{"id":2500,"date":"2016-09-05T15:32:52","date_gmt":"2016-09-05T13:32:52","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2500"},"modified":"2016-09-05T15:32:52","modified_gmt":"2016-09-05T13:32:52","slug":"das-letzte-tabu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2500","title":{"rendered":"Das letzte Tabu"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/44955844z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2501\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/44955844z-188x300.jpg\" alt=\"44955844z\" width=\"188\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/44955844z-188x300.jpg 188w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/44955844z.jpg 299w\" sizes=\"auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Annelie Keil, Henning Scherf, Das letzte Tabu, Herder 2016, ISBN 978-3-451-34926-3<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das vorliegende Buch von Henning Scherf und Annelie Keil, die beide schon seit langer Zeit \u00fcber dieses Thema nachdenken und auch ver\u00f6ffentlicht haben, ist ein weiterer gro\u00dfer Stein, der aus einer gro\u00dfen Mauer entfernt wird. Eine Mauer, \u00fcber eine lange Zeit aufgebaut worden, die um den Tod herumgezogen wird. Eine Mauer, die den Tod tabuisiert und ins Anonyme von Sterbezimmern, Altenheimen und Krankenh\u00e4usern zwingt. In einer Gesellschaft, die das Junge preist, den Erfolg, die der Leistung und der Sch\u00f6nheit huldigt, hat der Tod keinen Platz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch es gibt schon seit vielen Jahren eine Bewegung, die nicht nur in B\u00fcchern, sondern auch ganz praktisch in immer mehr Hospizen und den Gruppen, die sie tragen, haupt- und vor allen Dingen ehrenamtlich, versucht, eine Kultur zu etablieren, in der man \u00fcber das Sterben und den Tod wieder reden und den Abschied leben lernen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das vorliegende Buch ist ein wichtiger Beitrag dazu. Offen und authentisch erz\u00e4hlen Henning Scherf und Annelie Keil in unterschiedlichen Beitr\u00e4gen von pers\u00f6nlichen Erfahrungen mit dem Thema, reflektieren es aber immer auch auf eine erfrischende und verst\u00e4ndliche Art philosophisch, politisch und kulturell.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist bewegendes Buch, das keinen unber\u00fchrt l\u00e4sst, der sein\u00a0 eigenes Sterben und seinen Tod nicht immer noch mit Macht verdr\u00e4ngt (dann greift er wohl nicht zu diesem Buch). Ein Buch f\u00fcr Menschen, die f\u00fcr sich selbst und dann vielleicht auch im Gespr\u00e4ch mit denen, die ihnen lieb und wert sind, lernen wollen, sich in dieser Tabuzone freier zu bewegen Dazu wollen die beiden Autoren ermutigen. Sie schreiben dazu:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eAlles Leben ist endlich. Wir m\u00f6chten Mut machen, sich darauf wieder zu besinnen. Gerade im Sterben, wenn wir unsere Verletzlichkeit besonders stark erfahren, brauchen wir Professionalit\u00e4t und Phantasie, Eigensinn und gegenseitigem Respekt, vor allem aber pers\u00f6nliche menschliche Zuwendung. Wenn wir \u00c4ngste und Sorgen gemeinsam annehmen, bleibt niemand ausgeschlossen; so kann eine Kultur der Menschlichkeit am Lebensende gelingen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Annelie Keil, Henning Scherf, Das letzte Tabu, Herder 2016, ISBN 978-3-451-34926-3 &nbsp; Das vorliegende Buch von Henning Scherf und Annelie Keil, die beide schon seit langer Zeit \u00fcber dieses Thema nachdenken und auch ver\u00f6ffentlicht haben, ist ein weiterer gro\u00dfer Stein, der aus einer gro\u00dfen Mauer entfernt wird. 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