f\u00fcr ihre achtzigj\u00e4hrige Nachbarin Rosa w\u00e4re das furchtbar, denn sie hat in Sara und ihren S\u00f6hnen eine Art Familie gefunden, an der sie seit langem h\u00e4ngt und die ihr so etwas wie Schutz und Geborgenheit im Alter gibt.<\/p>\n<p>Es dauert nicht lange, da hat Rosa eine z\u00fcndende Idee. Wenn sie das Briefaufkommen im Ort steigern k\u00f6nnte, dann w\u00fcrde die Post vielleicht von der Schlie\u00dfung der Filiale absehen, und Sara k\u00f6nnte ihren Job behalten. Also setzt sie anonym eine Briefkette in Gang und beginnt mit einem Brief an ihre ehemalige Schulfreundin Luisa, der sie schon l\u00e4ngst einmal schreiben wollte, aber nie dazu kam. All ihre Gedanken bringt sie zu Papier, insbesondere die, die sie schon seit Jahren qu\u00e4len und von denen sie nicht loskommt.<\/p>\n<p>Doch dieser Brief wird nicht von Luisa gelesen, sondern von ihrer Enkelin Alma, die nur kurz nach dem geerbten Haus ihrer Oma schauen will und, so wird sich zeigen, nicht nur durch den anonymen Brief f\u00fcr l\u00e4nger in dem kleinen Ort gehalten wird.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Briefkette mit manchen l\u00e4ngeren Pausen weitergeht, lernt der Leser weitere bisher sozusagen im Schatten des Dorfes lebende Menschen und ihre Lebensgeschichten kennen. Eine alte Dichterin, eine Telefonsexanbieterin, ein junger Mann, der seinen Vater pflegt und viele weitere. Und Sara wundert sich \u00fcber die vielen zus\u00e4tzlichen Briefe, wei\u00df aber lange von nichts und tr\u00f6stet sich mit dem Chatten mit ihrem Jugendfreund, der auf einer Bohrinsel in der Nordsee arbeitet. Noch!<\/p>\n<p>Angeles Donate verbindet \u00fcber die Briefe, die zun\u00e4chst v\u00f6llig beziehungslos durch das Dorf gesendet werden, Geschichten und Schicksale von ganz konkreten Menschen miteinander und f\u00fcgt sie ein in eine lineare Handlung, die den Leser nicht nur immer wieder zu Tr\u00e4nen r\u00fchrt, sondern auch gespannt darauf warten l\u00e4sst, was nun als n\u00e4chstes passiert und wie die Geschichte mit der Postfiliale nun ausgehen wird.<\/p>\n<p>In einem dramatischen H\u00f6hepunkt erh\u00e4lt Sara neununddrei\u00dfig anonyme Briefumschl\u00e4ge, in jedem ein Zitat eines Dichters \u00fcber die Liebe, eines sch\u00f6ner und wahrhaftiger als das andere. Und dann kommt ihr 40. Geburtstag mit einer Riesen\u00fcberraschung\u2026.<\/p>\n<p>Ein sch\u00f6nes Buch, ein Roman \u00fcber die Liebe und die Kraft des geschriebenen Wortes, ein Buch dar\u00fcber, wie Menschen sich ihrer Vergangenheit stellen und sich wieder von ihr l\u00f6sen, bereit und f\u00e4hig f\u00fcr eine bessere Zukunft. Ein Buch \u00fcber die Liebe, ohne Kitsch. Ein leidenschaftliches Buch \u00fcber die Kunst des Briefeschreibens. Wann haben Sie sich zuletzt darin ge\u00fcbt?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Angeles Donate, Der sch\u00f6nste Grund, Briefe zu schreiben, Thiele Verlag 2016, ISBN 978-3-85179-341-3 &nbsp; Wieder haben die Sp\u00e4her des Thiele Verlag im S\u00fcden Europas ein wundersch\u00f6nes Buch entdeckt und sich dazu entschlossen es in Deutschland zu ver\u00f6ffentlichen. Anja R\u00fcdiger hat es aus dem Spanischen gut \u00fcbersetzt, und so k\u00f6nnen die Leser &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=1508\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Der sch\u00f6nste Grund, Briefe zu schreiben<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[284],"class_list":["post-1508","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-romandebuet"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1508","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1508"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1508\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1510,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1508\/revisions\/1510"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1508"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1508"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1508"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}