{"id":2044,"date":"2016-06-15T09:46:32","date_gmt":"2016-06-15T07:46:32","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2044"},"modified":"2016-06-15T09:46:32","modified_gmt":"2016-06-15T07:46:32","slug":"unorthodox","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2044","title":{"rendered":"Unorthodox"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/44202582z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2045\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/44202582z-192x300.jpg\" alt=\"44202582z\" width=\"192\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/44202582z-192x300.jpg 192w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/44202582z.jpg 270w\" sizes=\"auto, (max-width: 192px) 100vw, 192px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Deborah Feldman, Unorthodox,\u00a0 Secession Verlag f\u00fcr Literatur 2016, ISBN 978-3-905951-79-0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Buch ist das in den USA zum Bestseller avancierte Zeugnis der Geschichte einer mutigen Frau, die mittlerweile mit ihrem Sohn als Schriftstellerin in Berlin lebt.<\/p>\n<p>Deborah Feldman erz\u00e4hlt in \u201eUnorthodox\u201c von der ultraorthodoxen j\u00fcdischen Gemeinde der Satmarer im New Yorker Stadtteil Williamsburg. Aufgebaut wie eine Sekte halten diese Menschen etwa den Holocaust f\u00fcr eine Strafe Gottes daf\u00fcr, dass sich die Juden zu sehr ihrer s\u00e4kularen Umwelt angepasst haben.<\/p>\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg waren diese ultra-orthodoxe Juden aus Ungarn und Rum\u00e4nien eingewandert, nachdem sie vor dem Holocaust geflohen waren oder ihn \u00fcberlebt hatten. Sie geh\u00f6rten zu den Hasidim, einer Str\u00f6mung des ultraorthodoxen Judentums, deren Mitglieder eine mystische Vereinigung mit Gott via ihren verehrten Rebben, den f\u00fcr alle Lebensfragen zust\u00e4ndigen Mentor, anstreben. Vor allem die aus dem rum\u00e4nischen Satu-Mare stammenden, streng orthodoxen Satmarer, Anh\u00e4nger des Satmarer Rebben, zog es in das Quartier jenseits des East River. Ein Ziel dieser Sekte ist es, sich voll ihrem Glauben und ihrem Lebensstil zu widmen und sich von allem Weltlichen abzuschotten.<\/p>\n<p>Dort, wo es nur um strenge Religion und ihre Regeln und Sitten geht, w\u00e4chst Deborah Feldman auf.\u00a0 Es gibt kein Fernsehen, keine B\u00fccher, all das wird von den Satmarern als weltlich abgelehnt. Ihre Frauen tragen rasierte K\u00f6pfe, damit ihre Haare die M\u00e4nner nicht in Versuchung f\u00fchren.<\/p>\n<p>Man muss nicht betonen, dass Sexualit\u00e4t und alle andere Dinge, die im Leben den Menschen Freude machen k\u00f6nnen, verp\u00f6nt sind.<\/p>\n<p>Deborah Feldman erz\u00e4hlt, wie sie bei ihren Gro\u00dfeltern aufw\u00e4chst, denn sowohl der debile Vater als auch die Mutter, die die Gemeinschaft schon fr\u00fch verlassen hat, bieten keinen Halt. Doch auch bei den Gro\u00dfeltern sind N\u00e4he und\u00a0 Geborgenheit nur selten f\u00fcr sie zu sp\u00fcren. Schon als kleines M\u00e4dchen versucht sie sich zu wehren, auch indem sie verbotene B\u00fccher liest. Nach ihrer Zwangsverheiratung gibt sie ihren Widerstand nicht auf, und kann sich nach der Geburt ihres Sohnes schlussendlich befreien.<\/p>\n<p>\u201eUnorthodox\u201c ist eine ebenso lebendige und lebensnahe wie ehrliche Schilderung der Befreiung aus den Fesseln religi\u00f6ser Extremisten. Die Satmarer m\u00f6gen eine kleine Gruppe sein, aber es gibt eine wachsende Zahl von Extremisten, insbesondere im Islam, die nicht nur ihre eigenen Gl\u00e4ubigen unterwerfen, sondern die ganze Welt unter ihr steinzeitliches Joch zwingen wollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Deborah Feldman, Unorthodox,\u00a0 Secession Verlag f\u00fcr Literatur 2016, ISBN 978-3-905951-79-0 &nbsp; Dieses Buch ist das in den USA zum Bestseller avancierte Zeugnis der Geschichte einer mutigen Frau, die mittlerweile mit ihrem Sohn als Schriftstellerin in Berlin lebt. 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