{"id":2513,"date":"2016-09-06T15:54:09","date_gmt":"2016-09-06T13:54:09","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2513"},"modified":"2016-09-06T15:54:09","modified_gmt":"2016-09-06T13:54:09","slug":"die-erste-liebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2513","title":{"rendered":"Die erste Liebe"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/44880824z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2514\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/44880824z-195x300.jpg\" alt=\"44880824z\" width=\"195\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/44880824z-195x300.jpg 195w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/44880824z.jpg 310w\" sizes=\"auto, (max-width: 195px) 100vw, 195px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>John Green, Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen), Hanser 2016, ISBN 978-3-446-25313-1<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das vorliegende Buch war 2006 nach seinem fulminanten Deb\u00fct \u201cEine wie Alaska\u201c John Greens zweites Buch, das 2008 auch zum ersten Mal bei Hanser in M\u00fcnchen verlegt wurde. Nach den gro\u00dfen Erfolgen seiner letzten Romane \u201eMargos Spuren\u201c (2010) und \u201eDas Schicksal ist ein mieser Verr\u00e4ter\u201c (2012) hat der Hanser Verlag dieses fr\u00fche Werk in diesem Herbst noch einmal neu aufgelegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist die Geschichte von Colin, dem hyperintelligenten Sohn j\u00fcdischer Eltern, der schon sehr fr\u00fch als kleiner Junge als Genie gehandelt wurde, sp\u00e4ter sich selbst aber zum Wunderkind herabstuft, als seine Entwicklung ins Stocken ger\u00e4t. Vielleicht h\u00e4ngt das auch damit zusammen, dass er sich im Laufe seiner Kindheit bis zum Zeitpunkt der Erz\u00e4hlung als 16\/17- J\u00e4hriger\u00a0 insgesamt 19 Mal in verschiedene M\u00e4dchen verliebt, die alle den Namen Katherine tragen. W\u00e4hrend er permanent lernt und h\u00f6chstkomplizierte B\u00fccher liest, fr\u00f6nt er seinem Tick und bildet in Sekundenschnelle aus allen W\u00f6rtern und S\u00e4tzen Anagramme. Und er beherrscht etwa ein Dutzend Sprachen, die er sich selbst beigebracht hat. Und er versucht, seine Erfahrung des Sitzengelassenwerdens in eine mathematische Formel und eine Kurve zu bringen, um sich f\u00fcr die Zukunft besser gewappnet zu wissen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gott sei Dank hat dieser bedauernswerte Junge einen Freund namens Hassan, einen libanesischen Moslem (\u2026\u201c ich bin aber kein\u00a0 Terrorist!\u201c ), der kaum zur Schule geht und Colin ins Herz geschlossen hat. Er \u00fcberredet ihn auch, einmal auszuspannen und eine Urlaubsfahrt ins Blaue zu unternehmen. Colins Eltern stimmen schweren Herzens zu (sie erkennen, dass er auch ein normales Leben braucht) und so fahren die beiden mit Hassans altem Oldsmobil, den er \u201eSatans Leichenwagen\u201c nennt, los ins Blaue.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie landen, angelockt von einem Schild, dass auf das Grab Erzherzogs Franz Ferdinands von \u00d6sterreichs, dessen Ermordung den Ersten Weltkrieg ausl\u00f6ste, hinweist, in dem kleinen Kaff Gutshot. Dort lernen sie das M\u00e4dchen Lindsay und ihre nette Mutter kennen. Sie leitet eine Fabrik, die F\u00e4den f\u00fcr Damentampons herstellt. Sie bietet den beiden Jungs einen Sommerjob an. Sie sollen die aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter der Fabrik interviewen. \u00a0Warum, wird sp\u00e4ter deutlich. W\u00e4hrenddessen bastelt Colin weiter an seiner Formel, mit der er vorhersagen will, wer in einer Partnerschaft wen verlassen wird und wann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lindsay interessiert ihn zun\u00e4chst nicht. Erstens hei\u00dft sie nicht Katherine und zweitens ist sie schon befreundet mit einem anderen Colin. Wie sich im Laufe von wenigen Wochen diese Ausgangslage \u00e4ndert, und Colin langsam erkennt, dass sich die Zukunft nicht mit Mathematik berechnen l\u00e4sst, vor allem nicht die Liebe, beschreibt John Green auf eine wunderbar witzige und stellenweise schr\u00e4ge Weise. Der Kontrast von Colin und Hassan etwa ist genial ausgemalt. Und etwas, was wir aus anderen B\u00fcchern Greens kennen: es geht viel um Philosophie, den Sinn des Lebens, die Faszination jugendlicher Liebe und immer wieder um die Bedeutung von Geschichten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die, die er selbst erz\u00e4hlt, ist wunderbare Unterhaltung, auch wenn die Mathematik mir manchmal zu viel wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; John Green, Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen), Hanser 2016, ISBN 978-3-446-25313-1 &nbsp; Das vorliegende Buch war 2006 nach seinem fulminanten Deb\u00fct \u201cEine wie Alaska\u201c John Greens zweites Buch, das 2008 auch zum ersten Mal bei Hanser in M\u00fcnchen verlegt wurde. 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