{"id":1589,"date":"2016-03-29T12:07:14","date_gmt":"2016-03-29T10:07:14","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=1589"},"modified":"2016-03-29T12:07:14","modified_gmt":"2016-03-29T10:07:14","slug":"alles-ausser-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=1589","title":{"rendered":"Alles au\u00dfer Arbeit"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/44048238z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1590\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/44048238z-300x262.jpg\" alt=\"44048238z\" width=\"300\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/44048238z-300x262.jpg 300w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/44048238z.jpg 475w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Boris von Brauchitsch (Hg.), Alles au\u00dfer Arbeit. Berliner Lust in den Zwanziger Jahren, Edition Braus 2016, ISBN 978-3-86228-141-1<\/p>\n<p>In seiner kurzen Einleitung zu dem vorliegenden Buch beschriebt der Herausgeber Boris von Brauchitsch die Jahre, die die dann abgebildeten Fotos einfangen wollen. Die Alltagswelt der Zwanziger Jahre, die entstehende Freizeitkultur und ihre bevorzugten Etablissements: das Variet\u00e9, die Kneipe, der Lunapark, das Strandbad und die W\u00e4lder. Die Weimarer Jahre waren gepr\u00e4gt durch die neu entstehende Massenkultur, medial begleitet von Radio und Film.<br \/>\nBerlin war 1920 die drittgr\u00f6\u00dfte Stadt der Welt, nach New York und London. 1925 \u00fcbersprang die Einwohnerzahl die 4-Millionen-Marke. Das Berliner Leben zeichnete sich vor allem durch sein hohes Tempo aus: Hier musste alles sofort erledigt werden; Stillstand bedeutete schon damals R\u00fcckstand. Wer nicht mitmachte, fiel hinten runter. So ging es vielen damals.<br \/>\nDie Dynamisierung nahezu aller Lebensbereiche machte auch vor der Freizeitkultur nicht Halt. Schon damals kannte man die Vergn\u00fcgungspflicht und den Anspruch, in der zur Verf\u00fcgung stehenden Zeit m\u00f6glichst viel zu erleben \u2014 ein Gef\u00fchl, dass uns auch heute nicht ganz unbekannt ist.<br \/>\nIn Berlin gab es wirklich alles \u2014 \u201eAlles au\u00dfer Arbeit\u201c, denn die gab es tats\u00e4chlich nicht f\u00fcr jeden, und viele blieben auf der Strecke. Doch der Aufbau einer kapitalistischen Warenwirtschaft im modernen Stil f\u00fchrte zur Herausbildung eines neuen Standes: den Angestellten. Das Heer dieser kleinen Ladenm\u00e4dchen, B\u00fcro-Angestellten und Arbeitnehmern im Dienstleistungssektor lie\u00df auch ganz neue Arbeitsbedingungen entstehen, die pl\u00f6tzlich neben der Arbeitszeit auch eine \u201eFrei-Zeit\u201c erm\u00f6glichten.<br \/>\nBerlin war eine Stadt im Umbruch. Die alten Mietskasernen wurden nach und nach abgerissen, und neue Bauten wurden errichtet, mit mehr Raum, mehr Luft und Sonne. Die Stadt wechselte ihr Gesicht. Und doch gab es noch viele dunkle Ecken, wo im sechsten, siebten, achten Hinterhof das Licht kaum bis zum Boden kam.<\/p>\n<p>All die politischen K\u00e4mpfe und Zuspitzungen in den Zwanziger Jahren sind in diesem Buch nicht oder nur in Andeutungen dokumentiert. Es geht hier weniger um die akribische Dokumentation des Gro\u00dfstadtlebens, als um ein Nachsp\u00fcren des Lebensgef\u00fchls jener Zeit. Dieses Lebensgef\u00fchl l\u00e4sst sich erahnen, wenn man die Bilder in diesem Buch auf sich wirken l\u00e4sst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Boris von Brauchitsch (Hg.), Alles au\u00dfer Arbeit. 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