{"id":2102,"date":"2016-06-27T12:39:16","date_gmt":"2016-06-27T10:39:16","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2102"},"modified":"2016-06-27T12:39:16","modified_gmt":"2016-06-27T10:39:16","slug":"ewige-jugend-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2102","title":{"rendered":"Ewige Jugend"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/9783257803693_1461222779000_xl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2103\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/9783257803693_1461222779000_xl.jpg\" alt=\"9783257803693_1461222779000_xl\" width=\"190\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/9783257803693_1461222779000_xl.jpg 190w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/9783257803693_1461222779000_xl-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Donna Leon, Ewige Jugend, Diogenes 2016, ISBN 978-2-257-80369-3<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Noch vor einigen Jahren haderte ich mit Donna Leon und ihrem Commissario Guido Brunetti.\u00a0 Ich schrieb damals:<\/p>\n<p>\u201eZwanzig B\u00e4nde waren vor zwei Jahren f\u00fcr mich ein Anlass, einmal zur\u00fcckzublicken. Ich habe alle B\u00e4nde gelesen. Doch w\u00e4hrend die ersten zehn B\u00fccher etwa spannende und anspruchsvolle Krimilekt\u00fcre boten, wurde das Lesen dann mit jedem neuen Buch m\u00fchsamer, langweiliger und nichtssagender. Ein Grund daf\u00fcr ist f\u00fcr mich, dass Donna Leon ihren Protagonisten und seine Familie nicht altern bzw. reifen l\u00e4sst. Auch der bildungsb\u00fcrgerliche Hintergrund ohne eine einzige Schw\u00e4che wirkt immer unglaubw\u00fcrdiger. Ein weiterer Grund ist, dass der Schreibstil immer gleich bleibt, es gibt keine wirklichen \u00dcberraschungen mehr, eben weil sich nicht wirklich etwas ver\u00e4ndert.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der letzte Band \u201eEndlich mein\u201c und auch das vorliegende 25. Buch der Reihe mit dem Titel \u201eEwige Jugend\u201c haben mir wieder viel besser gefallen, vor allem, nachdem ich mir vorgenommen habe, Donna Leons Romane nicht mehr als Krimis zu lesen, sondern als Unterhaltungsromane mit venezianischem Hintergrund.\u00a0 In einem Interview zum Jubil\u00e4um der Reihe sagte Donna Leon unl\u00e4ngst im Zusammenhang mit der Frage nach dem politischen Background ihrer Romane und Figuren, sie wolle mit ihren B\u00fcchern unterhalten und nicht predigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das, finde ich, ist ihr gutes Recht, und auch andere gro\u00dfe Autoren vor ihr haben sich das Recht genommen, ihre Hauptfiguren auch \u00fcber Jahrzehnte nicht altern zu lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Jubil\u00e4umsband also begegnet Guido Brunetti bei einem Wohlt\u00e4tigkeitsessen im Palast seiner adligen Schwiegermutter der greisen Contessa Lando-Continui. Man achte schon hier sehr genau darauf, welche weiteren G\u00e4ste dieses opulenten Mahls beschrieben werden, es wird f\u00fcr die weitere Handlung des Buches eine Bedeutung haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Contessa bittet Brunetti um ein Gespr\u00e4ch, das auch am n\u00e4chsten Tag stattfindet. Dort erz\u00e4hlt sie ihm von einem Ungl\u00fcck, das ihrer Enkeltochter vor langer Zeit zugesto\u00dfen ist. Es wurde als Unfall zu den Akten gelegt, doch die Enkeltochter ist seitdem geistig behindert. Sie hat seit langem den Verdacht, dass es damals nicht mit rechten Dingen zugegangen ist und bittet Brunetti den Fall noch einmal aufzurollen, damit sie in Ruhe sterben kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Normalerweise d\u00fcrfte Brunetti in so einem Fall nicht aktiv werden, doch mit allerlei Tricks und der bekannten PC-Unterst\u00fctzung seiner versierten Sekret\u00e4rin, vor allem aber mit der professionellen Unterst\u00fctzung seiner neuen Kollegin Griffoni gelingt es ihm, immer mehr Licht in das Dunkel jener Vorg\u00e4nge zu bringen, die der Contessa den Schlaf rauben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was mir zunehmend an Leons Romanen gef\u00e4llt: sie schildert ihren Commissario Brunetti als einen gebildeten, bescheidenen Menschen, der wei\u00df, dass Gerechtigkeit manchmal mehr bedeutet als Verhaftungen und Verurteilungen vor Gericht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein lesenswertes und unterhaltsames Buch, wie immer mit viel \u201eVenedig\u201c und dieses Mal mit dem Subthema \u201ePferde\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dier hier vorliegende ungek\u00fcrzte Lesung von Joachim Sch\u00f6nfeld besticht durch ihren ruhigen Duktus und eine Stimme, die sich hervorragend in die handelnden Personen hineinversetzt und das H\u00f6rbuch so zu einem wirklichen Erlebnis macht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Donna Leon, Ewige Jugend, Diogenes 2016, ISBN 978-2-257-80369-3 &nbsp; Noch vor einigen Jahren haderte ich mit Donna Leon und ihrem Commissario Guido Brunetti.\u00a0 Ich schrieb damals: \u201eZwanzig B\u00e4nde waren vor zwei Jahren f\u00fcr mich ein Anlass, einmal zur\u00fcckzublicken. 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