{"id":2366,"date":"2016-08-17T14:26:55","date_gmt":"2016-08-17T12:26:55","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2366"},"modified":"2016-08-17T14:26:55","modified_gmt":"2016-08-17T12:26:55","slug":"und-damit-fing-es-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2366","title":{"rendered":"Und damit fing es an"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/44996011z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2367\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/44996011z-180x300.jpg\" alt=\"44996011z\" width=\"180\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/44996011z-180x300.jpg 180w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/44996011z.jpg 286w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rose Tremain, Und damit fing es an, Insel Verlag 2016, ISBN 978-3 458-17684-8<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der neue Roman der englischen Schriftstellerin Rose Tremain erz\u00e4hlt die Geschichte von Gustav Perle, seiner Mutter Emilie und seinem lebenslangen j\u00fcdischen Freund Anton Zwiebel. Es ist eine bewegende Geschichte, eingebettet in das Leben in einem Schweizer Dorf von den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts bis zu seinem Ende 2002. Eine Geschichte, die davon erz\u00e4hlt, \u201edass es manchmal fast ein ganzes Leben dauert, bis man das Gl\u00fcck findet &#8211; in dem einen Menschen, den man zum Leben braucht.\u201c (R\u00fcckseite des Buchumschlags)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Buch beginnt mit der Geschichte des kleinen Gustav Perle, der mit seiner Mutter Emilie in dem Schweizer St\u00e4dtchen Matzlingen wohnt. An seinen Vater, den stellvertretenden Leiter der \u00f6rtlichen Polizeistation, hat er kaum Erinnerungen. Seine Mutter, der es ein Leben lang sehr schwer f\u00e4llt ihren Sohn zu lieben, nennt den Vater eine Helden. Er habe w\u00e4hrend des Krieges vielen Menschen geholfen. Worin diese Hilfe bestand, wird dem Leser bald deutlich, als Gustavs neuer Freund Anton Zwiebel, um den er sich zun\u00e4chst im Kindergarten und dann in der Schule f\u00fcrsorglich k\u00fcmmert, zum ersten Mal nach langem Hin und Her Gustav zu Hause besuchen darf, nachdem dieser schon oft in der Familie des j\u00fcdischen Bankiers eingeladen war.<\/p>\n<p>Emilie Perle reagiert schon fast unfreundlich zur\u00fcckhaltend auf Anton, und deutet ihrem Sohn an, das sein Vater wegen Menschen wie ihnen ins Ungl\u00fcck geraten ist. (was damals genau geschehen ist, erz\u00e4hlt Rose Tremain genau wie die Kennenlerngeschichte von Gustavs Eltern in einem zweiten Teil, der in die Zeit vor dem Kriegsende zur\u00fcckgeht).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gustav sp\u00fcrt die Abwehr seiner Mutter, l\u00e4sst sich aber nicht beirren. Er hat Anton Zwiebel liebgewonnen und darf schon bald zusammen mit dessen Familien zun\u00e4chst tageweise Zeit verbringen sp\u00e4ter dann ganze Urlaube.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gustav entbehrt die m\u00fctterliche Liebe, w\u00e4hrend Anton von seinen Eltern so sehr damit \u00fcberh\u00e4uft wird, dass er dem Erwartungsdruck seiner Eltern aus ihm einem ber\u00fchmten Konzertpianisten zu machen, nicht stand h\u00e4lt und ein von vielen Br\u00fcchen gepr\u00e4gtes Leben f\u00fchrt. Gustav jedoch verliert seinen Freund nie aus den Augen. Da sie verschiedene Lebensentw\u00fcrfe haben, verbringen sie lange Phasen getrennt voneinander.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einem dritten Teil springt Rose Tremain ins Matzlingen der neunziger Jahre. Gustav Perle, der nie mit einer Frau zusammengelebt hat, w\u00e4hrend Anton unz\u00e4hlige unbefriedigende Aff\u00e4ren hat, hat vor langer Zeit schon mit dem Erbe der Mutter des Vaters jenes alte Gasthaus gekauft und in ein Hotel umgebaut, in dem seine Mutter fr\u00fcher ihr karges Brot verdiente. Er findet seinen Lebensinhalt darin, es f\u00fcr seine G\u00e4ste sch\u00f6n zu machen und ihnen einen angenehmen Aufenthalt zu bieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach einer gro\u00dfen Lebenskrise die Anton und Gustav unabh\u00e4ngig voneinander erleben, scheint es, also ob sie sich nie wieder begegnen w\u00fcrde. Doch der Schluss des bewegenden Buches, der 2002 in Davos spielt, dort wo Gustavs Mutter ihre gl\u00fccklichsten Lebenstage verbrachte, nachdem sie ihren Mann kennenlernte, wird der Leser eines Besseren belehrt und er begreift auch, warum im englischen Original das Buch \u201eThe Gustav Sonata\u201c hei\u00dft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein wunderbarer Roman \u00fcber Freundschaft, Liebe und Toleranz, der mich vom Anfang bis zu dem etwas knappen Ende nicht mehr losgelassen hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Rose Tremain, Und damit fing es an, Insel Verlag 2016, ISBN 978-3 458-17684-8 &nbsp; Der neue Roman der englischen Schriftstellerin Rose Tremain erz\u00e4hlt die Geschichte von Gustav Perle, seiner Mutter Emilie und seinem lebenslangen j\u00fcdischen Freund Anton Zwiebel. 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